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Oswiecim prägt noch immer…
September 272014

Mich beschäftiget gedanklich immer no das won ich in Auschwitz uf dere Zugsreis is Baltikum erlebt han, immer no, fascht so fescht, dass ich es irgendwie gar nid wett wohr ha, aber ebe so isch es – und es isch jo uf ä gueti Art, dass es mich beiflusst hett zur ganze Thematik Diskriminierig, Usgrenzig und Rassismus.

Ich han dä nochträglich Artikel au mit em Hintergrund no erfasst, well ich ä sehr spannendi und vor allem au sehr idrücklichi Dokumentation im Fernseh über das Thema gseh han und ich unbedingt uf mim Blog, diä Reportage mit eu möchti teile. Ich leg eu das würklich as Herz, nehmed au doch ä gueti Stund emol Ziit und lueged sie eu a. Lohnt sich würklich und regt bestimmt zum Nohdenke a!

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Mein Resümee

Mein Resümee

Schweiz

September 212014

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Ich bin eu jo no äs Resümee vo dä Zugfahrt in Baltikum schuldig. Voilà do chunnts…, ächli mit Verspötig, well immerhin bini jo scho wieder über ä Wuche zrugg i dä gliebte Heimat, aber defür mit Sicherheit.

Wenn ich so uf diä 10 Reisetäg zruggluege und ächli nohsinniere, denn schwirred mir hauptsächlich zwei Ereignis bzw. Erfahrige im Chopf umenand. Bim erschte gohts um eher um öpis, wo mir än bestimmte Herr amene spezielle Ort verzellt hät. Konkret isch es in Auschwitz gsi und dä Maa, isch üsen dütschsprechendi Guide gsi, wo üs dur d’Besichtigung vo dem schaurige Ort mit viel Hintergrundinformatione versorgt hät. Er hett während dänä meh als drü Stunde sehr viel verzellt, aber än Gedanke, wo er mit üs teilt hett, än glaubs sehr persönliche und ihm wichtige Gedanke, als mir grad inere Holzbaragge gstande sind, wo diä Inhaftiere hend müesse in elenden Zueständ wohne, isch mir bis hüt bliebe. Und zwor hett er sehr enthusiastisch und fascht scho verärgeret, dä Usspruch gseit, dass „in jedere Sprooch, d’Dummheit vorhande wäri“, er hett das im Zämähang mit dä Kritzlereie a dä Holzwänd i dene Baragge, wo Bsuecher hinterloh hend, verzellt. Das isch würklich sehr erschreckend, Demuet, Emphatie und Astand fählt eifach äs paar Mensche und das unabhängig vo Religion, Gschlecht oder Kultur. Das loht eim doch wieder dra zwiefle, öb mir überhaupt fähig sind, us Fähler Lehrene chönne szieh ;-( Oberflächlichkeit prägt üseri Konsumgsellschaft i üsere hüttige Ziit doch sehr starch und loht üs sozial verrohe.

Dä anderi Punkt, isch jetzt aber öpis ganz Anders, öpis eher Spannends und nid eso moralisierend. Eifach gseit, hett mich dä mitternächtlich Spurwechsel vo üsem Zugswagon in Brest a dä polnisch-wissrussische Grenze, sehr beidruckt. Hett nie denkt, dass diä ganzi spzeiell Athmosphäre und das unbekannte Ereignis mich irgendwie so fessle chönti. Chans irgendwie gar nid eso richtig mit Wörter erkläre…isch uf jede fall definitiv äs Highlight gsi vo üsere Reis.

Ich bin sehr dankbar, dass äs mir möglich isch söttigi Erlebnis und Erfahrige dörfe z’mache und hoffe, dass es mich au au wiiterhin a Ort uf dere Welt hiverschloht, wo ich für mich persönlich prägendi Lerneffekt chan erfahre.

So das wärs für dä Moment…

PS: Ihr hend sicher gmerkt, dass ich äs neus Layout für min Reiseblog erstellt han, finds recht cool so mit Charte und Georeferenzierig. Doch einiges gfallt mir nonig eso, muess dra nochli schliefe… 😉

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Home sweet home

Home sweet home

Schweiz

September 72014

So jetzt sitze ich wieder i mim eigene Bett und schribä dä letschti Tagesitrag i min Blog zu üsere Zugsreis in Osteuropa bzw. äm Baltikum.

Hüt am Sunntig isch äs eigentlich nume no hauptsächlich drum gange, dass mir wieder zrugg i üses Land chömed. Defür hend mir üs für äs ächli schnellers Transportmittel entschiede und zwor em Flugi. So sind mir am morge früeh ufgstande, händ üs zur Bushaltistell am Bahnhof gmacht und äs „22“ hett üs denn inere halbe Stund an Flughafe vo Riga brocht.

Döte acho, hend mir üses grosse Gepäck ufgeh – welles mir no zuesätzlich hend müesse zahle, so komisch wer reist denn scho nume mit Handgepäck? – sind denn bi dä Schlage vor dä Gepäckkontrolle agstande und hend denn no schnell üsen gescht Obig kaufte Z’Morge haschtig verdruckt, well mer jo kei Flüssigkeite usw. mitinne neh dörf 😉

Chruz vor em „Boarding“ hend mir denn au üses „Gate“ erreicht und hend so pünktlich üsen Flugi noch Züri chönne bestiege. Dä Flug hett rund 2.5 Stund duret und mir hend debi sogar no 1 Stund „gwunne“, dank Ziitverschiebig. Sogar 5 Minuten z’früeh sind mir denn uf schwiizer Bode glandet, hend üses Gepäck vom Band abgholt und sind denn mit modernste SBB-S-Bahn-Wägen (das fühlt sich jo wie gleite a…) hei Richtig „blos ä chlini Stadt“.

Somit wäred üseri Täg uf dere Zugsreis au scho wieder verbi, diä erschte Täg sind no relativ langsam verloge, doch denn isch d`Ziit uh schnell verbi grast. Mir hend mega viel verschiedeni Länder, Kulture und Sitte gseh, mängsmol isch äs glaubs fascht ächli zu schnell gange mit em Sammle vo dene Idrück.

Jetzt muess ich z’erscht Alles ächli setze loh und vor allem ächli usruebe und denn folgt wiä gwohnt zum Schluss äs chlises Resüme.

Bis bald…

Pascal

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Tag der Superlative
September 62014

Gastblogeintrag von Fabian:
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Hüt simmer nochem Ufstoh go Z’Morge poschte, wells im Hostel kei geh hett, da isch ächli kompliziert gsi, wells do kei würklichi Bäckereie git. Nochdem mir üs imne Supermarkt mit so süesse Hüüfe ideckt hend, simmer uf dä Zug Richtig Sigulda – än Usflugsort öpä 50 km vo Riga.

Im Zug hett praktisch nur Wanderer und Velofahrer gha, wo dä glich Plan gha hend wie mir, nämlich diä diverse Sehenswürdigkeiten z‘ Sigulda go aluege. Nochere Stund und Zwanzg Minuten und gfühlte siebetuusig Hält i de Pampa, simmer acho und hend üs als Erschts im Touristenbüro ä schlaui Charte bsorgt. Dank däre hend mir nochher souverän dä Wäg dur d’Parkalage vo Sigulda zu dä einzige Seilbahn vom Baltikum gfunde.

Obwohls Bähnli nu all Stund fahrt, häm mir genau eis verwütscht. S’Fraueli, wo da Bähnli so zäga als Oneman-Show betriebt, hett üs souverän und sicher mit em chline gäle Kabinli über diä einzig Schlucht (erodiert dur dä Fluss Gauja) vo Lettland kutschiert.

Dänä acho, hend mir üs als erschts im chline alte Dörfli vo Krimulda umeglueget, döt häts än alte Landsitz, wo scho chli am Zerbrösmele isch und hüt zutags äs Rehabilitationszentrum beherbergt, und au suscht no vili alti Hüsli (underanderem sogenannte Schwiizer Huus – wieso au immer) z’besichtige geh.

Noch dä erschte zerfallene Burg, simmer uf em einzige lettische Serpentinenweg is Tal abetschalpet. Döt unne hetts nebed enere luute Hauptstross au es paar Höhlene z’gseh geh. Eini devo – Gutmannshöhle – isch di gröscht, ältischti, meistbsuechti und meistverchrizleti Höhli vo Lettland. Naja, so gross und spektakulär isch die jetzt au nid.

Nochemene Ufstieg ufere fascht senkrechte Holzstäge, simmer im nöchste Dörfli Turaida glandet. Döt befindet sichs s’grösste, ältischte, schönschte und meistbsuechteschte Museum vo Lettland. Äs isch äs Feiliechtmuseum, wiä dä Ballenberg, eifach chliner.

Idäm vo Dütsche überrennte Museum hetts au no diä gröschti und wichtigschti Burg vo Lettland gha. Eimol meh hemer döt en Turm bestiege, vo wo mer ä relativ spektakuläri Ussicht übers ganze Flusstal, uf di einzigi Bobbahn, diä einzigi Summerrodelbahn, und es paar blöd winkendi Touriste gha hett. Suscht hett mer au no chönne gogä Bogeschüsse, ä vergamleti Heizig aluege oder dä mit seltsame Grüsch usgstatteti Kerker go ispiziere.

Uf emene Bänkli imene idyllische Park mit kurlige Steiskulpture hemmer nochher Z’Mittaggesse, wo us allne Reschte, wo mer no gha hend, bestande isch – Brot mit Pistaziennutella, Farmerstängel, Tuttifrutti und verbrösmeleti Waffle.

Zum dä Touristenhorde z’entcho, hend mir nochher äs Schliichwägli über ä steile Stäge durab zum Flussufer usgsuecht. Dä achlüssendli Wäg am Fluss entlang dur sumpfgras bewachsni Wälder isch zwor tatsächlich idyllisch gsi, nur simmer leider debi vo unzählige Schnogge gfresse worde.

Am End vo dem qualvolle Wäg simmer zu de vielbefahrene Autobrugg über d’Gauja cho und hend vo döt nomol zum Seilbähnli chönne ufeluege, wo übrigens au diä einzig Möglichkeit zum Bungeejumpe z’Lettland isch.

Bim Ufstieg zu dä nöchste Burg simmer schier vo paar mörderische Mountainbikefahrer überfahre worde. Drufabe hemmer prompt dä richtig Wäg verlore und si drum querfeldein vo hinne illegal (mä hett möse Itritt zahle) is Burgmuseum idrunge. Nochere wiitere Turmbestiegig hemmer nomol uf üsi ganz Wandertour und dä gröschti und ältischti Nationalpark vo Lettland chönne zruggluege.

Underdesse ischs au scho spote Nommitag gsi und drum hend mir üs anes paar cüplitrinkende Hochziitsgäscht verbi uf dä Rückwäg zum Bahnhof gmacht. Döt hemmer noch intensivem Spieschartestudium äs Cola bstellt, well alles Andere nümme verfügbar gsi isch.

Uf dä Heifahrt mit em rumplige Zug hend diä Einte äs chlises Erholigsschlöfli möse mache, diä Andere händ dä Billetfrau mehrerimol s’gliche Kassezettel – Billet – zeiget.

Nochere Duschi im Hostel, hemmer üs denn uf dä Weg ines Z’Nachtrestaurant begeh. Mir sind au promt fündig worde, au wenn alles – Igang, Irichtig, Musig, Spiischarte, Brotchörbli (Cakeform), Getränk (Malzlimonande) – bizli speziell gsi isch. Äs Ässe isch defür gaumenschmeichelnd gsi und bi 20.- € pro Person für Salot, Hauptgang, Dessert, Getränk und Tee, chame nid viel säge…

PS: „Guet gmacht Fabian, danke!“

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Riga wir kommen

Riga wir kommen

Lettland

September 52014

Hüt morge hett üs üsen Wecker sehr früeh scho us em Schlof grisse und zwor churz vor dä Siebni. Mir hend üs denn zügig parat gmacht und sind denn rasch zum Früehstück geilt. D’Madame hett i dä Chuchi scho heftig gwurschtlet und gwirblet, debi usecho isch en Teller voll Erbsli, emene Spiegelei, Schinkeschiebene, Tomaten und Gurke. Uiuiui und das alles scho am früehne Morge für üsen Mage….Mmmmhh fein 😉

Mir sind den au scho gli komplett mit Pack und Sack parat gsi und hend üs denn zum Bahnof gmacht. Dört hett nämlich au scho wieder emol üsen nöchste Zug uf üs gwartet. Üses Fahrtziel isch diä lettisch Hauptstadt Riga gsi.

Üsen Zug hett sich langsam aber stetig dur diä bewaldeti und mit Seen und Sümpf durzogeni Landschaft (isch im morgendliche Liecht und bi strahlendem Sunneschy natürlich sehr idyllisch gsi, amigs hett ab und zu doch mol es chlieses Dörfli gha mit herzige Holzhütte, aber au immer wieder hetts au wieder eher unschöni sowjetischi graui Hochhüserkomplex gha) kämpft und hett noch fascht vier Stund und 218 zruggleite Kilometer hend mir diä Stadt denn au erreicht. Erschte Idruck relativ modern und mit hüpscher Altstadt.

Mir hend usnahmswiis am Bahnhof nid grad wieder es Billet für dä nöchsti Tag chaufe müesse, well grundsätzlich hend mir jo üses Endziel vo üsere Reis dur Nordosteuropa jo demit erreicht. Drum sind mir denn schnurstracks zu üsem vorher buechte Hostel gwanderet und hend au scho üses Doppelzimmer bezieh chönne. Das Hostel isch glaubs mega neu und d’Inhaber sind mega bemüeht dur Fründlichkeit und Zuvorkommenheit ihri Zuekunft als Gastgeber chönne z’sichere.

Zum Z’Mittagesse hend mir üs noch langem hin und her für äs typisch lettischs Restaurant entschiede, zwor ächli tüürer als normal, aber defür authentischi kulinarischi Spiese. Als Vorspies hend mir en Alpen-Salot (Randensalot mit Geissechäs) gha, denn als Hauptgang hät dä Fabian äs Schneehuehn verspiese und ich en Lachs, ah jo und dezue hetts zum Drinke natürlich en Birkesaft geh 😉 Äs meischte isch sehr guet gsi, aber es hett au Gwöhnigsbedürfigs debi gha, vor allem es Z’Trinke.

Frisch gstärcht hend mir üs denn chönne uf d’Besichtigung vo dä Altstadt gmacht – viel verschiedeni historischi Gebäude, Stadtmuur, Pulverturm, Dorm und St. Petri Chirche, dörte sind mir sogar dobe gsi zum ä Ussicht über Riga chönne z’erhasche. Fazit: alles sehr neu und wenig verlotterti Gebäude und Strukturen.

Eigentlich hend mir no uf dä gigantisch hochi Fernsehturm welle, doch leider hend mir irgendwie dä falschi Bus verwütsch und sind so demotiviert vo dere Idee abcho. Ah jo han fascht vergesse z’erwähne, dass do wie in Warschau dä Stalin sini Finger i dä Stadtplanig drinn gha hett, dä unübersehbari Turm do nenn sich aber „Stalins Geburtstagstorte“.

Also simmer denn halt uf dä Märkt gange und hend üs mit Lebensmittel für dä Z’Nacht ideckt – Tomaten, Gurken, Salot, Zwiebeln, Chäs und Brot. Zrugg im Hostel hend mir üs denn Sandwichs baschtlet.

Mit Fotiapparat und Z’Nacht bewaffnet hend mir en Art S-Bahn gnoh um as Meer z’glange, well Riga lieht zwor i dä nöchi vo dä Ostsee, aber ebe nid direkt. Rund 30 Minuten hend mir für diä Hifahrt brucht, aber es hett sich definitv glohnt. Äs Gebiet loh sich folgendermasse vo „landiwärts her“ beschriebe – Sumpf, Fluss, Bahnhof, Shoppingalee, nobli Wohnvillen, Waldstreife und schlussendlich Sandstrand.

Mir hend üseren Endpunkt vo üsere Zugsreis symbolisch mitemene traumhafte Sunneuntergang am Meer chönne zelebriere. So machts doch Spass…

So morn hend mir no en ganze Tag zur Verfüegig und mir hend au scho was usserhalb vo Riga planet, mol luege wie das usechunnt.

PS: Es git doch einigi Unterschied zu Litauen, einersiits tönt lettisch rächt anders, noh meh finnisch und anderersiits hetts do viel meh igwanderetig russischstämmigi Lüüt. Ah jo au wie scho erwähnt isch es recht moderner (Gebäude, Autos und ÖV) als in Litauen und es hett definitiv meh Touristen.

PPS: Also diä drü baltischi Staate usenandzhalte isch mengsmol gar nid eso eifach, das zeit sich scho nume im usspreche vo dä Ländername, gell Fabian 😉

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die Altstadt von Vilnius
September 42014

Kurz noch dä Achtne sind mir hüt Morge us dä Fädere ghüpft und denn im Hostel gogä feini huusgmachti Pfannchueche mit Öpfelmuess und Johannisbeericonfi zum Z’morge gogä gnüsse. Bim Esse hend mir denn no ä Bekanntschaft gmacht mitemene andere Backpacker us Hong Kong, isch en sehr spezielle Typ gsi, aber mir hend em denn trotzdem no üseri vohrige wiisrussischi Rubel (hend no vor luuter Tuusigerzahle wieder emol falsch umgrechnet und vo ihm z’viel verlangt, dä wird au denke diä geldgiirige Schwiizer wieder…) und no es paar Prospekt übergeh, well er anschiinend jetzt au noch Minsk goht. Mir hend en denn no gwarnt, dass es üs nid so mega super toll gfalle het i dere sowjetische Grossstadt 😉

Denn hend mir üsen Tagesrucksack packt und sind use und uf relativ direktem Weg uf en Hügel mit enere historische Burg, vor allem wege dä tolle Ussicht. Es isch würklich mega schön gsi, das natürlich au well mir mol wieder eitle Sunneschy hend dörfe gnüsse – bi dene heitere Liechtverhältnis gseht, doch alles grad viel fründlicher us. Dä Turm hend mir denn gegä es chlises Entgeld au no dörfe bestiege und detä hend mir usegfunde, dass 1989 ä Art Demonstration in Form vonere kilometerlange Menschechetti zwüsched allne drü baltische Staate stattgfunde hett und zwor für ihri Unabhängigkeit gegenüber dä UDSSR.

Dä Abeweg hend mir denn nid z’Fuess sondern mitemene chline Seilbähnli gmacht. Und sind so fascht direkt zum Nationalmuseum cho. Dörte isch vor allem d’Gschicht vom 18. und 19. Jhd. belüchtet worde, und komischerwiis hetts denn grad nochem 1. WK ufghört….hä wieso echt?

Vor em Z’Mittag hend mir denn nomol es Museum bsuecht, aber es sehr ussergwöhlich und zwor hetts sich allem um Energie und Technik drüllet. Mer het ä originali sowjetischi Dampfmaschine zur Elektroerzügig mit Chole oder Gas chönne bestuune. Scho mega idrücklich wie gross, massig und kompliziert sones technischs Ungetüm dazumals gsi isch. Aber erstuunlicherwiis hett mer scho zu dene Ziite sehr unklügelti System baut und agwendet – Stichwort: Abwärmi wiederverwenden.

Im obere Stock hetts für diä junge Bsuecher no än Art Technorama-Spielruum geh, und diä Versüech und Experiment hend natürlich au vo üs müesse teschtet werde, wenn hett mer scho mol d’Möglichkeit ganz ällei sowas uszprobiere!

Diä drü Museumsbsüech hend üs en Idruck vermittlet, dass do in Litauen, d‘ Lüüt sich mega Müeh gebet, sottigi Agebot z’zämastelle und z’ermöglich, sie hend sich mega vielfältigi cooli Sache usdenkt und liebevoll umgsetzt, Chapeau!

Üsen Z’Mittag (mir sind glaubs immer relativ spoot dra mit dem, immer so zwüsched Zwei und Drü am Mittag) hend mir inere Shoppingstroos i dä Altstadt gnemiget und zwor husgmachti Pasta. Äs Esse sich relativ edel dehärcho und au es Ambiete und d’Bedienig isch dementsprechend au so usgfalle und natürlich au d’Priise, aber halt immer no dütlich under em schwiizer Priisniveau.

Än Dessert hett natürlich au nid dörfe fähle und dä hend mir denn in Form vomene Chueche i dä Nochberconfiserie gfunde…mmmmmmhhh mega fein.

Gegä spoote Nomittag hend mir üseri Sightseeingtour wiitergführt und sind so zunere imposante Chile mit aschlüssendem Turm, welä mir au wieder gegä äs chlises Itrittsgeld hend dörfe bestiege. Üseri Uhr hett churz vor em Viertel vor Füfi zeiget und mir sind üs nid sicher gsi öb mir jetzt denn plötzlich vom Gong vo dene grosse Chilegloggene im Turm verschreckt oder gar taub werdet. Und tatsächlich ä chliners Exemplar hett punkt Viertel vor sind Pendel gschwunge. So hend mir üs denkt, denn möchtet mir doch mol luege öb das no luuter goht und hend so 15 Minute no dobe gwartet und denn isch es au scho losgange, bis zu vier grosse Glogge hend mitenand ihres Gelüt fabriziert. Das Ereignis hett mer mit allne Sinn dütlich gspürt und erfahre – d’Ohre hett mer sich müesse zuehebe und es Vibrieren vo dä Holzkonstrucktion, wo diä Glogge befestigt sind, hett mer i sinere Magegrueb au gspürt.

Als Abschluss hend mir denn no dä ganzi Universitäts-Campus inspiziert, mir hend zwor nume no grad ä halbi Stund Ziit gha, aber trotzdem hemmer en Idruck chönne gwünne, wie do es Studentsi so ablauf, vor allem infrastrukturtechnisch gseh – interessanterwiis koexistiert do d’Religion und d’Wüsseschaft mirekt nebedenand, d.h. mer chan am Morge z’erscht in Gottesdienst i dä eigene Uni-Chile und denn direkt in Vorlesigssaal.

Denn hend mir üs au scho wieder uf dä Rückweg zum Hostel mache, hend üses grosse Gepäck gschnappet und sind Richtig Bahnhof tschalpet. Dörte hett nämlich üsen Zug uf Daugavpils (Grenzort in Lettland) gwartet, bzw. mir uf ihn. Es sich denn ä lithauischi Zugskomposition igfahre und an ä Diesellok akopplet worde. Nochdem mir es Billet zeiget händ hend mir denn dörfe istiege und mir sind recht überrascht worde, well dinne hetts usgseh wie imene „Platskartni“ (3. Klass, kompletter Wagon usgstattet mit einzelne Klappbett, ohne getrennti Abteil) vo dä Transsibirische Eisenbahn. Do chömed jo direkt alti Erinnerige wieder hoch 😉

Üseri Fahrt hett denn nur rund 3 Stund duuret und so simmer punkt Zehni am Obig do acho. Hend üses Billet für morn Morge noch Riga bstellt, alles ohni Problem und sogar no ä besseri Zugsverbindig (nid scho 6.25 Uhr, sondern erst 7.33 Uhr – isch glaubs än Regionalzug und drum nid würklich eifach recherchierbar im Vornhernein) als vorher denkt.

PS: D’Receptionistin vo üserem Hotel (tatsächlich es 3-Stern Hotel!) isch ä recht Luschtigi, sie chan glaubs keis einzigs Wort Englisch und seit eifach zu allem „Mh-hm“ 😉

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zurück in die EU

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Weissrussland

September 32014

Churz noch dä Sibni, simmer ufgstande – also ich han diä Nacht wie en Stei gschlofe, bin nid eimol verwachet, bin glaubs mega uf dä Socke gsi vo dä letschte churze Nach – hend üseri Rucksäck wieder packt und hend üs denn uf d’Suechi nochere Möglichkeit für en Z’Morge gmacht, alls im Hostel nüt geh hett.

Doch irgendei Bäckerei finde, isch gar nid so eifach do in Wiisrussland, wiess ehrlich gseit nid was diä Iheimische do am Morge als Stärchig zu sich nehmend, Brot aber eher nid. I dä Nöchi vom Bahnhof, hemmer denn aber immerhin en chlinere Supermarkt gfunde, so chli, dass mir mit üserem grosse Gepäck am Rugge diä ganze Gäng versperrt hend, hend scho einigi bösi Blick defür gärntet.

Im Wartesaal vom Bahnhof hemmer denn üseri Usbüti vertilgt – Brot bestriche mit em polnische Schoggiufstrich, en Art Baisier-Gebäck, Joghurt, Schoggiwaffle mit Confi gfüllt und O-Saft. Isch gar nid emol so schlecht gsi und hett üs so für dä Tag gstärcht.

Am Zehni hend mir üs denn ufs Perron 1 begeh, doch womer üses Billet em Kondikteur anegsteckt hend, hett er üs uf es anders Gleis gschickt, irgendwie gits do am Bahnhof Perrons und Tracks, aber wie das genau funktioniert wiess i nid 😉 Mir hend üsen Zug – gnauer gseit en churze, moderne Regionalzug in Form vomene Thurbo – gfunde und sind fascht als Letschti igstiege, er isch also scho recht guet gfüllt gsi, das vorallem au mit Gepäck, wo im Gang glege isch, well er jo nid würklich ä Ablag defür gha hett, ebe so wie bi üs im Thurbo.

Pünklich hend mir üs denn Richtig Vilnius, dä Hauptstadt vo Litauen, in Bewegig gsetzt. D’Fahrt het rund 3 Stund dure und mir hend durs Zugsfenster d’Landschaft und Städt bzw. Dörfer beguetachtet, und ich emol wieder gfötelet, han ebe no gar nid eso vielmol mini Kamera in Aktion gsetzt – jo also in Minsk hani mi nid würklich getraut, well erstens hani gar nid gwüsst, was mer überhaupt dörf abliechte und was verbote isch, anderersits hett mer üs scho ohni somene Grät i dä Hand komisch gnueg aglueget.

D’Grenzkontrolle isch dur diä wiisrussiche Zöllner relativ schnell und unkompliziert duregführt worde, vo dä litauischen Behörde isch niemert awesend gsi enne a dä Grenze, das hett üs no gwunderet, denn immerhin isch es do jo d’Ussegrenze vo dä EU. Acho in Vilnius, hend mir denn gmerkt, dass anschiinend doch no ä söttigi Grenzkontrolle (inkl. Gepäck) stattfindet, halt eifachd bevor mers Perron verloh han. Äs het mega langi Warteschlangene geh, mir hend üs aber d’Frechheit gstattet und sind ohni Astoh ganz am Rand dure, wells ä chlises Schildli mit dä Ufschrift „EU & CH“ gha het und tatsächlich dä liatuisch Zöllner hett üsen Pass kontrolliert und üs denn duregloh.

Zrugg uf europäischem Bode hemmer am Bahnhof wieder emol es nöchste Billet für morn postet (hett astandslos in englischer Konversation uf Anhieb klappet), neui Währig (liatuischi Lita) us em Bankomat usegloh und sind denn is Hostel gogä ichecke. Dennoch hend mir wieder emol verspötet, aber defür mega fein (imene Vegiresti mit Falafel, Hummus, Fladenbrot und Riis und dezue ä huusgmachti Limonade), äs Z’Mittag gnosse.

Mir hend denn üsen spote Mittag und Obig mit emene Bsuech im sogenannte „Europos Parkas“ (Park mit Kunst) verplanet, doch mir hends nid würklich gschafft dä mit em ÖV z’erreiche, bzw. mir hend denkt, das würdi no sehr schwierig werde diä rund 20 km rechtziitig hinder üs z’bringe, so ganz ohni Ortskentniss und so…

Also hemmer halt üseri zweiti Idee (gogä schwimme imene Wasserpark) i d’Tat umsetze welle, doch dört acho, simmer leider vo verschlossene Tor gstande. Schade, funktioniert nid würklich, was mer so hend welle, denn halt nomol was anderes. Schlussendlich simmer denn imene grosse Ichaufszentrum glandet, dört bin ich churzerhand zum Coiffeur und han mich mol wieder mit Händ und Füess müess probiere erkläre wien ichs öpä möchti. Per Zuefall hend mir denn im Shopping no en ganze Stapel vo Schuelbüechli gfunde, do goht mer anschiinend diä im Supermarkt gogä poschte, und vo dene hend üs natürlich d’Geographie-Heftli am meischte interessiert, so starch, dass mer gard zwei Exemplar mit ganz vielne Chartene und Diagramm hend müesse poschte. Also d’Ufmachig isch recht profesionell gsi, hett üs recht beidruckt, nid numme d’Schwiizer hend kartographisch öpis druf.

Dennoch hend mir dä Film „Lucy“ im interne Multikino glueget, zum Glück lohnt sich es synchronisiere uf Litauisch nid würklich und so isch er in Originalton gloffe, eifachd bi einige Filmpassage (Chinesisch), hett üs dä englisch Untertitel gfählt. Fazit: Abstruse Hollywoodblockbaster!

Als Abschluss vo üsem Shoppingmall-Usflog hetts denn no ä Crepe als Z’Nacht geh, also d’Lüüt do sind mega flott und sehr guet druf, das hemmer wieder emol a dä Bedienig i dere Creperia festgestellt und au scho bi andere Glegeheite.

So morn gits denn do in Vilnius Sightseeing i dä grösste Altstad vo Osteuropa!

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Kommunismus lässt grüssen…
September 22014

Grad öpä um Mitternacht hets bi üsem Zugsabteil a dä Tür klopfet, und d’Stimm vo üsere Zugsbegleiterin hett verluute loh, dass jetzt denn gli diä polnisch Passkontrolle stattfinde würde. Also no einige wartende Minute, isch denn würklich emol öpert cho und denn üseri Päss welle gseh und welle wüsse so denn anegoht – diä stattlich Statur vo dem polnische Zöllner hett doch irgendwie igschüchteret, doch es Smile üserersiits, hett au sini Mimik entspannt 😉 Alles guet, mir chönd wiiter….

So jetzt chömmer also wieder aneliegge und wiiterpfuuse, jo denkste, jetzt chunnt, doch au gli no diä wiisrussisch Kontrolle und tatsächlich öpä so um diä Eis, hett es gliche Prozedere wiederholt statt gfunde, nume jetzt mit andere Protagonisten – än Zöllner, wo üs noch em Ziel und en Pass bzw. Ireiseformular gfrooget hett und beidi Sache sograd igsammlet het um äs mitemene Stempel z’verseh i sim Zollhüüsli und druffolgend no ä jungi Zöllnerin, wo üs nochem Gepäck gfrooget hett (in erstunlich guetem Englisch) – Alkohol, Drogen, Zigaretten und Waffen debi? Nein!

So jetzt hend mir doch endlich gschafft, sie hend üs noch Wiisrussland ireise loh und so simmer i dä Grenzstadt Brest acho. So jetzt no gschwind d’Ziit umstelle (+1h) und denn endlich dä nötig Schlof erhasche. Okaj, jetzt simmer also selbe gschuld gsi, dass mir hüt dä ganzi Tag müed gsi sind, well äs „Spektakel“ vom Rädliwächsle (well Unterschiid bestönd bezüglich Gleisabständ) a üsem Zug, hend mir au trotz tüüfer Nacht nid welle entgoh loh. Und so sind mir jetzt genau im Bilde, wie sowas vo Afang bis Endi ablauft – 1. ifahre mit em Zug inefahre ine Halle, 2. löse vo Art Schrubene, wos Rädli am Wagon festhaltet, 3. mittels Lift dä ganzi Wagon einigi Meter ahebe, 4. diä „alte“ Rädli unnedure wegschiebe, 5. diä „neue“ Rädli aneschiebe und genau ipasse, 6. Wagon wieder abeloh, 7. d’Schrube als Verbindig wieder anemeche. Uff isch das müehsam, ziitraubend und schweri körperlichi Arbet. Was für en Ufwand, do wäri doch es Umstiege inen andere Wagon mit passende Rädli viel eifacher! Weiss nid wieso, dennoch, das so praktiziert wird…?

Am Morge am Vieri, simmer denn schliesslich doch no igschlummeret, doch erholsam isch dä Schlof doch nid würklich gsi, well mängsmols simmer so schnell und ruppig gfahre, dass doch scho bald denkt han, mir verlühred üseri ebe grad neu montiere Rädli wieder!

Doch glücklicherwiis sind mir mit nume 10 Minute Verspötig do in Minsk acho. So jetzt z’erscht neus Geld abhebe und denn es wiiteri Zugsbillet poschte. Gesagt getan, aber nume leider nid eso easy, wie ghofft, aber das sind mir üs jo eigentlich gwöhnt vo üseri Transsib-Reis. Rund 1.5 Mio Rubel, hend mir für üseri bevorstehendi Ziit do in Wiirussland abghobe, jo genau 1.5 MILLIONEN, unglaublich nid wohr. Dä horrendi tüüfe Währigswert (1 CHF = ca. 10’000 Rubel) und d’Inflation do i dem Land sind würklich sehr froogwürdig.

Das mit em neue Zugsbillet hett sich also au als Geduldsprob erwiise. Diä erschti Verchaufsdame hett üs welle klarmache, dass es morn kei Platz meh frei hett im Zug für üses nöchste Ziel, jo supi, sicher, das chan gar nid si, well denn würdi üses Transitvisum (48h gültig) jo eifach so ablaufe und mir „gfange“ si do i dem komunnistisch aghuchte Land – unvorstellbar. Doch trotz Überraschig wege dere unerwartete Antwort, isch üs denn aber gli wieder igfalle, dass mir jo scho bi dä SBB ä Sitzplatzregistrierig glöst hend für diä morgig Verbindig. Also das muess demfall nid dä Tatsache entspreche. Wo mir dä entsprechendi SBB-Fakel vorgleit hend, hetts denn plötzlich gheisse, mir sölled doch use us em Bahnhof über d’Stross ines anders Gebäude. Hä, was söll jetzt das wieder, dört usse chan üs doch sichert niemert wiiterhelfe! Grrr…! Also hend mirs doch nomol im Bahnhof selber probiert, binere Informationsuskunft, doch au diä Dame hett üs nid würklich verstande, was mir hend welle – dä Zug fahri uf Perron 2 ab. Jo supi, das isch üs im Moment no glich, ohni würklichs Billet.

Also hemmer halt doch üses Glück usserhalb vom eigentliche Bahnhof probiert und siehe da es hett doch no klappet, mir hend es Billet. Aber üses scho glöste Billet vo dä SBB für es Teilstuck vo dere Strecki, chan sie nid iberechne und mir sölled das i dä Schwiiz denn rückerstatte loh – das klappet sicherlich, mir hend jo extra uf dä Billetrücksite en kyrillisch beschriftete Stempel becho. (Spöter hemmer usegfunde dank emene Reiseführerheftli, dass es sich bi dem andere Gebäude anschiinend um dä alti Bahnhof handlet und mer dört für internationali Verbindige vorstellig werde muess…).

Denn hend mir üs endlich uf dä Weg zum Hostel mache, mit dä Metro und es paar Schritt hend mir das au bald erreicht, ohni üs z’fescht verirre. Dä Bezug vo üsem Zimmer hett sich denn au wieder so gstaltet, dass es fascht im Chaos gändet hetti – anschiined falschi Buechig usw. Aber schlussendlich alles doch no guet gange.

Well üsen hüttig Z’morge wege dem Trubel undergange isch, hend üs üseri Büch bald gmeldet und so simmer zur Hauptstross vo Minsk und hend es Kafi (wiä in Russland eher es Restaurant) gsuecht und gfunde – äs hett irgendwelchi Härdöpfelküechli geh entweder mit Pilz oder mit Fleisch. Nid würklich umwerfend, aber ok.

Es Sightseeing i dere Stadt, hett üs leider au nid grad us dä Socke ghaue, schön isch es do nid würklich, aber spannend und andersartig uf jede Fall! Alles sehr strikt greglet, ächli verwahrlost und doch en Tupfe vo Modernität, galube das Land lieht bald voremene Umbruch, politisch, gsellschaftlich und au wirtschaftlich. Äs Wetter hett übrigens sin Biitrag no dezue gleistet, sehr chüehl und bedeckt dä ganzi Tag 🙁

Üsen Versuech en Obigunderhaltig z’organisiere, isch also denn au no kläglich gscheiteret, weder Theater, Opere, Ballet oder Zirkus hend hüt Obig irgendeini Vorstellig, erscht wieder ab Endi Monät – wohl Summerpause, oder so?

Drum simmer denn halt zrugg is Hostel und hend so guet wiä möglich üseri wiiteri Reis planet, well wie scho erwähnt, voll fit sind mir zu dere Stund also nümme gsi. Aber schlofe, hemmer nid scho welle zu dere früehne Obigstund.

Fürs Nachtesse simmer denn nomol use uf d’Stross und hend üs es paar spanischi Tapas gönnt, so als Art Bettmümpfeli.

So jetzt heisst es so viel Schlof wie möglich johzhole für diä wiitere Täg, well es lieht no einiges vor üs, au zugsverbindigstechnisch bezüglich Nachtzug und Umstiege uf üs, also guet Nacht!

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Warschau

Warschau

Polen

September 12014

Gescht (bzw. scho noch Mitternacht gsi, also hüt) Obig simmer relativ spoot is Bett cho und drum hend mir mol denkt, dass mir emol ächli usschlofed und so simmer erscht noch dä Achti us dä Federe cho. Noch em feine Z’Morge – es isch i üsen Hostel fascht wie i dä eigene vier Wänd gsi, well es isch glaubs eifach ä Mietwohnig gsi, wo umfunktioniert worde isch zu Hostelzimmer – hend mir üs denn z’erscht uf zum Hauptbahnhof gmacht um üses Gepäck i’zschlüsse, damit mir weniger Lascht für äs Sightseeing hend müesse buggle.

Üsen erschte Alaufspunkt isch dä „Stalins Penis“ gogä bestiege, ok so pervers wies jetzt im erste Moment tönt isch es also nid gsi, es handlet sich eifach um en riise grosse sowjetische Kunstpalast, wo d’Pole em Stalin z’verdanke hend, er isch glaubs 1955 fertiggstellt worde. Es segi dä schönschti Ussichtspunkt über Warschau, vorallem, well mer döte obe uf em Turm, das gruusige Gebäude nümme gseht – ihr merket, das Gebäude isch do eher umstritte. Es Prozedere zum ufecho, hett scho fascht a russischi Verhältnis erinneret, d.h. mega kompliziert – 1. usefinde, wo mer es Billet bechunnt, 2. Gepäck irgendwo imene guet versteckte Schlüssfach lagere, 3. bi de Billetfrau duregoh, 4. bim Lift uf d’Liftfrau warte, wo eim ufechauffiert. Uff, endlich gschafft… 😉 Aber, es hett sich glohnt, d’Ussicht isch doch recht idrücklich gsi.

Wieder 30 Stockwerk tüfer, hend mir üs denn mit em Tram zum Museum über dä Warschauer Ustand gmacht, uf em Weg sind üs immer wieder jungi Manne und Fraue in Krawatte und Rock begegnet. Mir hend üs langsam gfrooget, wieso die do so edel kleidet gsi sind. Em Fabian sini Theorie hend sich um en mögliche Fiirtig (75-Jahr Jubiläum des Ausbruch des 2. WK) oder um en mögliche Studienafang do a dä Warschauer Universität dreit. Was es also tatsächlich uf sich gha het, hemmer verständlicherwiis nid üsegfunde.

Acho bim Museum, hend mir üs denn es Billet kauft (das hett also fascht Usmasse vomene A4-Blatt gmesse) und dezue no en Audioguide uf Dütsch, damit mir au druschömed, was do für historischi Fakte präsentiert werdet. Noch em 36. Audiostückli und rund 2 Stunde, hend mir denn langsam denkt, dass mir üs jetzt gnueg mit Vergangenem wiiterbildet hend und sind so Wieder richtig Usgang.

Mit em Trämli isch es denn Richtig Altstadt gange, ok alt chan mer dä Stadtteil jo nid würklich nenne, well während em 2. WK, isch jo alles komplett zerstört worde, z’erscht vo dä Düütsche und denn vo dä Sowjets. Dörte hend mir denn inere Trattoria en spote Z’Mittag ignoh (Bruscetta, Rucolasaloot, Pasta und Gnocchi), isch mega fein gsi, aber leider nid würklich iheimisch. Was mir i dem Resti no glernt hend isch, wie in Polen d’WC-Türe beschriftet werdet bezüglich Gschlechter. Dä Fabian hett diä richtig Türe verwütsch und mini Assoziation isch denebet glege. Okaj, isch jo au no schwierig, well was stellt jetzt en Kreis oder es Drüegg dar? Ganz eifach, dä Kreis stellt en Toiletterand dar und es Drüegg es Pisoir, also ganz klar, wo Männli und Wiibli anemuess 😉

D‘ Besichtigung vo dä Altstadt hett nochli müesse warte, well z’erscht hend mir em Warschauer Zoo no en Bsuech abgstattet. Dä hett mega viel verschiedeni Tier gha, vo Leue über Giraffe bis hi zu Affe und Wisents. Aber dä Komfort und Uslauf für sini Bewohner hett miner Meinig noh, doch ächli z’wünsche loh.

Zrugg i dä Altstadt hend ir üs denn dä Buuch mit ganz viel Schoggi vollgschlage und zwor im Kafi Wedel – es Trio vo Trinkschoggi (wiisi, Milch- und schwarzi Schoggi) und denzue entweder en Cheesecake oder es Walnussglace mit Karamel und Guetsli. Uff mega fein, aber do bruchts definitiv denoch nüt meh Z’Nacht. Han eigentlich gmeint mir Schwiizer sind Meister im Bereich Schoggi?

Als Abschluss vo üsem Stadtrundgang hend mir denn no en schön kitschige Multimedia-Brunne beguetachtet – springendi Wasserfontäne, farbig belüchtet, und mängsmol sogar mit Beamerprojektione und Musig. Rächt speziell…aber no luschtig.

Uf diä Nüni sind mir denn zrugg zum Bahnhof und hend üses Gepäck gholt und üs ufs Perron 2 begäh, döte isch denn au bald dä Nachtzug noch Minsk, Wiisrussland igfahre und mir sind in russicher Manier igstiege, d.h. bevor mir ine händ chönne, hend mir dä Zugbegleiterinne üses Bilett müesse zeige.

So jetzt sitzet mir grad imene Drüerabteil und dörfet d’Awesenheit vomene alte wiisrussische Grossvater gnüsse, also verstoh tüend mir natürlich nid viel, obwohl er russich schwätzt, aber egal. Es Wichtigst hend mir chönne verzelle, dass mir us dä Schwiiz sind und noch Minsk wänd und dass mir Geographiestudente sind. So jetzt muessi ufhöre schriibä üsen Kolleg gänet wien en Grosse….

Bis morn, hoffe d’Nacht wird ruhig und mir müend nid ufstoh bim Grenzübergang, es Ireiseformular hend mir jo scho usgfüllt.

Nochtrag: Supi, jetzt simmer nume no es Zweite is üsem Abteil, irgendwas hend mir glaubs falsch gmacht, üsen russische Kolleg isch es nümme wohl gsi, er hett zügleg, wieso hemmer nid usegfunde, schade, mir hend üs doch so müeh geh und hend scho es Bett gmacht, dami er chan go pfuuse…komisch.

PPS: Das isch jetzt grad no recht tricky gsi, dä hüttig Blogitrag is WWW z’bringe, so ohni würkliche Internetempfang während em Zugfahre…, aber hett doch klappet, wie ihr gsend, hett eifach u lang duret!

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Fremdenhass und Ideologie
August 312014

Nochere für mich sehr erholsame Nacht und emene eher spärliche Z’Morge (troches Schnittbrot mit Nutella) hend mir üs also uf dä Wäg zunere Gedenkstätte vo dem jüdische Genozid, wo do während em 2. Weltchrieg stattgfunde hett spaziert. Mir hend devo i üsere Underkunft erfahre, es hätt äs Modell und einigi Infotaflene mit Föteli gha. Z’erscht simmer gar nid sicher gsi, öb das nume es planets zuekünftigs Projekt segi, aber sind üs denn sicher gsi, dass es scho realisiert worde isch.

Wo mer denn aber aber a de Fluss anecho sind, hetts wiit und breit kei Azeiche vonere Brugg gha, wo eigentlich sötti dä Zuegang zu dere Gedenkstätte ermöglich. Okaj, also doch falsch denkt, demfall isch das im Fall nume möglichi Zuekunftsmusig…schade.

Denn hemmer üs halt ufgmacht und sind zum Igang vom Auschwitz-Museum und Konzentrationslager. Döte hemmer denn z’erscht mol dörfe hinne astoh, es hett scho relativ viel Lüüt gha zu dere früehne Stund – im Lauf vom Tag hetts denn aber immer meh geh. Was eigentlich jo super isch, denn es zeigt, dass das schwere Erbe nonig in Vergesseheit groote isch – also für eimol besser so viel Bsuecher wie möglich!

Bis am halbi Elfi hemmer denn uf eigeti Fuscht chönne üs i dem Vernichtigslager umeluege. Scho diä erschte Schritt und Idrück hend i mir äs relativ beklemmends Gfühl usglöst, einersiits alles vollkommen unvorstellbar und anderersiits direkt griefbar – hand glaubs dä ganzi Tag zwüsched dene beidne Pol gedanklich und empfindlich gschwanket.

Üseri gführti Tour (mir hend üs als Individualtouriste chönne anere dütsche Führig aschlüsse) isch denn aschlüssend rund 3.5 Stund gange und mir hend unglaublich viel und vorallem sehr detailliert und mängsmol fascht zu plakativ Infos zu dä einzelne Begebenheite becho. Schilderige zum regelrächt industrielle Töte i dä Gaschammere und äs Morde durch dä Pistoleschuss hend mich also beinahe a mini Grenze brocht, muess ich ehrlich zuegeh. Wie chan mer eifach so unbarmherzig und barbarisch si, das isch unverständlich und für mich nid würklich nohvollziehbar.

Bei- und Armprotesene, Brülle, Schueh und Köffere vo dä Ermordete sind regelrächt gstaplet worde und das segi nume en Bruchteil vom Ganze gsi, es sind noch Schätzige rund 1.5 Mio. Mensche i dem Lager zum Opfer gfalle und wieso? Jo wieso? Nume well einigi anschiinend gmeint hend mer chängi do zwüsched wertvollne und minderwerttige Ethnien unterscheide! Sch…, das chan und dörf doch eifach nid si! Wiä chrank isch das!

Än andere Aspekt, wo mir hüt ufgfalle isch dur dä Bsuech do in Auschwitz, isch, dass zwüsched Patriotismus und Nationalsozialismus nume en ganz fiine Unterschiid bestoht und, dass äs unglaublich schnell uf diä eint fanatischi Siite chan falle. Dä Uslöser sind jüdischi Bsuecher gsi, wo in ganze Gruppe dütlich sichtbar ihri Nationalität regelrächt zur Schau gstellt händ – sie hend wiisi Pullover mit Davidstern agha und Fähnli gschwänkt. Ich weiss ich dörf doch eigentlich nid voreilligi Schlüss zieh, aber irgendwie isch mir das schräg inecho. Was möchtet sie anderne Landsanghörige demit sägä? Was isch ihri Absicht, ihren Zweck? Möchtet sie üs demit äs schlechts Gwüsse irede für das was do vor rund 70 Johr mit ihrne Vorfahre passiert isch? Möchtet sie demit bekunde, dass sie jetzt immer no öpis zgueht hend wege däm, dass sie jetzt selber unabrochti Entscheidige treffe und umsetzte dörfed (Stichwort: Israel vs. Palästina)? Oder isch das Ganze doch eifachd nume us Liebi und Stolz zu ihrem Land und ihrere Religion? Ich weiss äs nid, hetti aber gern öpert drufagsproche und gfrooget.

Ich bin eifach dä Meinig, dass söttigi Symbol und Allegorie gföhrlich werde chan und i Fanatismus ende chenti und drum sötti sehr vorsichtig mit sottige Zeiche umgange werde. Was dur söttigi Zeiche au no unvermeidlich passiert, isch dass in erster Linie Gruppenbildig stattfindet, was zwor für diä Zuegehörige unbestritte positiv isch, doch automatisch verbunde demit isch aber au Abgrenzig und no schlimmer Usgrenzig vo Anderne. Was schliesslich wieder än Keil zwüsched üs Mensche triibä chan.

Öb und was mir Mensch us söttigne Schreckenserlebnis und Ziitzüge chönd und au wänd lerne, weiss ich nid, ich han do mini berächtigti Zwiefel, öb am Endi was Positivs debi usechunnt. Well mer muess leider immer wieder vo ähnliche Ereignis, wo i üsere Welt hützugtag passieret, i dä Press lese. Au d‘ Ziit spielt nid grad i d’Hand, wenns drum goht zuekünftigi Lehre drus chönne zieht, well „aus den Augen aus dem Sinn“ isch sprichwörtlich oftmals harti Realität. Ich denke drum, dass dä Mensch es immer und immer wieder schaffe wird, verglichbari zu verurteilendi Handlige uszführe, au wenn scho abermools vorher eigentlich Mahnmool bestande händ.

Noch dä Besichtigung, hend mir üs denn än ächli verspötete Z’Mittag gönnt inere Pizzeria und hend üs denn alsbald scho wieder ufgmacht zum Bahnhof, wo au scho üsen holprige Zug uf Krakau gwartet hett.

In Krakau hemmer denn rund 1 Stund Ziit gha zum Umstiege und so hemmer üs entschiede, üses Gepäck i’zschlüsse und wieder mol turbomössig Sightseeing z’betriibä. Mol, mol nid schlecht diä Stadt, und vor allem do tanzt dä Bär – äs hett mega viel Lüüt gha und alli Läde hend am Sunntig offe gha.

Üsen Intercity noch Warschau, hemmer denn problemlos verwütsch und mit bis zu 160 km/h simmer denn i diä polnischi Hauptstadt düset. Ok, diä neui Schnellbahnstrecki isch jo scho super, aber wenn dä Zug diä erschte und letsche Kilometer doch nume umbumlet, denn isch diä gwunneni Ziitersparnis gli wieder zur Sau 😉

Mit enere Verspötig vo 20 Minute, simmer denn am Bahnhof Centralna um diä Zehni am Obig igfahre und schnurstracks hend mir üs denn zum nöchste Bahnschalter gmacht um üses nöchste Zugsbillet z’chaufe, das hett also erstuunlich eifach klappet, obwohl äs nöchste Reiseziil eher ächli exotisch isch (lönd eu überrasche…). Das aber nume dank emene sehr fründliche polnische Opa, wo super englisch hett chönne und so für üs Dolmetscher gspielt hett – also Polen hett super fründlichi Lüüt.

Okaj, das muesi jetzt grad leider wieder ächli relativiere und zwor simmer uf em Wäg zu üsem Hostel vom Buschauffeur ohni Erklärig eifach anere Art Endhaltistelle regelrecht usegworfe worde. Supi, aber mis Navi uf em iPhone hett adütet, dass mir jetzt no wiiter weg seget vom Hostel, als mir vom Bahnhof weg gsi wäred. Also hemmer doch no müesse üsi Bei i d’Händ neh und mit em schwere Gepäck zu üsere nöchste Underkunft marschiere…schlussendlich hemmer doch no es warms Bett für d’Nacht gfunde.

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durch drei Länder

durch drei Länder

Slowakei, Tschechien & Polen

August 302014

Hüt morge hemmer eigentlich um diä Achti welle ufstoh, doch mir sind scho früehner gweckt worde, einersiits isch es scho mega hell gsi dusse und anderersits hend üseri Zimmernochbere gmeint, so müesstet ihri Zimmertür öpä hundert mol uf- und zueschlo….grrrrr! So simmer halt churz noch dä Sibni scho wach worde und hend üs denn parat zum Z’Morgeesse imene Kafi i de Altstadt vo Bratislava gmacht.

Dusse uf dä Strosse isch aber irgendwie nonig eso viel los gsi um diä Ziit, und dementsprechend isch es au gar nid eso eifach gsi sonen Z’Morge z’organisiere – schliesslich hemmer aber doch no was gfunde in Form vonere Bäckerei mit Sitzmöglichkeite. D’Bedienig hinder dä Theke isch au scho am morge früeh uf Zack gsi und hett üs recht gforderet bim Uswähle vo Brot, Tee und O-Saft. Für üseri schwiizer Art fascht scho zu fescht rüpelhaft und direkt!

Noch dem morgentlich Verpflege, hemmer au no ä Möglichkeit finde müesse üs au während dä bevorstehende Zugsfahrt mit öpis zwüsched d’Zäh vergnüege z’chönne. Au das wiederrum so früeh am Morge nid würklich eifach. Zrugg im Hostel sind üseri siebä Sache packt worde und mir hend üs z’Fuess und mit em Bus Richtig Bahnhof uf gmacht. Dörte acho, hetts endlich mol es paar Lüüt underwägs gha, aha do sind also alli Bratislaver, die wartet uf em Perron, wie mir uf dä Zug 😉

Ein Teil vo dene Menschemasse isch denn uf dä Zug mit dä Koordinaten „Praha-Beograd“ gange. Mir hend aber diä nöchst Wagenkomposition abgwartet, wo üs vo Bratislava über Tschechien is polnische Städtli „Oswiecim“ bringe sötti.

D’Zugsfahrt isch also mitere 10 minütige Verspötig au losgange und zwor z’erscht mit em Eurocity noch Katowice (PL). Für diä Strecki hemmer rund 5 Stund bruucht und sind währenddesse mit Idrück vonere platte Landschaftsebeni mit Dörfli und Äcker i dä Slowakei und denn mit Pinienwälder und hügeligere Wiesenlandschaft in Tschechien belohnt worde.

Plötzlich hemmer denn müesse mit Schrecke feststelle, dass üses Billet doch irgendwie ä anderi Verbindig vorgseh hetti, als mir im Vornherein dank SBB-App usegsuecht händ. Konkret isch dä Underschid im Via-Ort gsi, also mehrere Wege führen nach Rom. D’Verspötig, wo mir nid hend chönne ufhole, hett aber eher für d’SBB-Variante gsproche, well Umstiegeziit vo 5 Minuten isch definitiv zu knapp! Mir hend denn diä polnischi Zugsbegleiterin (jo es isch also do üblich, dass d’Loki, dä Lokführer und d’Zugsbegleitpersonal jewiils a dä Landesgrenzene entsprechend ustuusch wird, obwohl mer immer no im gliche Zug sitzt…) gfrooget öb mir das doch no irgendwie schaffed mit Umstiege und dä Aschlüss im polnische Ort Katowice, bzw. Trzebinia. Sie isch sehr zuvorkommend (jo also ganz unerwartet, so noch dene erste andere Idrück vo de Lüt i dä Slowakei) gsi und hett sich viel Ziit gnoh zum Abkläre und hett schlussendlich gmeint, dä Aschlusszug würdi in Katowice uf üs warte. So isch es denn au gsi und mir hend direkt uf em gliche Perron vom einte in andere Zug vis-a-vis chönne überespringe und es paar Sekunde spöter hemmer üs denn au scho wieder in Bewegig gsetzt – das nenn ich emol komfortabli Umstiegsmöglichkeite! Okaj, ich glaube das isch au nume do möglich, mit weniger dichtem Fahrplan.

Nomol churz was zu dene drü bereiste Länder vo hüt und zwor isch es bi gnauem geografischen Beobachte möglich, ohni Charte und ohni direkte Hiwiis usezfinde, dass mer sich imene spezifische Land befindet. Söttigi Hiwiis sind z.B Gleisbeschaffeheit, nationales Energiekonzept (AT: Windräder, CZ: Solarpanels, PL: Kohlewagons), Freundlichkeit der Leute, Zustand der Infrastruktur und Wohnhäuser usw. Isch also scho no witzig, wie sich europäischi Länder doch no vonenand underscheidet 😉

Üsen folgende Zug vo Katowice noch Trzebinia isch recht altertümlich und fascht scho historisch gsi, und dementsprechend isch au sis Tempo usgfalle, isch glaubs aber au besser so gsi, well bi dene Zentimeter grosse Spält zwüsched dä einzelne Gleisstück, wäre es suscht eifach zu fescht holbrig und au gföhrlich worde. Defür hemmer es Fenster chönne abtue und usluege, wie diä Landschaft, wo würklich no hübsch gsi isch mit vielne farbige Bluemewiese, a üs im Schneggetempo verbizoge isch.

Au äs letschte Umstiege hett in Trzebinia tatellos und in vorher beschriebene Manier riibigslos klappet. So simmer denn churz vor dä Füfnä do in Oswiecim acho, ihr frooget au jetzt sicher hä, was isch denn do so interessant, vo dere Stadt hani, also no nie was ghört. Also ich denke scho, dass ihr die Ortschaft do kennend, doch worhschinlich ebe nume under dä düütsche Übersetzig – Auschwitz.

Üses Billet für morn, wo mir denn wieder wiiterreised, hend mir denn au grad no am Bahnhof postet (hend aber vorher no müesse Geld amene Bakomat bezieh, well mer mit EUROS, do in Polen jo nid würklich wiiterchunnt, do zellt nume dä Zloty), bevor mir denn zunere Übernachtigsmöglichkeit spezieller Art (katholisches Zentrum für Dialog und Gebet, isch aber vo dä Usstattig doch eher es Hotel als ä Chlosteralag) gfahre (mit em Taxi, well mir do mit dä Büs, nid würklich druscho sind und es Taxi eh nume es paar Franke kostet hett) sind.

So jetzt nomol churz zrugg vom Thema Auschwitz und was do vor guet 70 Jahre schrecklichs passiert isch. Ich bin recht gspalte i dä Meinig und weiss nid eso recht öb sonen Ort zunere touristische Sehenswürdigkeit zellt werde sötti, oder doch eher nid. Aber ich finds halt recht wichtig, dass mer sowas nid vergisst und somit söttigi unvorstellbari Gräultate eifach nie meh wiederholt. Öb das ällei durs Wüsse und Dradenke in Zuekunft Ähnlichs verhindere vermag, weiss ich natürlich nid, mer gseht jo zurziit, dass momentan i dä Welt doch au scho wieder Verglichbars (Syrien, Antisemitismus i dä Schwiiz & Urkraine-Konflikt passiert 🙁

Morn gömmer also diä ganzi Alag do gogä besichtige, ich hoffe es chan do doch imene abrochte Rahme stattfinde und nid, dass es inere Art „Disneyland“ oder so usartet, das hanget halt einersiits starch vo dä Bsuecher ab, aber au vo dä Vermittlig vo dä Agstellte do, wo Tourene dureführed. Mol luege, wies eso uf mich wirke wird, chan denn morn Obig meh verzelle.

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Zürich-Wien-Bratislava
August 292014

Gescht Obig spoot (ab Zürich HB, 22.40 Uhr) hemmer dä Nachtzug „Wiener Walzer“ i diä österrichisch Hauptstadt gnoh. Jo ihr hend richtig glese, ich bin wieder emol mit en Zug underwägs am Reisle, wo ane genau verrote aber damol nid – nur sagen viel vo dä Schwiiz us ab Richtig Nordosten -, also löhnd eu doch überrasche und leses fliessig mini Blog-Iträg 😉

Jetzt no churz zu mim Reisegspänli und zwor kenned ihr ihn scho vo üsere gmeinsame Reis mit dä transibirische Iisäbahn, dä Fabian Ringli, wo mit mir am Geographie studiere isch.

Also zrugg zu dä erschte Idrück und Ereigniss vo dem Tag. D’Zugfahrt isch relativ ruhig (es hett i üsem Sechserabteil, wo mit füf Lüüt bsetzt gsi isch, nid öpert gschnarchlet, juhui, han ganz ohni Oropax chönne schloofe, ok bin aber trotzdem einigimol ufgwachet, aber das isch vor allem glaubs am Rüttle vo üsem Wagon glege, muess mi z’erscht wieder dra gwöhne) und riibigslos verlaufe.

So um di Siebni simmer denn relativ wehement vo üsem Zugsbegleiter mit Kafi und Tee (und harte Brötli) gweckt worde, well in guet enere halbe Stund segemer in Wien. En Blick us em Zugsfenster hett strahlende Himmel versproche, juhuiiii…

Acho am Wien Westbahnhof, hemmer dä Plan gha üses Gepäck im Hauptbahnhof izschlüsse, well mir jo denn vo döt us hüt au no wiiter noch Bratislava fahre werdet. Aber denkste do hemmer üseri Rechnig ohni wiener Bauarbeiter gmacht, es hegi im Moment leider kei Möglichkeite i dem Bahnhof Gepäck izschlüsse wege Umbau. Och supi, also wieder zrugg Richtig Westbahnhof zumene andere chlinere Bahof mit Schlüssfächer.

Wo mer denn das greglet gha hend, simmer standesgemäss gogä z’mörgele und zwor im Cafi Sperl (emene sehr gschichtsträchtige Ambiente) und hend üs denoch im Naschmarkt mit lokale (Bio-Brot und Chäs mit Heurinde) und internationale (Baklawa, Pfirsische und türkische Honig) Köstlichkeite für dä Z’Mittag ideckt.

Nochher hemmer glaubs en Rekord im Turbo-Sightseeing ufgstellt – verbi am Karlsplatz zur Hofburg, zum Stephansplatz, 343 Stäge ufe zum Turm vom Stephansdom, Ussicht gnüsse, Föteli schüsse, wieder abe mit Schwindel und Sturm im Chopf, denn aber zur U-Bahn zum Bahnhof, Bratislava-Ticket lösen und uf dä Zug renne….uff, Man oh Mann, das isch glaubs ächli zu schnell gsi. Aber mir hend denn nocher ä gueti Stund Ziit gha üs wieder ächli z’erhole, well diä Zugfahrt i diä slowakisch Hauptstadt hett so lang duuret.

Acho im Bahnhof, hemmer denn grad üses nöchschte Billet für morn löse, aber blöd do chömmer jo gar nüt meh läse oder mit dä Lüüt richtig schwätze. Und so isch es dementsprechend au usecho, mir hend wieder einigi Aläuf brucht bis es denn endlich klappet hett, aber das simmer üs jo scho us em Land vom Putin gwöhnt 😉

Es Sightseeing do in Bratislava, isch denn ächli ruhiger vo statte gange – Altstadt mit vielne katholische Kirchene und Burg uf em Hügel. Irgendwie macht diä Hauptstadt do nid eso en grosse und wirblige Idruck, aber mir hend denn schnell gmerkt, dass es wohl am hüttige Datum lieht – es isch dä SNP-Tag, Tag des slowakischen Nationalaufstandes gegen Nationalsozialisten, 1944. Und morn wäri au no en wiitere Fiirtig, dä Verfassungstag, aber mor simmer denn au scho bald wieder imene nöchste Land, aber das verrote jetzt nonig… lesed morn meh dezue.

Ich han no churz als Abschluss, en churze Gedanke, welle ufgriefe, woni no recht cool finde und zwor, d’Vorstellig, dass es grundsätzlich möglich isch, tuusigi Kilometer zämähangslos mit dä Isäbahn zruggzlegge – äs bestehendi Isäbahn-Netz verbindet also mega viel geograpisch entfernti Ort mitenand….

So, jetzt sitzi grad uf mim Bett do im Hostel in Bratislava und schribä dä Blog-Itrag und verdaue debi üsen spezielle Z’Nacht, wo mer im Restaurant „Savage Garden“ ignoh hend – Chrütli, Blüemli, Fleisch und Chäs.

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Mein Resümee

Mein Resümee

zu Hause

März 32014

_MG_4737Jetzt wärs also wieder emol Ziit ächli über mini letscht Reis in Oman z’sinniere, well ich han jo jetzt scho wieder einigi Täg do i dä Schwiiz gha um drüber z’nohdenke, wie ich das Land und diä Lüüt deta äso erlebt han. Also ich han mich eigentlich für das Land entschiede, well ich allgemein ä grossi Sympathie  für arabischi und orientalischi Länder empfinde, wieso weiss ich eigentlich au nid eso recht, und anderersiits well dä Fabian und ich jo im letschte Semester ä Regionalgeographie-Vorlesig zur arabische Halbinsle bsuecht hend und so dur üsen Dozent ächli agfixet worde sind 😉

Also ich bin jo scho emol i dere Weltregion gsi und zwor vor einigi Ziit in Syrien und Jordanien und drum hani au scho chli kennt, was echt uf mich zuecho chennt i dem arabische Ruum im nahen Oste. Aber irgendwie isch halt doch jedes Land einzigartig – was natürlich au guet eso isch, denn so bliibt es Reise jo immer spannend.

Wenn ich jetzt also Parallele möchti zieh zu dene vorherige Reiseerfahrige, chumi zum Schluss, dass ich vor allem vom Kulinarische sehr enttüscht worde bin – ha mi doch so uf Hummus, Fladenbrot, Couscous & Baklawa gfreut, es Esse isch also leider nid würklich so fein gsi, wie öpä in Syrien, es hett ebe sehr en grosse Ifluss gha vom indische Subkontinent, d.h. sehr viel Curry und Riis.

Das bringt mi grad zum zweite Punkt, dä Lüüt i dem Land. Also es hett sich tatsächlich wieder emol es Iwanderigsland (suscht bereis ich jo meischtens eher Uswanderigsländer…) ghandlet und zwor chame detä fascht ä Parallelgsellschaft usmache – indischi Gastarbeiter, wo vor allem im Bau und Dienstleistigsbetrieb ihri Arbet leistet. D’Omanis selber sind irgendwie eher ä Art „Verwalter“ vom Geld und Luxus, was jetzt aber nid negativ düütet werde söll, well also es ganz grosse Highlight vo dem arabische Land isch d’Gastfründschaft und Hilfsbereitschaft vo dene Iheimische – würklich unglaublich nett!

Es Dritte, wo ich no irgendwie bewerte möchti isch d’Landschaft und d’Kultur. Also mir hend vor allem Oasenstädt, Wadis und Berglandschafte bsuecht und diä sind also würklich mega schön, zwor mängsmol sehr karg und schroff, aber sobald ächli Wasser vorhande isch blüehts und diä grüeni Vegetation in Form vo Palme bildet en starche Konstrast.
Was d’Kultur eso abelangt, und wo mir jo amigs sehr wichtig isch, chame zwor scho recht guet erahne, dass devo historisch gseh emol sehr viel vorhande muess gsi si, aber leider isch mit em Ufcho vo dä Erdöl- und Erdgas-Förderig und em so entstandene Riichtum, vieles verlore gange. Das vor allem well i dere Monarchie dä Sultan sis ganze Land kontinuerlich modernisiert hett und so vieles leider verschwunde isch. Das gseht mer einersiits bi dä Architektur, bi dä Infrastruktur (Autobahnen) aber ebe leider auch bim alltägliche Lebe vo dä Lüüt. So typischi recht quirliigi und luuti Souqs, wie mer in Aleppo oder Damaskus (sit em Chrieg jetzt worschinlich au nie wieder…) no finde chan, sind do im Oman eher zumene touristische Souvenirmarkt verscho, d’Lüüt gönd anschiinend jetzt au eifach in omanische Migros oder Coop gogä poschte 😉

Zämäfassend chame festhalte, dass dä Oman zwor immer nochli arabisch-orientalische Flair versprühät, aber alles halt viel moderner und gmächlicher ablauft als i andere arabische Staate, es isch also definitiv es perfekts „Istiiger-Land“ für diä Weltregion rundherum, sehr sicher, alles klappet perfekt, mer hett wenig Stress und muess wenig organisiere, defür isch es aber nid eso es richtigs „Itauche“ ine komplett anderi Welt – also das han ich halt alles eso subjektiv empfunde 😉 Ah jo es typischs Backpacker-Land isch es ebe au nid würklich, öffentliche Verkehr und Hostels fähled defür sehr starch…

So, das sind eso mini Gedanke zu dem dennoch empfehlenswerte Reiseziel uf dä arabische Halbinsle!

Pascal

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letzter Tag…
Februar 142014

So hüt isch also üsen letschte Tag do im Süden i dem warme Winterklima uf dä arabische Halbinsle im land Oman. Es Resumé wird denn wie gwohnt einigi Täg noch dem Reiseabschluss folge.

Jetzt aber z’erscht no ganz churz was hüt doch no gloffe isch. Nochem Usschecke vom Hotel, simmer use gogä Z’Morge bsorge i de guet alt bekannte Muscat Bakery (ouh so fein ich han en Schoggigipfel gfunde…). Denn hemmer enere Boot-Tour-Organisation aglütet, wo Fahrte ufs Meer zum Beobachte vo Tier und Koralle abütet und gfrooget öb hüt was planet isch – leider nei es isch jo Friitig ;-(

Also simmer denn halt zum Souq vo Mutrah und hend üs mit Souvenirs ideckt – ich han Weihnrauch, Myhrre, Sandelholz und es Tonschäli mit Kohle zum abbränne poschtet und denn no es berüehmte Rosenwasser und es omanischs Chäppli.

Denn hemmer denkt mir chenntet jo ächli gogä usruebe imene Park, doch das isch ächli (vor allem für mich) ä Sch…idee gsi, bin innert 3 Minuten vo zwei Raabe besch… worde…grrrrr! Hett mich grad ächli hässig gmacht und mir hend üses „Warteprogramm“ bis zum Abflug (leider erscht morn Morge früeh – 5.20 Uhr) umstelle, so klappet das jo nid. Also hend mir es Hotelzimmer grad bim Flughafe no online buechet, well so lang warte ohni penne isch glaubs doch nid eso ä gueti Idee, oder?

Also simmer denn zrugg in Ruwi gogä Z’Mittagesse bim gliche Restaurant vo gescht Obig – ich han dasmol ä Linsesuppe gha, nid schlecht. Denn simmer unglaublich günstig (wieso au immer) mit em Taxi zum Flughafehotel gfahre. Döt hemmer denn probiert ichecke, jo probiert well all mini Zahligsversüecht fehlgschlage sind – em Fabian sini MasterCard hett denn doch no klappet. Mann, ich weiss nid wieso das bi mir nid fuktioniert hett…!!!

Es Zimmer hemmer denn au no müesse wechsle, well mir z’erscht anschiinend es Raucher-Zimmer zuegwiese becho hend…das isch also würklich übel…do müend mir scho reklamiere bi dem bisher höchste Priiszimmer, womer do im Oman zahlt hend.

So jetzt wartet mir uf üsen Flug, chilled echli im Zimmer, schriibet Blog, lueget ächli Eishockey (Fabian) us Soschi uf em iPad. Und denn werdet mir wohrschinlich no was gogä esse do im Hotel und denn früeh undere, dass mir öpä am Drü i de Nacht au ufmöget…

So bis bald…und danke fürs Verfolge vo mine Blog-Iträg, hoffe es hett ächli Spass gmacht 😉

Pascal (& Fabian)

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Regen im Oman!
Februar 132014

Währed dä Nacht hetts doch tatsächlich blitzt und donneret und teils sinnfluetartigi Regefäll sind vom Himmel gstürtzt und gegä üses Hotelfenster prasslet – mir hend sogar ächli Wasser im Zimmer uf em Bode gha!

Dä Fabian hett am Morge nochemene eher enttüschende Blick us em Fenster doch no d’Hoffnig gschöpft, dass er doch no is Wadi Shab chan goh und drum isch er denn au binere churze Regepause abe uf d’Stross und hett sich i Taxiverhandlige stürzt. Ich bin degegä nochli im Bett blibe, well ichs nid eso optimistisch gseh han wie dä Fabian – es Wadi nochemen somene nächtliche Regenguss isch bestimmt nümme meh begehbar…

Wo er denn wieder zrugg gsi isch hetts wieder alsbald starch agfange regne und mir hend entschlosse üs ächli durs lokale Fernsehagebot z’zappe. Bimene indische Kochsender simmer denn bhange bliibe – diä Fernsehchöchin isch so dä Hammer mega unbeholfe (d’Milch hett si i de Pfanne überekoche loh und fascht hett sie ä Glasschüssle gheieloh) und selbst ironisch. Was do chochet wird chame also nid würklich mit enere Kunst vergliche – Schoggibrownies und Chocolate Ice Cream!

Uf di Mittag hemmer den aber doch no uf d’Strosse gwagt, obwohls immer nonig so richtig troche gsi isch. Üsen organisiert Taxifahrer hett üs denn au scho bald gwarnt, dass d’Strosse under Wasser sind und es Stau hett – so isch es denn au gsi – glaubs do hetts nid eso es grosses Kanalisationsnetz wie bi üs!

Mir sind denn doch irgendwie as Ziel cho – imene Ichaufszentrum mitemene Schlittschuehfeld – aber das nid würklich trochenem Fusses… gruusig.

Ich bin denn eifach intuitiv in nöchste Gebäudeigang grennt zum Schutz vo de Nässi und ä fründlichi Dame hett mit au sofort d’Tür göffnet, doch woni gmerkt han wo mir eigentlich do glandet sind isch es au scho z’spoot gsi, mir sind scho amene Tisch gsesse und bedient worde – es mexikanisch Steakhouse. Ich als Vegi han denn aber doch no was uf dä Charte gfunde, ok ä abgänderiti Variante – Quesadilas mi Chäs aber ohne Poulet.

Während em Z’Mittagesse hemmer üs denn entschiede, dass mir z’erscht no gschwind is Ichaufszentrum gönd und denn is noheglägene Natur-historische Museum. Gogä Schlittschüenle isch nid gange wells anschiinend verleit worde isch ;-(

Im Zentrum hemmer denn es paar Sandale gseh für nume es paar Rappe und denn je es Päärli kauft, damit mir üsi Turnschueh nid no meh nass mached, wemmer zum Museum watschlet. Es Museum selber isch denn leider aber scho wieder zue gsi, hett nume am Morge für es paar Stunde am Morge offe gha – schade ;-(

Drum simmer denn nochli umenand spaziert well es Wätter sich langsam aber sicher am bessere gsi isch – mit hend denn ä Art Kafi gfunde (Muscat Bakery) und hend üs döt en Kafi bzw. Tee mit es paar Guetsli gönnt und drufgwartet, dass sich de Stau uf dä Autobahn sich uflöst, damit mir au wieder irgendwie zrugg is Zentrum chömed 😉

Bi de Rückfahrt hemmer denn müesse feststelle, dass dä Verkehrsstau do sehr dynamisch entstoht und sofort wieder verschwinde chan. Mir sind also erstuunlich zügig zrugg im Hotel am Busbahnhof gsi.

Am spote Mittag / früehne Obig hett dä Fabian nomol sis Glück versuecht und isch sich gogä informiere über sis Wadi imene Reisebüro – doch si hend glaubs au eher devo abgroote, do isch d’Enttüschig bi im leider gross gsi! Ich han ebe persönlich das Usflugsziel nid uf em Plan gha… Ich han werenddesse mim neue TV-Vorbild bim Choche zueglueget.

Am Obig simmer denn is Kino – händ es au relativ eifach z’Fuess gfunde dank Google Maps und iPhone. Wo mir aber vor emene runde relativ flache Gebäude gstande sind und das äs Kino sötti si, hemmer echli a Google zwiiflet, aber doch mini güebti Nase hett bald dä unerkennbar Gruch vo Popcorn erschnupperet 😉 Uf em Programm sind alles Bollywood-Film gsi und mir hend üs für en tamailische Streife entschiede. Zwor hetts kei Undertitel oder irgendwas für üs Verständlichs gha, aber egal, d’Bilder spreched mängsmol meh als Text. Super dä Film hett eifachd gueti Luune mit Musig, Tanz und Komik verbreitet, sogar bi üs Fremde ohni Sprochkenntniss.

Z’Nachtesse hetts denn doch au no geh, zwor ächli spoot (22.15 Uhr), aber defür überraschend fein – ich han irgendwelchi vegetarischi Bälleli gha, mega scharf, ohni zurgreichts Joghurt hettis glaubs nid abebrocht.

So das wäri also dä verregneti Tag do i de Hauptstadt gsi…

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Bahla & Jabrin
Februar 122014

Uff diä Nacht isch aber nid würklich agnehm gsi, han vo min Sunnestich en heisse Chopf, Schüttelfrost und Chopfweh alles mitenand gha…hett sich fascht wie ä Gripp agfühlt. Am Morge dank ächli Schlof und chaltem Wäschlumpe hett sich min Körper doch echli erholt.

Mir hend denn entschiede hüt so wenig Sunne wie möglich z’becho und sind drum denn nochem Z’Morge rasch i de no chüehle Morgestund is erschte Wohnfort em Jabrin Palast. Mir hends tatsächlich gschafft wieder emol diä erschte Touriste z’si – das isch scho super so stört niemert uf dä Föteli. Also nomol churz was zum ÖV, mir hend müesse d’Hotelreception zur Hilf neh, damit mit dä Weg döte ane und au wieder zrugg is Hotel hend chönne bewältige – zwei mol sinds irgendwelchi private Fahrer gsi. Es Fort selber isch scho no schön gsi, hett ganz viel verwinkelti Stäge und Gäng gha zu ganz vielne Zimmer – leider isch mir dä Baustil aber echli zu schlicht, eifach hellbruni Lehmwänd ohni jeglichi Verzierige oder Stukkature.

Zrugg im Hotel hemmer denn no bis zum Checkout am Zwölfi üses komfortable Bett und dä Internetaschluss (zum Sotschi luege) gnosse – also das isch bis jetzt es besti Hotel gsi, sehr suber, modern, mit Stil und diä Agstellte (usnahmswiis emol nid Inder) sind sehr zuvorkommend gsi!

Am Zwölfi hett üs denn en Agstellt mit sim schicke Privatauto is Stadtzentrum vo Bhala brocht und zwor zu emene wiitere Fort (UNESCO, Hisn Tamah) und zunere Bushaltistell – well mir wend hüt Obig es mol probiere öb dä ÖV do würklich nid funktioniert.

Bevor mir aber das Fort under d’Lupe gnoh hend simmer was gogä Z’Mittagese und dasmol simmer nid umen Coffee Shop umecho – vilicht isch es jo gar nid eso schlecht? Also hend mir üs a de Hauptstross dusse uf wiisi Plastikstüehl und Tisch gsetzt und hend emol was bstellt – Fladenbrot, Hummus, Curry-Vegetables und Egg Sandwich. Jo jo nid grad en kulinarische Höhenflug, aber sis Geld wert 😉

Denn hani uf dä andere Stroosesiite en Barber Shop entdeckt und mir hend denn beidi dä Service vomene indische Gastarbeiter in Aspruch gnoh – ich rasiere und dä Fabian Hoor schniide. Also mit dä Rasierklinge hett er es scho im Griff gha, kei Schnittli und so suuberi Rasur hani glaubs no nie gha…inkl. Cremeli und Pülverli und für dä Fabian no ä Chopfmassage!

Frisch pflegt hend mir üs vor em Fort in Schatte undere Palme gsetzt und hend es Triibe ächli beobachtet – alti Pauschaltouriste werdet mit em Car anegfahre, stieget us, mached es paar Schritt und es paar Föteli und denn scho gli wieder Abfahrt.

Wo d’Sunne denn scho nümme eso starch gsi isch hend mir üs denn no es Innere vo dem Fort zu Gemüte gführt – es isch ebe jetzt wieder frei zuegänglich noch lange Renovationen, aber das isch glaubs nonig bi allne duredringt. Churz vor Schlüssig (16.00 Uhr) simmer denn au wieder dusse gsi – sehr grosses Fort mit no meh Zimmer!

Denn hetts gheisse Geduld ha und an ÖV glaube, well mir hend am Bushüsli uf üsi öffentlich Fahrmöglichkeit gwartet, wo gmäss Fahrplan 17.12 Uhr noch Ruwi (Vorort vo Muscat) sötti fahre. Aber Ussage vo Iheimische, wie „dä Bus chunnt amigs gar nid oder er haltet amigs gar nid a“, hend nid würklich Zueversicht gmacht. So am 17.25 Uhr isch denn aber tatsächlich en Bus am Horizont erschiine und mir hend scho ganz wild agfange mit dä Händ umezfuchtle. Uff er hett aghalte und fahrt tatsächlich noch Ruwi! Dä Bus isch so guet wie leer gsi und zahlt hemmer für die Strecki nume grad 2.4 Rial pro Person. In Nizwa isch denn nomol öpert igstiege, aber nid etwa en Iheimische sondern en skurrirle portugisische Tourist mit Surfbrett.

Wo mer denn vo de Nebedstrosse uf d’Autobahn gwechslet hend, hett üsen Fahrer denn richtig Gas geh – und debi hett er entweder Telefoniert oder zur laufende Musig gsunge 😉

Mir sind aber trotzdem heil do in Ruwi acho, hend grad bim Busbahnhof in es billigs Hotel ichecket und sind denn wieder use uf d’Stross zumene arabische Restaurant – och menno die hend jo nume Fleisch gha uf ihrere Charte. Schlussendlich denn halt glich wieder Pizza Hut. Bin ehrlich gseit scho chli enttüscht vom Food do, han eigentlich meh erwartet und mich au druf gfreut 🙂

So jetzt isch scho Dunnschtigmorge, han gescht Obig kei Musse meh gha für dä hüttig Blogitrag…

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rund um Nizwa
Februar 112014

Hüt hend mir dä Wecker wieder einisch sehr früeh gstellt (ok, ich bin eh amigs scho meischtens vor dä Sibni vo allei wach – erschtens weckt mich den Muezzin und d’Sunne stoht eh au scho amigs am Himmel), well mir dä Souq vo Nizwa mit Obst, Gmües, Fisch und Fleisch hend welle bsueche. Grad nochem Z’Morge simmer denn use an Strooserand und hend uf ä Mitfahrmöglochkeit is Zentrum gwartet – und siehe da unverhofft het bald en Minibus aghalte und üs mitgnoh, das erscht no als sini einzige Gäst.

Acho im Zentrum hemmer müesse feststelle, dass dä Souq au am Morge nid würklich viel meh gschäftiger isch als am Morge – scho no schade. Punkt Nüni hend mir denn als erschti Touriste es örtliche Fort gstürmt. Denn döte d’Ussicht übers Wadi vo Nizwa bestuunt, alli Zimmer vom Fort beguetachtet und denn no es paar Usstelligsstück im Museum aglueget.

Zrugg uf dä Stross hemmer denn üsi wiiteri Reis mitemene Taxifahrer verhandlet, mir sind scho recht güebt drin. Üses erschti Ziel es Bergdörfli namens Misfah. Det obe acho hemmer es paar alti Hüüser gseh und sind denn em Falaj entland is Wadi zu de Quelle spaziert – immer gführt vo üsem Taxifahrer 😉 Also vo unne hett das Dörfli nid eso bestechend schön usgseh, wies denn würklich gsi isch, jo so chame sich tüsche.

Denn hend mir no en Abstecher ines anders Wadi gmacht entlang vonere Stross und sind denn plötzlich bimene Photostop aghaue worde vomene 4WD-Fahrer, öb mir nid echt no uf dä Jebel Shams (sehr hoche Berg mit grossem Canyon) wettet goh? Nochem Verhandle vomene üs abrochte Priis isch es denn churzerhand au losgange. Doch plötzlich hend mir ufemene Plateau aghalte und mir hend denkt mir seged scho dobe und drum ab los gogä fotographiere. Mir sind denn aber gli wieder zrugg gruefe worde, und währenddem hend einigi iheimischi Fahrer recht energisch mitenand was verhandlet. Schliesslich simmer denn imene andere Auto, inkl. Gepäck verlade, well mir jo alles debi gha hend, well mir jo diä nöchsti Nacht inere andere Stadt übernachte werdet.

Lange Rede, kurzer Sinn, schlussendlich hemmer denn au dä Usblickspunkt überem Canyon erreicht und chönne stuune über d’Usmass! Uff do muess mer scho schwindelfrei si…

Ich han langsam gmerkt, das ich glaubs es bizeli viel Sunne verwütscht han…drum liegi jetzt mit Chopfweh und heissem Chopf im Hotelbett do in Bahla und versueche minI Stirn mit emene chalte Wäschlumoe z’chüehle…oh Mann isch das doof, hoffe morn gohts wieder besser!

So das wärs au scho, ich glaub das isch hüt glaubs allgemein ächli viel gsi, morn wemmer ruhiger agoh – erschtmol usschlofe….

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Sayq-Plateau
Februar 102014

Gastblog- Eintrag von Fabian:
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also hüt hämär nachämä eher durchschnittlichä frühstück eusä buechti usflug ufs sayq-plateau undernoh. das plateau ist teil vonärä gebirgsketti vo d’küstenebini (mit barka) vom omanischae hinterland ( mit nizwa) trennt. au dasmal isch eusä fahrär (salim) mit enärä pünktlichkeit wo jederä schwizaer uhr konkurrenz macht idä lobby gstandä. nachämä kurzä abstecher zu sim hus und dä schuel simär dän ufämene breitä highway (also platz und s’bestrebä möglichst viel und breiti strassä z’bauä händ d’omanis definitiv) zum plateau (2000 M.ü.M – höchsti erhebig vom oman bi ca.3000 M.ü.M) ufegfäahrä bis ufekrochä. leidär isch sis englisch nöd perfekt gsi und so het er frag nach dä höhälag vo nizwa nöd verstandä. dä salim hets bim ufefahre ziemlich eilig gha und mi hend um eusi speziel gwünschtä stops müässä kämpfä. däbi simär au uf en hügel ufäglaufä – für arabischi touristä offensichtlich ä birreweichi idee wilmär ja diä schönstä viewpoints au mitäm auto erreicht. dän het dä salim sis gwohntä programm abspulä chönnä. miär hend den schliesslich än schönä spaziergang zwüschät zwei dörfer unternoh wo am abhang glegä sind und terrassenfeldbau mit integriertem falaj-system betribä hend. durchaus idylisch gsi au wenn vieles grad kei frücht treit hetvil d’ernt scho verbi gsi isch. däbi hetmer au schöni panoramabilder vo umliegende talstrukturen (teils canyon-artig usbildet) machä chönä. nachher hämär no es wadi mitemenä verlassene dorf besichtigä chönä. denn simär all schochli müed gsi und hend eus kei grossi wanderig wellä atuä und sind drum zrugg i eusäs hotel gfahrä.
det hämär eus nachdemär eusi witeri reis besprochä und s’drama um d’lara gut miterlebt hend eus ufen gegenüber vom hotel liegendä hügel gschleppt um schöni abig und sunnäuntergang föteli z’machä. hei was lichtverhältnis alläs usmachät. hämär bi eusäm trip ufs plateau für 55 ryial bi viel sunneschi no wenig kontrast und unterschiedlichä farbä gha sind eus jetzt gratis schönsti rottön vor dl’linsä cho.
am abig hämär eusäs hotel restaurant (natürlich vo inder gführt)usprobiert und bstellig grad voräm asturm vo touristä chönä ufgeh. leidär isch es widär mal keis higlight gsi. s’brot zum humus het meh konsistenz vo papier dänn emenä glungänä fladäbrot gha und s’vegetarischä curry isch leidär au nöd authentisch gsi (bös gseit curry mit frischem gemüse vonärä europäischä gemüsesuppä).
morn gahts miteme abstecher nach misfah (altes omanisches bergdorf und morn hoffentlich noed vo touriste ueberlofae) und enere schoenae flussstecki nach bahla…

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Nizwa – wir kommen…
Februar 92014

Hüt hemmer wieder emol ächli usgschlofe (also immer hin ich, dä Fabian isch scho recht früeh scho uf gsi, aber er isch gescht Obig au viel früehner is Bett, währenddem ich no am Blog schribä gsi bin) und erscht uf diä Zehni hemmer denn us dem Hotel usschecket und sind zum Taxiplatz gloffe.

Dört hemmer denn nochem obligate Verhandle es nigelnagelnues Taxi (isch no alles in originalem Plastik igwicklet gsi) bestiege und sind uf dä Autobahn zum Shawa-Tower-Roundabout gfahre, well vo detä us anschiinend wiiteri Taxis direkt noch Nizwa fahred.

Well mir abe nonig würklich was im Buch gha hend, hend mir üs ächli vorher bim „Muscat City Center“, em glaubs grösste Ichaufszentrum vo Oman absetzte loh und sind denn ächli gogä lädele (Sunnebrülle, Spielhalle, Schueh und Food) und hend üs mit super lokalem Esse verwöhne loh – okay sorry für d’Ironie, well i somene Supermarkt gits glaubs nüt anders als Fast Food, i üsem Fall sind das Sandwichs vom Subway gsi.

Wo mir denn voll bepackt wieder das Center dur d’Glasschiebetüre verloh hend simmer direkt vomene Taxifahrer aghaue worde und er würdi üs suscht scho noch Nizwa bringe. Mir hend vesuecht mit em Handle über dä Priis azfange, aber er hett irgendwie immer sehr komisch reagiert und viel lieber grad üses Gepäck in Kofferruum verfrachtet. Und so simmer au i dem Taxi glandet. Aber irgedwie isch es immer bunter worde, er hett en Kolleg nochem Weg gfrooget, well mir ebe no en zuesätzliche Abstecher weg vo de Autobahn ines wiiters Wadi hend welle underneh und er es anschiinend nid kennt hett. Nochdem Gspröch isch denn dä Priis explosionsartig ufegschnellt und mir hettet für diä rund 180 km langi Strecke umgrechnet rund 160 CHF zahle müesse und würklich verhandelbar wäri das nümme gsi. Also hend mir in dezue aghalte, dass mir jetzt wieder usstieget und üses Gepäcke wieder usem Kofferruum nehmed.

So simmer denn schlussendlich voll bepackt spazierend nebed dä Autobahn Richtig Kreisel glandet. Dörte acho hetts dänn ganz viel anderi Taxis gha und mir sind denn viel zuvorkommender und gerechter i d’Verhandlige willkommegheisse worde. So hemmer denn zum Schluss au nume grad 25 Rial (65 CHF) zahlt.

Während dä Fahrt hend mir zwei drü Zwüschedstopps gmacht. Eimol simmer ufen Hügel am Strosserand wie diä Wilde ufekraxlet um emol en Überblick über diä Gebirgslandschaft mit sine Wadis und Oase z’bezoch. Eimol hemmer imene Wadi Föteli chönne mache und es Highlight isch nume grad 1 km weg vo dä Autobahn äwäg glege – es hammer mega schöns schmals Wadi mit Falaj und hoche Berge ringsum. Mir hend denn ächli chönne uf em Falaj hindere laufe, vorusgsetzt mer isch schwindelfrei gsi, well mer hett sogar über ä schmali Falaj-Brugg müesse balanciere. Aber isch würklich es bislang Schönschte gsi, woni do im Oman gseh han. Leider isch es Wätter hüt allgemein eher ächli verhange gsi. Hett aber au sis Guete, erschtes chunnt min Sunnebrand emol ächli ä Pause über und Fötli mit immer strahlendblauem Himmer sind doch uf Duur au langwiilig.

Isch no witzig gsi während dä ganze Fahrt hemmer üsem Taxifahrer genaui Wegawiisige geh, wo ane mir hend welle, obwohl mir jo nid würklich gwüsst hend was sich lohnt und was eher nid. Er wohnt zuesätzlich immerhin jo in Nizwa.

Nochem Ichecke i das eher noblere Hotel, hemmer denn für morn ä Tour buechet, well mir morn richtig is Gebirge wend und defür bruchts es Allrad-Auto. Und denn hend mir is Zentrum vo Nizwa welle, aber welss doch rund 3.5 km sind, hemmer eigentlich vorgha es Taxi uf dä Stross azhalte. Das isch aber gar nid eso eifach, erschtens hetts zum Strossequere kei Fuessgängerstreife, denn hetts kei Trottoirs, d’Autos chönd niened rechts anefahre zum Halte und sowieso isch mer do als Fuessgänger recht diskriminiert. Noch einige fehlgschlagene Versüech hett denn zuefälligerwiis en Minibus direkt bi üs aghalte zum Lüüt uszstiege loh und mir hend irgendiwe mit Handzeiche gschafft au i de Bus z’cho. Es hett zwor fascht kei Platz meh gha und so isch dä Fabian mir halt uf dä Schoss gsässe uf jedd Fall hemmers jetzt au mol no gschafft es richtigs ÖV-Mittel z’benutze, und au üsi Mitfahrer hends witzig gfunde 😉

Es Restaurant empfohle dur dä Reiseführer z’finde anhand enere wage Beschriibig isch au nid grad eifach, aber mit sueche und umenand frooge hetts denn doch klappet. Mir hend denn eifach emol ächli was bstellt us dä üs unverständliche Charte und schlussendlich hemmer denn feinie Sache serviert becho – Fladenbrot, Hummus, Linsen, Gmüesriis bzw. Beef-Riis. Hett würklich supi gschmeckt und emol relativ authentisch. Es isch halt eifach es Esse mit indischem und arabischer Mischig gsi…mol luege wie min Mage das vertreit, suscht hetts wenigstens gschmöckt 😉

Nochem Esse hetts denn noch einigi Sessigkeite vom örtliche Beck geh und en churze Verdauuigsspaziergang dur dä Souq, wo aber scho fascht gschlosse gsi isch und dementsprechend sehr ruhig.

So das wärs vo hüt au scho wieder gsi…bis morn!

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Oase Nakhal
Februar 82014

Churz noch dä Sibni simmer hüt Morge ufgstande und sind denn nochemene improvisierte Z’Morge (es gibt ebe do i dem Hotel nüt Z’Esse) direkt zum Taxiplatz bim Highway-Roundabout. Üsen private Chauffeur dä Taxifahrer Abdulla hemmer denn relativ schnell wieder entdeckt und ohni viel Wörter z’verlühre isch es denn au grad wieder weg vom Meer Richtig Berge gange. Und zwor isch üses hüttige Tagesziel d’Oase Nakhal mit sim nid grad chline Fort gsi.

D’Fahrt hett nume grad 20 Minuten duuret – do sind d’Autos ebe scho amigs recht tifig underwägs und wasi no viel schlimmer finde i dem Bereich isch dass dä Mindestabstand (sind jo gmäss schwiizer Autofahr-Theorie 2 Sekunden) zwüsched hinderenand fahrende Autos definitiv nid igaltet wird.

Bevor mir aber in Nakhal bim Fort abgsetzt worde sind, hemmer no en churze Abstecher chönne mache zunere 300 Johr alte Ruine mit Wehrturm, Wohnhuus und Moschee – isch für sis Alter no recht guet erhalte gsi.

Für d’Besichtigung vom Fort in Nakhal hemmer üs denn rund ei Stund Ziit loh – es hett au gnüegend Gäng und Zimmer gha, wo entdeckt und vo mir vor allem photograpisch guet is Bild gruckt werde hend welle 😉 En super Spielplatz für en ambitionierte Fotograph… Au d’Ussicht uf d’Bergwelt und d’Palmwälder vo dere Oase isch nid z’verachte gsi!

Dennoch hend mir üs mit echli Proviant im örtliche Gmües- und Obst-Souq ideckt – okaj tönt jetzt umfassender als es in Würklichkeit gsi isch, well mir hend eigentlich nume Banane und Manderinli becho (Mangos hemmer nid dörfe chaufe, also eigentlich jo scho aber ebe nume im ganze Karton mit rund 10 Stück, saudoof…).

Denn simmer bis as ganze anderi End vo dere Palmoase spaziert zunere heisse Quelle und zum Igang vom Wadi – also detä woher diä ganzi Oase ihres Wasser zum bewässere vo dä Landwirtschaftsfläche (anschiinend hauptsächlich Datteln, hend zwor nid eini auf em Markt entdeckt) beziehnd. Also wemmer als Tourist so dur d’Gegend marschiert wird mer scho recht komisch beäugt, aber au imme sehr fründlich grüesst, ich glaube das isch do es rechts ungewohnt Bild.

Acho bi dere Quelle hend mir üs denn ächli aneghöcklet zum Bach und d’Rueh gnosse, doch bald isch es demit leider verbi gsi – en Car voller dütsche Touriste isch uf dä Parkplatz gfahre. Und denn simmer ufzmol fascht vo üsne Sitzplätz in Bach gschupft worde, well alli alte Lüüt ihri schöne Füess hend welle is Wasser strecke zum sich vo de Fischli d’Huut abzknabbere loh. Super am beschte schnell weg vo do, hemmer üs denkt.

Also simmer nume es paar Meter wiiter is Wadi inegloffe und es isch wieder toten Stille gsi, nume es paar Geisse, wo ab und zue nüsse hend müesse und es Vogelgezwitschere.

Uf diä Zwei simmer denn wieder zrugg zum Fort gloffe und nid 2 Minute spöter isch au scho wieder dä Abdulla do gsi zum üs zrugg noch Barka z’bringe. Heieiei, hett dä irgendwelchi schwiizerischi Gen oder so…so pünktlich und verlässlich 😉

Im Hotel hemmer üs denn ächli usgruebet, nochli es wiitere Reisli planet und d’Finanze checket.

Diä grössti Herusforderig vo dem Tag isch denn aber no bevor gstande – mir hend üsen Hunger welle mitemene Z’Nacht stille. Also mit em Taxi is Zentrum und denn zum Fischrestaurant, wo üs geschter en Taxifahrer empfohle hett, aber geschter am Friitig ebe zue gsi isch. Dört acho hemmer wieder emol Bauchlötz gstuunet, ja Fisch hett also würklich gha und frisch sind sie wohrischnlich au gsi, aber noch üsem Gschmack zu frisch, d.h. also no roh. Wiit und breit kei Möglichkeit diä döte zuebereitet z’gnüsse… Ach mann isch das müehsam öbis zwüsched d’Zäh z’gfinde, wo nume einigermasse en rechte Idruck macht. Und nid so blödli Coffe Shops mit Buger, Kebab und Samosa.

Mit viel Geduld und Durchhaltewille (und au enere Portion Galgenhumor) hend mir denn doch no was gfunde – okaj ihr wertet jetzt worschinlich lache, aber mer hetts wenigstens chönne esse – Pizza bi Domino’s.

So das wärs für hüt gsi, morn gömmer wiiter und zwor noch Nizwa, no meh is Landesinnere…

PS: Muess jetzt nomol churz uf d’Beziehig vo de Omains zu ihrne Autos z’bespreche cho und zwor isch diä do so innig, dass es für jedes Fortbewege grad brucht wird, egal öb mer z’Fuess sogar schneller wäri, wells Stau hett. Denn wird drinn au g’esse oder eifachd d’Ziit verbrocht und das schlimmer wiis oftmals no bi laufendem Motor….ohje das isch ä komischi Agwohnetheit.

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Wadi Abyiad
Februar 72014

Hüt morge hend mir üs ufgmacht is Landesinnere i d’Berge und is Wadi (Tal, wo früehner bei füechterem Klima grossi Flüss gflosse sind und hüt nume no einzelni Bäch z‘ finde sind) vo Abyiad. Diä rund 30 km hend mir mitemene Taxi vo Barka us zruggleit – üsen Taxifahrer, wieder en Abdulla het üs denn im Berdorf Al Abyiad abgsetzt und mir hend üs uf diä Mittag am Zwei wieder do verabredet, damit er üs wieder chunnt gogä abhole, mol luege öb das klappet. Zur Sicherheit hemmer eineseiits no sini Natelnummere notiert und es isch au grad no günstig gsi, dass mir nid hend chönne zahle, well mir nume grossi Note (50 Rial = 125 CHF) im Portemonaie gha hend – so chunnt er eher wieder zrugg, well er will jo sicher no Geld gseh 😉

Mir sind denn dur das chline Oasedörfle spaziert und hend mittels Föteli vom Wadi Iheimische noch em Weg gfroget und sind denn rund 2 h bergwärts es Wadi durufgwanderet. Also d’Landschaft isch scho recht karg (Kiesablagerige im Flussbett und schroffi Felswänd links und rechts, ah jo und zum Teil leider immer wieder einigi menschlichi Überbliebsel in Form vo Abfall), aber sobald ächli Wasser vorhande isch wird recht grüen mit schöne Dattlepalme. Rechts am Rand und paralell zum ehemalige Flusslauf hetts en Bewässerigskanal (arab.: Falaj), wo es spärlich vorhandene Wasser vo de Berge is Dorf und so uf d’Felder bringt – das ganze Bewässerigssystem isch scho recht usklüglet, aber schlussendlich halt doch immer no abhängig vom Niederschlag.

Gegä Mittag isch es denn relativ warm worde und d‘ Sunne immer stärcher. Es wandere isch au immer schwieriger worde well immer meh Wasser im Tal gflosse isch und mir so mängsmol sogar hend müesse d’Schueh abzieh und d’Hose uferöllele hend müesse um überhaupt wiiterzcho. Üses eigentliche Endziel sind die sogenannte „blaue Pools“ gsi – irgendwelchi blaue und wiise Wassertümpel im Flussbett, doch diä hend mir irgenwie nid eso schnell zu Gesicht becho wie mir eigentlich ghofft hend und üsen Taxifahrer wird jo wohl nid uf üs warte im Dorf. Drum hend mir denn alsbald kehrt gmacht (debi sind üs denn ganz vieli Allrad-Autos entgegächo mit ganze Familien drin, wo zum Teil volle Pulle durs Wadi graset sind und sich a dem islamische Ruhetag en Picknickplatz gsuecht hend, super die werdet au denke, was das für Idiote sind wo dä beschwerlich Weg do z’Fuess zurggleget) und sind denn is Dorf zurgg zum öpis Z’Mittag finde.

Imene chline Dorflädeli hend mir denn mit Händ und Füess emene „Mohammed“ versuecht z’erkläre, dass mir Hunger hettet. Er hett üs denn churzerhand is Auto vomene Kolleg verfrachtet und üs is Nochberdorf Al Khatum, wo ächli grösser gsi isch, brocht. Detä hend mir imene Imbiss zwei Sandwich bstellt, üs denn bim Mohammed bedankt und verabschiedet und üs es schattigs Plätzli aner Stross gsuecht zum pcknicke. Also nochem uspacke vo mim Kääs-Eier-Sandwich hett mirch de Muet verloh und ich han mi nomol verpflegt imene andere Shop mit abpacktem Süesskram und enere Banane – wett nid undbedingt dä Sch… nochher ha. Dä Fabian hett sich getraut…

Isch no witzig gsi, währenddem mir am Strosserand picknicket hend, isch grad es Mittagsgebet i de örtliche Moschee im Gange gsi und d’Stross isch voll mit parkierte Autos gsi und vor de Mosche sind alles voll Sandale und Schueh gsi – diä einte sind denn au no während de letschte Muezzinrüef no schnell i d‘ Mosche gsprintet! Nochdem dä Gottesdienst fertig gsi isch (isch nume grad ä Viertelstund gange, ok sie müend jo au am Tag das fünf mol absolviere ;-)) sind alli bi üs verbi gfahre oder spatziert und hend üs entweder doof aglueget oder gwunke – do hett glaubs würklich nid viel anderi Fremde z’Bsuech.

Well mir jo nümme im Bergdörfli Abyiad gsi sind hend mir Em Taxifahrer Abdulla no es SMS uf englisch und denn zur Sicherheit au no uf Arabisch (Google-Translator und omanischer SIM sei dank) gschriibe mit üsen neue Abholort. Dörte hemmer denn au gwartet und wiitei picknickendi Familie beobachtet.

Tatsächlich fascht uf d’Minute pünklich simmer abgolt worde und sind öpä am Drü zrugg im Hotel in Barka gsi. Nochenere erfischende Duschi (hett leider nume chalts Wasser gah) simmer denn uf dä Obig is Stadtzentrum zum Z’Nacht. Hei isch das wieder ä Suecherei gsi, nume alles voll sottige komische „Coffee Shops“, wo Kebab und Sandwichs bunt gmixt abütet – also das macht nid würklich Luscht. Zum Glück hemmer denn aber doch no was iheimischs gfunde en Tea-Shop, wo mer es omanische Brot „Rekhal“ (Brot bachtet wie bi üs Crèpes) mit unterschiedlichstem Belag bechunnt – hett passt…

So für morn hend mir üsen fahrendi „Abdulla“ scho wieder beuftragt und zwor gohts wieder is Gebirge noch Nakhal.

PS: Was es do im Oman i de Städt gits so viel öpä wie vo dene „Coffee Shops“ sind „Barbier Shops“ – würd mich gern mol detä archaisch mit em Rasiermesser gogä rasiere loh, muess mir defür aber nochli min spärlichi Gsichtsbehoorig wachse loh, suscht wirds glaubs eher piinlich 😉

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Raus aus der Hauptstadt
Februar 62014

Hüt morge hemmer d’Region rund um d’Hauptstadt Muscat verloh und sind mit em Taxi rund 90 km Richtig Norde entlang dä Küste gfahre – alles natürlich uf em Highway. Üses Ziel isch ä chlineri (93’000 Iwohner) Stadt namens Barka gsi, sie selber hett zwor nid viel z’büte, aber dä Standort isch ebe recht ideal für d’Sehenswürdigkeite im nöchere Umland und es isch öpä diä einzig Möglichkeit für ä Underkunft!

Üses usgsuechte Hotel (Oriental Site Hotel) hett üsen Taxifahrer also nid würklich kennt – okaj, er lebt jo au in Muscat – drum hett er sich am Ortigang mis iPhone gschnappet und demit dä Hotelreception aglütet zum nochem Weg z’frooge. Aber irgendwie isch das Gspröch glaubs nid eso vo Erfolg krönt gsi – sie hend mega lang telefoniert (zum Glück hani ä inlandischi SIM-Charte drin) und dä Ton isch immer lüter worde. Schliesslich simmer denn vomene andere Taxi zum Hotel eskortiert worde, also eigentlich hett er es Hotel jo scho fascht selber gfunde, well es sind nume no es paar Meter döte ane gsi.

Det acho hemmer ichecket und sind nochem Gepäck ablade im Zimmer wieder zrugg uf d’Stross und händ es Taxi aghalte um zumene alte Wohnfort z’cho – das hett relativ guet klappet, aber nume mit Hilf vomene Föteli us em Reiseführer. D’Fahrt isch relativ churz gsi, nume rund 8 km. Detä acho simmer sehr fründlich empfange worde vo Arbeiter, wo grad ächli am restauriere gsi sind und irgendwie simmer detä ganz allei gsi, kei anderi Touriste wiit und breit, obwohl diä Sehenswürdigkeit i mim Reiseführer als einzigartigs Highlight beschriebe wird. Es chan si, dass mir diä Einzige gsi sind, well gmäss Reiseführer es Fort nume vo Samschtig bis Mittwuch z’besichtige segi. Hemmer au im Vornherein so glese, aber hend halt ghofft, dass mir es trotzdem mindistens vo Usse aluege chönd. Aber üsi Erwartige sind vollkomme übetroffe worde, mir hend sogar ä churzi Führig dur dä Wohnturm becho – Supi, cool!

Mir hend denn üs echli agfründet mit dem nette Omani, wo üs es Fort zeiget hett und er hett denn noch de Besichtigung welle wüsse wo ane es üs als nöchst verschloht, und churzerhand hett er üs denn i sim Cheep grad det anebrocht wo mir hend welle und zwor an Strand vo Ras al Sawidi. Super, do werdemer jetzt eifach gratis umekutschiert und das au so wiit, well es sind sicher meh als diä vorherige 8 km gsi. Dä Suleiman hett nid würklich englisch gredt, aber keis Problem für das hett er immerhin siebe Brüedere und eine devo dä Abdulla chan do jo per Telefonübersetzig sicher witerhelfe und so isch es denn au gsi – Brüedere schwätzet midenand uf Arabisch, denn bechum ich es Handy i d’Hand druck und darf uf englisch schwätze und denn wieder zrugg zum Suleiman.

Supi, churz en Photostop bim Stand u de Felse im Meer und denn hett er üs bim naheglegene Hotel Beach Resort abgsetzt, wo mir vorgha hend nocheme Tagesusflug i d’Wadis z’bueche.

Also erstmol bruch ich ä chlini Pause, es isch mir alles viel z’schnell gange, mir sind recht überrumplet worde vo dere Gastfründlichkeit (üs isch sogar no was zum Probiere abotte worde und zwor ä Süessigkeit namens Hawala, das isch en Art Glee mit Zucker und indische Gwürz) und Hilfbereitschaft vom Suleiman, ohni dass mir recht gwüsst hend was mir eigentlich wend underneh. Drum simmer jetzt erstmol in Rueh gogä Z’Mittagesse esse im Resort – hett Tagesfisch (isch leider nid eso hammer gsi, wie mers am Meer chönnti erwarte) mit Riis und Gmües geh.

Denn simmer diä paar Schritt zum Strand gwatschlet und hend dä verbliibend Nommitag uf em Liegestuehl und mit Muschle sueche ganz chillig verbrocht – super jetzt hani mi doch no ächli verbrennt, glaubs dä ständig Wind hett dezue bitreit, dass ich das nid gmerkt han. Also diä Iheimische gönd jo au an Strand i ihrere Freiziit aber nid öpä zum Sunnele oder Bade, wie mir Westler, das mached, sondern sie gönd entweder go picknicke oder fahred mit em Auto im Schritttempo und luuter Musig am Strand ufe und abe 😉

Diä netti Hotelreceptionistin hett üs denn es Taxi organisiert, damit mir wieder zrugg noch Barka chömed. Underwegs hemmer denn no gschwind d’Möglichkeit gha amene Bullekampf bizwohne – sehr speziell, nume Manne wo zuelueget und sich debi underhaltet und öpis knabberet – isch glaubs so was wie Kinounderhaltig bis üs.

Zrugg im Hotel hemmer denn no gschwind Z’Nacht organisiert, was dasmol erstunlicherwiiis sich als sehr eifach usegstellt het. Okaj ich glaub mir sind jetzt dusse bi de Wohnregione acho, wos eher lebendiger und alltäglicher isch – gseht für mich fascht wie in Indien bzw. Nepal us, eifach mit viel weniger Hektik und Mensche – passt mir scho viel eher, nid alles so „gschlecket“ wie i de Hauptstadtregion.

So morn gohts ines Wadi i d’Berge…mol luege öbs klappet mit em Organisiere 😉

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PS: Han no vergesse z’erwähne, dass mir do in Barka imene Supermarkt doch no d’Spezialität „Baklawa“ gfunde hend – mmmhhh mega fein!

PPS: Han emol en Taxifahrer gfrooget wie tür do dä Liter Benzin do im Oman isch. Okay, do chömmer bi üs würklich nid konkurriere, aber es wird do jo au direkt us em Bode gförderet – umgrechnet 30 Rappen / L!

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Backpacker oder Nobeltourist
Februar 52014

Also gescht Obig hend mir üs vorgnoh sehr früeh ufzstoh und zwor well mir es Triibe uf em Lokale Fischmarkt hend welle beobachte, also hemmer denkt denn lönd mir üs doch eifach anstatt vom iPhone vom Muezzin am Morge bi Sunneufgang wecke. Okaj hett zugegebenerwiis nid ganz klappet, aber dennoch simmer scho recht früeh sogar no vor em Z’Morge dusse uf de Bei gsi – so ca. 6.45 Uhr!

Dä Fischmarkt isch relativ guet versteckt gsi hinder grosse Sichtschütz us Blech, aber mir hend en doch gfunde und üs echli umeglueget. Ehrlich seit chummt mer sich halt i sottige Situatione als fremde Tourist schnell fähl am Platz vor – also mir ergohts amigs eso, han immer s’Gfühl is Störe bloss. Drum simmer denn ächli eweg vom Markt selber und abe as Wasser zum Hafensteg, wo d’Fischer ihri Beuti us em Netzt befreit hend und uf Garette verfrachtet hend und denn zu de Marktständ brocht hend. Mir hend üs ächli abseits uf d’Uferstei ghöcklet und rund ä halbi Stund eifach echli diä Stimmig und das Triibe beobachtet – okaj für zwei Föteli hani denn noch no de Muet gha 😉 suscht chönt ich eu jo do im Blog gar nüt zeige!

Nochemen ganz churze Abstecher zu de Markthalle mit Gmües (inkl. chliine Ichauf vo Banane und Orange) simmer denn is Hotel gogä z’mörgele – also wie gseit so super hammer fein isch es jewiils nid – und ich weiss genau was es morn wieder wird geh (6 Schiibe Toast, 1 Naturejoghurt, Omelette, O-Saft i de Büchs und no en Tee od. Kafi).

Denn hend mir üsi Rucksäck packt und sind is noheliegende Museum für Geologie und Gschicht, wo imene traditionelle Huus beherbergt isch – eis vo denen wenige Hüüser, wo mer no i ihrerer ursprüngliche Art und Wiiis do chan vorfinde, leider ;-( Okaj also dä geologisch Teil bütet für en Geograph nid würklich viel Neus, aber Repetition chan jo nie schade… Und also dä Gschichtsteil hani ich defür überhaupt nid verstande, eis einziga Land, dä Oman, und denn no ganz vieli anderi westlichi Länder, wo jweiils irgend ä bedutendi Rolle i dä Gschicht gspielt händ – sehr verwirrend, okaj chan villicht au am mim beschränkte Interesse defür liege.

Denn hend mir üs wieder emol es Taxi für 5 Rial gsuecht, wo üs noch Muscat bringt. Detä acho simmer relativ am Afang in es French-Museum, wo im Gebäude gsi isch, wo früehner diä französischi Botschaft gwiilt het. Also dä Igang isch recht schwierig z’finde gsi und wo dä Pascal diä schmali Glastür ufstosse hett, hend üs alli Beschäftigte sofort entdeckt – jo nid unbedingt wege minere bestechende Aura, sondern glaubs eher wegem Meis, woni gmacht han – Quiiiiiietsch! Empfange worde simmer aber trotzdem sehr herzlich…ä churzi Füehrig isch üs denn vonere junge Dame boote worde. Sie isch recht sympatisch und offe gsi und mir hend sogar ächli Smalltalk abwechsligswiis uf Französisch und Englisch führe chönne. Ich han halt immer nochli im Hinderchopf gha, dass mer als Maa imene somene islamisch prägte Land nid eso „aktiv“ uf Fraue zuegoh sötti – okaj aber ich glaube das hett scho passt i dere Situation…

Denn simmer noch umespaziert i de Bucht und hend eigentlich welle eis vo dene vielne Forts uf dä umliegende Hügel bestiege, okaj das geit nid eso eifach, mer muess glaubs en guete Droht zum Sultan ha, oder was ähnlichs…schade, do liht eidütig no einiges a Potential für zuekünftige Tourismus momentan no brach! Mir hend üs währendem no gwunderet wieso eso wenig Touriste do i dere Hauptstadt vo Oman umestrielet? Aber das isch denn doch sehr schnell beantwortet worde, wo mir denn zu dä Hauptstross zum Palast iboge sind – krass voll vo Touristegruppene und nume es paar Meter links oder rechts devo simmer praktisch ällei gsi, so komisch 😉

Also diä Hauptstadt isch sehr modern renoviert oder gar aufbaut worde, ähnlet sehr emene Openair-Museum, super usepützlet und alles mit Sinn und Zweck.

Zum Z’Mittagesse hemmer denkt gömmer doch is Al Bustan Palace Hotel – rund 8 km südlich vo Muscat, es sötti no relativ nobel si. Gesagt getan, mir zwei sind direkt vor d’Hotellobby brocht worde mot em Taxi, usgstiege, dur d‘ Drehtür gstapfet und denn schwupps scho sind üs Zwiefel cho – langet T-Shirt und Jeans, dörf mer en Rucksack mitineneh, rühreds üs grad wieder use, oder was passiert echt? Okaj ich han scho chli gwüsst, dass es recht nobel si wird, immerhin ghörts zur Ritz Carlton Ketti, hett 250 Appartements und Suite, wo bis zu 160 m2 gross sind, dä Umbau 250 Millionen Dollar kostet hett und dä obersti Stock nume für dä Sultan reserviert isch. Also diä Superlative stimmed würklich und mir sind scho recht igschüchteret gsi und sind au sehr kritisch beäugt worde, aber immerhin hemmers denn doch o gschafft is öffentliche Restaurant. Buffet isch agseit gsi und das für rund 40 CHF pro Person, okaj mer gönnt sich jo suscht nüt 😉 Hammer feins Esse, ich bin fascht platzt – Fladenbrot mit Hummus, Fleisch, Fisch, Gmües, und sehr edli Dessertamusements. Glaubs mir sind scho sehr ufgfalle und villicht jo au wieder emol am falsche Platz gsi (üsen Ober hett imene Gspröch mit üs denn schnell usegfunde, dass mir glaubs es ganz anders Klientel sind – mir hend nume üses Hotel müesse erwähne, wo mir in Mutrah übernachtet), aber wer nüt woogt, dä gwünnt au nüt. Und ehrlich gseit, stinket diä Lüüt bim Sch… jo genau glich wie du und ich 😉

Diä Gsellschaft (weschtlichi Gschäftsmanne, saudischi Scheichs und asiatischi Investoren, oder so …) i dem Hotel hett mich scho chli nochdenklich gmacht, isch scho sehr extravagant, und irgendwie nid richtig, dass diä Underschiid uf üsere Welt bestönd. Wieso nid eifach mit allne teile üs würds sicher allne besser goht – seelisch wiä au suscht. Mit soviel Riichtum chan und söt mer eifach nid umgoh müesse – also das isch mini Meinig halt. Zum Schluss hemmer denn no ä persönlichi Churzführig dur d’Gartenalag mit Pools becho – han aber gmerkt, dass mir do würklich eher es Übel sind, als erwünscht – egal!

Zrugg i de Realität simmer denn wieder abgholt worde vomene Taxi und es hett üs denn uf d’Passhöche vo dä erschte asphaltierte Stross vo Oman brocht, wo detä gits gmäss Reiseführer ä super Ussicht uf Muscat – was definitiv stimmt, okaj es bizeli Asträngig isch defür scho notwenig – fascht scho chlettere 😉 Zrugg noch Mutrah is Hotel simmer denn ebefalls z’Fuess – en chline aber sehr lohnenswerte Abstecher absiits dä Touristemasse – Backpacker halt…

Heieiei, diä Disparitäte, wo mir hüt erlebt hend, scho struube…aber luschtig.

Bis morn…

PS: Weiss gar nid öb ich scho erwähnt han, wie schwierig es sich mängsmol gstaltet, was zwüsched d’Zäh zfinde, uf dene Souqs gits nume so blödi Souvenirs in Form vo Chäppli, Weihrauch und anderi Textilien. Mann wieso gits nid eifach än Beck mit Fladenbrot oder so… schwierig schwierig.

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Taxifahren…
Februar 42014

Dä Fabian isch denn au alsbald ufgstande und mir sind denn emol abe zu de Reception gange und hend üs erkundiget öbs echt es Früehstück git, wo im Priis inbegriffe ischt – well wie scho erwähnt hemmer gescht i de Nacht bi üsere Akunft nid meh als 5 Wörter mit de Agstellte chönne wechsle! Und tatsächlich es hett was geh zum Z’Morge – Naturejoghurt, Toastbrot, Omelette und ganz „feine“ O-Saft us dä Dose…mmmmmmmh!

Mir hend üs denn au no gwehrt, dass mir es neus Zimmer überchömmed mit zwei einzelne Bett – hett aber öpä drü Aläuf brucht bis drei verschiedene Agstellte ;-(

Nochem Z’Morge simmer denn rasch use und zwor isch es Ziel gsi, diä grosse Moschee do i de Region und die hett isch ebe nume bis am Elfi offe für „Ungläubigi“, wie üs…Zu döte anezcho hemmer üs es Taxi organisiert, well mit em ÖV do chömmet mir nid eso drus (es gäbti zwor Minibus, oder so, aber wie und wo die fahred, kei Ahnig). Üsen Taxifahrer hett üs denn rasch chömme überzüge, dass er üsen Tourguide si söll. Vor allem deswege, well üsi Infos (Standört uf dä Chartene) irgendwie überhaupt nid gstumme hend, scho recht komisch, sie sind jo no recht inere neue Uflag vorhanden.

Nid eso schlimm, es isch so denn ächli agnehmer worde und irgendwie goht do i de Hauptstadtregion nüt a dem gross usbaute Autobahnnetz verbi, z’Fuess isch mer do recht ufgschmisse. Also zrugg zu üsere erschte churze vormittägliche Sightseeingtour mit em Taxi. Wie gseit simmer zerscht bi de Moschee gsi – scho recht idrücklichi Dimensionen, aber noch mim Gschmack ächli zu modern und viel zu viel zämaklaut (indischi, mongolischi und marrokanischi architektonischi Element sind mitenand vermischt worde…).

Denn isch d‘ Royal Opera uf em Programm gstande – sogar mit churze Inneführig, obwohl das gmässs Reiseführer gar nid möglich segi – scho wieder Fehlinformation! Churz gseit en prunke Saal us dunklem Holz mit grosser Orgle und hierarchischer Sitzordnig (Sultan, VIP’s, Pöbel). Vor em Z’Mittag simmer denn no im Petrol Museum gsi, das isch recht cool gsi und hett sehr viel interaktivi Expontpat zum Thema Erdgas und Erdöl darbote.

Zrugg Hotel hemmer üs denn uf dä Weg gmacht öpis kulinarisch Authentisches in Mage z’becho, denkste Pizza, Fastfood, Chinesisch, Indisch, jo aber wo gits denn was landestypisch Omanisches? Wells scho langsam ächli müehsam worde isch (i den Stadt umelaufe bi Sunne und wärmere Temperature) und üs niemert hett chönne helfe, hetts denn schlussendlich en chline Snack in Form vomene Falafel vom nöchst beste Coffeshop-Stand geh – nid schlecht für so wenig Geld, hoffe nume es wird au dementsprechend guet verdaut 😉

Wells denn würdklich ächli z’warm worde isch für Sightseeing i de Stadt und dä Souq (arabischer Bazar) sowieso au längeri Mittagspause igleit hett, isch es wieder mit em Taxi witergange und zwor an Strand – döt chamer wennigstens diä Mittagssunne chillig gnüsse…sogar für en Sprung in doch no chüehle persische Golf hetts no glanget, nume es umzieh i d’Badesache stellt sich do ächli als schwierig use – islamischi kulturelli Werte und Norme sölled debi jo nid verletzt werde vo üs Touriste (obwohl, das glaubs nid alli Wiisnase eso eng gsehnd…leider).

Üsen Mage hett sich denn aber doch scho bald wieder gmeldet und mir sind i d’Innestadt vo Ruwi zumene das mol sicher landestypische (mer sitz döt bim Esse immerhin am Bode uf Chüssis) Restaurant. Also ich han Hummus mit Fladenbrot als Vorspiis und Fisch mit Omani-Brot als Hauptspiis bstellt, dä Fabian irgendwas Süesses und es Tintefisch-Curry. Okaj also mini Vorspiis isch okaj gsi (han zwor selber sogar scho es bessers Hummus selber gmacht und dä Fisch hett mer au abebroocht, nume es Omani-Brot isch irgendwas Laberigs gsi zwüsched Crépe und Fladenbrot. Defür sind Priise unschlagbar gsi…

Wieder zrugg i üsere Hotelregion hano eigentlich no welle was Süesses uf em Souq beschaffe und zwor was ganz Bestimmts – Bakhlawa (arabisch-türkischi Blätterteigschnitte mit Honig tränkt. Doch au do hett umeluege und Lüüt deno z’frooge nüt brocht – heieiei, was isch denn do los. Do fähled jo arabischi Spezialitäte und Eigenheiten und das leider nid nume kulinarisch. Mit was hett echt das z’tue? Isch das Land scho z’fescht modernisiert und verwestlichet worde dur d’Politik vom Monarch, oder wie loht sich das erkläre? Uf jede Fall isch das mega schad und dä Charme goht ächli verlore dur das – also vergliichbar mit Marokko, Syrien oder Jordanien isch das Land do im Süde vo de arabische Halbinsle definitiv nümme. Hans aber im Vornherein gwüsst und bin drum nid eso fescht enttüscht 😉 Villicht änderet sich das jo no, wemmer weg vo de Hauptstadtregion chömmed?

So jetzt muessi unbedingt Schloof nohhole, also guet Nacht!

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ZHR-DOH-MCT / unser Flug
Februar 42014

Also gescht am Morge isch es also losgange und zwor simmer um diä Elfi am Morge mit dä Quatar Airways vo Züri Richtig Doha gstartet. Dä Flug isch nid ussergwöhlich gsi, jedoch es Flugzüüg und zwor hett es sich ums Kokurrenzprodukt zum Airbus 380 ghandlet – dä Boeing
Dreamliner. Irgendwie hetts an Bord alli nu erdenkliche Schickane gha – vo WLAN-Zuegriff (hett zwor kostet), eigene Boardcomputer mit Touchscreen-Fernbedienig zum Film luege, Spieli spiele, Radio und Fernseh luege! Also wenn mer so drübernohdenkt scho mega krass, wett gar nid wüsse was das alles a Infrastruktur und Technik an Board vorussetzt. (und das zuesätzlich Gwicht, wo dodurch no i d’Luft brocht werde muess -> meh CO2-Emissionen…)

Noch rund 5.5h simmer (ah jo a alli wo min Reisepartner no gar nid kenned, es isch dä Fabian Kessler, en Studienkolleg) denn pünklich in Quatar glandet. Z’erscht hani gmeint dä Flughafe hett sich komplett gänderet, aber dem isch nid eso gsi – immer no es gliche zweckmässige flache Gebäude. Ich bin ebe scho vor rund 8 Johr scho mol in Doha umgstiege, und zwor woni mi es erschte mol use i dä wiiti Welt gmacht han und das au no ganz ällei – min drümonätig Volontärisatz in Nepal. Scho no struub das ganze damalige Anendtüür zruggzdenke – döt bini no relativ jung gsi und mega nervös, weiss es no genau und vomene Geographie-Studium a dä Uni Züri hani no gar nüt gwüsst 😉 Jo so goht halt d’Ziit ume und es änderet sich halt amigs einiges im Lebe – bin fascht echli sentimental worde 😉

Üsen Flüger wiiter noch Muscat (Hauptstadt vom Oman und „Maskat“ gsproche) hegi denn aber gmäss Azeigetafle 10 Minute Verspötig – ok schlussendlich simmer denn au relativ spot i de Nacht (1.15 Uhr) im Hotel acho und hend üs zerscht emol müesse vom Hoteldirektor zämäschisse loh „You are very late…!“. Jo sorry aber do chömmer jo würklich nüt defür, oder?

Dä Flug isch no recht witzig gsi, well es mir fascht vorcho isch, dass ich mich uf em Weg noch Indien befinde würdi. Dä ganzi Flüüger isch mit indische Gastarbeiter us Hyderabad bis uf de letschti Platz gfüllt gsi. Also ich han mi mittedrin als öpä einzigi „wissi Huut“ sehr wohl gfühlt, obwohl ich scho wieder dä einti intensivi Blickkontakt über mich han müesse erdulde – egal sie sind jo nume interessiert a dem fremde Gsicht.

Mir sind denn mega müed bald i gschlofe, jedoch han ich persönlich glaubs nid eso tüüf pfuuset wie dä Fabian – mir hend zämä es Doppelbett müesse teile und aktivi Schlöfer gits halt nume emol 😉

Okaj, am Morge churz vor Sunneufgang – das isch do öpä schätzigswiis am halbi Sibni – bin i denn definitiv gweckt worde und zwor vom erschte tägliche Gebet vo dä iheimische Moslems und dä entsprechende Muezzinrüef. Drum bini denn immer nochli müed ufgstande und under Duschi…

So jetzt hani emol dä erschti Tag bloggt, und dementsprechend nogholt, welli erscht jetzt (Mittag) Ziit gfunde han – und zwor liege mer jetzt grad am Strand und gnüssed die ussergwöhnliche milde Februartemperature (ca. 25 Grad).

Hüt Obig gits denn de nöchsti Itrag…bis denn!

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Mein Resumée

Mein Resumée

Brasilien

Juli 142013

IMG_1148 So jetzt bini sit rund einere Wuche wieder do zrugg i dä Schwiiz, noch minere zweiwüchige Reis in Brasilien. Mit dere Reis han ich jo jetzt es erschti mol dä Sprung über dä Atlantik Richtig Westen gwoohgt und en Fuess uf dä südamerikanisch Kontinent gsetzt. Han im Vorfeld scho einigi Erlebnisbricht ghört und glese über verschiedensti südamerikanischi Länder aber greizt hetts mich nie eso fescht döte ächli gogä sich umezluege im Gegensatzt zu asiatische (inkl. naher Osten) und afrikanische Länder.

Ich denke es chunt halt mega druf a, für welli Weltregion sich mer entscheidet, wenn mer äs erschti mol Europa verloht und bi mir isch das jo bekanntlich min drümonätig Volontäristatz in Nepal gsi. Diä ganz anderi Kultur und dä völlig underschiedlich Lebensstil hett mich döte voll gflasht und in ihren Bann zoge. Ich glaube das isch es au was mir in Brasilien hauptsächlich gfählt hätt und zwor alli Umständ, wo mer em Schlagwort „Kultur“ chan zueschribä. Mer hett nüt gspürt und gseh vonere vergangene dominante Kultur, weder a altstädtische historische Gebäude, no a Kulturagebot, wiä Opere, Theater oder Ballet usw. Dä Lebensstil isch mir irgendwie au zu wenig bestimmt gsi, mer hett en nid würklich chönne fasse mit irgendwelchne Klischees, wo erfüllt worde sind, woni suscht i andere Länder jewiils direkt uf dä Stross bi dä Lüüt beobachtet han (segs jetzt Minz-Tee trinke in Marokko, Dampfbäder in Russland, oder Wasserpfiife rauche in Syrien …).

Jetzt hätts mich natürlich wundergnoh wieso das eso isch, wieso ich kei typischi Kultur/Lebensstil do in Brasilien han chönne vorfinde. Han mich drum ächli schlau gmacht und uf Wikipedia emol dä gschichtlich Hintergrund vo dem Land dureglueget – krass dä Artikel isch jo mega churz, eso viel passiert isch i dere Weltregion jo anschiinend nid eso (wenn mers z.B. mitemene europäische Land verglicht)! Z`erscht isch Brasilien lang es Land vo dä inigene Völker gsi und denn isch es kolonialisiert worde vo dä Portugiese, aber anschiinend hend diä ihri „Füessabdrück“ gar nid eso fescht hinderloh – also ich hans nid eso entdeckt, oder villicht sinds eifach über diä Joohr sit dä Unabhängigkeit eifach wieder verschwunde.

Ich denke ich bin halt i dere Beziehig en typische Geograph, denn für mich muess es Land, woni gogä bereise gang, total andersch si als do in Europa und vorallem sötts ganz viel typischi Merkmal ha. Klar ich chan das jetzt nid als negativ bewerte, well sowas jetzt do in Brasilien gfählt hett, aber ich hans eifach als schade empfunde. Hingegen chan mer überhaupt nüt sägä gegä d`Lüüt (sie sind mega nett und zuvorkommend) und d`Natur (mega schöni Regenwälder). En andere Aspekt, wo mir sicher au gfählt hätt isch, d`Eisenbahn, es hett eifach fascht kei Möglichkeite gha zum bequem und vorallem in relativ ruhigem Tempo das Land im Zug z`entdecke – das isch halt würklich das was mir am meiste Spass macht – langi ufregendi aber au entspannendi Zugfahrte dur es främds Land!

So das wäri mis Fazit fürs erschte und ich bin mir sicher mini nöchst Reis goht denn wieder eher Richtig Asien (han do au scho äs paar Ideen).

Bis bald…

Pascal

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komplizierte Rückreise
Juli 22013

So jetzt sitze scho wieder amene Flughafe und warte uf min Flug. Es kommende Reiseprogramm für diä nöchste 24 h gseht wie folgt us:

1. Bus von Balneario Camboriu noch Florianopolis (1.5 h)
2. Flug von Florianopolis noch Sao Paolo (1 h)
3. Flug von Sao Paolo noch Frankfurt (11.5 h)
4. Flug von Frankfurt noch Zürich (1 h)
5. Zug von Zürich nach Schaffhausen (40 min.)

Supi, wär also eigentlich scho froh, wenni bi Punkt 5. wäri…

Ok, super im Nochhinein isch das än Horrortrip gsi, bim Punkt 1 hett scho was nid gstumme mit em Bus, han anschiinend irgendwie es falsche Billet glöst. Denn hett dä Flugi uf Sao Paolo 30 min. Verspötig gha und ich han nume grad 1 Stund Ziit gha in Sao Paolo umzstiege – bin also wiä vom Aff bisse dur d’Passkontrolle grennt han mi füredränglet und au bi dä Gepäckkontrolle hani nid emol Ziit gha dä Gürtel wieder azlegge.

Denn hett natürlich au dä Nachtflug wieder rund ä halbi Stund in Frankfurt Verspötig gha und drum isch dä Pascal wieder wiä än Gstörte dur eine vo dä grösste Flughäfe vo Europa gsprinntet. D’Passkontrolle isch keis Problem gsi, han zum Glück als Schwiizer anen freie Poste chönne, defür sind diä Düütsche mega gründlich und somit langsam bi de Gepäckkontrolle gsi – dä wo mi abtastet hett, hett mi no extra gründlich undersuecht, well ich zu forsch agstande bin ;-( Diä Agstellte hend also alli gmeint jo das wird nüt meh mit em Flug uf Züri! Doch dä Pascal hetts gschafft, sich zwor vor allne blamiert und gschwitzt wie en Dubel.

Also das machi nieh meh sottigi Aschlüssflüg mit nume einere Stund oder äs bizeli meh Ziit zum Umstiege, denn lieber 5 Stund wiä bim Hiflug warte 😉

Als krönende Abschluss han ichs zwor i d’Schwiiz gschafft, aber defür isch mis Gepäck mir irgendwie nid nohcho, supi, hoffe das chunnt wieder füre…

So bis bald

PS: Wiä immer wird min letschte Blog-Itrag zu dere Reis es Resumée si 😉

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zweitletzter Tag

zweitletzter Tag

Brasilien

Juli 12013

Also vo hüt hani eigentlich nüt meh viel z’verzelle, drum eifachd no es paar
Föteli vo hüt vo Balneario Camboriu…

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Äs Nationalgetränk vo sonere Frucht (hauptsach süess…):

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Strandpanorama vo Balneario Camboriu:

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Einfach „äs bizeli si…“
Juni 302013

Noch dene doch ächli strenge und nerveufriibende Reisetäg do in Brasilie, aber au schöne Erlebnis, hani für hüt mir nüt würklich was vorgnoh zum Underneh.

Also hani erschtmol lang usgschlofe, ok dä dummi Nochborshund hett mich gweckt mit sim ununterbrochene Kläffe, denn hani Z’Mörgelet und schliesslich ächli glese i minere Lektüre (Klaus Kleber).

Am Mittag sind mir drü (also ich, dä Papi und sin Kolleg us de Schwiiz) gogä fische use i d’Pampa zumene Fischteich – leider aber mit nid so grossem Erfolg. Ich als einzige han zwor en Fisch am Hooge gha, aber leider isch es eher es Fischli gsi und hans drum wieder inegworfe 😉 Es Ganze isch aber no friedlich und entspannt gsi!

Am Obig hani denn Z’Nacht koched mit dene Zuetate, wo mir vorher einesiits imene Gmüesmarkt und im Supermarkt erstande hend – Blumenkohl-Risotto…mmmhh fein!

So jetzt lugeged mir denn no das wichtige Fuessball-Endspiel zwüsched Spanien und Brasilien, also ich bin für Spanien 😉 mol luege wer gwünnt?

Hüt morge hani eigentlich mol churz no d’Idee gha südlich vo Florianopolis (ca. 140 km vo do) a de Küste uf „Wahle Watching“ z’goh, d’Johresziit wäri eigentlich grad perfekt, doch so wiit nomol fahre, wenn mer nid sicher isch öp es Erspähe würklich klappet, ich weiss nid, wohl eher nid.

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Ohje meine CO2-Bilanz
Juni 302013

Hüt hani mol wieder ächli usgschlofe, denn öpis Speziells hani für hüt nöd vorgseh. Es Wätter dusse hett au eher iglade zum nochli km warme Bett z’bliebe – strömende Rege, wieder emol 😉

Uf diä halbi Zehni bini denn aber doch ufgstande, aber au nume well es Früehstückbuffet nume bis am Zehni öpis offeriert. Han jetzt endlich dä Brotufstrich gfunde do, isch jo klar gsie was, hett ich jo sölle wüsse und zwor „Dulche de Leche“ (brännti Kondensmilch) – uu süess, aber mega fein, muess nochli Proviant devo mitheineh!

Nochem Z’Morge hani denn gmüetlich all mini Sache wieder in Rucksack packt und han denn usem Hotel uchecked (han no was us de Minibar müesse zahle (jo klar nume zwei Wasser), aber hani kein einzige Reais meh gha nume no argentinischi Pesos – hend sie zum Glück au gnoh). Wells immer no mega fescht grägneg hett, hani mi entschlosse nid dä Bus sondern es tüürere Taxi zum Aeroporto (also zerscht eigentlich zum Bankomat) z’neh (ok, isch immer no viel billiger als bi üs für rund 20 km hani 25.- CHF zahlt).

Det acho hani wieder emol ächli müesse warte, han mi probiert elektronisch ichecke, hett nid würklich funktioniert, han ächli Lüüt beobachtet (hani wieder Lüüt vo mim Parkbsuech troffe), Musig glosst und ächli was gesse (ok, nid würklich was Schlaus, hett jo nüt gha…).

Dä Flug isch riibigslos vo statte gange, d’Landig isch zwor ächli ruppig gsi wegem schlechte Wetter. Ok, es chan jo no schlechter, denn bim Usstiege, woni mit em Bus zum Busbahnhof gfahre bin hetts gwitteret und gregnet wiä diä Sau – bin bim churze Spaziergang (ok bin eher grennt) vo de Bushaltistell bis zum Busbahnhof nass worde wie verrukt.

Hand denn mis Billet zrugg uf Balneario Camboriu gholt und denn no was z’wüsched Zähn gsuecht – irgendei Pastete i de Folie hett mir d’Verchäuferi i de Mikro heiss gmacht – han eifach bim Bstelle gseit „sem carne“ oder so und das isch alles Fleischloses gsi, wo sie gha hett.

Han mi denn im Bushof anegsetzt und unbewusst fascht direkt in Übernachtigsplatz vonere obachlose Familie, wo dörte glaubs lebed und versuechet mit ihrem Verchauf vo Strohtäschene über d’Rundene z’cho. Dä jungi Bueb hett imene starch mit Eselohre ledierte Schuelbuech wiä wild umenand blätteret, es chline Meitli hett versuecht ihres Schwöchsterli z’tröste und d’Grossmueter hett ali Chörb gstaplet und diä Bode mitemene T-Shirt putzt. Als dä Bueb öpis in Chübel go werfe isch, isch er ächli noch ane tussyhafti Frau anecho – hei hett diä aber abschätzig reagiert (jo nid dreckig werde…!). Also diä Situation hett mir wieder fascht es Herz zerrisse, han dene unbedingt irgendwie welle helfe, doch wie? Hett ihne fascht Geld geh, oder sölli doch en Chrob abchaufe (denn das isch jo ihres Geldverdiene), aber was sölli mit so eim? Sölli öpis z’Esse poschte? Ich bin fascht vergitzlet han unbedingt welle, dass es ihne dur mis Handle irgendwie besser goht – doch ich bi schlicht und eifach hilflos gsi i dere Situation! Isch das es scheiss Gfühl, mir gohts so guet und diä Chinde hend bestimmt kei gueti Zuekunft vor sich, doch wie chani das ändere, wer muess das ändere dä Staat, wieso isch es überhaupt eso, dass es das git! Mann, das nervt…! Also wem sowas chalt loht dä hett eifach keis Herz. Diä Familie isch genau eso es Biispiel, wie mir im letschte Herbstsemester i dä Vorlesig „Entwicklungshilfe“ besproche händ und d’Lösige für sones Armuetsproblem gseh Sache vor wie: Empowerment vo dä Fraue, Bildung für Kinder, Mikrokredite für KMU-Bildung usw. – jo das tönt jo alles guet und macht Sinn, doch wie chan mer demit konkret bi dere Famile emol afange demit ihres Lebe z’verbessere? Z’erscht müend sottig Lüüt emol als arm „registriert“ werde und denn müend Organisatione tätig werde. Oh Mann das isch alles nid eifach, aber mir müend was mache…grrr!

Sorry, bin jetzt grad ächli inen Schriibwahn inecho, aber emfinde das halt als Wichtig und hani drum vilk Gedanke drübergmacht während dä Busfahrt noch Camboriu. Leider isch es eso, dass mer ganz schnell wieder söttigi arme Mensche vergisst, wenn mer inere sone riiche Gsellschaft, wiä i dä Schwiiz lebt, aber nichts desto trotz motiviert mich sowas no meh, nochhaltig, fair und bewusst i mim Alltag z’handle und vorallem mini Mitmensche au demit z’konfrontiere, damit au sie afanget drübernoh z’denke und dementspreched z’handle.

So jetzt aber gnueg vo dem ernste Thema.

Eigentlich hani aber suscht gar nüt meh viel vo hüt z’verzelle und wasi so no i dä letschte Täg do in Brasilien undneh, weisi nonig, glaub aber nümme viel, mol luege…

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„Don’t cry for my Argentina“
Juni 292013

Um diä halbi Nüni bini hüt am Z’Mörgele gsi und han mi vom Hotelbuffet für dä Tag gstärcht und scho isch es denn au losgange ich bin z’Fuess zu enere Bushaltistell und han ghoffz, dass döte dä Bus mit dä Ufschrift „Puerto Iguazu“ ahaltet. Well aber noch rund 20 Minute immer nonig eso passit isch bini langsam wieder ächli unsicher worde und han drum en ältere Herr, wo grad nebenddra mit emene Umbau beschäftiget gsi isch gfrooget (hei chan isch scho guet Protugiesisch!) und er hett mir denn versicheret, dass do dä Bus noch Argentinien(jo ihr ghöret recht scho mis zweite südamerikanische Land isch fällig!) würklich verbi sötti cho und tatsächlich churz drufabe hani denn dä Bus au chönne bestiege.

So no was Allgemeins zum Bus fahre do, also es isch scho chli anders al bi üs, erschtens sind diä Gfährt do sehr sporadisch in Stand ghalte, dä ruppig Fahrstil (au dank vielne künstliche Bodenwelle) understricht es Fahrgfühl no zuesätzlich. Denn isch es Zahle mängsmol sehr irritierend, entweder nimmt dä Fahrer direkt Geld (wie viel weiss i au nie würklich, ich strecke amigs eifach öpis ane…) a oder suscht diä Person bim Drehchürz, welles mer passiere muess (wieso au immer?). Grosse Vorteil aber drin lieht, dass er fascht wien es privats Taxi agiert, denn usstiege chan mer eigentlich, wo mer will, mer muess es em Fahrer eifach irgendwie bibringe – sogar ich han das hüt gschafft 😉

Noch rund 20 Minute Fahrt simmer denn zumene Zoll cho, ok also bim brasilianische Zoll muessi nüt mache, aber bim argentinische Zoll hemmer denn alli use müesse und ins Gebäude ine um denn döte en Ireisestempel in Pass z’becho – han natürlich es ganze Prozedere nid genau kennt und bin wieder echli hilflos gsi, aber en nette junge Maa us Argentinie (Fabian) hett mir denn gholfe – er isch IT-Spezialist und chan guet Englisch, er segi jetzt au grad ächli am Umenandreisle (händ mitenand nochli gschaflet, denn er hett au echli voorigi Ziit gha….). Es nöchste Problemlo isch denn es Geld gsi, denn anders Land bedütet au anderi Währig – supi han natürlich nume Reais gha, en Teil hett mir denn dä Fabian gwechslet (wiess eignentlich nie wieso diä Lüüt ammigs so scharf sind under dä Hand z’wechsle – also dä Wechselkurs (han dä aktuelli Kurs im iPhone noglueget) isch supi gsi und Falschgeld isch es glaubs au nid gsi 😉

Denn hani mi Verabschiedet und bin mitemene ander Bus wiiter zu dä Wasserfäll, aber wie gseit das mol vo de argentinische Siite her – sind vo dere Siite also no idrücklicher gsi! Es Fotographiere mit em Stativ isch aber no schwieriger gsi als geschter, es hett mega viel Lüüt gha (wett gar nid wüsse wie das i dä Hauptsaison isch) und diä Steg sind amigs sehr schmal gsi. Trotzdem sind mir glaubs es paar schöni Schnappschüss glunge, sogar d’Sunne (und schwüel isch es hüt aber gsi…schwitz!) hett mir en Regeboge anezauberet.

Um diä Vieri bini denn wieder zrugg – es ganze Prozedere mit Bus, Umstiegem, Zoll usw. nomol eifach umgekehrt 😉 und bin so um diä Sechsi wieder im Hotel acho.

Jetzt no was bezüglich Uffalle als Tourist und Fremde; eigentlich chan mer meine mer würdi nid uffalle ufgrund vom do au Vorherrschende Phänotyp, aber ich glaube entweder Chleider, Schueh oder Rucksack und Stativ errotet amigs eim…aber ich bin au scho hüfig uf Spanisch oder Portugiesisch agsproche worde 😉

So morn goht wieder zrugg zum Papi noch Balneario Camboriu…

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Grenzbrücke Brasilien – Argentinien:

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Iguazu Wasserfälle
Juni 282013

So ich han diä Nacht i dem bescheidene Hostel überstande, aber gmüetlich isch anders – z’erscht isch es no lang luut gsi vo de Reception her, denn isch es recht chüel und fuecht gsi im Zimmer und en komische Gstank hetts au gha. Drum hani mi denn churzerhand entschiede es Hostel z’verloh, bin somit ufgstande han churz dä Chopf abegwäsche, han mi agleit, mini Sache wieder packt und bi denn a d’Reception gogä 1 Nachz z’zahle (dä Z’Morge hani sogar au no wegloh, obwohl er inbegriffe gsi wäri…).

Denn bini a d’Hauptstross gwanderet und han anere Bushaltistell uf dä Bus mit dä Ufschrift “Aeroporto/Parc National” gwaret, wo mich an Igang vom brasilianische Nationalpark mit dä Wasserfäll bringe hetti sölle. Doch irgendwie hett sich denn doch müesse usestelle, dass ich wieder emol am falsche Ort stand, denn do chämi min gwünschte Bus nid verbi, ich müessi wiiter vorne warte anere andere Haltistell.

Au dörte hani recht lang müesse warte, hetti scho fascht d’Hoffnig ufgeh gha, aber es hett denn doch no klappet und ich bin so noch rund 15 km an Igangsbereich vom Nationalpark cho. Dörte hani es Billet glöst und bin denn mit mim immer no ganze Gepäck inen Shuttlebus gstiege, ich han nämlich es Hotel gfunde im Lonely Planet, wo direkt im NP sötti liege und eigentlich no bezahlbar si sötti. Ok wieder emol zu früeh gfreut, zwor hanis gfunde, doch dä gueti Maa vo de Reception hett mir do ä so grossi Zahl ufs Zetteli gschribä, dass i gschockt dä Rückzug atrette han! Zu mim Verdruss hani so natürlich wieder zrugg zum Igangsbereich goh, denn nume döti chani mis grosse Gepäck ischlüsse…jo guet jetzt hani doch scho fascht wieder 1 Stund mit nume organisiere verloore

Nichts desto trotz hani denn aber doch no chönne diä vielzählige Wasserfäll gogä bestuune und vor allem fotografiere. Ich han ä chlini Wanderig entlang em Fluss Iguazu gmacht und immer wieder ghalte um diä andere Lüüt mit mim Fotistativ z’bedränge Jo nume eso gits schöni Föteli, gell Christian! Also gegä diä Iguazu-Wasserfäll chan üsen Rhyfall scho chli abstinke, aber immer hin hett er es süberi Wasser. Isch no luschtig gsi, han es Päärli, woni geschter mitene uf sä Staudamm-Tour gsi bin, scho wieder atroffe bi dä Wasserfäll

Ah jo no es Wort zum hüttige Wetter; es isch also viel besser gsi als diä letschte verregnete Täg do und d’Sunne hetts sogar au mängsmol gschafft hinder de Wulche vürezgügsle. So macht das Ganze doch viel meh Spass und alles gseht wieder ächli gmüetlicher us (au d’Stadt do). Han mir glaubs würklich diä falschi Joohresziit usgsuecht für mini Reis in Anbetracht em bisherige Wetterglück, doch ein Vorteil hetts au – es hett viel weniger (und vorallem nume iheimischi) Touriste!

So um diä 16.00 Uhr hani denn wieder dä Rückweg atrette, han aber immer nonig gwüsst wo i jetzt söll denn übernachte, z’erscht hani denkt villicht sölli imene Hotelbunker a dere Durchgangsstross zwüsched em NP und dä Stadt Foz do Iguazu ichecke, denn hani dä Vorteil, dass i nöcher bi dä Wasserfäll wäre (au für morn nomol) und au no nöcher bim Flughafe. Han mi denn aber doch spontan umentschlosse und bin zrugg i d’Stadt mit em Bus und denn bini zum Hotel, woni eigentlich z’erscht han usgsuecht us em Reiseführer (aber doch nid gnoh, wells z’wiit weg vom Busbahnhof isch, wo d’Büs zum NP abfahred) – und siehste, diä erschti Wahl isch doch immer die Besti! Es Hotel isch recht ok und dä Priis stimmt au, vorallem well er fascht halb so hoch isch wie i dä Hochsaison.

So jetzt isch dä Pascal wieder ächli beruhigt und z’friedener, han es warmi Duschi gnoh und bin denn fett gogä Z’Nacht esse (han jo immerhin dä ganzi Tag nume es paar Chrömli gha) – lokale Fisch mit Gmüesriis.

Und jetzt bini ächli am Surfe durs Internet und am Blog schriibe i mim warme (mer chans heize mit dä AC) Hotelzimmer.

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Wohlfühlatmosphäre?
Juni 272013

Also ich han diä Nacht im Bus überstande, es isch en zweistöckige moderne Bus gsi und ich han denkt ich chönni i dene Sitz guet pfuuse, doch do hani leider d’Rechnig ohni d’brasilianische Strosse is Landesinnere gmacht – so was vo kurfig, fasch wie imene Computerspiili.

Han also nur grad rund 1 Stund chönne d’Auge schlüsse und bin dementsprechend sehr müed und scho recht gnervt do in Iguazu mit au no Verspötig acho…grrrr. Han nume no welle go tusche und go schloofe, drum bini schnurstracks is nöchste Taxi igstiege und zumene Hostel us em Reiseführer grast. Oh nei hend die mir es sch… Zimmer adrüllet, so was vo unpersönlich und chalt, ich han zwor zuegseit, han denn aber nochem Dusche eigentlich wieder mini Sache packe und in ä anderi Underkunft goh. Doch a dä Rezeption hends mich denn nomol überschnorret mitenene andere Zimmer nöchher bide Reception – ok isch ächli besser, aber immer nonig eso guet zum sich nur au irgendwie wohl chönne z’fühle. Oh, Mann wieso gits do kei Ort mit Wohlfühlcharakter, wien es Kafi oder Hotelzimmer so wie bi üs?

Nochdem Hin und her mit em Hostel bini denn gnervt wiiter zum was i de Stadt z’sueche zum Verpflege – bin schliesslich wieder amene Buffet zum Selberbediene glandet.

Am Mittag hani mi denn mit em Stadtbus zum grösste Staudamm vo se Welt gmacht und han dört ä Führig gnosse – endlich mol wieder was konsumiere ohni selber organisiere. Es isch schlussendlich ä mega Propaganda-Verastaltig gsi für das Bauprojekt und hett jeglichi Kritik betreffend Umweltuswirkige vo sich gwiise. Aber trotzdem isch d’Dimension vo dem Bauwerk scho recht idrücklich gsi.

Zum au no diä gegnerischi Siite zu dem Thema z’ghöre bini denn no churz vo Schlüssig is Eco-Museum und dette isch denn würklich diä anderi Siite vo de Medaille zeiget worde – aber niemols mit dere Wehemenz und dere Ufmachig wie vorher bim Staudamm selber,
jo do gseht mer wol wer meh Budget für Marketingzwecke becho hett 😉

Mit emene Bus bini denn wieder zrugg is Hostel – hei so blöd wenn mer mit em GPS uf em iPhone muess Bus fahre, dass mer weiss öbs i diä richtig Richtig goht (han scho fascht Angscht gha ich lande denn jetzt in Paraguay).

So mol luege wien ich do i mim Hostelzimmer schloofe, hoffe morn isch es denn besser Wetter, denn ich will endlich zu dene Wasserfäll do!

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Doch noch Charme…
Juni 252013

Um diä Siebni am Morge hett mich mis iPhone us em Schlof gholt,
ok so super tüüf uns guet hani diä Nacht eh nid pfuuset 🙁 Denn hani min Rucksack wieder mit allne siebe Sache packt und bin denn a d’Lobby abe und han döte mis Gepäck abgeh und bin denn gogä Z’Mörgele.

Uf diä Achti bini denn mit mim Tagesrucksack zum „Rodoferroviaria“ (Bahnhof vo dä Eisenbahn) und fascht pünktlich isch dä nostalgisch Touristezug abgfahre – das Ganze isch vonere Diesellok zoge worde und mir hend es Durchschnittstempo vo ungefähr 10 km/h erreicht.

So simmer denn us dä Stadt tuckeret und langsam aber sicher simmer denn in tüüfe Urwald (atlantischer Regenwald) cho und denn isch es au steil über Brugge, Viadukt und engi Kurve abe Richtig mehr gange. Also d’Landschaft isch recht beidruckend gsi, mega dichti grüeni Wälder mit vereinzelte Nebelfetze drin!

Noch rund 4h Fahrt isch es Ziel denn erreicht worde – ä Ortschaft namens Morretes. Doch was sölli nu um himmelswille do rund 3h mache bis mis Zügli mich um 15.00 Uhr wieder zrugg uf Curitiba bringt? Also min Plan isch gsi en Markt mit Frücht z’finde (schliesslich isch das Gebiet anschiinend berüehmt für ihren Bananeabau). Gfunde hani leider nume en Art Supermarkt, aber es hett trotzdem feini Banane geh – eigentlich sött mer würklich nume im Abauland sottigi Frücht esse, diä sind do dä Hammer!

Denn hani no es Resti gsuecht, well i doch no was Warms han welle in min Buuch z’becho, glandet bini inere Art Mensa, wo mer vom Buffet selber uswähle chan – isch eh so am beschte denn laufi weniger Gfohr Fleisch müesse z’ässe.

So jetzt hani immer no guet 2 Stund gha und bin denn ächli umespaziert und plötzlich hetts mir fascht was geh, ich bin überwältigt gsi vo dem historische Kern vo dem Dörfli – Hammer, mega schöni alti und verwilderti Gebäude, unglaublich schöni Vegetation mit Palme und nebelbehangeni Regenwaldberge! OK, ICH NIMME ALLES ZRUGG WASI SO WEGE FEHLENDEM CHARME UND SI GSEIT HAN! Demfall isch mini Theorie gar nid eso falsch gsi, früehner als Brazil ä portugisischi Kolonie gsi isch hend sich do sehr schöni Ortschafte entwicklet, aber leider isch das Ganze ächli undergange und sie hend müesse dä Megacities mit Wulchechratzer (wie Balneario Camoriu od. Florianopolis) wiiche.

Also ich würd mich demfall viel eher inere sottige altertümliche Ortschaft niederloh, als inere Megastadt.

Pünktlich isch denn Rückfahrt noch Curitiba gstartet und ich han nomol mit no wenigere andere Fahrgäscht als vorher dä Usblick gnüsse. Anschiinend muess mer aber im Summer sogar Sitzplätz reserviere – ok es isch jo jetzz voll Nebedsaison!

So jetzt sitze wieder emol am Busbahnhof und warte uf min nöchste Bus und zwor folgt jetzt denn ä Nachtfahrt noch Iguazu, han eigentlich nid eso Luscht druf, hoffe es klappet alles guet!

Bis morn…

PS: Jetzt hani fascht drü Stunde am Busbahnhof gwartet uf min Nachtbus noch Iguazu und dette hett mer sehr viel Lüüt und ihres Tue chönne beobachte – isch scho krass au drü Lüüt hend bettlet, ich han ihne denn jewiils was zum Esse geh, diä einti Jugendlich hett mis troche Broot richtiggehend verschlunge – oh Mann wieso hend nid alli Mensche uf dere Erde Welt wenigstens gnueg zum Esse, das chas doch nid si –
das Ganze hett mi wieder emol sehr nochdänklich gmacht und sehr truurig 🙁

PPS: Was mir do no ufgfalle isch bi de Lüüt, anschiinends sinds üsem Ziitgeist es paar Johr hinnedrii – das zeigt sich a dem, dass Gartenhaag als Zahnspannge und Rollbretter immer no vol IN sind…

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Mich ziehts weiter…
Juni 242013

Vor em Ischlofe gescht Obig hani mir nochli Gedanke gmacht wie ich jetzt söll wiiterferfahre mit minere Entdeckigstour do in Brasilie, mit Hilf vom Reiseführer, hani mi denn entschiede, dass ich nordwärts Richtig Äquator reisle wird und zwor noch Curitiba.

Vo dere Stadt us wird ich denn am Ziischtig mit em Zug (jo es git do no ganz wenigi Isäbahnverbindige und als Zugfanatiker muess ich diä natürlich au nütze!) dur ä schöni Landschaft mit Schluchte, Wälder und Meer zunere chline Ortschaft namens Morretes und denn wieder zrugg noch Curitiba. Leider isch dä Wetterbricht für morn nid gad so super (Dauerregen & Gewitter), aber villicht hett diä Landschaft i dem Wetter jo au was Speziells für sich – bin gspannt.

Also jetzt aber zrugg zu dem wasi hüt gmacht han, eigentlich nid eso viel Spannends, bin mit em Bus in 4h do noch Curitiba gfahre, han denn es Zugbillet retour glöst (han sogar en Spezialpriis becho, well es isch do jetztz also würlich voll Nebedsaison), han denn es Busbillet für zu de Iguazu-Wasserfäll glöst (isch ä Nachtfahrt vo 10 Stunde) und denn hani es vorher us em Reiseführer usegsuechte Hotel gsuecht – super underdesse isch es äs Ibis Budget Hotel worde drus, egal hauptsach äs troches und warms Plätzli zum Übernachte.

Welli hüt no nüt würklich gesse han (usserd Z’Morge), hani denn no was müesse uf dä Stross gogä sueche – bin fascht verzvieflet bi minere Suechi, schlussendlich hani denn durchnässt vo dem Rege do no en gschide Supermarkt gfunde und bin denn zrugg is Hotelzimmer gogä ässe…

Well ich nid eso Luscht han (und vorallem ächli Schiss vo dene Nachtfahrte mit dä Büss), hani denn halt no en Retourflug vo Iguazu noch Curitiba im Internet (han do im Hotel emol aständigs Internet becho…) buechet, dass i denn nume nomol diä gliichi Busfahrt wiä hür zrugg zum Papi noch Balneario Camboriu neh muess 😉

So jetzt sitzi i mim Hotelbett und luege denn nochher ächli dütsches Fernseh uf mim iPad – dank Zattoo App und VPN vo de Uni Züri ;-), aber ich denke ich gang gli go schlofe, min Zug morn fahrt scho um 8.15 Uhr ab.

So bis bald…

Rodoviario in Balneario Camboriu:

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Nassi Strosse vo Curitiba:

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Min feine Z’Nacht & SF Tagesschau uf em iPad 😉

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Festland oder Insel?
Juni 232013

Uff, han ich diä Nacht gfroore, muess glaubs no meg Deckene neh, brrrr…han aber trotzdem bis kurz vor dä Nüni gschlofe.

Nochemene churze Z’morge bini denn vom Papi mit em Auto zum
Rodoviaria (Busbahnhof) brocht worde und han denn perfekt direkt ohni Warte en Bus noch Florianopolis verwütscht. Noch rund 1h Fahrziit bini denn au scho acho und denn hani erscht emol versuecht mich z’orientiere…

Ok, irgendwie hetts nid würklich welle klappe, mis Ziel isch eigentlich d’Altstadt gsi, ich han denkt diä lieht sicher uf em Festland und nid uf dä Insle, drum hani en Fuessweg über eini vo dene beidne Brugge gsuecht. Dä erschti Versuech mit dä nümme befahrene alte Brugg hett isch nid erfolgrich gsi – es hett kein Fuessweg gha.

Denn halt zrugg zur Autobahn-Brugg, aha döte isch dä Ufgang zum Fuesweg über d’Brugg. Denne uf em Festland acho, hett aber irgendwas immer nonig gstumme mit dä Landcharte und dä Umgebig. Oh nei ich glaubs jo nid ich hetti gar nid müesse ufs Festland, dä Stadtkern lieht tatsächlich uf dä Inselzunge – hei wiä unlogisch!

Noch rund 2h Irrlauf bini denn döte anecho, doch es nöchsti Problem wartet scho – menscheleeri Strosse und gschlosseni Gschäfter – hei Papi du hesch doch gseit diä händ do in Brasilie au am Sunntig offe… 🙁

Ok jetzt hani langsam Hunger (isch jo scho fascht 13.00 Uhr) und wiit und breit kei Verpflegigsmöglichkeit, was sölli jetzt mache? Also ich han denn eifach es nöchsti Taxi gnoh und dem Fahrer erklärt, dass ich was esse möchti. Noch rund 20 Minute Fahrt wiiter is Insleinnere und a diä anderi Küste simmer denn irgendwo acho – es hett uf jedefall mega viel Lüüt und Verchehr gha und d’Restis sind offe und voll gsi. Ich han denn schlussendlich imene Fischrestaurant gässe – mega fein gsi. Dä Taxifahrer hett uf mich gwartet, damit ich wieder irgendwie zrugg zum Busbahnhof chume, er hett drum grad au mit mir Z’Mittaggesse.

Ok, han glaubs für das Ganze do recht viel Geld usgeh, aber defür was erlebt und was Feins in Buuch becho 😉

Uf em Zruggweg simmer denn en ganz andere Weg gfahre, nid wie vorher über d’Hauptstroos, sondern Schliichwegli über übelst steili Hügeli (döte wo glaubs diä arme Lüüt lebet, alles sehr Dunkelhüütigi). Ich glaubs das hett draglege, dass mir uf em Rückweg en Fixpriis abgmacht hend und nid d‘ Taxiuhr benutzt hend.

So denn bini nochli imene chliine Park do i dä Altstadt uf es Bänkli ghöcklet und han gwartet. Hett aber ächli es paar komischi Gstalte do gha, drum bini denn schliesslich zum Busbahnhof. Han denn glaubs sogar no en Verfolger gha uf em Weg, zum Glück bini bald bim Bahnhofgebäude mit andere Lüüt gsi und er isch denn erschwunde.

So jetzt hani no zwei Sache, woni wett loswärde, es erschte isch, dass d’Brasilianer immer zum „ok“ säge immer dä Duume noch obe zeiget, so luschtig, das Ganze muetet recht schrääg a.

Es andere isch, dass ich bis jetzt vom Sightseeing ächli enttüscht bin, han bis jetzt sehr wenigi Föteli gmacht, es gfallt mir leider nid eso mega. Irgendwie fählt dä Charme und d’Ästetik, irgendwie isch das Ganze do nid eso fescht vonere eidütige Kultur gformt und prägt worde. Ich weiss nid wora das lieht, villicht isch eifach Brasilien als Schwelleland uf em Weg zur Moderni und es Urtümliche isch irgendwie uf dä Stecki debi bliibe. Ich weiss es nid recht, einersiits isch es schwierig z’beschriibe was mir fählt, dass ich nid eso recht ä Begeisterig für das Land chan entwickle, a dä Luüt alerdings chans nid lige, diä sind würklich mega fründlich und ufgschlosse. Anderersiits weiss ich ebe au nid wieso das ebe eso isch. Villicht isch mir dä Lebensstil do eifach zu wenig „anders“ als bi üs und drum nid eso interessant, villicht hani mi im Vornherein eifach z’wenig informiert oder bi mit z’viel Vorurteil und Vorbehalt do ane, oder villicht bini eifach vo mine bisherige Reise anders prägt worde, oder…

Mol luege, wiä sich das Gfühl do wiiter entwicklet 😉

Was morn eso planet isch weiss ich nonig recht, isch leider glaubs wieder Regewetter 🙁

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Mis gfundene Fisch-Restaurant:

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Hüt isch dä Papi min Reiseführer gsi – sin Uftrag mir „sini“ Stadt do in Brasilien z’zeige.

Z’erscht simmer uf dä Hügel zu dä Jesus-Statue (wiä diä in Rio, nume ächli chlinner…), doch blöderwiis sinds die grad am Renoviere gsi (ok glaubs sie sind scho sit einige Mönet dra) und drum isch alles gsperrt gsi, supi ;-(

Denn isch es witer gange zur Küste und an Strand, also d’Naturlandschaft (dichte Urwald, Sandstrand und blauus Meer), wäri scho mega schön, doch es isch do alles leider chrüz und quer verbaut worde.

Denn bini allei no mit enere Seilbahn uf en wiitere Hügel und han vo dete ä super Ussicht uf diä ganzi Stadt gha – krass irgendwie wirkt das ganze nid eso harmonisch (1. Meer, 2. Strand, 3. Hochhüserwand, 4. Wohnhuüser & 5. Urwald). Dobe uf em Hügel hetts au en en Wanderwegsteg gha dur dä Urwald, scho mega grüene dichte Wald (inkl. Bäum mit Schmarotzerpflanze, wie i dä Vegetationsgeographie a de Uni glernt).

Denn bini denne wieder mit em Bähnli und es isch ab zum Z’Mittag gange.

Gegä spoote Mittag bini mit em Papi uf en Flohmarkt und mir hend üs zwei Fischerruete kauft und sind denn an Hafe gogä dä Hooge uszrüehre (uff han gar nümme eso recht gwüsst wies so funktioniert, scho lang her zum letschte mol), doch mir sind nid eso erfolgriich gsi, wie üsi barasilianische Fischerkollege und sind somit ohni „Barracuda“ hei.

Wegem Geld und dä Priise do isch es recht eifach zum dä Überblick z’bhalte und zwor spielt dä Faktor 2 ä grossi Rolle debi – mer muess eifach d’Priise verdopple und denn isch mer uf em schwiizer Niveau und es Geld muess mer wertmässig ebefalls dur 2 rechne….

Kulinarisch hani bis jetzt nonig eso grossi Höhenflüg erlebt (verbrennti Fertigpizza, selbergmachte Flammechueche mit brasilianischem Backpapier wo dra hafte bliibe isch bim Bache, trochene Riis im Restaurant & unriifi Mango (hä wachsed denn die nid do…?)), hoffe ich chan do nochli wettmache in dä nöchste Ziit.

Wasi wege dä Lüüt do no bemerkt han isch, dass sie vom Phänotyp her z.T. zu verwechsle äbnlich usgsehnd wie en Europäer, ich glaub das isch au dä Grund wieso ich immer uf Portugisisch aquatscht wird. Denebed gits aber au Lüüt, wo offensichtlich südländisch usgsehnd.

So morn gangi wohrschiinlich uf Florianopolis (detä bini am Mittwuch mit em Flüger glandet), well ich muess glaubs es trochene Wetter usnutze, diä ganzi nöchst Wuche isch wieder Duurrege agseit.

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Regen, Regen in Blumenau
Juni 212013

So nochdem ich endlich wieder emol ä Nacht i dä Waagerechti han chönne verbringe, bini wieder ächli usgruehter. Doch leider hett mir hüt Morge dä Blick us em Fenster ächli d’Stimmig verdorbe – Wulcheverhangene Himmel und dicki Regetropfe dezuä!

Han aber glich entschlosse en Tagesusflug z’mache und zwor zu de Ortschaft „Blumenau“. Diä Stadt isch vomene dütsche Uswanderer gründet worde und es hett do somit no einigi kulturelli Traditione, wo no immer bestönd (ich han do Chueche gässe imene Cafehaus, bin uf Dütsch bedient worde, han dütschi Originalrelikvie im Museum gseh und han dütschi Fachwerkhüser bestuunet…).

Also als Fazit vo dem Tag isch so – es Wetter isch glich sch… wie amigs bi üs dihei, d’Infrastruktur und d’Hüüser passet amig vom Stil her überhaupt nid zämä (hend denn diä do gar kein Gschmack!), defür isch d’Hilfsbereitschaft und d’Fründlichkeit vo de Lüüt sehr gross (bin sogar vo dä Museumsleiterin (sie hett anschiinend sogar schwiizer Wurzle – Familiename: Wydegger) zum Taxistand begleitet worde!). Was i aber betreffend dene Iheimische do no recht schräg finde, isch dass sie sehr ruhig und gelasse wirked – sie entspreched gar nid em Klischee vo dä vollbluet Latinos (Samba und so…), ok villicht sind sie jo nume under Fründe und Familie eso heiter und luut. Ich persönlich finds so sowieso agnehmer und sympathischer 😉

So jetzt bini grad do am Busbahnhof in Blumenau und warte uf dä Bus zrugg uf Balneario Camboriu…

Mol luege wasi mor gang gogä underneh – dä Wätterbricht verspricht Besserig 😉

PS: Uf dä Rückfahrt mit em Bus, hani ä Sitznochberin gha, es älters Fraueli, und als ich sie professionell uf Portugiesisch han welle kurz störe, welli und bedingt han müesse ufs Busklo, hend mir denn usegfunde, dass mir üs flüessend chönd underhalte und zwor uf Hochdüütsch – ihri Eltere sind vo good old Germany cho und do igwanderet. Ich no lässig gsi ächli z’spröchle, han zwor viel wo ihre ganze Lebensgschicht mitbecho, aber au Sache über das Land do erfahre!

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Es git do in Blumenau au sogar Schwiizer Verbindige:

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Brasilien in 14 Tagen
Juni 202013

So jetzt hetts dä Pascal doch au emol Richtig Westen verschlage, nid wiä suscht immer noch Osten 😉

Ich verwiile diä nöchste rund zwei Wuche in Südamerika, genauer in Brasilien. Ok, isch jo nid eso es mega ussergwöhnlichs Reiseziil, aber immer hin isch diä aktuelli Reiseziit es sehr untypisch – es isch do jetzt WINTER! (bin jo jetzt uf dä Südhalbchugle).

Ich weiss nid so recht öb ich jede Tag, was schriibä do im Blog, aber immerhin han ich mir vorgnoh, jewiils einigi Bildli mit Kommentär ufezlade.

So jetzt willi endlich gogä Pfuuse, noch dem sehr lange Nachtfluug uf Sao Paulo (4.5 Tonne CO2-Emissionen hani demit verursacht, aber natürlich kompensiert!), wo rund 12h duuret hett. Muess leider jetzt denn gli no en churze Inlandflug mache, bevor ich am Ziel (Balneario Camboriu) bin.

So bis bald…

Warten am Flughafen auf Anschlussflug in Sao Paulo:

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Wandtatoo

Wandtatoo

Schweiz

Januar 92013

So hüt hani endlich diä langersehnti Kartonrolle i dä Poscht gha…und was isch echt drin gsi, jo genau mis neui Wandtatoo!

Also es Anemach uf diä Raufasertapete isch nid grad eifach gsi, ich hoffe jetzt aber sie hebet. Ah jo no zum Motiv, was chlebet sich echt en Geograph a sini Wand? Jo klar diä ganzi grossi Wält hani jetzt i mim Zimmer 😉

Han mega Freud…under www.vinylimpression.co.uk findet mer würklich lässigi Sache!

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Das Letzte mal….
Dezember 72012

So jetzt sitze ich grad wieder emol im Schnellzug 8.09 Uhr noch Züri HB. Ok, was söll do jetzt dra speziell sie, chan mer sich frooge?

Klar das wird es letschte Mol si, dass ich dä Stundetakt wird benutze, denn ab em Sunntig isch jo Schaffhuuse verkehrstechnisch jo bald ä Agglomeration vo Züri! Neus Rollmaterial wirds denn jo glaubs au geh – leider irgendwelchi S-Bahn-änlichi Züg, findi nid eso cool… ;-(

Isch eigentlich no krass wiä lang, es jetzt schlussendlich brucht hett bis mir zwei Züg i dä Stund übercho hend. Sit dä Achziger-Johr isch es politisch jo scho es Thema gsi.

Diä ganzi Wucho scho hetts Flyer geh im Zug defür und dä Lokiführer hett jewiils dur dä Luutsprecher „Werbig“ defür gmacht. Mol luege öb i zwei Täg würklich alles rund lauft…?

So das hani jetzz eifach emol welle loswerde – do wird mer jo scho fascht nostalgisch! Pendle jo scho sit rund 4.5 Johr noch Züri….

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Apple – mein künftiger Arbeitgeber
November 142012

Ok villicht chan ich zuekünftig bim grosse Macintosh-&iPhone-Hersteller Apple gogä schaffe. Kartographe oder so hend sie sicher einigi nötig 😉 wies eso uf dem Bildi vo min Natel usgseht…

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alles nur Sand…
September 182012

Dä Samschtig hett genau eso klappet, wiä mir das eso organisiert (und zahlt) hend i üsem Reisepackage. Ussert, dass ich ächli fiebrig gsi bin und min Hals ächli wehtue hett (weiss voll nid voher das chunnt…?).

Am Morge simmer mit em Jeep 4×4 rund um diä Saharadüne (siehe Satellitenbild) gfahre und hend das ganze ächli genauer betrachtet – scho no cool, diä schöne Düne z’gseh. Es hett sogar no Live-Musig geh, das hingegä find ich immer ächli gspässig und unagnehm, chume mir immer ächli wiä im
Zoo vor ;-(

Nochem Mittag bini denn direkt ohni Z’mittag go penne,’es
isch dusse so heiss gsi und wiä gseit isch es mir nid grad supi gange.

Nochem Schloofe, so gegä diä Sechsi, isch es denn direkt i d’Wüeschti gange, und zwor das mol ökologisch mit em Dromedar. Uff schwanked diä Wüeschteschiff aber heftig,
vorallem bim abelaufe, hett mer s’Gfühl mer fallt fascht vom Höcker. Und dä Arsch tuet mer scho weh…Noch rund zwei Stunde hemmer denn üses Übernachtigscamp – Zält und Teppich – erreicht.

Während em Warte uf dä z’Nacht hemmer nochli schöni Nachthimmel mit Sterne und Milchstroos bewunderet und au probiert z’fötele, mit meh oder weniger Glück.

I dä Wüäschte wärs jo eigentlich so ruhig, wenn do nid blödi Touriste bimene andere Camp uf europäischi Disco mached. So komplett einsam i dä Wüeschti chunnt mer sich ganz chli vor…

PS: Das ewige „Tippe“ vo dä Iheimische für irgendwelchi Leistige, isch scho chli finanziell belastend 😉

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So hüt Morge hett üsen Wecker sehr früeh gschället (um diä Sechsi), well mir jo üsen Flug um 9.50 Uhr do in Casablanca müend verwütsche.

Ok churz zämägfasst isch diä Rückreis i d’Schwiiz es Desaster und Wartespiel gsi – erscht simmer in Casa 5h spöter gstartet und denn hemmer in Lissabon au no Verspötig gha uf üsem eh scho umbuechte spötere Flug noch Züri. Schliesslich simmer denn anstatt 17.10 Uhr, 23.15 Uhr i dä Schwiiz glandet ;-(

Mit em Nachtzug und Bus simmer denn sehr spoot i dä Nacht im schöne Schaffhuuse acho..

Also ich find immer je meh, dass es Sprichwort „der Kluge reist im Zuge“ mir sehr viel Wohrheit verspricht. Aber immerhin simmer wohlbehüetet wieder acho…

PS: es Resume folgt i dä nöchschte Täg, sobald ich nebed dä Schuel widär ächli zum Schribä chume!

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Casablanca – ein Hauch Globalisierung
September 142012

So jetzt sitzt ich grad i dä Abflughalle do in Casablanca und warte ufs Boarding.

Also geschter simmer jo mit em Zug am Nüni im Marrakesch abgfahre und per 1. Klass (dank Lukas) in drü Stunde noch Casablanca gfahre.

Denn isch es au grad mit em Taxi is Hotel Central vo dä Medina do gange und soglich hemmer üses Badezügs (also ich) packt und sind denn zur gröschte Moschee vom arabische Ruum g’spaziert.

Zum Strand hemmer denn widär es Taxi neh müesse. Dört acho hemmer denn im Mc Donalds Chickennuggets und Pommes Frittes gesse. Ok nid grad typisch lokales Esse, aber egal 😉

Nochher is es ab zum Sandstrand gange, ich han mich eimol in Atlantik gwogt obwohls mega Welle gha hett, dä Luki isch lieber an Land bliebe…

So gegä dä Obig zrugg im Hotel, hemmer denn nomol churzfristig üsi Underkunft gwechslet, nochdem diä vorgfundene Bett ächli gruusig usgseh hend und es im Internet Bricht vo Bettwanze i dem Hotel geh het.

Drum simmer denn churzerhand is noheglegene IBIS-Hotel und hend dört üsen letsche Obig do in Marokko verbrocht – Fernseh luege, Pizzeservice usw.

So jetzt wäred diä guet zwei Wuche do in Marokko au scho wieder verbi. Für es Fazit isch es jetzt aber nochli zfrüeh, ich muess mer Alles nomols dur dä Chopf goh loh…

Bis bald!

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Heute Nichts los…
September 132012

Also hüt hemmer nüt würklichs uf em Tagesplan gha. Drum hemmer ächli Usgspannt i üsem Riad. Einzig simmer gschwind go poschte imene Supermarkt (dä erschti Richtigi do) – ich han unbedingt Zwieback, Salzstängeli und Banane brucht. Jo ihr chönds sicher erahne ich han Durchfall – Supi….

So morn gohts mit em Zug noch Casablanca und denn am Samschtig scho wieder zrugg i d’Schwiiz!

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lieber Gold als Safran!
September 132012

Hüt Morge simmer also sehr spot us em Bett cho und hend grad no um diä Zehni, diä letschti Möglichkeit fürs Früehstück im Riad verwütscht.

Nochher simmer do i dä Medina ächli go Sightseeing mache – Moschee, Koranschule, Marrakesch-Museum und schlussendlich Photomuseum, dört hemmer denn uf dä Terasse no was Flüssigs ufgnoh (Fanta lemon für dä Lukas und es Orangina für dä Pascal).

Nochher isch üsen Plan gsi uf en Platz z’goh, wo Magier und Heiler ihri Zuetate feilbütet, doch sich i dere Medina z’orientiere isch au mit Plan beinahe unmöglich – Resultat: mir hend üs verloffe und hend müesse vo lokale Buebe Hilf in Aspruch neh und defür natürlich wieder zahle…

Uf dem Platz hemmer eigentlich eifach ächli well umeluege, wie das bi üsem Verständnis für „Lädele“ halt so isch, doch in Marrkesch chasch das vergesse. Du wirsch regelrecht zum Kauf zwunge, so hani denn au vier verschiedeni Gwürz poschtet – Ingwer, Curry, Chili und Safran. Es letschte hett sich als Stolperstei usegstellt, well das hett dä Priis dütlich noch obe triebe (2.- € / 1 g) – das wäri jo no gange, bi üs isch er jo au so tüür, aber so mit dä Ziit nochem Chauf, hani ächli googlet und bin zum Schluss cho, dass dä Safran gstreckt worde isch. Es hett zwor echti (dunkelgelb) Safranfäde dinne gha, aber über 90% sind was anderes gsi (rot). Ich han das au no wüsseschaftlich mitemene Experiment evauliert (mir hend Natronlauge – ok es isch Bicarbonat vo dä Apothek si – dezue verwendet.)

Super scho wieder verarscht worde und das isch nid es letschti mol hüt gsi (anstatt Postcharte, hani ä Massage übercho und dä Luki ä Paste für sini Fieberblootere). Mich nervt einersiits, dass ich es nid sofort merk und anderersiits, dass sie im Glaube bliibet ich merkis überhaupt nid! Mann, mir mached doch sowas mit üsne Touriste i de Schwiiz au nid…

Z’Nachtesse hetts dasmol imene richtige Touristeresti geh, das mer vorher im Reiseführer usegsuecht hend und denn direkt und schnell agstüüret hend, denn au es Uswähle vom Resti goht do nid ohni blödi Überredigstaktik vo dä Iheimische. (Ganz krass, als so schlimm hanis no niergends empfunde…).

Als Abschluss simmer denn no uf dä Platz abe, wo es abgoht – Abzockerspiili, Esse, O-Saft trinke und Musig. Hett für mich aber doch irgendwie nid eso viel Stil… Uf em Rückweg simmer denn eifach am Strooserand abgsesse und hend es Triebe beobachtet – ah jetzt weiss i wie mer Sache chan aluege ohni dass mer als Tourist zeukled wird. Supi, ich glaub das mach i morn dä ganzi Tag so…

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Busfahrt zum Kotzen…
September 122012

So also dä hüttig Tag isch relativ schnell verzellt, well er isch hauptsächlich us dorus bestande vo Tinerhir im Südoste Marokos noch Marrakesch z’cho.

Mir sind also nochemene letschte gmüetliche Z’Morge i üsem scho fascht liebgwunnene Hostel (mit em super Ping-Pong-Tisch) in Tinerhir, mit Sack und Pack uf diä halbi Eis zum
Bushof gloffe. Dört isch es doch leider nid grad wietergange, sondern dä Bus hett rund 45 min. Verspötig gha…

Während em Busfahre simmer jewiils einigi Sache ufgfalle, wo do ächli anders sind als bi üs. Dä Luki und ich hend nid chönne nebedenand sitze well dä Bus scho recht gfüllt gsi isch. Also und zwor ghört teile vo Essware zum guete Ton (ich han vo minere Nochberi Walnüss ünercho und han mi denn mit Guetsli revanchiert), wer es Natel hett (au wenn nid alli demit umgoh chönd – en alte Maa hetts nämlich bim abneh falsch ghebet) muess das au luutstarch zeige mit emene möglichst usgfallene Klingelton, denn händ diä Lüüt do regelrecht Angst vor dä Sunne (sie ziehnd immer grad dä Vorhang im Bus – und ich gseh denn nümme use…) und schliesslich lueget si amigs nume denn use sobald mer dur ä Stadt fahrt 😉

So jetzt no was zur Route vom Bus selber; also am Afang simmer schön paralell zum Atlas-Gebirge gfahre, aber alsbald isch es denn uf dasselbige ufegange und enne wieder abe. Und das hetts in sich gha, sehr kurvigi, engi Stroose und rechts isch es z.T. 300 m steil abegange – also am liebschte hett i nid useglueget, doch das hani ebe müesse und sogar noch vorne, wells mir suscht wiä Anderne ergange wär und ich inen Plastiksack hett müesse kotze!

Zum Glück simmer denn aber dennoch acho, zwor mit Verspötig aber egal – hauptsach heil. Also ich bin immer no voll fürs Zugfahre, das isch viel sicherer, bequemer und sowieso…

In Marrakesch acho, hemmer denn üs vorreservierti Riad-Underkunft (isch sones typischs Huus, wo recht luxeriös isch, findi mega schön und speziell, vorallem es Bad) gsuecht mit einige Schwierigekeite und hend scho mol es erschte mol bemerkt, dass do no dreister mit Touriste als möglichi Geldquelle umgange wird!

So gegä diä Elfi i dä Nacht hemmer no was Esse müesse sueche, uff das isch nid eifach. Uf em berüehmte Platz vo dä Medina hemmer denn ä Supe mit Brot amene Stand mit Bänk gesse (das hemmer als sichersti Variante bezüglich Hygiene empfunde…).

Au dört wird mer bedrängt, sogar körperlich, um was z’chaufe, gell Lukas, in 5 min. chunnt mer ohni Problem zumene Nastüechli-Pack, ohni sich vom Esse z’erhebe.

So jetzt bini müed…schnarchhhhhhhhhh…..

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Chillen am Morgen & Velotour am Mittag
September 102012

Supi jetzt muesi nomol dä ganzi Blogitrag schribä, irgendwie hetts en glöscht…grrrr!

Also am morge hends mir ziemlich gmüetlich gnoh – z’Morgele am Nüni und denoch Musig lose und ächli döse under em Zelt uf em Sofa. So schön chan Reise au si…

Am Mittag so gegä diä Zwei isch denn aber widär ächli Lebe ikehrt und zwor hemmer üs uf dä weg i d’Stadt gmacht zum es Velo für d’Fahrt zu dä Schlucht Todra, z’miete. Üsi erschti Alaufatell hett üs widär völlig welle abzocke, doch mir wüssed langsam wiä do dä Hase lauft, also simmer eifach witer und hend denn mit Hilf vomene Iheimische denn au es fairs Agebot becho, ok d’Stahlrösse chan mer vo dä Qualität her nid mit üsne vergliche, aber usenandfalle werdeds hoffentlich nid grad 😉

So simmer denn use ufs Land gfahre und hend diä öpä 15 km entfernti Schlucht welle erreiche. D’Strosse sind nid grad super teeret gsi und für Gegäverkehr au mängsmols recht eng, aber defür hets wenig Verkehr gha. Mir sind amigs vo Chinde rennend begleitet worde, oder mer hetts üs eifach fründlich grüesst. Glaubs das lieht dra, dass diä meischte Touriste eifach mit em Car döte hinderefahred. Ich finde mit em Velo machts aber viel meh Spass, und nid so als Pauschaltourist, gell Lukas?

So geä diä Füfi hemmer denn Schlucht au erreicht, nochdem
mir üs aber vorher fascht no verirrt hend i dä Palmerie – diä Wägli rund um d’Abauflächene vo Gmües und Getreide sind so vershlunge, unmöglich für en Tourist. Mir hend mit Hilf vonere Gruppe Chinde, denn d’Hauptstross doch widär gfunde und als Belohnig hetts Guetsli geh. Isch scho chli peinlich gsi, aber egal 😉

Ich bin denn nochli wiiter ine imd’Schlucht gfahre und han nochli gfötelet – scho mega schön diä gegäsätzlichi Landschaft zwüsched Vegetation und Öde!

So um diä Siebni simmer denn widär zrugg im Hostel gsi und hend uf diä Nüni es Z’Nacht dörfe gnüsse…

So morn Mittag gohts mit em Bus noch Marrakesch.

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von der Wüste in den Atlas
September 92012

Gastblogeintrag von Lukas Wunderlin:
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Heute morgen wurden wir schon um 5.30 Uhr geweckt und dann ging es auch sofort auf den Dromedaren zurück Richtung Merzouga. Durch die Dunkelheit am Anfang, war das wieder eine ganz spezielle Erfahrung. Als es anfing zu tagen, ging es auf eine Düne (ziemliche Anstrengung am frühen Morgen), um den Sonnenaufgang zu sehen.

Zurück im Hotel wurde es dann wieder hektisch, da wir den 8 Uhr Bus erwischen wollten. Der Hotelbesitzer fuhr uns zur Bushaltestation, wo wir ein Ticket Richtung Marrakesch kaufen wollten. Da der Bus schon ziemlich belegt war, bekamen wir nur ein Ticket bis maximal Tinerhir. Also entschieden wir uns spontan bis dorthin zu fahren, da es dort laut Reiseführer eine hübsche Schlucht und Palmerie haben soll.
In Tinerhir wurden wir an der Bushaltestelle abgeholt (hat Pascal während der Busfahrt telefonisch arrangiert) und es ging zu einem gemütlichen Guesthouse.
Da es nun schon Nachmittags war wollten wir etwas essen gehen; also liefen wir kurzerhand zu einem Platz im Zentrum, wo wir uns dann hinsetzten. Dort wurden wir gefragt, was wir denn gerne möchten. Es wird hauptsächlich Fleisch (irgendwelche Spiessli) angeboten und es gestaltet sich nicht immer einfach für Pascal den Leuten zu erklären, dass er Vegi ist. Irgendwie haben wir uns auf Reis mit Gemüse geeinigt, aufgetischt bekamen wir dann Reis mit Herdöpfel und vermutlich Safran (nicht gerade ein kulinarischer Höhepunkt).
Gegen Abend gingen wir noch etwas in der Palmerie spazieren – traumhaft schön mit Palmen, Feldern und im Hintergrund die Berge mit Lehmhäusern (leider wird die ganze Atmosphäre wieder durch den überall präsenten Abfall gestört).
Am Abend gab es dann Znacht im Guesthouse, Couscous mit Gemüse für Pascal und Spaghetti mit selbstgemachter Bolognese-Sauce (Mmh, isch mega fein gsi – seit dä Pascal).

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ab in die Wüste
September 72012

Nochem letschte z’Morge i üsem Guesthouse in Fes, isch es denn mit em „grand taxi“ noch Süde gange. Üsen erschte Halt isch binere Tankstell gsi, dört hemmer denn au üsi Wasservorrät ufgfüllt.

Während dä Fahrt hemmer immer wider mol churz am Strooserand aghalte und so es paar Föteli vo dä Landschaft knipse. Z’Mittag hemmer denn imene Art Imbiss imene chlinere Dorf ignoh – Tagine natürlich. Dört isch e Bekanntschaft zumene dütschsprechende Iheimisch entstande, er hett denn üses wiiteri „Programm“ mit em Taxifahrer besproche, well er eigentlich nume Arabisch hett chönne. Äs Verhandle um dä Priis für diä „zuäsätzlich“ Leistig hett natürlich au widär dezueghört, obwohl es eigentlich inbegriffe hetti sölle si i üsem Package. Bin langsam richtig guet im Handle – sogar Naturalien sind zur Sproch cho…

Üsen erschti verabredeti Halt isch denn inere Schlucht gsi, doch das z’finde hett sich schwierig usegstellt, dä Taxifahrer hett nume ä wagi Ahnig gha. Nochdem mir einigi Dorfbewohner gfrooget hend, hemmer denn en Jugendliche uf em Fäld bi dä Arbet gfunde – churzerhand isch er igstiege und üsen Führer worde. En churze Spaziergang i diä Schlucht isch würklich Hammer gsi – mega schön und en richtige Gheimtipp! Hoffe das bliibt so unentdeckt das Fläckli Erde…

Witeri Hält sind ä grösseri Schlucht gsi und en Ussichtspunkt über es Tal voller Palme – wiä in tausend und einer Nacht.

So gegä Obig simmer denn i dä Sahara acho, und bevor mir in denn is letschte Dörfli, wo üsi Übernachtigsstell si wird, igfahre sind, hett dä Taxifahrer aghalte und nomol über dä Priis verhandlet – Mann, so en Halsabschnieder, mir hend doch en Deal gha. Ok mir sind am chürzere Hebel gsi und so wiiteri 50 Dh verlore…

Im Hotelkomplex (jo hett mega viel Zimmer do) isch das müehsame Verhandle um Geld witergange, well sie hend nid alles welle büte, was sie üs versproche hend. Ouh, das isch so en Sch…, es dreht sich immer nume alles ums Geld do in Marokko. Nohem Gspröch mit em Hotelbsitzer simmer üs denn doch no einig worde – morn Morge gits ä 4×4-Tour und gegä Obig dä Kamelritt zum Schlofplatz i den Wüeschte, und am Sunntig-Morge simmer denn widär zrugg im Hotel…mol luege öb alles eso klappt?

So jetzt muesi go penne, han Chopfweh und fühl mi nid eso guet ;-(

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Volubilis & Moulay Idriss
September 72012

Hüt hemmer üses z’Morge uf diä halbi Nüni abgmacht, doch erscht mit gwüsser Verzögerig isch au was uf em Tisch gstande – ich glaub diä Marokkaner hend ächli en andere Tagesrythmus als mir, sie stönd erscht so zwüsched Nüni und Zehni uf, nochdem sie jo scho am Füfi bim 1. Tagesgebet ufgstande sind.

Erscht mit em Taxi und denn mit em Zug isch es sehr riibigslos und ohni Verzögerig noch Meknes gange. Krass dä ÖV do isch jo mega billig – für ä rund 40 minütigi Streki (also SH-ZH) zahlt mer do 20 Dirham (ca. 2.10 CHF). Es Sechserabteil isch dasmol relativ klimatisiert gsi und so simmer denn au motiviert in Meknes acho. Mit Hilf vom iPhone, GPS und umefrooge simmer denn zum „Institute Français“ cho, wo anschiinend „Grand taxis“ diä 24 km zum Dorf Mulay Idriss fahre söttet.

Doch vo denn a isch es unglaublich kompliziert und müehsam worde – eimol simmer inen Imbiss namens „Moulay Idriss“ gschickt worde, denn hemmer rund während einere Stund uf es Grand taxi gwartet und debi nume grad drü devo atroffe, aber keis fahri döt ane, denn hett üs eifach keis „petit taxi“ wellä mitneh (sie hend jewiils nume Iheimischi ufgablet).

Schlussendlich noch enere lange Warteziit und enere Rauchgasvergiftig vom Verchehr hett üs denn plötzlich en Taxifahrer aghaue und vorgschlage üs noch Voulabilis und gliichzitig au no noch Moulay Idriss z’bringe – also en Art Privattour zu dene beide Sehenswürdigkeite. Als mer mit em Priis iverstande gsi sind – ich han no probiert z’handle, doch vergebens… – hett er üs denn stinkfrech anen andere Taxifahrer mitemene Mercedes Klasse „Historisch“ verwiise. Supi jetzt hemmer doch galubs scho widär was Korrupts verwütscht, en Frässzettel uf üseri Verlangig hi mit enere notierte Taxinummere, hett das Ganze nid würklich viel glaubhafter gmacht.

So simmer denn i dem lotternde Auto noch Voulabilis gfahre, das sind römischi Ruine us em 3./4. Jhd. – während guet zwei Stunde hemmer denn gegä 10 Dirham (Studipriise hends kei gha, dä Luki hetts au als Affron minersiits empfunde als ich gfrooget han 😉 – bi dem Betrag) i das Freiliechtmuseum. Es isch sehr heiss gsi, well mir jo i dä Tagesziit gsi sind, wo mer jo nid dusse sötti si, gell Luki. Amene Teil vom Gartehaag hetts es Loch gha und dört hemmer beobachtet, dass ohni Scheu eifach Touriste und Iheimischi beidsiits eifach ine kletteret sind ohni Itritt z’zahle. Ok nomol es Bispiel für Inofizielles – es reklamiere bi dä Igangskasse hetts nid brocht, sie hend mir gseit sie teget das scho kontrolliere.

4.5 km witer simmer denn im Dorf Moulay Idriss acho – direkt uf em Dorfplatz. Z’erscht hemmer welle was für zwüsched d’Zäh finde, doch im erwählte Resti hetts nume Tee geh, dä Chellner hetti üs zwor was chenne irgendwo organisiere…

Denn hemmer üs ächli dur das Dorf am Hügel mit sine wiise Hüsse gmacht, immer no uf dä Sueche noch was biisbarem. Fündig worde simmer denn imene Markt – z’erscht isch ä Banane üsi Verpflegig gsi, denn was Exotischeres än Kaktus, jo das chan mer würklich esse, nume sött mer en nid mit dä Schale i d’Händ neh (gell Pascal, Dorne auah..!) und diä vilne Chärnli muess mer glaubs eifach abeschlucke (gell Lukas).
Au ä frischi Fiige hani denn no probiert – mmmmh mega fein und süess.

Dä Rückwäg hett guet klappet, nume hetts denn im verspötete Zug noch Fes fascht kei Platz meh gha, dä Luki hett imene Sechserabteil no Platz gfunde und ich bin halt dusse im Gang ufen Klappstuehl gsässe – Mann müend diä Lüt immer hi und her verbi laufe, es hett doch kei Platz! Während dä Zugfahrt hett mich denn no en fahrende Händler beiidruckt, er hett eifach all sini Sache dä Lüt i dä Abteil i d‘ Händ druckt – Widerstand zwecklos – und hett denn ikassiert 😉 au ä Verchaufsstrategie.

Acho in Fes hetts nomol äs Gspröch mit üsem Hostelbsitzer geh, ich glaub in erster Linie hett er üs no meh welle verchaufe, aber schlussendlich hett sich es Wirrwar vo gester ächli gliechtet, denn plötzlich isch er mitenere Quittig mit Stempel und emene ofizielle Dokument vo dä Tourismusbehörde füre cho – wieso nid gad vo Afang a eso?

Ich glaube jetzt, dass es doch uf ofiziellem Wäg ablauft, nume dä Priis isch villicht ächli z’höch agsetzt gsi – mol luege was so bote wird defür. Ich find im Nochhinein rächt luschtig, dass es nid vo Beginn ächli meh transparenter gsi isch, aber egal…

Mit em Taxi isch es denn zur einzige Pizzeria do in Fes gange, well mir widär mol Luscht gha hend uf was Bekannts – isch mega fein gsi, und widä sehr priiswert. Als Dessert hemmer inere Art Gelateria Ananassaft (em Lukas sini 5. Portion Vitamin) und än Avocadosaft (äs Röhrli isch drin gstande).

Während dem sind üs einersiits jungi DVD-Verchäufer (natürlich mit Raubkopien) ufgfalle und aber anderersiits Buebe mit Tempo-Nastüechli, wo Geld so erbettle hend müesse. Mir hend nüt kauft, aber es Stuck Pizza und dä letschti Schluck vom Saft hends ganz giirig und dankend agnoh. Scho mega struub wiä Armuet, glaubs es Schlimschte uf dä Welt isch, vorallem wenns au no diä klinschte Wehlose vo üsere Gsellschaft trifft. Macht mich gan nochdenklich und truurig, aber au ohmächtich welli nid weiss was degegä z’mache ;-(

Zrugg i dä Medina bini denn doch no churz entschlosse is Hamam – türkisches Bad – mega cool, bin jo scho mol in Istanbul gsi, dört isch mer knettet worde und do grubblet – ich han gar nid gwüsst, das ich so viel toti Huut a mir han…

So morn gohts ab i d’Wüeschti…

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Stadt Fes unter der Lupe
September 52012

Noch enäre für mich widär emol erholsame Nacht, simmer pünktlich dunne im Innehof am Z’Morge-Tisch gsesse und hend verschiedeni Brotsorte, frische O-Saft und es chemischs Nestlejoghurt gnosse.

Zur Verdauuig bin ich denn nochli uf üsi privati Terasse vom Guesthouse go chille und d’Ussicht gnüsse, dä Luki hett sich anderswiitig vorbereitet, bevor mir denn widär zämä mit üsem bstellte, aber wohrschiinlich inofizielle Guide ä Halbtagstour dur d’Medina vo Fes undernoh hend – z’erscht hetts en umfangriche Abriss über d’Gschicht vo dere Stadt geh, denn simmer inere Koranschuel gsi, hend es Holzmuseum aglueget und händ diä ältischt Universität vo dä arabische Welt bsuecht (do isch d’Institution Uni, aber nid würklich verglichbar mit üsne Verhältnis, sie isch do glaubs eher wiä bi üs d’Lehr…).

Wiiter isch es zum Viertel vo dä Gerber und Ledermacher gange, das hett mer sogar olfaktorisch sehr guet gmerkt – scheusslich dä Gruch vo Ammoniak. Im obligatorische Bsuech imene Lade für d’Lederware, han ich mich denn no für en Gürtel us Kamel entschiede – das segi es beschte Leder und hebi lebenslang, jo mol luege, z’viel zahlt hani glaubs trotz sehr tüfem Afangsagebot vo mir her und handle doch no berappt.

Im nöchste Lade hetts Arganöl (segi guet gegä Pickel…), Parfüm (das hett dä Luki kauft) und Gwürz (das han ich mir als Mischig fürs Couscous gleistet) geh.

Churz noch em Eis am Mittag isch dä Rundgang denn fertig gsi – noch churz dä Führer entlöhnt und denn isch Siesta agseit gsi – ich uf dä ächli wärmere Terasse und dä Luki im klimatisierte Hostelzimmer.

Um diä Vieri hemmer denn ächli es schwierigs Thema müesse bespreche und zwor dä wiiteri Reiseverlauf. Dä Bsitzer vom Guesthouse hett üs einigi Agebot gmacht, einersiits en Tagestrip uf Meknes/Voulabillis und en ächli längeri Tour i d’Wüeschti Sahara. Es erschte Agebot hemmer dankend abglehnt, well es sehr eifach au selber organisierbar isch mit ÖV und so und das chunnt sicher billiger als diä 80 € vorgschhlage vo ihm.

Dä Bsuech i dä Wüeschti isch ebe ächli diffiziler. Nochdem er üs alles erklärt hett, was er so für üs Alles organisiere würdi, hemmer müesse entscheide. Das isch no recht schwierig vorallem wenn nid alles transparent isch, das hauptsächlich bim Zustandecho vom Priis und dä darin enthaltene Leistige. Mir hend üs denn aber trotzedem defür entschiede und sind also es Gäld, wo er nur Bar möcht, go bsorge i dä Medina amene Bankautomat, wos no wenig git do i dä Altstadt. Blöderwiis hemmer jewiils müese zweimol hinderenand useloh, well es Limit pro Bezug z’chli gsi isch für dä ganzi Betrag.

Denn simmer langsam scho chli immer meh is grüble cho (ich minersiits also sehr…), öb das alles mit rechte Ding vorgoht und mir es nid besser si loh hettät. Einersiits wärs nid korrekt und fair, wenn es alles über inofizielli Wäg laufe würdi, well so dä Korruption nume noh meh Ruum geh wird. Und anderersiits sich dä Priis überhaupt nid em Landesniveau entspricht, d.h er vo Guet und Bös entfernt isch (das hemmer denn no churz vor em Zahle, im Zimmer nomols selber duregrechnet mit Hilf vom Reiseführer).

Mir sind üs denn einig gsi, dass mir ihn nomol uf diä Sach asprechend und zwor hani denn gfrooget wiä sich dä Priis genau zämäsetzt, well ich gern wüssti wer alles wieviel bechunnt, nid dass es ungerecht verteilt wird. Doch sini Antwort isch numme immer bim sogenannte Packetpriis gändet. Ok, denn halt nomol anders gfrooget ächli direkter, wieviel muess er dä Regierig abgeh als Stüre, brucht mer do ä Lizenz zum sottigi Toure a d’Touriste z’verchaufe und chömmed mir do was Offiziells als Buechigsbestätigung über. Ich han mich langsam wiä en Polizischt bimene Verhör gfühlt und glaubs üse Gastgeber au, denn er isch immer nervöser worde (ruhig Sitze, Blickkontakt und klar antworte Fählazeig) – han scho fascht ächli es schlechts Gwüsse becho, doch ich find ich han es Recht dezue so z’agiere, oder? Ich bin ebe sehr druf erpicht, dass Ungerechtigkeit und Falschheit nid siegt, alles söll fair und transparent für beidi Parteie ablaufe. Ok ich weiss isch villicht ächli naiv und blaueugig und hett schlussendlich do au nid gfruchtet, doch ich hans wenigstens probiert und muess mir nüt Vorwärfe mich kampflos verarscht z’gloh ha. Usserdem hoff ich insgeheim, dass au er ächli is grüble cho isch öb er überall richtig ghandlet hett – mol luege wiä er sich so mor gegenüber üs verhaltet 😉

So noch dem eher stressige und für mir au nerveufriibend Tag, eigentlich sött eim das jo gar nid nerve, sonder mer sötts eifach ignoriere, doch das goht bi mir irgendwie nid…weiss au nid wieso – villicht liehts dra, dass ich wiess wiä wichtig ofizielli Wirtschaftskanäl für d’Gmeinschaft sind.

So zur Ablenkig hemmer am Obig bi Sunneundergang en Spaziergang uf en Ussichtshügel gmacht und hend uf d’Medina abeglueget – mega schön, sehr änlich wiä Amman in Jordanien.

Zum Z’Nacht i dä Medina han ich hüt en Taboulet-Saloot gha und dä Luki Omelette mit Riis und Härdöpfel…

Morn gohts ab noch Meknes mit em Zug und denn lueget mer mol was mer so mached.

PS: Also d’Medina do isch definitiv weniger beläbt als in Aleppo, Syrien.

PPS: Was do eim au grad relativ afänglich uffalt isch, dä sorglos Umgang mit em Abfall – ganzi Landstrich sind do mit Müll (vorallem Palstiksäck) verunstaltet. Verstoh ich eigentlich in keinster Weise, wiä mer das nid in Griff bechunnt, ok villicht hett das halt im Moment nid grad erschti Priorität (vgl. Revolution, Demokratie usw.).20120905-233528.jpg20120905-233546.jpg

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Tanger-Fes

Tanger-Fes

Marokko

September 42012

Churz noch em Achti bin ich verwachet, ok nid es erschte mol, well dä Muezzin jo am Füfi i dä Früeh grüeft hett dur sis blecherne Megaphon – es isch sowieso nid grad diä erholsamschti Nacht gsi….Gähn!

Han mir denn under dä historisch anmuetende Duschi dä Chopf abegwäsche, obwohl dä Lukas meinti, dass zu Viels Hoore wäsche schädlich segi, und han mi denn agleit. Dä Luki isch denn au alsbald fertig gsi und mir hend üs uf d’Stroose vo Tanger gwagt.

Also so churz vor em Nüni isch nonig grad eso viel los gsi, aber mir hend chönne gmüetlich imene Cafi z’Mörgele mit Omlette, Gipfeli und Chocolat. Gstärkt is es denn ab i d’Medina (Altstadt) gange – isch scho no cool diä verwinkelte und enge Gässli. Üs hend denn no zwei chlini Buebe als Guides dä Weg zeiget, natürlich gege finanzielle Zuestupf.

Bimene starch gsüesste Minztee am Strooserand, simmer denn abermols uf Bekannti vo geschter vo dä Fähre gstosse…und denn simmer au scho widär zrugg im Hostel gsi, hend üses Gepäck bucklet und so am Strooserand uf es Taxi gwartet, wo üs zum Bahnhof gfahre hett.

Dä Zug uf Fes hetti sölle am Eis abfahre, doch mir hend nochli müesse uf üsne Ledersitz i dä 2. Klass warte bis es losgange isch (underdesse simmer vomene nette Herr underhalte worde, wo sich schlussendlich als falsche Guide usegstellt hett). D’Zugfahrt isch no cool gsi, ok besser gseit sehr heiss, vorallem amigs bi dä einzelne Hält a dä Zwüschedstatione – sonen Zugswagon us Metall heizt sich ohni Fahrtwind sehr schnell uf! Dä Schweiss isch üs also nume so abegloffe und mer isch fascht uf em Sitz chläbe blibe, gell Lukas. Also ich hans super gfunde, schliesslich simmer jo do in Afrika!

D’Landschaft isch relativ karg gsi, vorallem Acker- un Wieseflächene und einzelni Eukalyptusbäum (jo glaubs das sind sottigi, ihri Blätter schmöket also so…). Ah jo was mir suscht no ufgfalle isch bim Blick durs Zugsfenster, dass d’Marokkaner ihren Abfall eifach i d’Natur use werfet.

So um diä Siebni ume simmer denn in Fes am Bahnhof acho, usgtiege und sofort vo zwei Guides und Taxifahrer umringt worde, wo eim anschiinend nume Helfe möchtet – also sehr ufdringlich! Dennoch simmer denn i üses online vorreservierte Guesthouse i dä Medina glangt – uff isch das feudal, do hani grad ächli Müeh demit, dass nebed dra d’Lüüt ganz eifach wohne müend ;-(

Nochere Duschi, simmer denn i dä Medina go z’Nachtesse – Tajine mit Gmües, Linse und Suppe; ui das isch aber fein für en Vegi wiä mich…äs Esse find ich do bis jetzt eh dä Hammer vom z’Morge bis zum z’Nacht!

So das wärs au scho wider gsi mit em hüttige Tag!

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mit der Fähre nach Afrika
September 32012

Hüt morge hett min Wecker am Achti glütet, ich han mini Kamera in Rucksack packt, bin use uf d’Stross und han en Taxifahrer aghaue und ihm erklärt, dass ich zum Hotel „Aura“ möcht. Während dä Fahrt han ich ihm denn no müesse klarmache, dass ich gar kei Geld im Sack hegi und drum zumene Geldautomat sötti – gesagt getan.

Noch öpä 5 min. Fahrt bini denn au vor em besagte Hotel acho, drinn a dä Rezeption hani denn noch em Canon-Shop gfrooget – kennt hett er ihn nid, aber dä Stroossename hett ihm was gseit. Ich bin denn z’Fuess au tatsächlich zu dem Shop cho, sogar offe isch er gsi, so früeh am Morge 😉 Doch woni dä Inhaber mini Kamera zeiget han, hett er uf brochem Englisch gmeint, dass er nume Fotokopierer vertriebt – ich müessi noch Barcelona mit dem Problem…Super!

Denn bin i halt widär gange und han i dä Läde entlang dä Stroosse welle Leim sueche, doch au das isch schwierig gsi. Glücklicherwiis hani denn aber doch inere Autowerkstatt Hilf gfunde vomene junge Burscht – mitenand hemmer mit Spiegel und Doppelchläber a dä Kamera umeklütteret – und das nid grad sanft…schliesslich hetts denn irgendwie klappet und dä Spiegel hebet widär.

Zrugg im Hotel bim Lukas, hend mir üs denn entschiede zum go Verpflegig poschte und das hemmer denn au gmacht ufem lokale Markt mit Gmüess, Fleisch und Chäs. Ich hans mega cool gfunde alles ächli zämächaufe – dä Luki glaubs eher weniger 😉

Dennoch simmer mit üsem ganze Gepäck zum Hafe und hend es Billet glöst für ä „fast ferry“ für uf Tanger med. (isch nid direkt im Ort selber, sonder öpä 50 km westlich). Noch zwei Stunde Warteziit simmer denn au mit rund 20 min. Verspötig abgfahre mit enere riese grosse Autofähre. An Board hemmer denn z’erscht no müesse Schlangestoh für en Stempel im Pass (für was au immer…). Denn simmer ganz gschwind uf es Sunnedeck gsprunge, well mer denkt hend mir seged scho bald in Afrika und würdet so alles verpasse – doch dem isch nid eso gsi, nid wiä ageh 30 min. sonder fascht 2 h hetts duuret dä schwarzi Kontinent z’erreiche.

Mit em Bus isch es denn i d’Stadt Tanger gange. Dört hemmer denn es Hostel (nochddm mir diä ufdringliche Taxifahrer und Guides vertriebe hend) noch Reiseführer gsuecht und denn simmer go Geld useloh (es erschti Mol hetts nid klappet…). Mit dem Geld hani mir welle ä SIM-Charte chaufe, doch im nochinein isch das villicht nid ä so gueti Idee gsi – mir sind nämlich rund 2 Stund dört i dem Shop gsi. Aber klappet hetts denn nid. Erst 2 wiiteri Stund spöter (underdesse simmer im Bahnhof gsi go Billet uf Fes go chaufe) als ich bim zweite Bsuech im Handy-Lade nomol was zahlt han, isch es denn gange, aber au erscht bi Ladeschluss (mir sind sogar igschlosse worde…). Mann mega müehsam!

Z’Nacht hetts entsprechend erscht am halbi 10ni geh (ok öbs würklich so spoot gsi isch wüssemer nid so recht – mir hend ächli es Ghetto mit dä Ziitverschiebig und Summer-/Winterziit), mir händ es typischs marrokanisch Esse gha „Tagine“ – ich mit Couscous und dä Lukas mit Huhn (ok eher meh Chnoche als Fleisch).

So das wäri üsen erschte Tag in Marokko gsi – also viel Sightseeing hemmer bis jetzt nonig gmacht.

PS: Dä Spiegel vo dä Kamera hebet noch einige Föteli immer no – Juhuii!

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ab nach Gibraltar
September 22012

Hüt morge simmer churz noch dä Siebni ufgstande, hend üsi Sache packt und sind zum Bahnhof gwanderet – isch no relativ frisch gsi a so früeh am Morge. I dä historische Bahnhofshalle hetts no en ganze Urwald z’bewundere geh – scho rächt schräg. Nochemene churze Z’Morge mit Gipfeli und frisch-presste O-Saft, i dä neuä Bahnhofshalle, sind mir denn au scho bald uf dä Bahnsteig (defür muess mer amigs es ganze Gepäck scanne, wiä am Flughafe…) und hend üsi beide Plätz im Wagon ignoh.

Dasmol isch es eher nid en sonen schnelle Zug gsi, aber ich hans relativ gmüetlich gfunde. So öpä noch dä Helfti vo dä Strecki hend mir müesse uf ä anderi Spurbreiti vo dä Gleis wächsle – wiä das genau technisch abgloffe isch während dem Ad-hoc-Halt wüssemer au nid. Noch dem Wächsel isch d’Fahrt no gmüetlicher worde, es Schinenetz au viel älter, defür isch mer „nöcher“ a dä Landschaft (wo do mega schön gsi isch – gäli Fälder, Olivenhaine, roti Acker und weichi Hügel) dra gsi!

Pünktlich im Sackbahnhof Algeciras acho, simmer uf dä Suechi nochenere Underkunft relativ schnell fündig worde. Denoch simmer zum Hafe und hend üses Ticket für d’Fähre uf Afrika welle bueche, aber irgendwie isch das komisch gsi – mir hend jetzt zwor no keini, aber das sötti morn keis Problem geh.

Well mir nümme mit viel Geld usgtattet gsi sind, hemmer en Bankomat gsuet, doch vergeblich wiit und breit keine, nid emol am Bahnhof – heieiei, wo simmer denn do glandet.

Mit üsne letschte paar Euros simmer trotzdem mit em Bus noch La Linea (Grenzbushof) cho. Dört usgstiege isch es denn z’Fuess z’erscht über diä spanisch-englischi Grenze gange, inklusive Passkontrolle und denn hemmer eifach so au grad no d’Flugpiste vom Flughafe do überquert 😉

In Gibraltar acho, simmer ächli dur d’Stadt zoge (diä meischte Läde hend zugha, well jo Sunntig isch) und Richtig Seilbahn für uf dä Affeberg gschlenderet. So recht schieäf, alles uf zmol uf Englisch agschribä, britische Architektur und Autokennzeiche und denn au no nid dä EURO als Währig sondern äs Pfund.

Mit em Seilbähnli (isch scho relativ alt gsi…) isch es denn berguf gange zum a Ussicht z’gnüsse. Dört obe hetts so gar es paar einzugartigi Affe gha, wo im Nationalpark dört obe läbed – ok ich glaub sie haltet sich eher viel meh bi dä Infrastruktur und dä Touriste uf. Das isch au keis Wunder wenn diä dumme Lüüt diä Primate immer widär füäteret und streichle wänd, obwohls usdrücklich verbote isch (Stroof mit 500 £). En andere Unstand, woni au mega doof gfunde han isch diä ganzi Abfallproblematik – dä ganzi Naturpark isch mit Müll besät gsi – grrr, das dörf doch nid si!

Woni diä schöni Ussicht grad am Fötele gsi bin, isch es i mim Suecher vo minere Kamer plötzlich schwarz worde! Sch…, was isch jetzt los? Als ich es Objektiv abgschrubet han, hani müesse feststelle, dass dä Spiegel abgheit isch vo dä Wippe (mini DSLR ghei doch langsam usenand…). Diä Problematik isch Canon bekannt und sie wird au gratis behobe, nume wo find ich do en Reparaturservice? Mit iPhone und Internet hani denn sowas Ähnlichs do in Algeciras gfunde, morn gani denn mol go luege – wird sicher wider sehr spassig!

D’Suechi nochemene z’Nacht, isch au gar nid eso eifach gsi, do in Gibraltar – nume bekannti englischi Delikatesse ;-( Am Schluss hetts denn Risotto bzw. Poulet mit Härdöpfelstock geh – freu mi denn ufs marokanisch Esse.

Jetzt simmer widär zrugg im Hotel (isch eigentlich no recht günschtig gsi und d’Leistig stimmt au – han ebe ächli Paranoia wege Flöh und so…) und händ denn hoffentlich ä ruhigi Nacht.

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Also nochere Nacht im Zug simmer denn pünktlich am halbi Elfi in Barcelona acho. Erscht mols hemmer müesse feststelle, dass es do jo gar nid eso warm isch, wiä mir das erwartet hend – gfühlti 22 Grad.

Noch em Wechsle vom Bahnhof isch es denn witär gange mitemene Highspeed-Train noch Madrid. Mir hend üs no gwunderet, wieso das Ticket tüürer gsi isch im Verglich zum vorangehende Nachtzug, do d’Fahrt jo nume 3 h vo Barcelona-Madrid duret – ich glaube das lieht schlicht und eifach do dra, dass dä Zug bis 300 Sach uf d’Schinä bringt! D’Landschaft isch do im Landesinnere scho relativ karg, was bestimmt mit em trochene Klima z’tue hett…

Nochere churze Bsuech am Infoschalter am Madrid’er Bahnhof, hemmer denn au gli es Hotel i dä Nöchi gfunde.

Gegä dä Obig simmer denn mit Metro und Tram (3 mol Umstige und ca. 30 min. Fahrziit) ächli usserhalb vo dä Stadt is Kino und zwor ine bekannti Kino-Chetti – KINEPOLIS. Krass, das isch jo do öpä 4 mol so gross wiä üses in Schaffhuuse – mit 25 Sääl und dä grössti devo fasst 1’006 Lüüt. Devo hani unbedingt en Blick erhasche müesse, also bini eifach frächerwiis go ine luege, obwohl üsen Film (engl.) imene viel chlinere Saal gspielt hett. Scho mega struub diä andere Dimension vom Ganze z’gseh. Einigi Sache sind denn aber immerhin glich noh Verglichbar gsi mit üsne Verhältnis (Kasse-Software, Ticket-Layout usw.).

Ah jo vor em Kinobsuech hetts no z’Nacht geh imene Pizza-Restaurant grad bim Kino (döt hetts ebe mega viel anderi Food-Möglichkeite gha – würklich ä richtigi Kino-Stadt, wies au bi dä Tramstation uf Spanisch gnennt wird). Ich han ä spezielli Variante vo Pizza usprobiert und zwor mit Geissechäs, Öpfel und Zwieble.

So jetzt simmer widär im Hotel „Mexico“ und morn morge gohts witär mit em Zug noch Gibraltar…

Bis bald…!

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mit Lukas nach Marokko
August 312012

Hoi mitenand

So jetzt gohts no guet zwei Wuche und denn fangt mis erschte Semester vom Master-Studium widär a. Dä Lukas und ich hend aber denkt, dass mer im September scho nochli gogä reisle sötti goh und drum mached mir üs hüt Obig mit em Zug (wiä chönts anders sii – dä Pascal reist nume mit em Zug um d’Welt) Richtig Süde.

Üsen erschte Halt wird morn Morge in Barcelona si und denn müend mir umstiege und in 5 wiitere Zugseeise-Stund simmer denn hoffentlich in Madrid. Well mir kein direkte Aschluss hend, müend mir ei Nacht i dä spanische Hauptstadt vebringe, aber egal bin eh no nie döte gsi… (es hät au es Kinepolis-Kino in Madrid mit gewaltige 25 verschiedene Sääl! – wär sicher sehenswert…).

Am Sunntigmorge gohts denn witer mit em Zug noch Algeciras, das isch döte wo d’Fähre über d’Stross vo Gibraltar noch Afrika überesetzet (rootet mol wiä lang sone Fahrt duret? – im Fall nume grad 30 Minute!). Bevor mir denn definitiv Europa verlönd, mached mir wohrschonlich no ächli Sigthtseeing i dä britische „Kolonie“ Gibraltar…

So das wäri emol üsen Plan für diä kommende erschte drü Täg vo üsere Reis noch Marokko (ehrlichgseit hemmer eh nonig eso viel meh voruusplanet – aber mir hend wenigstens es vorgebeni Zugsnetzt zum üs Orientiere, was mer eso aluege chan und was ebe nid ;-)).

Jetzt wünsch ich en schöne Obig und hoffentlich bis bald do im Blog…

Pascal

PS: Bin bis ungefähr 30 min. vor Start vo dem Reisli nonig sicher gsi, öb ich söll drüber blogge, oder nid. Han mi denn aber doch defür entschiede und zwor vorallem wegem schöne Nebeeffekt à la Tagebuch, i dem ich denn spöter widär emol ächli umeschmökere chan und in Erinnerige schwelge dörf 😉

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Mein Resumé

Mein Resumé

Schweiz

März 52012

Glücklich händ mir üses Endziel Wladivostok am Pazifik erreicht!

So jetzt isch es also guet ä Wuche her, dass mir widär i dä Schwiiz glandet sind noch dere drüwüchige Transsib-Reis dur ganz Russland. Han jetzt ächli Ziit gha mini ganze Gedanke und Gfühl z`ordne, well sone Reis ine ganz anderi Welt hinderloht bi mir amigs scho äs rächts Chaos i mim Chopf! Einersiits isch mer überwältiget und froh dörfe z`gseh wiä schön und vorallem wiä vielfältig diä grossi Wält isch, wo mir druf läbäd, aber anderersiits machts eim ächli nochdänklich wenn mer merkt, dass nid alli uf dere Welt sones privilegierts Läbä dörfet führe wiä mir do i dä Schwiiz (stabili Politik und Entwicklig!). Mir hend eigentlich scho fascht kompletti Narrefreiheit und chönd us üsem Läbä das mache, was eus Spass macht und das isch scho än rechte Vorteil. Lüt, wo mir uf üsere Reis troffe hend, hend do bedütend weniger Möglichkeite und sie hend dementsprechend au ganz anderi Alltagssorge wiä mir, was mich aber immer widär erstunt isch, dass sie trotzdem Freud zeiget und nid konsterniert dahinlebed. Hingege chönd mir vo üs oft nid behaupte, dass mir jetzt ussergwöhnlich viel mehr glücklicher sind als sie obwohls üs eso besser goht.

Es hett üs uf üsere Zugsreis emol en junge Student gfrooget, was mir do überhaupt mached und wieso mir sones stabils Land, wiä d`Schwiiz freiwillig verlönd um ines sones waggligs Land wiä Russland z`cho? Jo, das isch e gueti Froog und hett üs im erste Moment au einigi Bedenkziit beschehrt um ä plausibli Antwort z`finde. Ich denke mer chan das eifach druf zrugg z`führe, dass es irgendwiä i dä Natur vom Mensch lieht, das z`sueche, wo er im Moment nid hett! (und das isch bi üs ebe än Art vo Abendteurer und Erfahrig sammle gsi…). Ich denke, das würdi dem junge Maa ebefalls eso ergoh, wenn er äs Ziitli i üsem Land gläbt hetti – es würd in au use i d`Welt vo dä Verschiedeheite zieh.

Wenn ich amigs vo so underschiedliche Arte vo Läbensstil ghöre, bringt mich das zum Nohgrüble und ich frooge mich denn welli Art jetzt besser isch zum sis Läbä do uf  dä Erde z`gstalte – mach ich es Richtige?, söll ich was ändere?, chan ich allefalls sogar was bewirke? oder wiä chan mer no was verbessere?… Äs erstrebenswärti Ziel, wo allne es lebenswerti Dohsii ermögliche würdi, wäri vollkommeni Chancegliichheit, jo ich weiss das isch villicht sehr schwierig z`erreiche, aber ich würdi behaupte es chönti klappe wenn mir ächli vo üsem grosse Stuck Chueche öpis a diä andere, wones chlinner Stückli hend abgeh würdet.

Was mich ebefalls sit dere Transsib-Fahrt beschäftiget isch dä Umstand, dass jetzt grad widär d`Wahle in Russland dä Herr Putin zum Präsident beförderet hend, obwohl en sehr grosse Teil vo dä Bevölkerig nid würklich hinder sinere Politik stoht. Das hend mir bi einige Gspröch mit Iheimische chönne useghöre, sie hend grossi Kritik a ihrem Land und vorallem a dä Politik vom Kreml güebt. Än wiitere Punkt, wo mir dütlich zeiget, dass d`Politik vom Putin für diä einzelne Mensche im Land nid grad eso vo Vorteil isch, sind diä einzelne Bauprojekt (z.B. Hängebrugg in Wladivostok und Olympiakomplex in Sochi), wo für mich sehr überdimensioniert und realitätsfremd erschiined und überhaupt nid i diä vorhandeni Welt passet. Sie sind anschiinend nume es Prestigeobjekt für d`Macht vom grosse Herr Präsident und ich denke mer sötti do diä gsprochene finanzielle Mittel besser anders verwände (z.B. Bildig, denn Englisch chönd do jo nume diä Wenigste, oder für Diversivizierig vo dä Industrie um Arbeitsplätz z`schaffe) – uppps ich töne do jo scho recht politisch und als ob ich alles besser wüsst….tja so isch es definitiv nid, aber das sind eifach emol so mini Gedanke 😉

Jo ich weiss mis Resumé isch bis jetzt widär sehr philosophisch worde, aber das isch ebe, das was mich jewiils fascht no meh beschäftiget noch sonere Reis (und das sölls jo au, well suscht müessti jo nie meh ines sones komplett anders Land!), als d`Erinnerige a das direkt Erläbte. Ich denke Sache, wiä Landschafte, Natur, Museums- und Operebsuech und Stadtbesichtigunge sind diä Ding, wo eim sofort bim Erläbe tüend beschäftige und verblassed denn aber oft widär sehr schnell, hingege bliibet Idrück vo söttige soziale Erläbnis viel länger bestoh.

So zum Schluss möcht ich aber doch no öpis Sachlichs zu dem direkt Erläbte verzelle. Wenn mer mich frooget wiä diä Reis gsi isch, falled mir doch einige Adjektiv wiä „interessant“, „spannend“, „astrengend“, „nerveufriibend“ und „chalt“ i und das beschriibt es Ganze eigentlich au recht guet. Es Interessante und Spannende hett vorallem diä Andersartigkeit vo Land und Lüüt usgmacht, mer hett oft kei gwohnti Konstallatione atroffe und isch somit recht überrascht und ächli hilflos gsi (z.B. dä komplett andere Umgang mit Touriste bezüglich Kundeservice – Receptionistin, wo sich an Chopf langet und d`Auge vertrüllet, wo mir es Hotelzimmer händ welle reserviere…). Es Asträngende und Nerveufriibende hett vorallem demit z`tue gha, dass mer alles selber organisiere hend müesse und denn das no alles meischt nonverbal, well diä englischi Sprooch, jo nid eso verbreitet gsi isch. Und dä Aspekt „Chalt“ hett isch natürlich im Wetter zeiget, obwohl es definitiv nid eso schlimm gsi isch vorallem well entweder herrliche Sunneschii oder mährlihafte Schneefall sich zu dä iisige Temperature dezuegsellt hend und das jo nid eso müesam isch wiä z.B. 5 Grad und Rege!

Mini Highlights (gell Fabian, isch amigs schwierig das für eim usezfinde…) sind einersiits diä schön verschneite Städt (vorallem Krasnoyarsk und Irkutsk) und denn natürlich diä ganzi Umgebig rund um dä gfrooreni Baikalsee inklusive Hundeschlitterenne gsi! Minere Meinig no: „Sibirie im Winter – das muess mer eifach mol erläbt ha…!“

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Home sweet home

Home sweet home

Schweiz

Februar 262012

So es isch churz noch em Achti am Obig schwiizer Ziit und ich liege jetzt grad i mim eigene Bett und bin eigentlich scho riif für en erholsame Schloof (bin jo au scho sit em morge am 5i uf – widär emol wege dere Ziitumstellig Zürich-Moskau 3h).

Will jetzt aber doch no churz üsen letschti Tag vo üsere Transsib-Reis gschwind zämäfasse. Wiä gseit simmer um di Achti Ortsziit ufgstande und sind denn z’Fuess zumene vorher im Internet recherchierte Kafi gogä Z’mörgele – uhi isch das fein gsi; Baguettes und Croissantes mit Butter (hani glaubs scho sit drü Wuche niehmeh uf mim Brot gha – isch halt eifach zu shwierig gsi das z’transportiere, denn entweder wär er dusse gfroore oder im warme Zug verloffe ;-)) und Confi, Tee und O-Saft!

Denn simmer nomols Richtig Kreml spaziert und hend alles in sehr gmüetlicher Manier nochmalig gnosse…und das in schön frisch verschneiter Umgebig!

Inere nohglegene Chile hetts denn a dem Sunntigmorge no en orthodoxische Gottesdienst geh und mir sind au es paar Minute gogä inegüxle – also hauptsächlich hetts Sprechgsäng geh und irgendwelchi Ritual mit Marschiere und Bete…sehr speziell.

Uf di Mittagsziit simmer denn zrugg is Hostel, hend all üsi siebe Sache packt und hend üs denn uf dä Weg zum internationale Flughafe gmacht mit Metro bzw. Aeroexpress-Zug. Dörte acho hemmer denn im Wartsaal was Z’mittag (äs letschtimol ä Schogitorte us dä „Schokoladnizza“ ;-() gmampft und sind drufabe go ichecke – hett alles ganz schön fix klappet. Denn also uf zum richtige Gate. Ah jo mir müend defür jo no dur d’Passkontrolle und em Gepäck-Scan (es hett do uf üs sogar en sogenannte berüchtige „Nacktscanner“ gha…). Üsi Kontrolle vom Visum und em Pass isch riibigslos vonstatten gange und diä beide Formular vo üsne Registrierige hett d’Zöllner keineswegs interessiert, im Gegeteil sie hend nume gnervt, denn sie sind jedesmol bim Öffne vom Pass use gfalle 😉 – jo also mir chömed üs do wege dem Trara wo mir gha hend wege dere Formalität scho chli verarscht vor…aber so isch das halt 🙁

Bim Istiege is Flugzüg hemmer denn schnell müesse gseh, dass mir wohrschiinlich ä Verspötig ha werdet und das usgrechnet mit enere schwiizer Fluggsellschaft – heieiei,
do sind sogar diä transsibirische Züg pünktlicher gsi!

Jo und also mit rund 20 Minute simmer denn doch no im warme und „grüene“ Züri glandet und so hett üs Bedi d’Schwiiz widär noch rund drü Wuche „Russland und transsibirische Eisenbahn“.

So ich wird denn so in 2-3 Täg no es Resume zu dere Zugsreis verfasse, aber es muess jetzt alles emol ächli sich setzte chönne…stay tuned!

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auf in den Westen…
Februar 252012

Churz noch dä Sechsi am Morge hett em Fabian sis Natel üs gweckt und mir drufabe denn scho gli mit dä erschte schwierige Entscheidig konfrontiert worde – en wissrussische Kanadier, wo au im gliche Hostel ghuuset hett, hett üs gfroget öb mir mit ihm es Taxi zum Flughafe teilet? Nochere chürzere Überlegigsziit hend mir üs denn doch duregrunge sis Agebot mitzträge (ursprünglicherwiis hend mir vorgha mit em Bus an Flughafe z’cho…). So simmer also mit em uf di Siebni bschtellte Taxi losdüst und hend üses Ziel nochere rund einstündige Fahrt erreicht.

Zum Ichecke simmer nochli z’früeh gsi (hemmer schnell müesse merke, wo sie üs nid in ihrem System gfunde hend) und drum hemmer nochli Ziit im Wartsaal vertue.

Es ganze Prozedere betreffend Flugreise isch do im ferne Oste eigentlich relativ ähnlich, nume mängsmol ächli umständlicher (bim Fabian hends während em Scanne vom Handgepäck äs Messer oder so was vermuetet…wo natürlich nüt gsi isch!)

Pünktlich simmer denn mit em Flugi abghobe Richtig Moskau. Dä Flug hett ungefährt 9.5 h duuret und mir hend en demit verbrocht indem mir döset hend, Geographiespiele uf em iPhone gspielt hend, ab und zue us em Fenschter gügslet hend und ah jo denn isch üs sogar zweimol no warms Esse uftischt worde (ich han also zweimol Fisch gha – mag jetzt denn diä nöchschte paar Wuche denn kei Fisch meh!).

Endlich acho in Moskau hemmer mit Freud feschtgstellt, dass es do jo scho fascht Früehlig isch, zwor hetts grad frisch gschneit, aber d’Temperature sind do unglaublich noch am Gfrührpunkt!

Zerscht mit em Bus (dä isch chrüz und quer übers Rollfeld gfahre), denn mit em Aeroexpress-Zug und schliesslich mit dä Meteo simmer denn zu üsem allererschte Hostel glang und hend widär üsi Bett bezoge – isch fascht wiä heicho gsi…

Nochere churze Duschi isch es denn ab zum Zirkus gange, doch leider isch üsi gwünschti Obigvorstellig scho usverchauft gsi…grrr! Um üsen Fruscht widär loszwerde, hemmer üs mit Schoggi mit Marshmellows und Tortene i dä benochbarte „Schokoladnizza“ vollgstopft…mmmh fein! – ä sottigi Firmenkette sötts bi üs au geh.

Bevor mir zrugg is Hostel sind (mir sind jo jetzt scho bald meh als 22 Stund wach, wege dere komische 7-stündige Ziitverschiebig!) simmer no gschwind imene Center Markt gsi – dört hetts nume Schueh und Chleider geh und im oberste Stock no ä Feinkostabteilig, wo sehr international gsi isch, alles was mer sich nur wünsche chan bis hi zur schwiizer Schoggi und Fondue. Au musikalisch simmer no underhalte worde vonere superspielende Meitli mit sinere Spielzügflöte – schrecklich oder villicht simmer jo eifacht scho z’müed gsi 😉

So jetzt erschtmol ächli Schloof nohhole…bis morn!

PS: Han no was, das ich sehr als nervend empfinde a dene Russe do und zwor müend sie sich bi jedere Warteschlange füredrängle und sind sehr ungeduldig…Mann, huere asozial!

PPS: Han hüt do i dä Metro no es Filmli und Föteli gmacht – muess säge das ganze System funktioniert sehr riibigslos und au no in unglaublich churzem Fahrtakt!

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Wladivostok durchwandert
Februar 242012

Gastblog-Eintrag Fabian Ringli:
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So hüt isches also so wit gsi und mir händ s Endziel vo üsere Reis erreicht: am Morge am achti simmer nochere erholsame Nacht im Zug (ämel für mich – dä Pascal hät sich e chli zfescht vomne die ganz Nacht grausam hueschtende Russ ablenke loh) z Wladiwostok acho. Am Bahnhof häts wie scho z Moskau äs chlises Monument gha wo üs dra erinneret hät, das mir grad 9288 Kilometer mitem Zug zruckgleit händ (mir händ für das übrigens 146 Stund brucht, also öppe 6 Täg).

De Wäg zum Hostel hämmer souverän gmeischteret: in richtige Bus igstige, ade richtige Haltistell usgstige und erscht no am richtige Ort glütet. Dä Hostelbsitzer hät wie üblich än völlig verschlofene Idruck gmacht und isch noch öppe 2 Sätz wieder i sis Bettli verschwunde. S Hostel lit äs bitzeli usserhalb vo dä Stadt i somne richtig grusige russische Betonblock, aber da ganze befindet sich uf sonere schmale Halbinsle, so das me uf beid Site vom Hostel us s Meer gseht. Mit Meeresrusche wirds aber trotzdem nüt wel dä Grossteil isch gfrore.
Nochdem mer am wunderschöne Suneufgang zueglueget händ (d.h. so irgendwänn noch dä 9i) und ä chli zmörgelet händ, hämmer üs dänn au scho wieder mit em Bus uf id Stadt gmacht.

Als erschts isch döt wieder mol än Museumsbsuech agstande, da mol imne Regionalmuseum. Näbscht dä obligate usgstopfte Tierli (wo mir langsam aber sicher alli uswändig und mit latinischem Name känned) und unzählige russisch beschriftete Gegeständ und Föteli hämmer do au no öppis über en gwüsse Yul Brynner erfahre, wo än russisch-mongolisch-schwizerische Hollywood-Schauspieler gsi isch und mir aber bis hüt nöd kännt händ. Wie scho geschter hät üs d Stägefüerig i dem Museum wieder mol ganz schön zum Narre ghalte, jedefalls simmer am Schluss vo de Usstellig plötzlich imne Ruum glandet wo üs ä Dame klipp und klar gseit hät mir seged do falsch, so dasmer schliesslich dur mehreri Etage und ganz viel Stäge wieder durs ganz Museum zruck händ möse. Womer dänn dä Usgang gfunde händ hät üs dä Garderobeheini (wie anschinend allne Gäscht) unbedingt e riesigi Biig Büecher, Hefter und Prospekt wele mitgeh und er hat sich au nid devo abbringe loh womer ihm gseit händ mir verständed da Züg eh no. So hämmer die Biig dänn ganz unuffällig möse vergesse.

Nochem Zmittag imne Kafi simmer dänn ines Ozeanarium wos ganz viel läbigi Fischli z gseh geh hät (z.T. richtig grossi und si händ gröschteteils ä chli schöneri Aquarie gha we die z Chabarowsk). Im obere Stock häts dänn no ganz viel igleiti Viecher gha (so Tüüfseeunghür wo v.a. de eint vo üs zwei nur no grusig gfunde hät).
Nocheme churze Abstecher ufs gfrorene Meer simmer uf üsere Museumstour dänn im Feschtigsmuseum glandet wo aber ener chli en Flop gsi isch. D Feschtig sälber isch recht unspektakulär gsi und de Inhalt isch eifach us Unmenge a Pischtole, Bildli und Charte bestande wo mir natürlich wieder emol nüt verstande händ.

Aschlüssend simmer dänn chli dur d Stadt zottlet, am Lenin-Platz verbi (wos fasch i jedere Stadt git) bis zumne ufgstellte U-Boot wome hät chöne besichtige. Döt drin isches denn zimli eng gsi, nid nume wel me teilwis fasch uf allne Viere dur so chlini Löcher hät möse chrüche, sondern au wels no e Schuelklass mit ganz vil chline schreiende Chind drin gha het.
Als nögschtst simmer dänn anere komische Frau, wo mit Tuube gschwätzt hät, verbi zum Funiculaire (heisst au uf russisch so). Mit däm simmer für öppe 15 Rappe ufen Hügel ufeghöterlet und händ vo döt ufd Stadt abeglueget. D Ussicht isch zwor gross gsi, aber schön chame däm nid unbedingt säge. Landschaftlich wärs zwor nid so übel: d Stadt befindet sich uf mehre Hügel und Halbinsle direkt am Meer und däzwüsched häts immer wieder mol e Bucht. Nume isch leider alles komplett mit Hochhüser und grusige Wohnblöck überzoge und d Buchte sind ein riesige Hafe. Als wär da nonig gnueg hät do anschinend sonen Oberbürgermeischter beschlosse er mösi no sones richtigs Prestigeobjekt anestelle: es wird im Moment grad e extrem gigantischi Hängebrugg über alles inebaut wo alles überragt und dä Heimatschutz garantiert kei Freud dra het.

Nochdem mer vomne gstresste Hochzitsfotograf äs Erinnerigsbildli schüsse loh händ, hämmer üs wieder an Abstieg gmacht und sind zruck is Hostel wo mer üs no äs Knorr-Süppli kochet händ und dänn früe is Bett sind, wel dä morgig Tag jo weg dä Zitverschiebig 7 Stund länger wird we än normale.

PS: Mir hend jetzt grad no en Artikel im Netz zu dere riesige Brugg do i dere Stadt gfunde: Online-Artikel

Nachtrag: Für dä Znacht hämmer no wele äs Brot go chaufe, aber do mir bis jetzt no niened richtig normals Brot gfunde händ hämmer scho dänkt da chönt wieder schwierig werde. Do simmer prompt ane dütsch agschribni Bäckerei anegloffe. Dinne hämmers mol ganz optimistisch mit „Brot“ probiert, aber die guet Verchäuferin hät gar nüt verstande und so hämmer dänn ebe uf „chljeb“ gwechslet. Da hät si kapiert, aber frisches Brot häts trotzdem nid geh. Die Frau isch nämli schnurstracks zum Tüüfchüeler gloffe und hät üs äs steihart gfrores Brot abotte und üs klar gmacht das da s einzig seg wo si hät. So hämmer da dänn halt kauft und da isch denn bis zum Znacht au tatsächlich meh oder weniger uftaut gsi – komischi Bäckerei.

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Nochere erholsame Nacht imene gnueg lange Bett hend mir üsen Tag do in Chabarovsk mitemene selbergmachte Früehstück im Hotelzimmer agfange (jo wenns do halt nid inbegriffe isch!). Ah jo denn hani unbedingt no es sones komischs Grätli müesse usprobiere, welli han wölle wüsse was das denn isch? Also hani s igsteckt i de Steckdose und es hett agfange chroose – ah also en Radio (und nid es Luftbefüechter, gell Fabian…) mit nume eim Sender. Upps plötzlich hetts klöpft und denn noch es paar Sekunde agfange sehr komisch stinke…wäh – also lieber widär usstecke!

Denoch hemmer es Gepäck abe a d’Reception broocht zum Istelle bis am Obig. Tja und tatsächlich das hett problemlos funktuoniert, aber glaubs au numme will ich wehement druf bestande han und erklärt han, dass üs das geschter eine vo de Reception (mit Name erwähnt, han en mir nämlich genau gmerkt!) üs versproche hett.

Denn isch es use i d’Stadt gange und zwor z’erscht schnuurstracks zum Fluss Amur – dä isch natürlich komplett gfrooge gsi bi dene Temperature (es isch würklich widär sehr frisch gsi, so um d’Nase und d’Bagge). Uf dem Fluss hemmer einersiits Eisfischer gseh und anderersiits au no Löcher, wo mer anschiinend es berüehmte Eisbaden praktiziert…brrrr, mir hend jo so scho chalt!

Dä erschti Museumsbsuech isch denn agstande (endlich widär i d’Wärmi) – es regionale Heimatmuseum mit ganz viel Gschicht rund um Russland visualisiert mit verschiedenschte Föteli, Dokument und Gegäständ – alles natürlich nume Russich beschilderet, aber einiges hemmer doch chönne entziffere oder herleite. Au es schöns gmolets 360-Grad Panorama vomene Bürgerchrieg hetts gha und z’erwähne isch au diä sehr komischi Treppeführig – sehr verwirrend bi 5 Stöck.

Üsen nöchschte Bsuech isch inere Kunstgallerie gsi, dört simmer widär ächli komisch empfange worde und vo Person zu Person gschickt worde für üses Billet z’chaufe. Au üsi Schueh hend sich denn no müesse bekleide, denn dä schöni Holzparkettbode dörf natürlich nid beschmutzt werde. Bilder ansich sind nid eso speziell gsi, im zweite Stock hetts denn sogar sottig moderni Kunst gha, dass es für üs unverständlich worde isch 😉

Im кафе „Chocolate“ hemmer denn en verspötete Z’mittag ignoh (Fajitas und Lachssuppe) und hend müesse merke, dass diä Stadt do doch ächli tüürer isch als Bisherigi. Denn plötzlich simmer luutstarch dra erinneret worde, dass hüt jo d’Vaterlandsverteidigungs-Tag isch, denn uf em noheglegene Platzs hetts Demonstratione gha vo dä LDP (Liberaldemokratische Partei) – mir glaubet diä sind gegä dä Putin.

Nochher simmer uf d’Suechi nochemene Fischaquarium-Museum. Dört acho isch üs mit Schrecke vor Auge gführt worde, wiä eng mer ganz viel Fisch imene somene Glashuus chan halte – uhi ganz schlimm, hend denn diä do no nüt ghört vo Tierschutz!

Als Abschluss vo üsere Sightseeingtour isch es denn zumene Denkmal zum 2. Weltchrieg gange und es isch scho no recht imposant gsi und nid eifach es „Brünneli“, gell Fabi! Es hett dört ganzi Lischtene vo Gfallene gha, wo im Stei igmeisslet gsi sind – scho recht krass wiä viel das gsi sind! Hinder dem imposante Monumet isch no ä schöni Chile mit goldigem Dach trohnt. Nochere Umkreisig und emene Bsuech im Innere simmer denn zrugg Richtig Hotel und hend eigentlich vorgha üs inere Schokoladniza mit Torte und Tee d’Ziit bis zur Zugabfahrt z’versüesse, doch leider hett üs dä hüttig Fäschttag än Strich dur d’Rechnig gmacht – es Kafi isch voll gsi…tja denn halt es anders Kafi mit Tee und Öpfelstrudel.

Nochemene nid eso erfolgriiche Marktbsuech ufgrund üsere Nahrigsmittelufstockig für diä letscht Zugsreis, simmer denn is Hotel und hend üses Gepäck übercho vom dütschsprechende (oder amels fascht sprechend…kennt immerhin d’Grasholpers!) Portier.

Mit em Trämli isch es zum Bahnhof gange und öpä 30 Minute vor Abfahrt (20.30 Uhr Lokalziit) simmer in 3.Klass-Zugswage igstiege – ui das isch jo do sehr modern und komfortabel (vom WC über d’Bett bis hin zum Tisch isch alles sehr edel – das chammer doch fascht nümme 3. Klass nenne und das fühlt sich gar nümme eso richtig noch „Transsib“ a), so hend do Zugsnummere doch no ihri Bewandtnis (je tüfer desto besser…).

Au üsi Nochbere sind recht cool und zwor sinds zwei jungi Studente (en Bueb und es Meitli), wo englisch rede chönd und sehr offe sind (au betreffend Kritik am eigene Land ;-)).

So jetzt wärs also sowiit üsi letschte Kilometer mit dä Transsib lieget vor üs während dere Nacht und morn Morge simmer denn am Zielpunkt in Wladivostok – do chunnt jo fascht Wehmuet uf…snief!

Jetzt freu ich mich aber erschtmol uf ä Zugsnacht imene ungewohnt lange Bett i dere moderne 3. Klass…bis bald!

PS: Ah jo üses Hostel in Wladivostok hemmer no müesse bueche und zwor widär mol telefoniere, wells uf Emails nid gantwortet hend (isch jo nid witärhin erstuunlich…) – uff isch das tüür rund 8.- CHF für knapp 2 Minute Gspröch (mir hettet doch lieber au no es Gspröchsguethabe uf mini Megafon-SIM ufeglade).

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8523 km | Skorovodino – Chabarovsk
Februar 222012

So au dä zweiti volli Tag im Zug isch meh oder weniger ruhig verloffe, mir hend einerseits es längschte Tunnel vo dä Transsib mit 2.2 km und denn no diä längschti Brugg über dä Fluss Amur mit ebenfalls enere ähnliche Längi überquert. Aber suscht isch es nid eso sehr spannend gsi; d’steppeartigi Vegetation hett sich mit Waldhügel abgwechslet.

Im Zug dinne isch es doch einigermasse amigs sporadischerwiis spannend worde. Entweder bin ich uf dä Suechi nochere freie Steckdose für mis Natel in unbekannti Gefilde cho und au so behandlet, denn hani müesse lärne wiä mer Nüssli mit dä Zäh knackt (dä eint Nochber hett nume gstuunet über mini Handknacktechnik und gmeint ich segi so no bis Wladivostok dra mit Nüssli knacke…) und dass mer do Konservedose mit em Messer direkt ufsäblet.

Au es paar komischi Nochbere hämmer churzfristig übercho für diä eint oder ander Bahnhofstation – zwei voll verpeilti älteri Herre, wo glaubs em Stereotyp „Wodkatrinker“ voll entspreched. Sie sind aber nid nume vo üs schepps aglueget worde und das nid zu unrecht, denn dä eint hett z.B sini Notdurft im Wageübergang bi Minustemperature erlediget, als ich grad zruggcho bin vo minere Steckdosesuechi. Au üs hend sie ihrersiits sehr als ä „fremdartige Person“ (hüttigi Froog im Kreuzworträtsel) erläbt und üs nümm us dä Auge loh.

Insgesamt hend mir uf dere Zugstrecki verschiedeni Klasse vo Persone kenneglernt – diä einte hend eim ignoriert und mir sie au, denn diä Andere hend a eim so sehr Freud gha, dass es nervend worde isch, widär Anderi sind so komisch gsi, dass mir sie eigentlich hend welle miede und diä Letschte sind diä Angnehmschte gsi, söttigi wo nett gsi sind und sich für eim uf ghobenem Niveau interessiert hend. Also ihr gsehnd au do in Russland sind diä underschieichschte Personegruppe vorhande 😉

Churz vor dä Sächsi sind mir denn do in Chabarovsk acho und hend dä Zug chönne verloh. Schnurstracks sind mir mit em richtigi Tram zum Hotel (jo das mol würklich äs richtigs Hotel, denn i dere Stadt gits keis Hostel oder was Ähnliches). Dört acho hett üs öpä diä gwohnti Situation erwartet – kei englisch verstohendi Agstelle und nid es würklichs fründlichs Empfange und keinerlei Anzeiche vo Serviceleistige für dä Gast! („whithout breakfast“)

Nochem Rasiere und Dusche im Hotelzimmer simmer denn i d’Ichaufsstross zum es кафе z’finde um mol widär was Warms in Buuch z’becho – zwor nid grad das was mer sich vorgstellt hett (griechischer Salot und Pizza bzw. Spaghetti bolognese), aber egal!

No öpis, wo üs do ufgfalle isch und zwor erschiints dene Lüüt do, egal wo mer isch, so abwegig en Usländer aztreffe, dass wenn mir amigs eifach uf englisch afanget rede, sie jewiils im erschte Moment gar nid schnallet, dass das Englisch isch sonder, dass mir eifach undütlich Russisch redet und sie üs drum nid verstönd…scho no witzig 🙂

Sodeli das wärs vo hüt und sorry, dass i nid eso viel Föteli han, aber mis iPhone isch emol churzfristig mangels Energie tot gsi…

PS: Mir lieget jetzt grad i üse Bett und lueget simultanübersetzti englisch-russischi Blockbusters…

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7306 km | Chita – Skovorodino
Februar 212012

So eigentlich isch dä hüttig Tag schnell verzellt, denn mir hend än vorallem mit Zufahre verbrocht vom Morge bis am Obig! So chömmemer üsem Endziel em Pazifik und Wladivostok in grosse Schritt immer nöcher…

Was do suscht no so abgoht im Zugswage isch hauptsächlich ächli us em Fänschter luege und diä vorüberziehendi Landschaft (heiss uf Russisch im Fall glich und d’Bedütig isch ebefalls deckugsglich) gnüsse, denn ab und zue was Schwätze mit dä Nochbere (so guet es denn halt goht…), denn zwüsched dure emol ächli russischi Folklore vomene schâppernde Natel lose und dezuä no es Krüzworträtsel löse.

Ah jo jetzt hani beinah es Wichtigste vergesse und zwor äs sich Verpflege, das wird do in regelmässige Abständ fascht rituell zur Ziitüberbrückig praktiziert. Au mir misched do chräftig mit – Z’Morge mit Honigbrot, Ei und Tee, dänn Mittagesse mit kaufte Momos (Teigtäsche gfüllt mit Härdöpfel) vo dä Babuschkas vom Bahnsteig, und als Z’Nacht Instant-Nudeln mit Brot und denn no en zünftige Dessert bestehend us Süssgebäck hauptsächlich gfüllt mit Karamelcreme. Ah jo und denn ganz um Schluss no es Bettmümpfeli us gräuchertem Fisch (ok, das isch natürlich nid freiwillig gsi, aber sones Agebot vom Nochber ablehe, wäri nid eso diä feini Art…do muess mer jetzt dure!).

Jo das wäri also was hüt so dä langliebi Tag passiert isch, ah jo ich hani fascht no vergesse erwähne, wiä schlecht mini letschti Nacht do im Zug gsi isch – aber will jetzt nid witär druf igoh, aber eis mueni denn doch no erwähne und zwor isch es dusse während dä Nacht glaubs recht frisch gsi (gschätzt um di -35 Grad), well erschtens hani do im suscht heisse Zug chalt übercho und mich mitere Wulledecke zuedecke und zweitens hetts am Morge inne am undere Fenschterrand Rauhriif und Iis gha!

Was sich eigentlich dusse eso vor üsem Fenster abspielt isch z.T ächli monoton – Wälder us Birke und Tanne, Hügel und Wiesene und ächli Schnee und zwüscheddure amigs no es Städtli (wo vorallem us em Bahnhof und vilä Holzhüsli bestoht..). Was vorallem dra fasziniert isch di unendlichi Wiiti vo dem riesige Land – noch üsne Schätzige fahred mir mit dä Transsib beinahe 1/3 um d’Welt (uf dem Breitegrad bezoge natürlich)!

Guet Nacht (hoffentlich besser als geschter!) und bis bald…

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6198 km | Ulan-Ude – Chita
Februar 202012

Hüt hends mir bim aufstoh relativ gmüetlich gnoh, well uf üsem Tagesplan nid eso viel Sache gstande sind. Um di Nüni hend mir denn aber d’Fädere doch verloh und es erschte wo mir (oder besser gseit dä Denis – üsen Hostelbsitzer) gmacht hend isch nomol en Versuech z’starte mit em Bueche vomene Hotelzimmer in Khabarovsk – tatsächlich es hett klappet, ok dä Priis wüssed mir zwor nonig aber hoffemer mol sie ziehnd üs nid über dä Tisch 🙁

Wiä scho fascht Tradition hetts denn Z’Morge geh in üsem scho as Herz gwachsene Kafi – das mol Brot mit Honig und dezuä en Tee und en Smoothie bzw. Saft. Das mol isch d’Rechnig sogar no tüüfer gsi als geschter….

Grad churz noch dä Öffnig vom geologische Museum am Elfi hend mir dört ganz vili Stei chönne bewundere – es hett sogar Kunst geh us dene Materialie (ganz kitschigi Steibildli).

Mit em Trämli isch es drufabe zum lokale Markt gange um üs dört mit Lebensmittel für diä anstohendi zweitägigi Zugfahrt i z’decke (Brot, Chäs, jenschti Suessware, Banane, Tee und rohi Eier, wo mir denn im Hostel no gschwind kochet hend (wo mir zweimol hend müesse poschte well diä erschte Zwei bim Falleloh vom Ichaufssack natürlich vertätscht sind)). Au em Sputnik-Supermarkt hemmer no gschwind en Bsuech abgstatte, das vorallem wegem z’Trinke. Es Poschte funktioniert also langsam scho recht problemlos, ok mängsmol bruchet mir denn scho no d’Hilf vom Russisch-Büechli oder vom Übersetzigs-App vom iPhone, nume mängsmol erstuunt mich immer no, dass do d’Verchäufer sehr unmotiviert sind, aber villicht isch das jo normal?

Zrugg im Hostel hemmer üs denn langsam parat gmacht zum uf dä Bahnhof z’goh, d.h. Zämärume und Packe und es letschti mol än rächte Toilettegang z’verrichte.

Vollbepackt isch es denn z’Fuess zum Bahnhof gange und riibigslos (nochdem mir au no usegfunde hend uf wellem Gleis üsen Zug fahrt) ihstiege und uf üsem Sitz bzw. Bett i dä 3. Klass Platz gnoh (mir sind widär emol nid würklich i dä Nöchi vonenand platziert worde, aber zum Glück isch nid alles bsetzt und so hemmer mindischtens während em Tag bim Sitze chönne nebedenand si und quatsche…).

Nebed üs hetts widär emol es paar Hüehner, wo sehr Freud hend a üs, hans Gfühl sie hend sich scho dä ganzi Obig über üs luschtig gmacht – aber egal 😉

Diä erschte Kilometer noch Ulan-Ude sind landschaftlich sehr reizvoll und abwechsligsriich gsi – Hügel mit Tannewälder und steppeartigi flachi Graslandschaft und das alles mit erstunlich wenig Schnee bedeckt!

Ah jo mit hend glaubs scho widär ä Ziitzone übersprunge, sind üs aber nid eso einig wieviel und sowieso isch das mit dä Ziite und em Sunnestand alles ächli komisch, denn je wiiter mir in Oste chömmed desto länger hell isch es am Obig (jetzt scho fascht bis am 19.30 Uhr und das im Februar!).

So jetzt lieh diä erschti Nacht im Zug vor üs und morn Morge söttemer denn noch einige Kilometer scho noch Chita si…hoffe ich chan ächli penne i dem churze Kajütebett 🙁

PS: I dä Schwiiz hett hüt jo für üs Beidi d’Schuel widär agfange – scho no komisch soviel Kilometer weg devo z’si…

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Ulan-Ude unter der Lupe
Februar 192012

Üsen hüttig Tag hemmer ächli langsam agoh loh mit emene gmüetliche und feine Z’Morge imene Kafi mit Waffle und Ahornsirup.

Mit em Marschroutentaxi isch es denn ungefähr in 15 Minute use zumene Freiliechtmuseum über diä verschiedene lokale Ethnien mit ihrne Behuusige. Zuäsätzlich hetts dört no en Zoo geh mit ebenfalls dä lokale Fauna bestohend us emen kollerische Bär (siehe Video), zwei wullehoorige Kamel, emene bissige Wolf und emene Rehntier mit nur emene halbe Gweih. Uh jo do während em Zoobsuech hani denkt jetzt verlüri mini Zeche – es isch so bitterchalt gsi trotz steahlendblauem Himmel. Au üsi eigne Spieltrieb sind denn no befriediget worde, well mir hend d’Möglichkeit zum Iisschlittle üs nid entgoh loh (well mir kei Skihose agha hend, sondern nume Jeans, hend üsi Händsche als Schlittelunterlag anehebe müesse…)!

Zrugg im Stadtzentrum bim gröschte Lenin-Kopf sind mir denn es Billet für üsen Balletobig gogä bsorge (es hett sogar no eis geh, ohni irgendwas vorzreserviere und au dä Priis hett sich chönne gseh loh mit 16.- CHF pro Person!).

Zum Z’Mittagesse simmer denn i d’Ichaufsstross und hend ä Pizzeria gfunde, wo mir üsi Energiereserve hend chönne uffülle. Ich han mich denn no dezue entschiede mir en chürzere Hoorschnitt z’verpasse und dä Coiffeur däzuä isch au schnell gfunde gsi underdesse isch dä Fabian gogä Poschte im Supermarkt für dä Z’Nacht (Fotzelschnitte mit Zimt-Zucker). Ich han erschtmol müesse bim Astoh zum Coiffeur usefinde, wer nume uf öper wartet und wer würklich en Hoorschnitt möcht verpasst ha. Noch einiger Ziit und demonstrativem Innestoh im Wartelokal isch denn en Friseurstuehl freiworde und ich han Platz gnoh und mit em öpä einzige Satz, woni uf Russisch bererrsch hani minere Coiffeuse klar gmacht, dass ich us dä Schwiiz bin – я из швейицария. Somit hett si ufghört mit mir Russisch z’bable und mir hend beidi uf Zeichesprooch gwächslet. Hett eigentlich alles guet klappet, mini einzig Sorg isch gsi, dass i am Schluss zu churzi Hoor han, aber ich bin relativ z’friede mit em Ergebnis und das bi dem Priis vo umgrechnet knapp 11.- CHF sowieso. Noch enere fründliche Verabschiedig vo minere burjatische Coiffeuse hend mir üs beidi denn widär im Hostel troffe und sind drufabe denn zum Opere- und Baletttheater (es Gebäude vo usse isch scho mega schön, aber wenn mir inne dä Theatersaal mit sine Verzierige gseht isch mer baff…) marschiert um üs emene Balett zum Thema
„Tausend und eine Nacht“ z’erkwicke.

Zrugg im Hostel sind denn diä Fotzelschnitte i d’Pfanne cho und mir hend au no probiert es nöchschte Hotel in Khabarovsk z’reserviere, wells anschiinend nume so würdi funktuoniere. Doch ihr chönd eu jo denke, wiä das widär emol usecho isch – englisch isch es Fremdwort und Touriste sowieso unerwünscht. Sogar mit Hilf vo üsem Hostelgastgeber hetts nid klappet, denn bi ihm hetts zwor nid wiä bi üs gheisse „no room, no room“, sondern ihm isch relativ harsch erklärt worde, dass im zum jetzige Ziitpunkt kei Reservationen agneh werde chönd, es zueständige Department hegi morn ab em Nüni widär offe! Üsen Gastgeber hett nume gmeint, das segi halt no es Hotel, wiä noch sowejtischem Vorbild – uff mol luege was do no uf üs zuächunnt 🙁

So das wärs emol vo üsem Sunntig do in Ulan-Ude, morn lueget mir denn no paar Museen a bevors am Mittag mit dä Transsib witär goht Richtig Khabarovsk.

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5640 km | Irkutsk – Ulan Ude
Februar 182012

Hüt Morge hett üsen Wecker um di Achti glütet und mir hend denn üses Gepäck widär parat gmacht, hend no gschwind es Hostel zahlt und sind denn zur nöchstglegene Trämlistation vollbepackt gloffe.

Knapp vor dere Haltistell hett üs doch sones Trämli überholt und mir hends somit verpasst, doch kei Problem es fahret jo gnueg vo dene. Doch denkste, grad es paar Minute wo mir scho d’Haltistell erreicht gha hend, isch üs es relativ demolierts Auto vo dä andere Siite entgegecho. Han do scho ä Vorahnig gha, dass was passiere chönnt und tatsächlich grad es paar Sekunde spöter hend mir i de nöchschte Kurve chönne zueluege, wiä das ebe beschribäne Auto in es Anders hinne inetütscht isch und denn devo grast isch! Das widärum isch denn uf dä Stross stohblibä und hett genau d’Trämlischiene blockiert – ouh nei jetzt chunnt üses nohende Trämli natürlich au nid dure. Ich glaubs dä Zwüschedfall hett dä ganzi Morgeverchehr durenandbroocht.

Mir hend üs denn zwungenermasse also au müesse entscheide z’Fuess zum Bahnhof z’goh. Uff isch das
müesam gsi und vorallem chalt am morge früeh, wenigschtens simmer aber gnueg früeh dra gsi und sind nid Gfohr gloffe üsen Zug uf Ulan-Ude z’verpasse (jo jo üsi Hostelfrau isch sehr erstuunt gsi, wieso mir eso viel vorher scho zum Bahnhof gönd, aber mir sind glaubs scho dra gwöhnt, dass do in Russland einiges schief goh chan und mir somit gnueg Puffer ibaut hend…sind mir schlau!).

Rund 30 Minute vor Abfahrt isch dä Zug in Irkutsk igfahre und mir hend üses ganze Gepäck i üses Abteil verlade, damit mir no gschwind händ chönne go Verpflegig poschte (Brot, O-Saft, Striichchäs und Tee).

Denn isch es au scho losgange mit dä Zugfahrt noch Ulan-Ude und zwor mir zwei und en wiitere junge asiatisch ussehende Bueb imene Viererabteil.

D’Landschaft vor em Zugsfänschter isch um einiges spannender gsi, also bisher bi üsere Transsib-Streckene. Mit Tannewälder bedeckti Hügel, Uferbereich am Baikalsee und höchi Gebirge sind so diä geomorphologischi Forme do gsi…

Noch dere rund 8-stündige Fahrt simmer denn pünktlich churz vor em Sechsi am Obig in Ulan-Ude acho – üsen erschte Iidruck: zwor ä so grossi Stadt wiä Züri (sie mached do sogar Werbig fürs oder mit üsem Matterhorn – siehe Bild) aber dennoch sehr gmüetlich und sehr chlinrümig! Mol luege öps do gnueg z’seh git für üs bis am Mäntigmittag…

D’Suechi vonere Unterkunft hett sich do sehr als sehr unkompliziert erwiese – üses gfundene Hostel im Internet isch bewohnt gsi und somit hend mir ganz eifach chönne als Gäscht empfange werde – so muss das sein!

Susch hani eigentlich nümme viel z’verzelle zu dem doch eher ruhige Tag…aber es muess jo nid immer voll Action si, macht eim nume müed 😉

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Baikalsee – Listvyanka II
Februar 172012

Churz vor em Nüni simmer beidi ufgstande und denn uf direktem Weg zum ersehnte scho vorbereitete Z’Morge (ganz viel Omelette) gstürzt. Mit vollem Buch hend mir alles packt und es obligate dick und warm alegge vollzoge und hend üs denn vo dä Rita und em Sascha verabschiedet.

Relativ schnurstrack (gjagt vo bellende Hünd, wos do a fascht a jedem Huusegge git) sind mir use uf dä See gwanderet und denn paralell zur Küste Richtig Baikalmuseum und Ussichtsberg. Dä Himmel hett kei einzigs Wülchli gha und dementsprechend hend mir üses Minimum bezüglich Temperatur vo üsere bisherige Reis erreicht – Minus 23 Grad, do isch eim buechstäblich dä Atemdampf direkt a dä Jacke zu Rauriif erstarrt! Also wenns nume es bizeli gluftet hetti wäred mir glaubs erfrore, aber so windstill und mit Sunneschi isch es no einigermasse ushalbar gsi…

Defür isch dä Spaziergang uf em Baikalsee dä Hammer gsi – mega schöni Liechstimmig mit Iis und Schnee und alles hett glizeret! Noch rund einere Stund sind mir denn widär as Land und händ es Museum über dä Baikalsee bsuecht. D’Usstellig isch mega schön gmacht gsi und wäri us naturwissenschaftlicher Sicht sicher mega spannend gsi, wenn mer Russisch verstande hetti, denn es isch eim genau erklärt worde wiä dä tüfschti See vo de Wält mit rund 20% vo dä Süesswasser-Reserve, entstande chönti si. Aber dä Bsuech hett sich allemal glohnt, au wenns nume wege dä iheimische Fisch im Aquarium gsi isch.

Noch dem Bseuch isch ä Wanderig uf en Ussichtsberg agstande, doch z’erscht hemmer emol dä Istieg i dä Weg finde müesse – also widär emol ganz viel Passante demit beläschtige. Es hett schlussendlich au klappet und mir sind voremene Skilift gstande, jo Richtig Skilift, sie fröned do also au dem Wintersport. Es Skigebiet isch zwor nume us dem Ussichtsberg bestande mit jewiils eim Sessellift und emene Schlepplift und denn no etwa drü Pischte. Au Skifahrer selber hetts nid dähufe gha und Pischte sind erscht gar nid prepariert gsi, wiä das bi üs de Fall wäri.

Mir hend denn au dä Sessellift gnoh zum uf dä Bergspitz z’cho und nochemene kurze Marsch hend mir dä usgwieseni Ussichtspunkt erreicht – mega cooli Ussicht über en grosse Teil vom Baikalsee und sinere Umgebig inklusive em Usfluss dä Angara. Super Glegeheit für zum ächli Z’Fötele…!

Churz ä Teepause im „Bergrestaurant“ und denn widär abe mit em Sesseli und zrugg zur Autobushaltistell bim Museum. Denn mir hend üs uf dä Rückweg noch Irkutsk gmacht noch dem zweitägige Usflug an Baikalsee. Mir hend denkt es zrugg cho mit somene Büssli chenti no schwierig werde ganz so ohni feschte Fahrplan, doch mir chönd üs jo au mol im Negative irre, denn alles hett riibigslos klappet, noch rund 15 Minute hett sones Gfährt aghalte und üs ufgablet. D’Fahrt zrugg noch Irkutsk isch dasmol nid eso ä Raserei gsi, dä Fahrer isch relativ human umekurvt.

Acho in Irkutsk simmer sogar z’mittzt im Zentrum bim Markt (und nid dört wo mir bi de Hiireis noch Listvyanka igstiege sind usserhalb bim Autobusbahnhof) und das isch üs sehr gläge cho, denn erschtens hemmer denn grad für üsen Z’nacht chönne go poschte und zweitens simmer nöcher bim Hostel gsi.

Glaubs hüt sind üsi Nerve für eimol nid ganz eso starch strapaziert worde wiä suscht amigs, denn fascht alles wo mir planet gha hend hett ohni Problem funktioniert – isch jo fascht langwiiilig 😉

Zrugg im Hostel hend mir denn emol selber kochet und zwor Spagetti mit selber gmachte Tomatensauce (mir hend alli Zuetate frisch uf em Markt becho – Tomaten, Rüebli, Zwieblä, Chnobli und Basilikum; nume dä Chäs zum Raffle isch nid eso eifach z’finde gsi – am Schluss hend mir anschiinend es Produkt us oder noch Art vo dä Schwiiz i üsem Ichaufsbütel gha) und emene im Markt kaufte Salot (mir hend do eifach verschiedeni Gmües chönne uswähle bimene Marktstand – fein isch er denn au gsi).

So morn geits wiiter mit em Zug noch Ulan-Ude…

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Baikalsee – Listvyanka I
Februar 162012

Uff also hüt Morge am halbi Achti, wo mis Natel glütet hett, hani aber mega Müeh gha zum mich ufzraffe zum us em Bett z’cho – kei Wunder dusse iisigchalt und im Bett wohlig warm 😉 Mir hends denn Beidi aber doch no gschafft, hend üses chline Gepäck packt und es grossi Gepäck im Hostel abgstellt. Denn simmer au scho widär parat dusse uf dä Stross gstande und hend eigentlich äs Кафе zum Z’Morge esse gsuecht, doch es hett nid würklich söttigi gha oder wenn jo denn sinds no gschlosse gsi (isch jo klar, Morge am halbi Nüni isch jo no viel z’früeh…Ironie).

Denn hemmer üs halt ohni volle Buch zum Autobusbahnhof gmacht und sobald mir us em Trämli gstiege sind, hett üs scho es Marschroutentaxi aghuupet, anschiinend gsehnd mir immer no noch Touriste us und die wönd schliesslich noch Listvyanka. Ok mit eifach Istiege isch es denn aber nonig getan, mir händ nämli fascht 45 Minute müesse warte bis mir abgfahre sind, well sones Gfährt fahrt ebe erscht, wenn alli Plätz bsetzt sind! (ok es isch am Schluss immer nonig voll gsi…aber egal). D’Fahrt uf Listvyanka hett öpä nume rund 1 Stund duuret, hetts aber dennoch insich gha – Kamikazefahrt uf schneebedeckte Strosse mit regem Gegenverkehr (also besser nid noch füre dur Frontschiibe luege, suscht Angscht!).

Heil acho i dem Städtli hemmer üses vorreservierte Hostel Sascha müsse finde, und das isch widär ä grösseri Herusforderig gsi ohni Charte und Strossenäme. Nochdem mir es paar mol hi und her gloffe sind und mit Hilf vo Passante isch es denn glunge – Wow das isch glaubs diä schönschti und heimeligschti Underkunft bis jetzt und denn au no mitemene fründliche Gast-Ehepärli.

Mit enere Planskizze vo dä Hostel-Muetter i dä Hand, hend mir üs denn alsbald uf dä Wäg gmacht zum „Dog Sleding Center“, wo mir vorgha hend zum echli Hundeschlitte z’fahre. Dört acho hend mir erschtmols nid eso viel Beachtig übercho, es hett zwor Lüüt gha (äs Fensehteam, zwei jungi Manne und es älter Päärli) aber die hend sich nid für üs interessiert. Also simmer echli dumm i dä Gegend umegstande und hend ächli dä Huskis, wo dörte gsi sind, zuglueget. Doch plötzlich isch en Hundeshlitte azrase cho und en ältere Herr hett üs agsproche und gfrooget öb mir au gern möchtet Schlitte fahre. Gesagt getan. Dä Fabian und ich sind nochenand öpä 5 km go Schlitte fahre dur dä Tannewald i dere schneebedeckte Märlilandschaft. Mir hend sogar jewiils selber im Stoh gstüüret, am Afang hett mer scho chli Respekt gha vo dere Sach aber denn isch es gange, dä älteri Herr isch jo uf em Schlitte au debi gsesse und hett Komandos geh sine Hünd. Also ich hans uf jede Fall als lässigi Erfahrig chönne abbueche…hett Spass gmacht!

Zrugg im Hostel hend mir üsi selbergmachte Sandwiches verdruckt und hend ä gueti Stund gruebet. So geg di halbi Vieri simmer denn is Dorfzentrum gloffe, aber nid uf irgend enere Stross, wiä ihr jetzt wohrschinlich vermuetet, sondern uf em gfroorene Baikalsee – mega lässig eifach so druf chönne z’laufe, jo sogar mit em Auto z’fahre! Es hett zum Teil entweder viel Tüüfschnee gha oder blankes Iis, oder sogar Iisschollene am Ufer.

Üsen Spaziergang zum Dorfzentrum isch fascht zunere Wanderig usgartet und mir hend äs Ufer vom Baikalsee entweder vom Land oder vom Iis us gründlichst beguetachtet. Als denn d’Sunne am Horizont am undergange gsi isch, hani ghofft, dass diä versperrende Wulche ächt verschwindet, damit ich cooli Föteli chent schüsse, doch ganz knappt hetts leider nid glanget, aber es Wätter isch suscht im Verglich zum Schneegstöber vo geschter viel besser gsi (mir hend üs sogar mit Sunnecreme müesse ischmiere!).

Z’Nachtesse hetts denn imene normale Restaurant (und nid Kafe, wiä suscht immer) geh. D’Underschiid sind einerseits im viel höchere Priis und anderersiits au im Esse, äs isch viel exklusiver (bi üs hett ganz viel Fisch direkt us em Baikalsee geh, eimol chalt in zwei Variante und denn no warm mit Gmües und Härdöpfel als Biilag – also warm hett mir dä Meeresbewohner gschmeckt, aber chalt, ich weiss nid eso recht…).

So jetzt höcklemer i üsem schone Holzzimmer im Hostel und freued üs uf ä ruhigi Nacht (do uf em Land isch es mucksmüslistill) und dä astohendi inkludierti Z’Morge…

PS: Irgendwie isch Russland ächli ä Servicewüeschti, hend das widär emol gmerkt bimene Kafibsuech do – bschtelle muess mer am Trese und au es Esse wird eim nid an Tisch brocht!

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Stadt Irkutsk

Stadt Irkutsk

Russland

Februar 162012

Gastblogeintrag Fabian Ringli:
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Nochere ziemlich erholsame Nacht – mir sind z zweite imene Viererabteil gsi, wa dänn eigentlich de erschte Klass wür entspreche – simmer hüt am Morge z Irkutsk acho. Scho bald hämmer feschtgstellt dases do zimli warm isch, äs hät grad emol -11 Grad, däfür häts gschneit wie verruckt und alles isch scho tüf verschneit gsi. Nocheme mässig gmüetliche Zmorge im Wartsaal hämmer dänn üsi Bagasch möglichscht schnäll wele loswerde und sind si drum im Luggageroom go istelle – üses online vorbuechte Hostel hät üs äbe per Mail mitteilt dasmer ersch am Nomittag am Vieri inechöned. Als nögschst wär dänn dä Pascal fasch verhaftet worde wel ers gwogt hät dä Bahnhof z fötele wa i däm komische Land strengstens verbote isch. Er hät dänn dä Polizischt miteme andere Föteli vo dä Stross chöne besänftige. Jo und dänn sind üsi Nerve wiederemol – wie eigentlich fasch jede Tag und au nid s letscht Mol für hüt – arg strapaziert worde: Mir händ nämli wele äs paar witeri Zugbillett chaufe und usserdem usefinde öb ächt d Zirkumbaikalbahn (sonen Tourischtezug am Baikalsee noh wo eigentlich uf üsem Programm gstande isch) am Dunschtig fahrt. Leider häts jetzt aber i däm nid allzu grosse Bahnhof a öppe siebe verschiedene Ort Bahnschalter. Die befinded sich a allne mögliche verschiedene Egge und jede vo däne hät anschinend sind eigete Ufgobebereich. Leider wüsseds aber sälber nid weli das da sind und so simmer natürlich x-mol hin und her gschickt worde bis üs öppe all Agstellte kännt händ. Öppe drü Stund nochdem mer acho sind simmer dänn endlich stolzi Bsitzer vo äs paar witere Bahnbillett gsi und händ erfahre das die Baikalbahn im Winter gar nöd fahrt. Das da würkli stimmt glaubemer bis jetzt nonig so ganz.

Nocher simmer dänn ändlich id Stadt wo uf dä andere Siite vom Angara-Fluss lit und zwor mitem Trämli. Und – oh Wunder – s Trämli isch genau so gfahre wes het söle und mir sind uf Ahieb fasch am richtige Ort usgstige. Als erschts simmer dänn zum Märt und händ vorusse än Stand mit so brune Dinger wo we Caramel usgseh händ atroffe. Aprise word isches üs dänn als Chaugummi doch im Muul häts sich zimli schnäll als Chautabak usegstellt und isch drum extrem schnäll im Abfallchübel glandet – so öppis grusigs! Nochdem mer dänn no di feine Sache ufem grosse und schöne Märt beguetachtet händ, simmer dänn go d Stadt aluege. Die hät üs ächt gfalle wel obwohl si 500’000 Iwohner hät würkt si a vielne Stelle ener wenes Dorf – s hät uh viel chlini verlottereti Holzhüsli und Bäum. Däzue ane isch alles no tüf verschneit gsi. Uf üsem Rundgang hämmer dänn zersch mol än Halt imme sehr chline aber im Verglich mit andere sehr türe Naturkundemuseum gmacht – äs isch eigentlich nume use paar schöne usgstopfte Tier und äs paar uralte Ufpasserinne bestande wo sich köstlich amene am Bode ibländete interaktive Multimediaspieli amüsiert händ. Ersch nochdem mor chli mürrisch dri gluegt händ wel s Museum so chli gsi isch hät üs än nette Herr inen Näbesruum gführt wo miteme Netz uskleidet gsi isch und ganz viel läbigi riesigi und farbige Schmetterling beinhaltet hät. Aschlüssend hämmer dänn ä Rundi durd Stadt trüllt und händ däbi paar schöni Chile wo fein noch Weihrauch gschmöckt händ besichtiget, änere luschtige Wachablösig bim ewige Füur zueglueget und äs Gländer am Fluss entdeckt wo alli Irkutsker Liebespärli äs Schloss mit Härzli druf amached. D Suechi nocheme Kafi zum Zmittag ässe hät sich als ungwöhnlich schwierig usegstellt, däfür hämmer festgstellt dases do a jedem Egge – würkli a jedem – ä Apothek hät, für was au immer. Nochdem mer doch no eis gfunde und üs mitere wiitere Borschtsch-Suppe gstärkt händ, hämmer probiert usefinde mit welem Bus mir ächt zum anschinend sehenswerte Angara-Staudamm chömed. Da isch wieder emol ganz schön knifflig gsi wel äs git au i däre Stadt – obwohl dä ÖV do rächt guet funktioniert – wie überall weder Fahrplän no Linieplän ade Haltistelle. Schliesslich simmer imene Marschroutetaxi glandet (äs chlises ängs 15er-Büssli wo eifach denn fahrt wänns voll isch) und da hät üs au tatsächlich as richtige Ort brocht. Nume isch dä Damm nid würkli sehenswert gsi und so simmer mitem Bus wieder äs Stuck zruck und z Fuess über äs paar gmeinförlichi Strosse zumne Museumsiisbrecher. Dä hät vo usse no schön usgseh, inne ischer nid wahnsinnig liebevoll igrichtet gsi, aber äs hät äs alts Ehepäärli gha wo üs freudig empfange het und üs au grad no ä Privatfüerig in Maschineruum botte hät.

Nochdem mer üs dänn ufem Märt no mit Essware für de Z acht ideckt händ, simmer zruck an Bahnhof gos Gepäck hole und dänn ab i üses vorbuechte Hostel. Doch wie chönts au andersch si, äs hät wieder emol gar nüt klappet und dä Tag hät sin nervliche Höhepunkt erreicht. Äs isch nämlich kein Chnoche umegsi bi däm Hostel, mir sind vor verschlossene Türe gstande und wäme aglüte hät häts gheisse: „zur Zeit nicht verfügbar“. So isch halt d Suechi nocheme neue Hostel losgange. Scho noch zwei Telefonarüef simmer aber fündig worde, händ üsen Rucksack gschulteret und sind mitem Trämli döt hi. Atroffe hämmer dänn tatsächlich äs gmüetlichs und sympatischs Hostel mitere unkomplizierte Gaschtgeberin wo flüssend Englisch cha und so simmer dänn erschöpft is warme Bett plumpst.

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5185 km | Krasnojarsk – Irkutsk
Februar 142012

So öpä am halbi Nüni sind mir ufstande (früehner lohnt es sich eh nid, wells eh erscht noch dä Nüni do hell wird…), hend denn üsi Sache packt, hend Z’Morge im Zimmer geässe und sind denn zur Reception abe. Dört hett üs denn diä jungi charmanti Frau mit dä Hand am Kopf erwartet. Ihre hend mir denn wölle klar mache, dass mir üses Gepäck gern möchtet istelle bi ihne bis noch em Mittag. Mir hend ghofft, dass sie hüt villicht echli kulanter segi mit üs und üsne Wünsch und tatsächlich sind mir denn zu üsem Ziel cho (wenn au mit Google-Übersetzigshilf und Zätteli schribä, aber egal).

Denn isch en Bsuech im Heimatmuseum agstande, doch vor em Igang hemmer gmerkt, dass mir ä Stund z’früeh dra sind, wells erscht am 11 Uhr ufmacht. Drum hend mir diä Stund halt i de Stadt mit Poschte vo Lebensmittel für üseri witeri Zugsreis verbrocht (ok ehrlich gseit isch sind diä 60 Minute eher vergange mit dä Suechi nocheme Supermarkt – en nette Herr in flüssendem Englisch hett üs sogar doch no en gueti Hiwiis chönne geh).

Zrugg bim Museum hend mir denn au offeni Türe gha und sind üs dinne ächli gogä umeluege – viel Sache hend mit historischerwiis nid eso kennt, aber d’Usstellig isch liebevoll gstaltet gsi!

Öpä genau zur Mittagsziit hetts üs denn ines Kafi (in Russland isch es „кафе“ ebenes eifachs Resti) und hend in churzer Ziit ä Suppe und en Hauptgang mit Chäs bzw. Härdöpfel verdruckt, schnell wells mir pressant gha hend uf dä Zug!

Churz zrugg zur Reception, churz verabschiede vo dem gspässige Hostel-Team und denn mit em Bus (tönt jetzt di widär eifacher als es in Realität isch, denn mer muess erscht mol dä richtig Bus finde!) schnurstracks an Bahnhof. Pünktlich isch dä Zug agschribä mit Moskau-Peking uf em Perron 3 und Gleis 6 ihfahre und mir sind in letschte Wage igstiege – hei komisch diä fahred do amigs so langsam in Bahnhof i, dass es bestimmt 5 Minute duuret bis er endlich stillstoht 😉

So und jetzt leget mir wiiteri Kilometer Richtig Vladivostok zrugg und stieget morn Morge denn in Irkutsk am Baikalsee us…

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Schneegestöber in Krasnojarsk
Februar 132012

Churz noch em Siebni Ortsziit sind mir vom liebe stellvertretende Zugsbegleiter gweckt worde (also mich hett er mit sine chalte Finger a mim Arm gweckt, bin grad ufgschreckt und im erschte Moment verwirrt gsi…), damit mir es Usstiege i üsem Zielbahnhof Krasnojarsk jo nid verpasset.

Nachdem mir üsi Sache packt hend und üs vo dä Nochbere verabschiedet hend simmer denn endlich widär emol ächli usegange zum Zug und sind direkt imene chalte Wintermärli mit heftigem Schneegstöber itaucht (so stell ich mir „richtige“ Winter vor – Hammer!).

Mir hend üs denn grad entschieden bevor mir dä Bahnhof verlönd is Stadzentrum, dass mir üsi nöchschte Zugbillet chaufet – gesagt getan und wells grad unheimlich problemlos alles klappet hett demit, hend mir grad au es übernöchste Billet au scho poschtet. Das mol hend mir üs wirdär für ächli feudaleri Verhältnis entschiede und zwor es Viererabteil i dä 2. Klass 😉 (nochdem churze Bett…).

Denn hend mir üs mit em Taxi uf direktem Weg ines usgwählte Hostel gmacht und zwor in eis wo anschiinend Registratione für d’Gäschte abwicklet. Dä Taxifahrer isch ächli en Halsabschniider gsi und hett viel z’viel vo üs verlangt, aber so isch es halt wenn mer so einsam als Tourist i dere Johresziit underwägs isch 🙁

Acho im Hostel, hett üs ä Drüergruppe vo Fraue hinder dä Reception begrüesst und wiä – diä eint hett scho vo Afang a en Lätsch bis am Bode abe gmacht und hett bis üsne Wünsch nume no d’Auge vertrüllet und sich an Kopf glanget, denn diä Eint hett gar keis Wort usebroocht und diä Letscht hett ächli Englisch chönne defür hett sie kei Ahnig vo ihrem Hotel gha (d’Duschi hend mir zerscht mitenand müesse go sueche…!). Shlussendlich hetts denn für üs doch no es Bett geh, zwor in zwei Einzelzimmer, aber egal, defür gsehts mit dä Registration vom Visum guet us (gsehnd mir denn morn, öb würklich…hoff).

Nochem wohlferdiente Dusche, Rasiere und Zähnputze hend mir denn no churz diä letschte Reschte vo üsem Z’Morgeproviant verdruckt und hend üs denn uf dä Wäg zur Touristeinformation gmacht. Ou nei, die Suechi noch dem isch au widär super gsi – luut Reiseführer sött si im Hotel Krasnojarsk si, doch döte acho, hetts nüt gha, also d’Souvenirverchäuferin irgendwie mit Hilf vom Sproochführer deno gfrooget und au ä Antwort mit Wägawiisig mit
Handzeiche becho, also widär use noch links ums Hotel, doch döte au Nix, also imene Ministerium widär mol nohfrooge und anderi Beschriibig becho. Schlussendlich simmer imene Shoppingcenter imene Reisebüro glandet und dört hett üs ä jungi Frau uf Englisch einigi vo üsne Frooge beantwortet betreffend Stolby-Nationalpark.

Mit em Bus Nr. 50 simmer denn au zum Ziel cho und hend üs denn uf dä zirka 8km langi Wanderweg gmacht zum Nationalpark und sine pitoreske Felsformatione. Dä Hiwäg het guet 2 h duret dur tief verschneiti Tanne-Birken-Wälder und am Zielpunkt hend mir denn au tatsächlich zwei vo dene Steitürm (russ. Stolby) gseh – mega schön und mit Schnee bedeckt.

Noch dem mir au dä glichi Rückwäg bi Chälti und Schnee gmeischteret hend simmer denn gegä Obig zrugg im Hostel gsi und hend üs für dä Z’Nacht parat gmacht.

Nochem Z’Nacht i de Stadt simmer denn no noch dä Achti is Kino und hend für guet 3.- CHF mehreri urkaninischi Churzfilm zum Thema „Liebe“ gseh. Muess sägä einigi vo dene sin Hammer gsi – teschnisch und Ideenmössig sind sehr guet gmacht si, min Lieblings isch ä Liebi gsi zwüsched emene ältere Herr und em Klavierspiel vonere ältere Dame…snief…

So morn Morge hämmer nochli Ziit do in Krasnojarsk und denn gohts wiiter mit em Zug noch Irkutsk…

PS: Wenn ihr eu jetzt wunderet, was das Föteli mit em Kamm söll – ich han endlich eine gfunde, welli min dihei vergesse han!

Ah jo und denn hetts no eis vomene lässige Vogelhüsli, wo sehr kreativ do us Allem bestönd!

PPS: No was Allgemeins zur Stad Krasnojarsk, ich muess sege bis jetzt gfallt mir diä Stadt do am Beschte (d’Hauptstross isch schon mit traditionelle Gebäude gsümt, es git schöne Strosselampe und Absperrige, alles isch Schneebedeckt und es lauf überall diä glichi besinnlichi Musig us Luutsprecher – fascht wiä im Disneyland.

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So mir hend jetzt scho widär ä ganzi Nacht hinder üs ohni nennenswerti Zwüschedfäll (han sogar besser gschlofe als letscht Nacht, nume han mängsmol en Chrampf i de Bei vo dem z’churze Bett).

Während em Tag hend mir au einigi km mit em Zug zruggleit. Mir hend öpä vier Nochbere (än junge Maa, es älters Ehepäärli und denn no en Ältere Herr), wo scho ganz Afang a mit üs im Zug sind, alli Andere wächslet recht flissig (aber werdet denn sofort gwarnt, dass do Usländer im Zug sind) und drum hend sie sich mit üs während dä letschte Stunde zögerlich agfründet. Englisch chan eigentlich nume dä älter Herr (äs hett mi eh dunkt er entsprechi voll nid üsne Stereotype vo Russe – kei Alkohol drinkt er, wenig Fleisch isst er und er weiss sehr viel über d’Wält) ächli, diä Andere schwaflet üs eifach mit Russisch voll oder mir probieret üs mit Händ und Füess (und sogar mengsmol mit Zeichnige) z’verständige. Mir hend hüt Mittag ächli über diä jenschte alltägliche Sache gschwätzt, bim Erkläre vo russischem Gmües und Tiere hetts denn diä eint oder ander komischi Situation (sogar nid direkt involvierti Zuggäscht hend sich köschtlich amüsiert und hend äs normalerwiis seltens Lächle gseh) geh, wo mir enand eifach nid verstande hend und sie gmeint hend mir kenned nid emol diä eifachschte Sache 😉

Au mit Gsellschaftsspieli hend mir üs Z’vierte underhalte, zerscht hend mir üsne Nochbere es Spiel mit schwiizer Jasscharte erklärt und denn im Gegenzug hend sie üs es Doministei-Spieli erklärt. Isch no witzig gsi und d’Ziit isch so au schneller umegange. Am Schluss hett sich denn no usegstellt, dass dä älteri Herr en Spieli-Sammler isch und offenbar äs Aug uf üsi Jasscharte gworfe hett, well bevor er dä Zug verloh hett, hett er mir für 400 Rubel (umgrechnet rund 12.- CHF! scho chli viel oder, aber er hett druf bestande…) das Set abkauft.

D’Landschaft dusse isch recht flach und bestoht meischt us Birkewäldli, ächli Schnee und gelbbruuns Schilfgras und dezwüsched mängsmol einigi Datschas (Holzferiehüttli). Äs Wetter hett sich ächli gänderet und es schneit sogar es bitzeli.

So am früehne Obig simmer denn in Noosibirsk acho und hend rund 40min. Ziit gha zum Usstiege. Das hend mir denn au gnutzt und hend üs nochli mit Lebensmittel ideckt (hartgekochte Eier, wo aber scho widär halbgfrore sind am Kiosk, und bi Lüüt poschtet, wo glaubet „Vegetarianski“ segi ä Nationalität…) und dä prunkig Bahnhof aglueget.

Im Zug chömet amigs Verchäufer verbi und wönd ihri Sache (ganzi tröchneti Fisch, kitschigi Hologrammbildli und rosafarbigi Strickchleider usw.) loswerde.

So jetzt no ei Nacht und denn simmer widär emol ächli dusse und nid am Zugfahre…freu mi druf mich endlich widär z’Dusche und vorallem d’Hoor zwäsche noch rund 3 Täg!

So jetzt hani grad no en Nochtrag und zwor hend mir jetzt grad no einigi Minute widär imene Bahnhof ghalte (mitlerwile isch es do jetzt 22.30 Uhr) und mir lieged beidi scho i üsne Kajütebetter do chunt doch üsi Zugsbegleiterin verbi und git üs je ä Hälfti vomene Vanillecornet (Glace esse bi fascht -20 Grad in Sibirien…strange) – ich glaubs mir hend üs do nett benoh, dass sie üs so gärn hett 😉

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So diä erschti Nacht imene Zug hend mir jetzt hinder üs, muess säge isch halt glich nid eso erholsam wiä imene Hostel. Mis Kajütebett isch ächli gar churz für mini Körpergrössi, es isch während dä ganze Nacht äs Cho- und Goh vo Lüüt bi jedem Halt und dä Zug holperet mängsmol ganz schön (han sogar mol ächli Schiss übercho, woni gfunde han jetzt rast er aber ganz heftig für sini Kondition!).

Am Morge wos grad scho hell worde worde isch bin denn au gli verwachet (ok glaubs bin eine vo dä Erchte gsi im ganze Wagon, aber mich hetts halt gwunderet wiäs Dusse eso usgseht…). Dusse hend also d’Birke glizeret im Sunneschi wiä wänns für Wiehnachte gschmückt worde wäred und das zwor wegem Rauhriif wos druf gha hend – mega schön und fascht scho kitschig 😉

Mir hend underdesse scho zwei Ziitzone übersprunge und hend jetzt Moskauer-Ziit + 2h und somit zur Schwiiz + 5h. Aber das ganze mit dene Ziite spielt eigentlich kei Rolle well mer verlührt es Gfühl defür während dere endlosschiinende Zugsfahrt eh vollkomme. Dä Tagesrhytmus hett sich eh glaubs scho längscht em Sunnestand apasst.

Jo also wenni jetzt möcht verzelle, was alles eso passiert isch, isch das äbe eigentlich gar nid eso viel, hauptsächlich lueget mir us em Fenschter und lueget wiä sich d’Landschaft eso veränderet (leider nume amigs ganz allmählich, das git eim en Idruck wiä krass gross das Land eigentlich isch!), denn esset mir zwüscheddure ächli Öpis und drinket heisse Tee dezuä und wenns amigs en längere Stopp imene Bahnhof git, denn gömmer gschwind use go üsi Bei z’vertrete und frischi Luft z’schnappe (in Jekaterinenburg hend mir wo mir us em Zug gstiege sind sofort gmerkt, dass irgendwas Andersch isch als suscht und wo mir ä Azeigetafle mit dä Lufttemperatur gseh hend, hend mir au gwüsst was, es isch nämlich recht warm gsi, nume -8 Grad!).

So jetzt liegi i mim Kajütebett und diä nöchscht Nacht im Zug stoht a, mol luege wieviel Kilometer mir bis am Morge zruggleget. Muess also scho säge, nume reini Zugfahrt ohni Halt, fändi glaubs recht langwiilig, aber villicht wird jo dusse vor em Zugsfenster doch nochli spannender…

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Stadtrundgang Nizhny Novgorod
Februar 102012

Nochere erholsame Nacht, obwohl äs Bett ächli knarrt hett, hend mir üs widär use i d’Chälti gwogt (es sind sogar Eiskristalle i dä Luft funkelnd umegwirblet…) und hend en erneute Alauf betreffend ÖV gmacht, denn mir händ welle üses Gepäck im Bahnhof istelle. Au nei, das isch widär ä Sach gsi, es schiint glaubs hoffnigslos, dass mir do jemols druschömed mit dem System – mir sind einigi Mol jewiils ei Station hi und denn widär zrugg gfaahre und hend langsam d’Billetverchäufer scho kennt.

Irgendwenn hends mir doch no über dä Fluss „Oka“ zum Bahnhof gschafft, noch rund 1.5 Stund!

Nochem Gepäck istelle sind mir denn no schnell bimene Markt verbi, wo mir uf dä Hifahrt zum Bahnhof gseh händ. Äs hett ganz viel Mäntel, Socke und Chappe geh und d’Verchäufer sind ächli ufdringlich gsi (han sogar en Schupps übercho!). Inere agrenzende Markthalle hetts denn no Lebensmittel geh – erfroreni Tomaten, Fisch & Fleisch und Frücht, mir hend üs denn für zwei Banane und ächli Dörrobst entschiede.

Nochher isch es widär zrugg über dä Fluss i d’Altstadt zur Hauptshoppingstroos gange. Döte simmer denn imene rächt vornehm wirkende Kafi go Z’Mittag esse. Üsi Bedienig hett sogar Englisch chönne und üs also d’Spiischarte simultan ünersetzt. Drum hend mir au schlussendlich beinahe en Drügänger übercho mit Salot, Suppe und Lachs mit Riis als Hauptgang. Mir sind so ächli nervös worde wege dä folgende Rechnig, sind denn aber grad ächli baff gsi, well umgrechnet hetts für alles nur öpä 24.- CHF koschtet! Nid schlecht oder…?

Dänn hend mir diä gloorrichi Idee gha üses Visa no go z‘ registriere und zwor bi dä Poscht, so wiäs i mim Reiseführer stoht. Aber üsi Vorahnige hend sich widär emol bestätiget – klappets hetts nid würklich, än einfache Stempel hend sie üs eifach nid welle geh, sie seget nid zuäständig und sowieso… Och Mann! Mir hend üs sogar müesse helfeloh vomene Afrikaner, wo Russich, Englisch und Französisch gredt hätt, er hett sis Beschte geh (diskutiert mit dä Poschtagstellte, telefoniert mit üsere Hostelfrau und emene Hotel in Krasnojarsk usw.), mir sind fascht beschti Fründe worde, hend uf jede Fall üsi Natelnummere scho ustuuscht. Einigi Sache, wo sie also verlangt hend isch ächli sehr suspekt und erinneret an sowjetischi vergangeni Ziite…aber ufrege lohnt sich glaubs definitiv nid.

Denn sind mir doch no dezuächo ächli d’Sehenswürdigkeite vo dere Stadt go z’beguetachte – Kreml, Stadtmuur und no zwei chlini Museen (i eim hett üs es ganz alts Fraueli mit Infos über d’Usstelligsstück zuetextet, natürlich für inverständlich in Russisch, isch aber härzig gsi ;-)).

Nochemene abschlüssende Kafibsuech simmer denn erstuunlicherwiis ganz promt widär zrugg bim Bahnhof gsi, obwohl mir defür dä ÖV benutzt händ – villicht kapiert mer das doch glich irgendwenn emol.

Pünktlich sind mir denn am Obig mit em Zug abgfahre und sitzet jetzt für rund 2.5 Täg und meh als 3’500 km im Zug i dä Holzklass Richtig Vladivostok…bis bald!

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441 km | Moskau – Nizhny Novgorod
Februar 92012

Am hüttige letschte Morge in Moskau simmer no gschwind uf en Markt gange zum en Hase z’chaufe, ah sorry ich mein natürlich ä russischi Pelzmütze! Wo mir a diä Marktständ anecho sind und diä erschte Verchäufer gmerkt hend, dass mir zu dä Gattig „Touriste“ ghörtet, hend mir üs nümme würklich wehre und hend müesse uf dä Handel istiege. Also es Hasemodell isch nid grad es modernst (gsehnd demit jo au recht gspässig us vgl. Photo) und äs bizeli hoore tuet es au no…gruusig. Ok aber warm git si jo scho!

Nochher simmer no churz go einigi Lebensmittel go poschte für diä erschti Verpflegig im Zug – isch doch immer widär luschtig, eifach unbekannti Sache in Ichaufschorb z’legge…

Denn churz vor Eis sind mir uf em Perron vor dä Marke „0 km“ gstande, wo also dä Afang vo dä Transsib markiert und sind denn allsbald au in Zug igstiege (am Afang no in falsch Wage, es entziffere vomene russische Billet isch gar nid eso eifach, aber es git do jo netti Zugbeglsiterinne…).

Pünktlich um 12.45 Uhr isch denn dä Zug mit üs losgratteret Richtig Oste.

D’Zugfahrt ansich isch nid eso ufregend gsi, es hett eher öpis beruhigends gha, diä endlose schneebedeckte vorüberziehende Birke-Tanne-Wälder. Amigs hetts au einigi Dörfer und Bahnhöf z’bewundere geh. Mir sind übrigens 2. Klass imene 4er Abteil greist und nume ein andere Pasagier isch denn irgendwo zu üs zuegstiege – also recht gmüetlich. Ah jo und natürlich au rächt warm mit bis zu gheizte 28 Grad, wenns gliichziitig dusse -20 Grad hett!

Also d’Internetverbindig mit em Handy funktioniert jetzt also würklich, mir hend eifach es paar Kilometer müesse äwäg si vo Moskau und dä Empfang isch au erstunlich guet.

Churz noch dä Sibni simmer denn di in Nizhny Novgorod acho und hend eigentlich üses organisatorische Vorgoh alles scho im Chopf duregspielt, doch wiä sich denn am Schluss hett müesse usestelle, hett ei Chlinikeit ä grossi ungwollti Chettereaktion usglöst – äs hett keis Bett meh gha im Bahnhof, es zweite Hostel ächli wiiterweg isch au voll gsi, äs dritte Hotel isch zu nobel und tüür gsi, en Telefonaruef bimene vierte empfohlene Hostel isch ohni Englisch sehr schwierig gsi, dä Portier vom Luxuxhotel hett üs denn es Taxi dört ane bstellt, well das Hostel z‘ wiit weg gsi isch. Ok jetzt hend mir wenigschtens emol ä befriedigendi Übernachtigsmöglichkeit.

Denn simmer widär zrugg zum Bahnhof well mer vor luuter Hotel-Suechi vergesse hend es nöchschti Zugbillet z‘ chaufe! Dä ÖV i dere Millionenstadt isch aber katastrophl, do chunt kein Sau druus – fahrt jetzt do es Trämli, en Bus oder ä Metro und wohi überhaupt?

Doch no irgendwiä acho im Bahnhof hend mir üse vorher usegsuechte Zugverbindige welle bueche, doch au do Sproochproblem (also mit vorhergehendem usführliche Notiere vom gwünschte Billet klappets am beschte, mündlich wills eifach nid hihaue) und denn au no ganz komischi Verbindige – üsen gwüschte Zug seg en Postzug und sowieso alles ächli komisch… Denn halt ächli umorganisiere mit dä nöchschte Zugsreis! Schlussendlich hend mir jetzt eifach halt än Halt usloh und fahred grad zum übernöchschte Halt!

Also zum ganze Wirrwar und Chaos mit dene lokale Lüüt do, chani nume eis sägä, diä Einte sind mega nett und probieret so guet wiä möglich z’helfe (z.B üsen hüttige Polizeihelfer vom Bahnhof) oder Andere hend eifah kei Luscht und Geduld emene somene Tourischt z’helfe (wiä diä jungi hüttigi Billetverchäuferin, wo üs schlissendlich keis billet meh hett wölle verchaufe!).

Uff mir sind jetzt grad ächli gschafft vo dem Chaos und hoffet, dass morn diä astehendi Stadtbesischtigung für alles ächli entschädiget…

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Moskau – die Zweite
Februar 82012

Am Morge läutete der Wecker um genau 8.12 Uhr, aber aufgestanden sind wir etwa um 9.00 Uhr – aber das macht ja eigentlich nichts denn erst etwa um diä Ziit wirds dusse hell (upps jetzt hani grad gmerkt, dass i uf Hauchdeutsch gswitcht bin, sorry für das..).

Denn simmer in Richtig Roter Platz gloffe und hend üs underwägs äs Kafi zum Z’Mörgele gsuecht – das hend mir denn au schnell gfunde, aber es Bschtelle isch denn widär echli länger gange bi dem asiatische Russ. Äs Menü isch denn usere heisse Schoggi, emene Toast mit Mayonaise, Essiggurke, Tomaten, Chäs und Schinke und emene frischpresste O-Saft bestande. Ächli gwöhnigsbedürtig, aber egal…

Gmäss üsem Reiseführer hend mir denn ä Walking-Tour gstartet mit verschidene Chilene, emene Bonzeviertel, emene Souvenirlade mit Glöggli, enere Kosmetikmess inere ehemolige Markthalle und dä ehemolige Börse.

Währendem hani mir denn no ä Prepaid-Charte imene Handy-Lade (Megafon) kauft und muess scho sägä das Agebot isch würklich mega, do chent sich d’Swisscom ä Schibä abschnide – 1GB Datenflatrate für umgrechnet weniger als 10.- CHF für ganz Russland!!!

Zrugg uf em rote Platz hend mir denn wölle es Mausoleum vom Lenin go aluege, wo er ageblich bestattet sötti si. Mitemene Umweg rund um grossi Gebäude sind mir denn au irgendwenn iächo und hend üs widär irgendwie nid dä Situation gerecht verhalte – schwätze und au flüschtere isch nid erlaubt, d’Chappe muess mer abzieh und stohbliibe bi sinere Liich dörf mer au nid, hei ei ei, ächli schwiirig für üs…

Au äs Innere vo dä Basilius am rote Platz hend mir üs nid entgohloh.

Dennoch hetts en Spaziergang geh zur Tretjakov-Gallerie um üs au ächli kulturell wiiterzbilde – mit ganz viel Gmelde mit Portraits und einigi Landschafte. Also einigi Bilder sind so detailgetreu gsi und hend wiä Fotografie gwirkt, nid schlecht.

Imene noheglägene Vegi-Resti hend mir üs denn gstärcht mit Borscht und Falafel. Gliichziitig hets im Nebedruum no ä Showilag vom Choch geh, mir vermuetet äs isch ä Lebensmittelinspektion gsi oder so…

Vor luuter Ziitnot hend mir denn ächli müesse stresse und zwor wegem obendliche Opernbesuch. Also erschtmol mit dä Metro hi zum Ticket abhole, denn zrugg zum Hostel zum Umzieh und denn widär hi zur Opere und das alles mit Umstiege und zur Rushhour – uff do chunnt mer jo sogar bi -13 Grad dusse warm über!

Öpä genau uf d’Minute hetts denn au glanget für diä italienischi Opere „Lucia di Lammermoore“. Sitze imene weiche Stuhl bi warme Temperature – do isch Gfohr gross dass es eim verstriicht noch einige Stunde dusse a dä Chälti. Mir hends aber doch ohni Ussetzter gschafft…

Denn hend mir unbedingt üsen Schoggi-Durst müesse stille und zwor i dä gliche Kafi-Chetti wiä wo mir Z’morge gesse hend. Süessigkeite mit Torte sind dört eidütig besser als Toast mit Mayo!

Was mir do no betreffend Eigenheite usegfunde hend, dass do alli Türe d’Türfalle links statt rechts hend wenn mer druflos lauft und das verursacht bi üs betreffend Schloss schlüsse uf em WC oder Metro-Schwingtüre drucke oder zieh, ächli ä Verwirrig 😉

Morn gohts wiiter mit em Zug noch Oste, sind scho ganz gspannt wiä das eso wird…

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PS: Das Foti zeigt üses Hostel mit schöner Igangstür, ok inne gsehts nid gad eso uniladend us…

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Moskau – die Erste
Februar 72012

Uff endlich liegi jetzt i mim relativ warme Schlofesack und chan mich ächli usruebe vo dem stressige erschte Tag do i dä russische Föderation…

Aber jetzt langsam alles vo Afang a.

Nochemene guet drüstündige Flug mit dä Swiss, sind mir do i dä Hauptstadt Russlands glandet und leider ächli zunere undenkbar ungünschtige Ziit – i dä Nacht am drü! Jetzt stellt sich d’Froog was mache, well dusse isch es dunkel und iisigchalt und dä ÖV Richtig Stadtzentrum macht au grad Pause bis am früehne Morge.

Also simmer im Flughafe ächli nochere Sitzglägeheit go sueche, leider hetts ächli z’wenig vo dänä gha. Aber defür isch es hammer heiss gsi dört – bin nume im T-Shirt dört am Bode gsässe. Üsi erschte Bekanntschafte mit dä finanzielle Institut do händ mir dört im Warteruum au grad dörfe schlüsse – Geld usespucke usemene Automat isch halt nid eso eifach 😉

Am 6.00 Uhr simmer denn äs erschte mol gogä sibirischi Luft schnuppere und üsi Nase hett sich grad mit Gfrührbrand gmeldet obwohl mir nur es paar Minute dusse gsi sind, bevor mir in Highspeed Train (do bedütet das anschiinend nid Fahrgschwindigkeit, sondern eifach ohni Halt…) zum Zentrum igstige sind.

Um ganz zu üsem Hostel z’cho, hend mir müesse no uf d’Metro umstiege und defür hetts natürlich no es Billet bruucht. Das hetts denn au geh binere netti Kacca-Frau, aber nume mit Hilf vo üsem „Russisch für Änfänger“-Büechli, well Englisch isch für diä do ä schwiirigi Sprooch, geh…

Als mir denn us dä Zielstation vo dä Metro acho sind und jetzt dä Wäg zum Hostel under d’Füess gnoh hend, isch es dusse immer no dunkel und iisigchalt gsi – dä erschti Idruuck vo dere Millionestadt isch dementschprechend usgfalle.

Es Hostel hend mer denn au gfunde, sind aber vor verschlossene Türe gstande, aber mitemene Natelaruuef bringt mer dä Hostelbsitzer scho us em Bett. Well er no recht schloofbetrunke gsi isch, hett er üs halt nid sofort i dä lokale Gepflogeheite igweiht und mir hend erscht emol alle Pflotsch vo dusse is Huus brocht.

Mir hend üs denn grad entschide ächli Schloof nozhole und hend bis churz vor Mittag ächli pfuuset…

Am Mittag sind mir en Fahrplan für üsi Zuugsreis go poschte, au das isch luschtig vo statte gange – mit Kommunikationproblemli und emene zweiteillige Fahrplanposter im A3-Format als Endresultat.

Es Billet chaufe im entsprechende Bahnhof isch denn nonverbal abgloffe, mir hend alles uf es Blatt kritzlet, well mir vo dä vorhergehende Ereignis glernt hend.

Denoch hetts zum erschte mol ächli Sightseeing geh – roter Platz und Kreml. Au ächli en längere Spatziergang über d’Autostrossebrugg hett en zwor schöne, aber mega chalte Idruck vom Gebiet rund um dä Kreml üs verschafft.

Dä Verchehr doch isch au ächli anders als bi üs und ehrlich gseit ächli chaotisch, halsbrecherisch und luut…

Au en Supermarkt mit Marmorbode hend mir mit üsne Winterstifel und em drahaftende Dreck ächli igsauet, aber das mit Genehmigung vom Gschäftsführer!

Üsen Versuech ä Chappe noch russischer Art z’erlange, isch kläglich gscheiteret, dä beschribeni Markt im Reiseführer hett sich in Würklichkeit als Bauschtell usegstellt.

Au es Bade isch buechstäblich is Wasser gfalle, well es ä zu grossi finazielle Ufwendig gsi wäri.

Zrugg im Hostel hend mir üs denn dä poschteti Z’nacht vom Supermarkt schmecke loh – au wenn einigi unbekannti Köschtlichkeite däbi gha hett (än Art Quark oder Hüttechäs, aber ohni jegliche Gschmack).

So morn gits denn nochli meh Zluege do in Moskau…

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Transsibirische Eisenbahn im Winter
Februar 42012

Hoi mitenand

Morn Obig gohts also los mit em Flüüger ab noch Moskau und denn vo döte während drü Wuche mit dä transsibirische Isäbahn noch Osten mit em Ziel Vladivostok am Pazifik!

Reisevorbereitungen Sibirien

Diä Zugsreis hani scho immer mol welle underneh und sitdem ich vor zwei Johr mit em Zug noch Jordanie greist bin, bini eh en mega Fan worde vom Reise mit em Zug – das isch eifach diä gmüetlichschti, billigschti und au no ökologischti Variante zum d`Welt z`entdecke. Dä Entschluss das ganze Abendtüür im Winter z`mache isch eigentlich au scho länger i mine Gedanke umegschwirrt, well für mich chan mer das riisige Land mit em Landesteil Sibiren nume im Schnee und Chälti richtig erläbä – Sibirien isch eifach für mich dä Inbegriff vo starch negative Celsius-Wärt!

Das isch es hingege äbä grad au das wo mir nochli Zwiefel bereitet diä extreme Temperature, aber ich denke wenn mer nid grad stundelang dusse verwiilt, wird mer nid grad schockgfroore. Hinzuä chunnt no dass äs sehr trocheni Luft isch und somit isch diä Chälti besser vertragbar und bi Sunneschi und Schnee gfallts mir glaubs au….! In gueter Vorsorg han ich mir aber trotzdem echli mit wärmere Chleider und Schueh usgstatet, chan sicher nid schade 😉

Was mir eso uf üsere Reis (ah jo muess villicht no erwähne, dass mir s`zweite sind wo das Reiseabendteuer waaget) alles erläbät weiss mer natürlich nonig im Voruus, aber einigi Highlights, wiä Moskauer Kreml, buddhistische Klöster, Opern- und Zirkusbesuche, Ski und Hundeschlitten fahren, Besuche in orthodoxen Gottesdiensten, Eisfischen und für ganz Mutige evtl. sogar Eisbaden (brrr…), wäred üs sicher während dene drü Wuche begegnä.

Uf jedefall bini jetzt scho ganz gspannt und freu mi uf das ganze Woognis 😉 Ich wird versueche wiä immer echli chönne z`blogge, muess aber luege öb das klappet, denk aber scho….

Bis bald…

Pascal

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Hallo zusammen

Endlich hab ich es doch noch vollbracht und meine Bilder, welche ich etwa genau vor zwei Jahren auf meiner abendteuerlichen Zugsreise in den Nahen Osten geschossen habe, zu ordnen und zu bearbeiten.

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Mit Freude aufgrund des gelungenen Ergebnisses, kann ich diese nun ab jetzt auf meiner Webseite in der Fotogallerie euch präsentieren.

Viel Spass beim Durchblättern…

Pascal

PS: Wenn ihr am einfachsten alle Bilder dieser Reise auf einmal ansehen möchtet, dann klickt doch einfach auf diesen Archiv-Link.

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Liäbi SBB

Liäbi SBB

Schweiz

Oktober 112011

Hüt Obig bim heifahre isch mir do doch ächli ä komischi Azeig für d‘ S16 noch Thayngen ufgfalle. Doch lueget sälber… Jo do gseht mer mol widär wiä üsi Region eso wohgnoh wird – alles änne am Rhy ghört halt scho nümme zur Schwiiz 😉

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Mein Resumé

Mein Resumé

Schweiz

August 222011

Hoi mitenand

Also jetzt bin doch echo widär einigi Täg zrugg i dä schöne (vorallem zur Ziit heisse!) Schwiiz und han mir denkt ich nime jetzt einigi Minute Ziit (eigentlich sötte jo für mini Prüefig lärne…), damit ich eu es versprochene Resumé liefere chan. Erschtmol muessi säge es sich um einiges bequemer und vorallem schneller en Blogitrag mitere „normale“ PC-Tastatur z`verfasse als mit dä chline Touch-Tastatur vomene iPhone ;-), was aber nid sötte bedüte, dass min Itrag ellenlang sötti wärde.

Also wenni jetzt zrugg uf diä drü Wuchene uf dere Inlse us Füür und Iis inmitten vom Nordatlantik tuen luege, muessi feschtstelle, dass ich villicht echli zu grossi Erwartige gha han (jo das isch aber au keis Wunder wenn alli wo scho mol en Bsuech döt ane gmacht hend, in volle Züge tüend schwärme!). Das heisst aber nid, dass ich mega enttüscht gsi bin und es mir nid gfalle hett. Was mich definitiv echli gnervt het isch es struube Wätter (Duurräge, starche Wind, chalti Temperature und Sandsturm), ok hetti villicht au demit müesse rächne, wenn mer in Norde ufe goht, aber han ebe nid sone hartnäckigi Beständigkeit vo schwierigem Wätter erwartet. Es Föteli isch dementsprechend sehr schwierig gsi und hett au nid eso Spass gmacht, well erschtens isch es bi Räge und Wind sehr schwierig d`Linse troche z`bhalte, damit mer kei Tropfe uf dä Föteli gseht, denn isch d`Liechtstimmig au nid grad sehr vorteilhaft, well d`Farbe vo dä Landschaft nid grad betont wärdet.

Ah jo do chume also grad zu mim nöchste Punkt, wo mir ufgfalle isch und mich ächli enttüscht hett und zwor d`Farbe, wo schlicht und eifach i däre Landschaft nid würklich sehr zahlriich vorhande gsi sind. Das hett vorallem dämit z`tue, dass diä Landschaft sehr jung isch und vo Vulkän gschaffe worde isch, das heisst, dass d`Vegetation (also es hett fascht kei Bäum oder Blüemli gha) und au d`Flora (viel Tier hemmer au nid grad zur Sicht becho) sehr dünn gseiht gsi isch. D` Hauptfarbtön sind „Braun“ (Bärge), „Schwarz“ (Vulkangstei) und „Weiss“ (Gletscher und Meer) gsi. Es chan au dra gläge ha, dass ebe d`Sunne villicht eifach gfählt hett, well wie scho erwähnt macht das en entscheidene Unterschied! Aber dennoch muessi sägä dass d`Landschaft emol abgseh vo dä Farbeprächtigkeit, sehr interessant gsi isch mit däne verschiedene Arte und Forme.

Vo üsem Reiseprogramm her muessi sägä, dass mir eigentlich sehr viel gseh hend und fascht alles eso klappet hett wiä mir das denkt hend. Au d`Kombination mit Mietauto (2 Wuche) und öffentliche Vercher (1 Wuche) hett sich als sehr geeignet usegstellt. Wägem Zelte chani nume sägä, dass i mega stolz bin uf mis Zelt, es hett dem schlechte Wätter trotzt und Räge und Sturm hett em nüt chönne aha, dennoch isch es nid unbedingt gmüetlich gsi (ächli chüel und han jo mis Ruggeproblem au no müesse irgendwie löse -> Luftmatratze) und au ächli umständlich (z.B. Zeltauf- und -abbau). D`Körperpfleg hett eigentlich meischtens guet funktioniert ;-), well wiä ihr scho amigs glese hend simmer jo sehr oft i Thermalbäder gsi und das muessi sägä hett mir amigs sehr guet gfalle („während es dusse chalt isch und rägnet, im bis 35 Grad heisse Wasser z`sitze).

Dä Punkt mit dä Verpflägig isch eigentlich au relativ guet lösbar gsi, klar es isch mängsmol nid grad eifach gsi mitem Gaschocher bi starchem Wind und eher sehr igschränktem Chochmaterial öpis Schlaus anezbringe. Verhungeret simmer aber nid, und mängsmol simmer jo sogar in es Reschti gflüchtet, was vo dä Priise her eigentlich gar nid eso viel tüürer gsi isch als selber go poschte! Au do bini sehr z`friede mit em vorher extra kaufte Equipment, sprich Gaskocher und Pfanneset (ah jo weissi gar nid öbi das scho mol erwähnt gha han, aber es Abwäsche hett sich au echli anders erwiese als bi üs, well es Fätt vom Gschirr isch trotz heissem Wasser und Abwäschmittel sehr schlecht wäggange – denkt, das hett demit ztue, well es Wasser dört kei Kalk drin hett (geologisch bedingt…)).

Denn möcht ich no amerke, dass es zwor bi dä Hotspots vo Sightseeingpünkt amigs sehr viel anderi Touriste gha hett, aber sobald mer einigi Meter selber under d`Füess gnoh hett isch mer sehr bald seeleallei gsi. Also gar nid z`vergliche mit em Schwiizer Mittelland, well es hett eigentlich überhaupt kei Spure geh vo Zivilisation i dere Vulkanlandschaft (isch jo au verständlich bi dessen karge Charakter) – das hani sehr idrücklich und cool gfunde!

Würklich Kontakt zu anderne Lüüt hett mer nid würklich becho. Ich denk do sind zwei Hauptgründ verantwortlich und zwor isch mer bi dem schlechte Wätter sehr oft früeh im Bett bzw. eigene Zelt gsi und hett somit kei anderi Lüüt troffe und zweitens simmer jo eher weniger mitem ÖV (es fählt für mich eifach es Eisenbahnnetz – dört trifft mer viel Lüüüt!) underwägs gsi, sondern mit em PW. Au dä Kontakt zu Iheimische isch sehr schwierig gsi, diä läbät jo hauptsächlich i dä Städt und nid uf em Land und diä meischte Sehenswürdigkeit sind jo ebe dört gsi uf em Land.

So jetzt nochdem ich echli viel Kritik gschribä han (ich hoffe ich han eu nid irgendwie devo abghalte selber dört anezreise…), möcht ich zum Schluss no mini Highlights erwähne. Was ich mega lässig gfunde han isch d`Umgebig vo Skaftafell, well dört hetts ganz viel verschiedeni Sache (farbigi Bärge, Gletscher, Sanderflächene, Meer usw.) amene einzige Ort gha, ok glaub es guete Wätter hett do sicher au en entscheidene Ifluss gha uf mis Empfinde. Denn was mir au sehr gfalle hett sind diä farbige Thermalhügel um dä See „Myvatn“ – ok au do hett ä schöni Obigsstimmig mit Sunne gherrscht. Und denn natürlich no diä Hügellandschaft vo Landmannalaugar – bin gottefroh, dass mir do doch no öpä 3 Stunde Sunne gha hend, bevor dä Sandsturm agfange hett.

Än sehr spezielle Moment isch au üsen Usflug uf d Insle „Hrisey“, also do isch d`Landschaft würklich hammer schön gsi – grüeni Wisä, einigi Blüemli, viel Vögel, dunkelblaue Fjord, schneebedeckti Bärge und strahlendblaue Himmel! Ich denke dört sind au einigi vo mine beschte Schnappschüss mit dä Kamera entstande. Tja mängsmol sinds halt nid grad diä touristischte Pünkt, wo eim gfalled…

So genug der Worte, dä Itrag sprängt jo scho fascht dä Rahme vomene Blog. Das wär also mini erschti würklichi Reis in hohe Norde gsi, ich denke trotz dem eher echli kritische Resumé, wird au eini vo mine nöchschte Reise villicht widär Richtig Norde goh, mol luege, han do scho mol ä Idee 😉

Schaffhausen, 22.08.2011
Pascal

PS: Was i jetzt no vergässe han z`sägä isch, dass es halt sehr schwierig gsi isch, amigs dusse z`blibä bi dem Wätter, well am bequemschte und wärmschte isch es doch denn im Zelt gsi und ich denke so händ mir villicht au einigi Sache verpasst (z.B. Mitternachtssunne, oder so..).

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Reykjavik II

Reykjavik II

Island

August 162011

Also z’erscht mol zum Titel vo dem Blogitrag, und zwor bini dezue zwunge worde zum dä z’verwände, well luut Flo machts nume so Sinn, wege sim geschtrige Blogtitel 😉

Hüt wird min Artikel eher churz, welli jetzt grad vorher scho ganz viel gschribä han und zwor uf öpä es Dutzend Poschchartä woni i d‘ Heimat schickä.

Am früehne Morge simmer an Hafe und denn uf es Holzbötli gschtigä um denn zunere Insle z’fahre und dört uf Pirsch z’goh noch Puffins (Papagietaucher). Mir hend denn au einigi gseh, aber leider viel z’wiit weg für mis Fotoobjektiv 🙁

Uf em Ruckwäg isch denn Gsichtsfarb vom Flo echli em Wiis gwiche und ich glaube das isch dragläge, wells en rächte Wellegang gha hett und das denn au no grad nochem Z’Morge… Mir hend üs denoch ä chlineri Pause im Hostelzimmer gönnt.

Gegä Mittag simmer denn an Stadtsee mit em Rathuus (dört drinne hetts ä grossi 3D-Charte gha vo Island). Au kulturell hemmer üs echli müesse witerbilde und sind drum ab i d‘ Nationalgalerie – aber ich glaube mir beide verschtönt echli z’wenig vo moderne Kunscht, oder was sölled Spinne, schwangeri Fraue und Chäfig mitenand z’tue ha…hää?

Au es nöchschti Erlebnis isch eher echli vo dä strangere Sorte gsi, well wo mir us de chline Domchirche cho sind, simmer vo zwei Herre bote worde doch bim ineträge vomene Sarg, z’helfe. Uff dä isch schwär gsi, definitiv isch dä nid leer gsi, uff sehr komisch, aber irgendwie au sehr natürlich und unkompliziert…

Nochere kulinarische Stärchig simmer denn echli go lädele, denn ich bin immer no uf dä Suächi nochere Wullejacke gsi – han denn aber z’erscht öpis anders gfunde (es cools Hemd), aber imene andere Lade hetts denn diä gwünschti Jacke gha.

Gegä Obig hend mir denn nomol Kultur gnosse und zwor in Form vo Volkslieder a Capella – isch nid schlecht gsi.

Hej, jetzt hani doch scho widär so viel gschribä…

Morn gohts scho widär hei i d’Schwiiz, wird denn worhschinlich widär min letschte Itrag emene Resume widme, mol luege.

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Island

August 162011

Also z’erscht mol zum Titel vo dem Blogitrag, und zwor bini dezue zwunge worde zum dä z’verwände, well luut Flo machts nume so Sinn, wege sim geschtrige Blogtitel 😉

Hüt wird min Artikel eher churz, welli jetzt grad vorher scho ganz viel gschribä han und zwor uf öpä es Dutzend Poschchartä woni i d‘ Heimat schickä.

Am früehne Morge simmer an Hafe und denn uf es Holzbötli gschtigä um denn zunere Insle z’fahre und dört uf Pirsch z’goh noch Puffins (Papagietaucher). Mir hend denn au einigi gseh, aber leider viel z’wiit weg für mis Fotoobjektiv 🙁

Uf em Ruckwäg isch denn Gsichtsfarb vom Flo echli em Wiis gwiche und ich glaube das isch dragläge, wells en rächte Wellegang gha hett und das denn au no grad nochem Z’Morge… Mir hend üs denoch ä chlineri Pause im Hostelzimmer gönnt.

Gegä Mittag simmer denn an Stadtsee mit em Rathuus (dört drinne hetts ä grossi 3D-Charte gha vo Island). Au kulturell hemmer üs echli müesse witerbilde und sind drum ab i d‘ Nationalgalerie – aber ich glaube mir beide verschtönt echli z’wenig vo moderne Kunscht, oder was sölled Spinne, schwangeri Fraue und Chäfig mitenand z’tue ha…hää?

Au es nöchschti Erlebnis isch eher echli vo dä strangere Sorte gsi, well wo mir us de chline Domchirche cho sind, simmer vo zwei Herre bote worde doch bim ineträge vomene Sarg, z’helfe. Uff dä isch schwär gsi, definitiv isch dä nid leer gsi, uff sehr komisch, aber irgendwie au sehr natürlich und unkompliziert…

Nochere kulinarische Stärchig simmer denn echli go lädele, denn ich bin immer no uf dä Suächi nochere Wullejacke gsi – han denn aber z’erscht öpis anders gfunde (es cools Hemd), aber imene andere Lade hetts denn diä gwünschti Jacke gha.

Gegä Obig hend mir denn nomol Kultur gnosse und zwor in Form vo Volkslieder a Capella – isch nid schlecht gsi.

Hej, jetzt hani doch scho widär so viel gschribä…

Morn gohts scho widär hei i d’Schwiiz, wird denn worhschinlich widär min letschte Itrag emene Resume widme, mol luege.

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Wandertage in Landmannalaugar
August 142011

Am Samschtig simmer also ächli diä Landschaft mit dene Rhyolitberge go erkunde und zwor hemmer am Morge mitere ca. 3 Stündige Wanderig agfange – das isch glaubs diä begehrtischti Route gsi, well es hett mega viel anderi Touris gha. Acho ufere sehr markante Berspitze mit 360-Grad Umsicht hemmer ghaltet und ich han druf pochet dass mir wartet bis d’Sunne hinder dä Wulche hervorchunt, damit diä Landschaft au so richtig afangt z’lüchte. Und tatsächlich min heimliche Wunsch isch in Erfüllig gange – so gsehnd diä Bärge würklich wiä es Gemälde us!

Als mir denn zunere Abzwigig vom Wanderweg cho sind hend mir üs müesse entscheide öb mir dä witeri Weg über noh meh Berggipfel wähled oder doch eher direkter zrugg zum Camping laufet? Diä Entscheidig isch nid liecht gfalle, vorallem well mir i dä Ferne sowas wiä Regefallwind gseh hend, doch würklich sicher simmer üs nid gsi ob es wirklich Räge isch (spöter hetts sich denn doch nid als Niederschlag usegstellt, doch uf das was es würklich gsi isch, chunnt mer als Schwiizer fascht nid – aber spöter meh dezuä). Aber mir sind denn uf Nummer sicher gange und hend dä chürzer Pfad gwählt.

Zrugg bim Zelt hend mir ūs Z’Mittag kochet. Am früehnere Obig hend mir denn nomol d’Wanderschueh gschnürrt und sind nomol uf ä Wanderig gange jetzt aber noch Norde zumene See. Doch jetzt langsam aber sicher hemmer usegfunde, was es sich mit dene komische Schleier am Himmel vom Morge uf sich gha het – es isch ganz eifach en Sandsturm gsi – und mir jetzt z’mittzt drin!

Doch au diä Wanderig hemmer erfolgrich bestrite, obwohl d‘ Ussicht nümme so sehr ungetrüebt gsi isch wiä am Morge…

Ah jo was no z’erwähne sötti si, isch dass es äs Ziitli lang mega viel Lüüt gha het uf dem Camping – fascht wiä amene Volksfescht.

Nochere eher unruhige (Sandsturm und anderi Lüüt) und chalte Nacht simmer denn spot ufgstande well dä starchi Wind nüt bessers erahne loh hett bezüglich Sandsturm und so isch es denn au gsi – chalt, unglaublich sandig (im Muul und i dä Auge), schlechti Wiitsischt und mega windig. Also üsi Devise isch gsi; „Nume schnell weg vo do!“.

Das hemmer denn au gmacht und zwor so um diä Drü am Mittag simmer mitem Bus Richtig Reykjavik losgfahre und nochere 4 Stündige Fahrt hemmer denn es erschti mol d’Hauptstadt vo üsem Reiseland erblickt (han mi tatsächli echli gfreut a däm Ablick vo Zivilisation 😉 ).

So jetzt simmer imene Guesthouse (ich glaub Zeltet hemmer jetzt gnueg bi dene unglaublich widrige und schnell ändernde Witterigsverhältnis!) und planet jetzt nochli diä letschte drü Täg für ä Stadtbesichtigung.

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Ab zu den farbigen Berge
August 132011

So hüt hemmer widär mol ächli früehner us em Schlofsack chrüche, well üsen Bus noch Landmannalaugar am Achti bim Busbahnhof abgfahre isch – also gschafft hemmers scho aber dä Z’Morge hemmer müesse in Bus verlegge.

Diä erschti Fahrt mit em Bus zum Godafoss isch ohni Zwüschedfäll ruhig verloffe, doch als mir hettet müesse inen andere Bus noch Landmannalaugar umstiege, han ich mich mit sehr schlechter Luune a d’Wort vom Ticketverchäufer in Akureyri vom letschte Ziischtigmittag erinneret; „Nei, nei es brucht kei Vorverchauf vo dä Tickets au reserviere isch nid nötig, wenns kei Platz meh het, denn chunt halt en zweite Bus.“.

Jo ihr chönds eu jo denke mir zwei sind widär mol diä Verarschte gsi. Dä zueständig Busfahrer hett üs zwor zwei Billett verchauft und hett versproch es hegi i sim Bus und im zweite Bus jewiils no zwei Plätz für üs Vier (es sind ebe au no zwei wiiteri Touris in Godafoss zugstiege wie mir…) frei. Tja isch jo klar gsi, wo alli widär dinne gsi sind a ihrne Plätz (sie hend ebe dusse gwartet, well no en Pneu hett müesse gwechslet wärde), hend mir natürlich kein Platz meh gfunde und hend müesse in Gang bi de Tür sitze – hei das chan doch nid si, meh Billet verchaufe als es Sitzplätz hett!

Noch enere erschte stündige Fahrt i dere Sitzposition simmer amene Wasserfall acho und hend ghalte. Dört hemmer denn dä Chauffeur zur Red gstellt und mit „Geld zurück“ droht und tatsächlich er hett dä Finger us em Arsch gnoh und was probiert z’mache. Aber das isch halt schwierig gsi, uf dä hinderschte Sitzbank hett mega viel Gepäck gha – jo sogar hett einigi sini Velos im Gang mittransportiert. Dennoch hett er ä sone halbatzigi Lösig gschaffe und zwor isch dä Flo denn uf diä letscht Sitzbank in mitte vo fallendem Gepäck bi jedem Rumpler (und uf so einere Hochlandstross gits einigi devo), verfrachtet worde und ich bin immer no im Gang gsässe jetzt aber ufemene främde Gepäcistück. So langsam aber sicher simmer bi de andere Touris zum Gruppegspröch worde – debi hetts zwei Gruppe geh, diä einte hends eifach luschtig gfunde und hend üs sogar fotografiert (das isch diä schuldig Franzosegruppe gsi, wo eso viel Platz brucht het) und diä andere hend sich mit üs sympathisiert und hend eher Verbarme gha.

Noch witäre Stunde Fahrt i dere Position hemmer denn noch dä Lunchpause, widär ä neu Sitzposition zuegwise becho – dä Flo isch immer no i de hinderschte Sitzgruppe blibe und ich han dörfe zum vorderschte Sitzplatz direkt nebed en Chauffeur (mega cooli Ussicht uf d’Landschaft, aber mega heiss vom Motor und dä Sunne).

I dere Sitzposition (ah dä Flo hett diä letschti Fahrstund no en ganz ungförliche Platz becho (nochdem diä komische Velofahrer usgstiege sind)) simmer denn nocheme ganze Tag Busfahrt do in Landmannalaugar acho.

Schön isch jo d’Landschaft scho, aber mich hett es ganz komischs Gfühl beschliche; „au ich glaub es wär besser wenn kei Touris do anechämtet, ich glaub diä ganzi Schönheit wird bald verblasst si!“.

Noch dem Tag voller Ärger und neue graue Hoor, hemmers denn eher gmüetlich usklinge loh – Polenta choche, Popcorn herschtelle und warm dusche.

So ich freu mich jetzt ufs Schlofe (hoffentlich chani das au bi den luut labernde (vorallem in öschtrichisch und französisch) Zeltnochbere do).

PS: Mol luege wenni dä nöchscht Blogitrag chan schribä, well do hetts echli en Ängpass mit Elektrizität…

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Jo also dä hütig Tag isch definitiv ächli en „Brügglitag“ gsi, d.h mir hens einigi organisatorischi Sache erlediget – wiä Auto abgeh (mega komisch mir hends eifach vor em Flughafe chönne uf dä Parkplatz stelle und dä Schlüssel inen Briefchaschte wärfe ohni dass es Auto uf irgendwelche Art überprüeft worde isch) oder eifacht Ziit bis Morn überbrücke – wiä mit Esse (Sandwich bi Subway oder selber gruusigi Fischbölle choche…), ächli i dä Stadt umeflaniere oder eifacht emol es Mittagsschlöfli mache.

Morn morge gömmer also widär witär noch Landmannalaugar – mol luege wiä mir das mit üsem grosse Gepäck und ohni Auto schaffet.

Bis morn…

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Insel auf der Insel
August 102011

Erscht mol grad es Highlight vo dem Tag und zwor das mol es Wätter – jo tatsächlich mir hend hüt en strahlendblaue Himmel ohni jeglichs Wülkli dörfe gnüsse (dä Flo hett sich sogar scho dä erschti isländisch Sunnebrand im Gsicht gholt…).

Also jetzt aber zrugg zu dem was mir hüt undernoh hend. Mir sind einigi Kilometer noch Norde gfahre (bis öpä 66 Grad nördlichi Breit!) und hend denn amene chline Hafe imene Dorf müesse uf üses Fährschiff warte, denn mir hend en Usflug uf ä Insle im Fjord planet. D’Warteziit hemmer irgendwie müesse überbrücke und grad viel isch dörte nid gloffe, sogar ä Suechi nochemene WC hett sich als schwierig erwise (han denn bimene Büro-WC vonere Fischfabrik (hani denn im Nochinein gmerkt wo mir Tür ufgmacht worde isch – welch ein bleibender Duft!) dörfe mini Notdurft errichte). Diä räschtliche Minute Warte hend mir denn mit Steischifere, Vögel beobachte und Qualle zehlä verbrocht.

Endlich isch denn üses Schiff im Hafe igfahre und mir hends chönne bestiege und sind denn au schnurstraks losdüset zur Insle. Dört acho simmer denn grad umgstiege uf es Traktor-Taxi und hend ä Rundfahrt durs Dorf dört undernoh (d’Sehenswurdigkeite sind aber uf isländisch erklärt worde, well usländischi Touriste wiä mir verirret sich eher selte uf das abglegä Stückli Erde Welt…).

Au z’Fuess hend mir denn no d’Natur vo dere Insle entdeckt. Dört hend mir Spannendi sache gseh und erläbt – es hammer Fotosujet (Bluämewiese, schöns Hüsli, Fjord, schneebedeckti Bärge und blaue Himmel) und en Vogelagriff vo Küstenseeschwalben (hemmer denn aber erfolgrich mit Stock i d’Luft hebe, abgwehrt).

Also das Fläckli Erde do isch würklich Naur pur wiä us em Bilderbuech – eifach zum Gnüsse (und das erscht no allei ungestört)!

Zrugg in Akuteyri simmer denn is Schwimmbad (weiss gar nid öbi das scho erwähnt han aber do in Island nimmts mehr sehr gnau mit Körperhygiene vor em Bade und zwor muess mer ohni Badhose a under d’Geminschaftsduschi – findi eigentlich Suberkeitstechnisch gar nid eso schlecht 😉 ), aber nid für lang, well es hett mega viel Lüüt gha und so schöns Bad isch es ebe au nid grad gsi.

Nochem Z’Nacht choche und Esse hend mir üs ins Kino begäh und hend dä Film „Cowboys and Aliens“ uf änglisch inezoge. Zwei dütlichi Unterschied zu üsne Kinos sind mir sofort ufgfalle – erscht mol dä Priis (ein Itritt choschtet umgtechnet ca. 7 SFr.) und denn d’Luusträrki vom Film (glaubs ihri Dezibel-Limite isch einiges höcher als bi us).

So jetzt simmer bettfertig im Zelt und freued üs uf ä erhohlsami Nacht – Guet Nacht!

PS: Das Bild mit dä Holzstange isch ä Irichtig zum Fisch luftztrochne.

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Godafoss und Akureyri
August 102011

Hüt Morge simmer echli spöter ufgstande, öpä so uf diä Zehni – isch jo geschter än ereignisriche Tag gsi.

Denn hemmer z’Mörgelet, es Zelt abbaut und üsi Sache packt. Well mir hend jo widär witär welle und zwor noch Akureyri (heimliche Hauptstadt vom Norde Islands). Doch au uf dere eher churze Strecki (nur zirka 80 km) hetts no es Naturspektakel gha, jo ihr ahnends än witäre Wasserfall – dä himmlisch Godafoss. Ok so cool han en zwor nid gfunde aber er isch ebe sehr schuelbuechmässig ufbaut gsi.

Acho in Akureyri simmer z’erscht an Busbahnhof, well mir üsi Tickets für dä Friitig vo do noch Landmanalaugar hend welle chaufe, doch luut em Agstellte dört segi das im Vornherein nid nötig – ok denn halt nid…

En Campingplatz zmitzt i dä Stadt hemmer au gfunde und sind noch em obligate Zeltufbau einigi km noch Süde gfahre (ok, sogar einigi z’viel – ich glaub dä Flo fahrt eifach gern Auto) um dört echli Wiehnachtsluft z’schnuppere (jo ihr hend richtig ghört Wiehnachte!). Well dört hetts en Garte und es Hüsli geh, wo äs ganze Johr das Fescht gfiret wird – scho recht strange.

Zrugg i dä Stadt, hemmer diä z’Fuess au echli erforscht (ok mir sind eher echli am lädele gsi – au mol widär schön noch soviel Natur pur!).

Am Obig hends mir üs denn au widär emol kulinarisch guet goh loh (und han sogar no was glernt „Peperoni ungleich Paprika“).

So mol luege was mir morn no so astellet. Mir sind jo jetzt no bis am Friitig do und müend eifach am Dunschtig es Auto zruggeh.

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Krafla und Dettifos
August 92011

So erscht mol grosses Sorry, dass i min Blogitrag erscht jetzt verfasse vom geschtrigä Mäntig – ihr erfahred denn no worum…

Also am Morge am 10.00 Uhr CH-Ziit also do scho am Achti han müesse mini Modul vom kommende Semester online bueche – grrrr.. han scho denkt das klappet widär emol nid mit mine Wunschvorlesige, denn diä sind immer eso unglaublich schnell usbuecht! Findi definitv es doofs System!

Noch em erschte morgentliche Ärger, hani denn scho diä nöchscht Unannehmlichkeit übercho und zwor Astoh zum Dusche (und denn no so blöd Beglotzt z’werde vo andere Touris). Ich han mir aber denkt, denn nimi halt es andere Duschhüsli – und es hett klappet han sofort chönne mini Körperpfleg afange (haha ätschi pätsch a diä dofe andere wartente Touris).

Churz denoch simmer au scho los und zwor is geothermale Gebiet vom Vulkan Krafla. Dört hend mir denn diä verschiedene Sache, wiä Lavafelder, Sprudeltöpf und heissi Quelle bimene Spaziergang inspiziert. Leider hend d’Farbe nid eso glüchtet well d’Sunne gfählt hett.

Denoch simmer zrugg zur Ringstross und denn uf Richtig Nationalpark mit dä beidne Wasserfäll Dettifoss und Selfoss. Diä Beide sind scho no spektakulär mit ihrne Fluete a brunem Wasser – vorallem dä Dettifoss („the most powerful waterfall in Europe“ – heee dä gröscht Wasserfall vo Europa isch doch dä schöni Rhyfall!).

Nochher simmer denn echli ines Dilemma grote, well diä witärführendi Stross Richtig Norde is Innere vom Nationalpark isch echli undefiniert gsi bezüglich ihrere Art („isch sie jetzt ä F-Stross, wo mir nöd dörfet befahre mit üsem normale PKW? Bruchts es 4×4-Auto? Oder was?). Drum bini denn halt churzerhand uf em Dettifoss-Parkplatz en Carchauffeur go frooge betreffend dere komische Stross, doch leider hett er nid eso guet Englisch chönne und sini Ahnig isch nid grad gross gsi, was diä Stross abelangt (er hett nume gmeint; „Drive slowly!“ und mit dä Händ atütet, dass sie echli kurvig segi.). Well das nüt würklich brocht hett hani denn no üsere Autovermietig aglütet und mich welle vergwüssere öbs jetzt erlaubt isch mit üsem VW Polo dört durezfahre oder äbe nid – doch diä hend selber öpä genau so viel Ahnig gha wiä dä Chauffeur und hend üs zum öpä gliche Tipp grote. Na supi, denn probieret mir es halt eifach emol!

Diä nöchste 20 km hends denn tatsächlich in sich gha (Spurrille, Schwelle, engi und unübersichtlichi Kurve und denn no Kies, wo chentet bim Auto Spure hinterloh, ah jo nid z’vergesse d’Schoof uf dä Stross…), drum simmer nie über es Fahrtempo vo 25 bis 30 km/h cho – egal hauptsach mir sind heil acho. Ah jo fascht hani no vergesse säge, dass mir au no zuäsätzliche Nervekitzel wegem zu neige gehende Benzin im Tank gha hend 😉

Inmitten vom NP acho hend mir üs denn uf ä ca. 2.5 km langi Wanderig gmacht. Boah, das sind aber scho komischi Felse do i dä Gegend (unsymmetrischi Muster vo Basaltsülene) – selbst d‘ Wüsseschaftler sind sich nonig so einig wiä das hett chönne entstoh. Plötzlich nocheme Ufstieg uf en Hügel hett sich denn au no e Reihe vo rote Sandpyramide zeiget – recht cool!

Und scho isch es widär zrugg zum Parkplatz gange (isch au scho spot gsi und mir hend no einigi Kilometer vor üs gha zum zrugg cho noch Myvatn). D’Strosseverhältnis sind definitiv schwierig blibä, aber immerhin es bitzeli besser worde (oder mir villeicht eifach echli muetiger, well es Tempo isch scho eher gegä 60 km/h gange!).

So um di Achti am Obig simmer denn widär zrugg gsi uf em Campingplatz am See und hend üs denn unbedingt müesse verpflegä (mir hend dä ganzi Tag vom Z’Morge zehrt).

So um d’Dämmerigsziit (wo do unglaublich lang duret! – äs Liecht isch do würklich dä Hammer wenn d’Sunne am Himmel stoht und denn undergoht!) simmer no is Naturbad go bädele – mega lässig bi Sunneuntergang und 5 Grad Lufttemperatur im heisse Wasser (ca. 33 Grad) z’Sitze.

So churz bevors denn ganz dunkel (ca. 23.30 Uhr) worde isch simmer i üsne Schlofsäck und uf dä bequeme Lufti im Zelt verchroche und hend üs dä Träum higeh.

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Der Mückensee – Myvaten
August 72011

Uhi so cool d’Lufti hett ghebet und es isch definitiv ä weichri Nacht im Zelt gsi als au scho – han also guet gschlofe nume hend am Morge früeh mich diä blöde Vogel mit ihrem Gschrei gweckt … grrr!

Noch dä Morgeduschi (mit schwefligem Wasser) und em Z’Morge simmer denn au scho los. Es Wätter isch nid grad eso berauschend gsi, denn dä Himmel isch bedeckt gsi. Mir sind also trotzdem uf üsi Entedckigstour rund um dä Myvatn – z‘ erscht isch en Ufstieg uf än alte Vulkankrater agstande und denn än Rundgang dur schroffi Lavafelder und zum Schluss no än Spaziergang an See mit dä verschiedene Pseudokrater (ui hetts do also viel Mugge gha, sind eim voll um dä Chopf umegschwirrt, aber zum Glück hend si nid gstoche…).

Äs Wätter isch immer besser worde und d’Sunne hett d’Farbe us dä Landschaft usechützele.

Öpä genau am Zwöfli simmer denn widär zrugg bim Camping gsi und hend üs Z’Mittag (mir hend vorher im Supermarkt no noch Griess gsuecht, doch das kennt do niemert, jetzt hemmer öpis Wiisäs Undefinirbars becho) gmach uf em Gaskocher. Well bevors am Morge eigentlich losgange isch hend mir im Touristcenter no für dä Mittag ä Tour in ä Lava-Eis-Höhli buechet, und drum hend mir müesse so gegä di Zwei parat si (bedütet usgstattet mi Chappe und Händsche, well anschinend relativ chalt wird).

Denn isch es au scho los gange, mir sind vomene junge Isländer mit feschtem Händedruck mit sim Cheap abgholt worde und sind denn z’Dritte (hettet eigentlich no meh sölle si doch diä hend diä Sach canclet) losdüst (und wiä schnell über diä Holperpischtene).

Noch rund 40 min. Fahrt simmer amene riisä Lavafeld acho und sind no mit Gummistiefel und Helm mit Stila usgrüstez worde und hend üs denn z’Fuess über es Lavafeld zur Höhli uf gmacht. Detä acho simmer denn dur en schmale (mer passt würklich nur chrüchend dure) Istieg i d’Höhle krabblet. Churz um gseit mir sind uf Iis gloffe und ob üs hett ä Höhlidecki us Lavastei gha – vorallem diä verschidäne Iisskukpture sind scho no speziell!

I dä Höhli hemmer denn nochli mit em Fötelä experminetiert (d.h. mit Liecht mole und Langziitbeliechtige – eini isch glaubs würklich no mega cool worde…) ,well dä Guide isch au en passonierte Hobbyfotograf (mit dä genau gliche Usrüschtig wiä ich) gsi.

Noch rund 1.5 Stund under Tag, hend mir es Sunneliecht widär erblickt und sind denn zrugg zum Camping.

So für dä Obig isch no ä Bestigig vomene Hügel planet um
dört emol en richtige isländische Sunneuntergang z’bestune z’chönne – mol luege, villicht gits jo sogar no ä Liechtspektakel am Himmel hüt z’Nacht in Form vo Polarliechter (hett uf jedefall dä Guide gmeint), bin aber nid so sicher…

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Kilometer fressen…
August 62011

Ou, das isch aber es schöns Ufstoh im Warme und Trochene und denn erscht no ohni Ruggeweh. Au dä Blick us em Hotelfänster het richtih Freud gmacht – ganz grossi blaue Fläcke am Himmel!

Deswäge simmer mit gueter Luune uf dä Ringstross gstartet und hend üs langsam aber stetig (mit einige Kurve und Ufe und Abes) üsem Tagesziil „Myvatn“ gnöcheret. Jo do hend mir einigi Kilometer (250 km) müesse fahre.

Zerscht isch äs dä Ostküste entlang gange dur einigi chlini Fischerdörfer und dere ihrne Fjord. Eis vo dene Dörfer hett öpis Interessants bote und zwor ä mega umfassendi geologischi Sammlig, wo ä hüt scho älteri Dame während ihrem ganze Läbe zämägsuecht hett!

Suscht hend mir uf üsere Fahrt nid eso viel gseh – einigi witeri Flugtier, Schöff und es paar Rösser, d’Landschaft isch aber no ganz hübsch gsi.

Z’Mittag (Couscous-Salot) hend mir hüt bi dem schöne Wätter direkt nebed dä Stross ufemene Picknick-Platz zuebereitet und gnosse.

Uf dä Strecki hend mir denn no ä grösseri Ortschafg durfahre und dört hani mis Glück nomol für d’Suechi nochere Lufti probiert – hett denn au klappet, si isch 1.30 m breit (es hett nume no diä gha) drum liget mir beide jetzt grad druf…
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Noch dä Akunft do am See (Myvatn) hend mir dä Camping ufgsuecht und hend es Zelt ufgstellt und sind denn churzerhand doch no was go aluege – äs noheligende Geothermalfeld mit dä bunte Berge ringsum. Das Ganze hend mir mitere churze Wanderig alles erkundet, hett sich also glohnt, well d’Sunne hett diä ganzi Landschaft schön belüchtet.

So morn luged mir witeri Sache do i dä Region a (mir hend jo jetzt mol 3 Nächt uf dem Camping do buechet).

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Eis und Regen

Eis und Regen

Island

August 52011

Nochem morgentliche Ritual, isch es denn au scho widär witärgange. Üsen erschte Stopp hend mir bimene witäre Gletscher gmacht – isch no cooli Liechtstimmig gsi.

Dänn hend mir bi däre berüehmte Eislagune Halt gmacht (ebefalls direkt a dä Ringstross), und tatsächlich ich han es erschte mol im Läbe chönne so richtigi Iisberge bestune. Mir hettet eigentlich vorgha mitemene Amphibienboot nöcher a diä Iisformatione anezgoh, doch es chalte und nasse Wätter hett nid grad dezuä glade. Defür hani grad chönne ä Ziitrafferufnahm mache vo sich bewegendi und kollidierendi Iisschollene, mol luege wiäs wirkt, wennis denn zumen Film zämäschnidä.

I dä nöchschte grössere Ortschaft Höfn (immerhin ca. 1’600 Iwohner) simmer z’erscht go Bade (es beschti bi dem sch… Rägä) und denn go z’Mittagesse (ich han es erschti mol Hummer probiert, schmeckt nid eso speziell, aber es isch äbä diä Spezialität do schlechthin, dä Dessert isch defür mega usgfalle gsi – en Vulkanusbruch mit allne Finesse und zuckersüess).

Mit vollem Mage simmer denn in Supermarkt um üs mit Food izdecke, welli immer meh Ruggeweh gha han, hani denkt luegi doch gad emol nochere Luftmatratze Usschau, tja denkste, das kenned si do nid (au bi mehrere Aläuf bi unterschiedliche Verkaufsstelle).

Well es Wätter i dä Zwüschedziit würklich Sturmeigeschafte agnoh hett, simmer denn grad witärgfahre und jetzt liged mir do im Trochne und relativ warme Hostelzimmer do in Djupivogur. Jo ihr ghörtet recht für ei Nacht hend mir es Zelt zämäpackt loh (Grund isch einersiits min Rugge und anderersiits es mislerable Wätter).

Dä mornig Tag hend mir nonig eso planet, mir söttet eifach es paar Kilometer uf dä Ringstross zrugglegge, damit mir nöcher zu dä nöchschte Sightseeingpünkt chömmed.

PS: Dä Florian meint, ich sölli no diä verschidäne Vögel betone, wo mir hüt beobachtet hend, nume weissi nid genau eso, was das alles gsi isch;-)20110805-195025.jpg20110805-195045.jpg20110805-195055.jpg20110805-195105.jpg

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Unser erster Wandertag
August 42011

Hüt am Morge simmer denn widär wiä gwohnt so um diä Siebni ufgstande und hend üses morgentliche Ritual (1. Bettzüüg ipacke, Toilettengang, Zeltabbau und schlussendlich Morgäässe…) vollbrocht.

Denn isch au scho widär witärgange und zwor zum gröschte Isfeld vo Island mit all sine verschiedene Gletscher und Bärge. Churz noch em Nüni simmer am Gletscher Skaftafell acho, hend üs Rägefescht agleit und sind losgwanderet uf dä Bärg ufe. Mir hend üs für en Rundwanderweg entschiede, denn so gseht mer eigentlich alli Highlights vo dere Region.

Und so isch es denn au gsi, bim erschte Ussichtspunkt noch rund 1 h Wanderziit hend mir en grandiose Blick uf d‘ Gletscherzunge und sim Vorfeld gha. Denn isch es witär duruf entlang vom Gletscher gange bis zumene witäre Ussichtspunkt, wo mer denn dä gsamti Gletscher inklusive Nährgebiet hett chönne gnüsse!

Als mir diä höchschti Erhebig vo usem Rundweg erreicht hend, sind mir zur andere Bergflanke traversiert und au dört hett mer en hammer Usblick uf Gletscher, farbigi Bergspitze, mäanderierendi Flussdeltas und schwarzi Sanderflächene dörfe beäuge – so han ich mir pur Island vorgstellt!

Au es Fötelä hett widär echli meh Spass gmacht und ich hoffe si sind trotz fählendem Sunneschi öpis worde, mol luege…

Dänoch isch scho widär dä Abstieg agstande und es witere Etappeziel isch dä Svartifoss gsi mit sine schwarze Basaltsüle. Uff hetts do aber plötzlich viel anderi Touriste, well im Gegäsatz sind mir uf em Bärg eher weniger Lüüt begegnät. Egal hauptsach si sind alli weg, wenni dä Wasserfall wett abliechte, und so isch es per Zuefall gsi (dennoch sind üs aber widär mega viel entgegächo) und sogar d’Sunne hett es Gastspiel geh – supi was wett mer meh?

Noch guet 6 Stunde Wandere simmer denn widär im Tal gsi bim Parkplatz bi üsen Mietauto und sind denn grad witär gfahre zum Campingplatz.

Es Wätter übrigens hett definitiv emol mitgspielt und es isch dä ganzi Tag troche blibä, gegä Endi vo üsere Wandertour isch sogar d‘ Sunne widär mol für meh als füf Minute usecho, unglaublich!

Jetzt muessi aber mine alte Chnoche echli Rueh gönne, well ich spür si ächli, aber ich denke das hett nüt mit em hütige Wandere z’tue, sondern mit minere dünne Isomatte, woni zum Schlofe bruche (muess mir mol ä Neueri bsorge).

Bis morn…

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Tag 6 in Island
August 32011

Hüt Morge churz bevor als mis iPhone um 7.15 Uhr (jo tatsächlich mir stönt immer eso früäh uf, well mir sind jo amigs jewiils sehr früäh im Bett (zwüsched 20.00 und 22.00 Uhr), mer chan jo do eh nüt astelle am Obig) glütet hetti, bin von allei verwachet und hans abgschaltet – han denkt ich pfuse no öpä ä Viertelstund, denkste öpä fascht genau ä Stund spöter bini widär verwachet. Tja denn startet mir üsen Tag hüt echli spöter es Wätter hett eh nüt guets verheisst (hett sich spöter am Mittag als Fählischätzig usegstellt).

Am Morge simmer widär vo dä Hauptstross abe und weg vo dä Küschte gfahre und zwor zunere angeblich wunderschöne Landschaft mit Gletscher und Berge (luut Reiseführer), doch es Wätter isch wiä immer gegä üs gsi (Rege und Wind). Aber denn plötzlich als mir einigi Höhemeter mit em Auto zruggleit gha hend, isch ä risä cooli Ussicht uf ä Schwemmebene vomene Fluss gsümt vo schroffe Berge uftacht! Es erschti mol hetts mich recht umghaue, wohrschinlich wills trotz em Rägewätter einigi Farbe i dä Landschaft gha hett. Das Ganze hani denn au mit Freud probiert uf Foti z’bringe (han sogar ä Ziitrafferufnahm mit dä schnell ziehnde Wulche, probiert).

Am Endi vo dä Schotterpiste isch im Tal en Campingplatz gläge und mir hend denn z’Fuess versuecht dä beschribäni Gletscher z‘ finde, doch leider erfolgslos, tja isch halt no schwierig ohni Landcharte und bi mislerablem Wätter. Vor luuter Suechwahn sind mir no fascht mit em PKW i dä Äsche stecke blibä, händs denn aber doch no usegschafft und sind denn widär zrugg zur Ringstross.

Nöchschte Halt ä Ortschaft mitemene unglaublich langem Name, weiss en jetzt immer nonig uswändig, also irgendwas mit Kloster Hof usw. i dä dütsche Übersetzig. Dört simmer erscht mol go Z’Mittag spachtle und dennoch hetts do einigi chlineri Sache geh zum Aluege.

Well dä Wättergott es sehr guet mit üs gmeint hett, hend mir fascht alles chönne z’Fuess bestriite – än chline Wasserfall, ä Gedänkchirche mit historischem Klosterfriedhof, ä Bastaltsteistell und angeblich (mir hends äbe nid gfunde) ä grosses Pseudokraterfeld.

Morn chömer widär sehr noch anen Gletscher…und wönd dört echli wandere (hoffe äs Wätter spielt mit!).

Bis bald…

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Gletscher und Steilküsten
August 22011

Üsen erschte Gletscher hend mir hüt welle go beguetachte und deshalb hend mir widär emol müesse vo dä Ringstroos abe und öpä 5 km ufere Schotterpiste is Landesinnere fahre. Bald isch denn au das ewige Iisfeld hinder emene Hügel uftaucht – ui also üse Alpegletscher sind aber suuberer, dä do isch jo ganz schwarz und dreckig.

Nochdem mir üsen VW parkiert gha hend und üs mit Wanderschueh, Regeschutz und Chappe bewaffnet hend, sind mir uf direktem Weg uf dä Gletscher zuegloffe. Bim Nöchercho, isch es denn klar worde worum das Iis do nid eso wiis isch wiä bi üs – widär emol isch dä europäisch Flugschreck vo Vulkan mit dem komplizierte Name tschuld gsi, denn sini Äsche isch uf em Gletscher au abglageret worde.

Noch dere Gletscherwanderig sind mir denn zrugg zur Ringstroos und Richtig Ortschaft Vik brauset. Dört hend mir denn diä Steilküstene am schwarze Stand beäugt. Ich han denkt ich probier doch emol ä Langziitbeiliechtig mit minere Kamera, damit d’Welle vom Meer eso verwüsched, doch im Nochhinei isch das nid eso än guete Ifall vo mir gsi, well mini Kamera isch samt Stativ echli im Meer go bade! Noch em erschte Schreck und em beinahe Tot vo mim Foti, isch zum Glück es Läbe langsam aber sicher widä zrugg kehrt i das Grät (no einigi Macke hett sie no mit em Azeige vom Fokus uf dä Mattschibä 🙁 ). DAS PROBIER ICH NIE MEH (obwohls cooli Föteli geh hätt…)!

Gegä frühenä Obig hend mir denn dä Campingplatz do in Vik ufgsuecht und üses Zelt widär emol fescht gegä Wind verankeret. Do a dä Reception hetts es erschti mol Problem geh mit em bargeldlose Bezahle mit dä Kreditcharte, drum hend mir üs no isländischi Krone müesse bsorge.

So das wärs gsi für hüt (hans Gfühl mini Blogiträ werdet immer chürzer, weiss eigentlich au nid wieso…?).

PS: Öpis vo geschter hani doch no promt vergesse z’verzelle (villicht wil es zu irreal gsi isch) und zwor hani geschter mini erschte Meter mit eigeständigem Autofahre hinder mich brocht. Isch gar nid eso eifach das mit dene drü Pedale do under em Lenkrad (bini doch fascht hinderschi i d’Lobby vomene Hotel rast, uiuiui…).

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Für diä Nacht hetts ä Sturmwarnig gha für üsi Region, und tatsächlich mir hend es brause vom Wind definitiv ghört, doch dank dä pflanzte Bäum und Strücher, nid a üsem Zelt gspürt.

Nach em churze obligatorische Z’morge und em Zeltabbaue (es isch scho fast zunere Routine worde) simmer los und hend zerscht üs welle im Thermalbad im Ort wäsche, doch mir sind vor verschlossene Türe gstande, obwohl d’Öffnigsziite öbis anders verlute loh hend. Drum hend mir denkt mir probierets im nöchste Dorf, doch au dört dä glich komisch Umstand. Ich han denn d‘ Idee gha, dass es villicht en Fiirtig isch vo dä Isländer und tatsächlich luut Reiseführer isch amigs im erste Mäntig vom August en Fiirtig – tja denn muess üsi Körperpfleg halt ufs erschte mol warte…

Üsäs hütige Sightseeing isch losgange mit em berüehmtberüchtigte Vulkan Eyjafjallayöull und sinere Schwemmebeni, das isch aber nid eso beidruckend gsi, doch hingegä hett sich über em andere grosse Gletscherfeld Myrdalsjökull ä cooli Liechtstimmig igstellt, mega speziell!

Noch dem Abstecher isch es widär zrugg zur Ringstross gange und vo döt zu dä beidnä Wasserfäll Gljufurarfoss und Seljalandsfoss – zwei schöni Naturerschiinige!

Dänn isch es wiiter wider entlang vo dä Ringstross Richtig üsem Übernachtigsort Skogar gange, doch well mir üs immer nonig eso suuber gfült hend und alli Bäder hüt zu gha hend, hend mir dennoch en Gheimtipp im Reiseführer entdeckt und zwor es alts Thermalbad, wo zwor stillgleigt segi, aber dennoch vo dä Isländer no benutzt wird. Mir sind denn vo dä Stross Nr. 1 abzwiegt und ufere schmale Schotterpiste ines Tal gfahre, churz drufabe hend mir müesse usstige und z’Fuess wiiter Richtig Talendi entlang vom Bach (dä Wäg isch recht grob mit dä Äsche vom Usbruch 2010 vom Eyjafjalla bedeckt gsi) wandere. Und wunderlicherwiis aber wohr hend mir es inen Fels bauets Bad gfunde, das hett au no Wasser drin gha, zwor echli grüen aber egal, doch diä gross Froog isch jetzt natürlich no gsi isch es immer no warm? Glücklicherwiis sind mir nid enttosche worde und hend somit seelealei es Bad chönne neh…

In Skogar denn acho sind mir z’erscht go z’Mittagesse (dasmol en Lachs) im örtliche Hotel, drufabe hend mir denn mol was nid Naturnohs aglueget – es Heimatmuseum (mir sind sogar no vom 90-jöhrig alte Mannli, wo diä ganz Sammlig a Alltagsgegäständ zämätreit hett, aquatscht worde). Dört hend mir denn äs eher für üs fremd ahmuetends Stück gfunde – es Bettbrett, was brucht worde isch zum Bettdecki z’schütze und z’verhindere, dass mer us em Bett gheit 😉

Es Zelt hend mir denn direkt nebed em Skogarfoss (island. foss = Wasserfall) ufgstellt und hend denn dä Fall natürlich no besichtigt.

Zum z’Nacht hend mir üs Milchriis mit Öpfelkompott kochät – eifach aber genial!

Mit em Wetter chönd mir hüt eigentlich recht zfriedä si, es isch mehrheitlich troche blibä.

Mol luege, wies morn eso lauft…

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Wasserfälle und Vulkan Hekla
Juli 312011

Ich han diä Nacht eigentlich vorgha dä Geysir nomol bi Sunneufgang z’fötelä und han mir drum dä Wecker uf di Vieri gstellt! Als es denn sowiit gsi isch hani zwor kei Rägä meh ghört uf üses Zeltdach prassle, aber woni us em Zelt usegüglset han, hani leider nüt vo Sunne gseh, sondern en bedeckte Himmel – also hani mich wieder im Schloofsack verchroche.

Am Morge hend mir üs denn bi trochnä Verhältnis uf dä Wäg gmacht zum Wasserfall Gullfoss. Dört acho hend mir festgstellt, dass mir eigentlich no en recht guete Tagesryhtmus hend, denn grad viel anderi Touriste hetts dört zu dere früehne Stund nonig gha – umso besser fürs Fötelä!

Nochher hend mir ä eher usgfalleni Strossekombination zrugg zur Ringstross usgwählt mit einige Umweg, defür mit spannende Sache zum aluege – en wiitere Wasserfall mit prächtige sechseckige Basaltsülenä, es restaurierts Wikingerdorf mit Grashüser, dä Vulkan Hekla (das isch dä Vulkan, wo erwartet wird, dass er bald usbreche sötti, well er längs überfälli isch!) und ä Usstellig dezuä und nid z’vergesse natürlich no diä ganzi schöni Landschaft entlang vo dä Stross…

Bimene Feld und emene einsame Gehört hend mir denn no aghalte und hend üs diä Isländische Rösser echli gnauer aglueget und sind sogar debi vomene alte Mannli kritisch beäugt worde. Er isch denn aber bald uf sonen Gaul gstige und devo Richtig Horizont und mir hend üsi Rössli witär chönne füetere mit feine saftige Grashälm.

Well mir hüt einigi Kilometer (180 km) under d’Räder gnoh hend, sind mir das mol echli spöter geg dä Obig im Campingplatz (üs isch dä Platz do nid eso symphatisch, es isch echli en Ort für Duftliebhaber 😉 ) acho und zwor i dä Ortschaft Hella.

Das wär üsen vierti Tag do in Island scho wieder gsi. Morn stönd wiiteri Wasserfäll uf em Programm.

PS: Muess immer irgendwie luege, dass i zu mim Strom chume, damit i es iPhone und mini Kamera chan lade – imene Thermalbad oder bimene Wohnwage-Bsitzer hanis scho chönne abgeh und lade.

PPS: Mir hend do immer wieder es paar Velofahrer uf usere Strosseroute gseh, aber jedesmol frooget mir üs, wie mer das eim cha atue, freiwillig gegä dä Wind z’strample.

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Pingvellir und Geysir
Juli 302011

Uff, also diä Nacht hetts jetzt widär Chatze gregnet, ganz krass, han so gegä di halbi Vieri i dä Nacht emol müessä dä Wätterbricht studiere uf em iPhone, denn han langsam nämlich Angst übercho, dass üses Zelt, das nümme lang ushaltet.

Und tatsächlich, wo mir denn am Morge so gegä di halbi Achti ufstande sind, isch es emol trochä gsi – mer isch jo mol schnell zfriede au mitemene komplett verhangene Himmel! Nochemene churze Z’Morge hend mir üs denn uf dä Wäg gmacht dä historisch Ort mit dene Vulkanspalte gogä z’inspiziere. Mir sind um diä früeh Ziit no komplett allei gsi und ich han ungestört chönne Bildli knipse ohne Touriste druf…

Guet zwei Stunde spöter isch es denn witer gange mit em Auto Richtig Geysir via Dorf „Laugarvatn“ (See mit heissen Quellen), dört simmer zerscht emol äs erschte mol üsen Tank mit Benzin go fülle und nochli es paar Lebensmittel go bsorge. Denn hend mir beschlosse, well mer no recht früeh im Tag gha hend, im ortsasässige Thermalbad go bädele – hett sogar ä Dampfsauna gha, uf diä isch aber hammer hart heiss gsi und mer hetts nid würklich lang drin usghalte, tja wenigschtens sötts jo gsund si.

Öpä genau um d’Mittagsziit hend mir es beschti Restaurant luut Reiseführer und Tipp us em Supermarkt bsuecht und hend en Tisch verlangt – bin grad echli verdutzt gsi, dass mir nochdem ich es paar englischi Wortbröcke gredt han, mit öschtrichischem Dialekt vom Wirt begrüsst worde sind 😉
Mir hend dört denn en erschte isländisch Fisch (arktischer Saibling) probiert und sind zumenere guete Kritik cho – mega fein! Au dä Dessert hätt sich chönne gseh loh – Schoggimusse mit Wassermelonen und Himbeersauce (ok d’Zuetate sind jo glaubs defür würklich komplett alli importiert worde!).

Mit vollem Mage isch es denn wiiter gange noch Geysir, wo dem Name enzsprechend diä heisse Wasserfontäne z’finde sind.

Nochdem mir am früehe Nommitag sogar es erschte mol so richtig diä isländisch Sunne gseh hend, regnets jetzt do widär in Ströme und drum hend mir diä Geysir nonig würklich bsuecht – es hett jo jetzt eh z’viel Touriste und drum hend mir dä Termin für en Bsuech uf e eher unwirtlicheri Ziit (so 23.00 Uhr oder so…) verschobe, well mir jo eh grad nebeddra do uf em Camping übernachte werdet!

So gegä di halbi Achti am Obig hett es Wetter denn doch no sogar früehner als erwartet, mitere guet stündige Regepause ufgwartet und ich han denn doch nochli chönne dä Geysir go fötelä.

Morn gömmer denn wiiter zumene eher grössere Wasserfall – em Gullfoss.

PS: Ä etwas komischi Eigenheit vo do, wo mir ufgfalle isch, isch, dass do d Chüelregal im Supermarkt grad uf dä ganz Ruum usgwiitet wird, d.h mer mue sich sehr beeile es Joghurt oder d‘ Milch schnell uszwähle, well suscht wird eim relativ in churzer Ziit kalt, brrrrr…

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Nasser Tag 2

Nasser Tag 2

Island

Juli 292011

So diä erschti Nacht ligt hinder üs und ich han sogar recht guet gschlofe obwohl ich zerscht echli Bedänke gha han wege dene hellä Nächt do.

Am Morge simmer denn bi Ziite ufgstande, hend richhaltig z’Mörgelet (Toast, Frühstücksei, Kornflakes und Joghurt) und denn simmer wiiter mit em Auto Richtig Oste.

Ok jetzt muessis eifach sägä dä sch… Rägä nervt gewaltig, mer chan eifach nüt Richtigs underneh! Drum simmer also nume amigs churz usgstige us em Auto churz d’Sehenswürdigkeit go aluege und no es paar Föteli devo mache (also Spass chunnt do nid uf bi so nasse Verhältnis z‘ Photographiere). Also gseh hemmer z’erscht en chline See imene Nationalpark, denn es wiiters Geothermalfeld (erinneret eim immer ganz schnell anen Eiersalot) und schlussendlich no ä cooli Lavahöhli (mir sind aber nume ganz vorsichtig inegange, hend echli Angst gha, dass dä eint oder ander Basaltstei uf üsen Chopf tätscht).

Denn simmer wieder nochenere lange Fahrt dur d‘ Einsamtkeit mit holprige Kiesstrosse (hoffentlich passiert em Mietauto nüt, suscht müend mir denn no defür ufcho) wieder i dä Zivilisation glandet und hend erscht no diä berüehmti Ringstross es erschtemol erreicht.

I dere chline Stadt hend mir üs denn es Mittagesse inere Bäckerei mit Sandwich und emene Hunggabolla (öpis Süässes) gnehmiget.

Denn hend mir in Agsicht vo de no vorhandene Ziit entschidä nochli wiiterzfahre als mir eigentlich für dä hüttig Tag planet händ – mir campieret jetzt im Nationalpark, wo diä historisch Hauptstadt vo Island z’finde isch.

Hüt Obig hemmer aber nüt meh undernoh bi däm blöde Rägä, hend defür es feins Obigesse uf em Gaschocher gmacht (siehe Föteli).

Morn probieremers denn das Ganze do bi hoffentlich trochenem Wetter go azluege.

Guet Nacht, bis gli.

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Godan daginn Island!
Juli 282011

Guten Morgen Island!

Nochdem mir geschter gegä Obig am Flughafe Friedrichshafen acho sind, hend mir hüt Morge früeh us dä Federe müesse damit mir üsän Flug noch Island au verwütschet. Es hett eigentlich alles relativ riibigslos funktioniert, usser dass mir üsäs Zelt als Übergepäck händ müässä deklariere und entsprechend zahle.

Noch rund 3 Stunde Flug (recht müähsam, well mir i dä hinderschte Reihe gsässä sind und somit am wenigschte Platz gha händ) simmer do uf dä Insla im Nordatlantik acho. Uff dä Erdbode isch bi dä Landig lang nid sichtbar gsi, so dick isch d‘ Wulchedecki gsi!

Acho im Flughafeterminal, hämmer usäs Mietauto gschnappet (mir hend sogar es grössers übercho zum gliche Priis, en VW Polo statt en VW Fox) und sind denn abbrauset, ok zerscht hend mir üs natürlich no müässe mit Charte orientiere und hend das noch einige Afangsschwierigkeite (Reykjavik mit Kevlavik verwechseln) au gschafft.

Üsäs erschtes Ziel; dä Supermarkt mit em rosä Sparschweinli im Logo. Dört hend mir üs emol für diä erschte paar Täg mit Esse ideckt, wer weiss wo diä nöchscht Möglichkeit wird si.

Denn isch üsi Rundreis losgange, en erschte Spaziergang a ä Steilküste, en Halt a dä Brugg zwüsched zwei Kontinent, en Ufstieg uf en Lüchtturm, ä Stippvisite amene Vogelfelse und denn no ä Reis mit dä Nase in es Geothermalfeld. Und eis hend mir denn schnell gmerkt, dä Wind isch üsän ständig Begleiter, und was für en Luft! Es Schnufe und Rede wird definitiv nid eifacher…

Denn hend mir gegä Obig en Campingplatz i dä Stadt Grindavik gsuecht und döt üsäs Zelt ufgstellt. Viel anderi Lüt hetts dört aber nid grad, egal…meh Platz für üs.

Den als Abschluss vo üsäm erschte Tag do in Island simmer no i diä blaui Lagune – das Thermalbad do schlechthin. Isch no witzig gsi mit dem spezielle wiisblaue Wasser voll vo Mineralie, mer hett sogar e Schlammpackig chöne is Gsischt schmiere als Anti-Ageing-Mitteli 😉

So jetzt sitzemer do uf em Campingplatz im Essruum und wartet druf, dass es dunkel wird! Hoffenlich wird das überhaupt emol…

So morn gohts wiiter Richtig Oste zur Ringstross.

PS: Dä Verkehr do uf dä Insle isch bis jetzt nid würklich es Problem, denn eigentlich isch er inexistent, 2-3 Autos in 1 Stund!

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Da liegt was Wahres dran…
Juli 162011

In dieser Woche war ich in Graubünden am herumwandern. Bei einer Übernachtungsstätte in einer Alphütte in Preda fand ich ein Buch über den betreffenden Kanton und deren Natur und Umwelt.

Neben dem, dass ich einen Artikel eines meiner Professoren gefunden habe, sind mir vorallem die kurzen Sprüche der einzelnen Autoren sehr aufgefallen und dementsprechend auch hängengeblieben.

Hier sind nun einige dieser Zitate:

Wer immer fest mit beiden Beinen auf der Erde steht, wird nie über seinen Schatten springen.

Der Mensch soll angeblich zu 80% aus Wasser bestehen. Kein Wunder, dass da manches den Bach runter geht.

Wir sind der Natur gefährlicher geworden, als sie es uns jemals war.

Was moralisch falsch ist, kann nicht politisch richtig sein.
Gladstone 

Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte.
Bertold Brecht

Wir haben die Natur nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.
Ludwig Marcuse

Erst als es dunkel wurde, ging ihnen ein Licht auf.

Die Erde hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Gandhi

Die Energie, die wir brauchen, bekommen wir vom Strom gegen den wir schwimmen.

Die Strassen des geringsten Widerstandes sind nur am Anfang asphaltiert.
Hans Kasper

PS: Hier noch eine Impression dieser Alphütte 😉

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meine eigene App!
Februar 82011

Mein eigenes AppSo nach langer Zeit habe ich wieder mal Zeit und Musse gefunden um einen neuen Artikel für meinen Blog zu schreiben.

Und ich habe sogar grossartige Neuigkeiten, denn ich habe mich in letzter Zeit einwenig mit dem iOS und deren Apps beschäftigt.

Und was ist rausgekommen? Ich habe nun meine eigene App „gebastelt“, und habe sie dann auch per Developer Account bei Apple für
die Auflistung im App Store eingereicht, doch leider (bin auch einwenig wütend auf Apple…) ist sie mit dem Status „rejected“ abgelehnt worden.
Grund dafür ist da meine App zu wenig auf breites Interesse stossen wird und ich sie somit per Ad-Hoc Methode vertreiben sollte.

Dies bedeutet nun, dass ich sie selbst ohne den App Store hier auf meiner Webseite publiziere!

Wenn Ihr nun Interesse habt sie auf euerem mobilen Geräte zu installieren, dann folgt ganz einfach diesen Anleitungsschritten:

1. loggt euch mit eurem iOS-Gerät unter http://testflightapp.com/login/ ein
2. Email: user@pascaltschudi.ch ; Password: installapp
3. Dann müsst Ihr Euer „Device“ registrieren (einfach auf den Button „Register Device“ klicken)
4. Nun wird ein Profil auf Eurem Gerät installiert (aber keine Panik, es werden keine Einstellungen oder so verändert!)
5. Jetzt habt Ihr ein Bookmark auf Eurem Home-Screen und könnt mit diesem immer die neuesten Versionen meines Apps installieren – Ganz einfach…
6. Nun bin ich an der Reihe und muss noch Euer Gerät freischalten
7. Wenn Schritt 6. erledigt wurde, könnt Ihr nun einfach per „Install“-Button auf der „Bookmark“-Seite das App installieren (wird dann auch per iTunes synchronisiert…)

So ich weiss dieser Installationsprozess ist einwenig aufwendiger als über den App-Store, aber ich kann bei Apple`s Genehmigungspolitik von Apps ja nichts ändern.

Wenn Ihr irgendwelche Fragen (Installation oder auch Vorschläge für weitere Funktionen im App) oder so habt, dann nur zu und sonst wünsche ich viel Spass mit meiner ersten eigenen App.

Pascal

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Und wieder mal Militär
August 112010

So bin sit am Mäntig wieder emol i de Schwiizer Armee am Ziit vertriebe. Isch also immer no eis vo dä eher weniger sinvolle Sache, wo ich i mim Läbe eso astelle (muess!).

Hoffe, dass die kommende Täg schnell verbi gönd und ich bald wieder im zivile Lebe zrugg bin…

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Meine neue Fotowebseite ist nun online. Sie ist zu finden unter www.gallery.pascaltschudi.ch

Viel Spass

[zenphotopress album=0 sort=random number=4]

PS: Bald werden auch weitere neue Fotos in der Galerie folgen – auch von meiner grossen Zugsreise in den Nahen Osten.

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So jetzt bini scho fascht wieder im Alltag do i de Schwiiz komplett itaucht. Aber d`Erinnerige sind no sehr präsent und öpis hani unbedingt no müesse mache, erscht denn chan ich mini Zugsreis „abschlüsse“.

Und zwor hani welle wüsse wieviel Kilometer ich zrugg gleit han mit Bahn, Bus und Auto vo Schaffhuuse bis Amman in Jordanien. Hans mit GoogleEarth rekonstruiert (isch natürlich viel Luftlinie debi…) und bin uf ca. 4`500 km cho! Scho no e rechti Strecki, oder?

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Mein Resumé

Mein Resumé

Schweiz

Februar 192010

Also wenni jetzt eso zruggluege uf mini grossi Zugsreis in nahe Oste, darf ich behaupte, dass es eigentlich uf fascht ganzer Linie en volle Erfolg gsi isch.

Alli mini Destinatione, woni im vornherein denkt han, die muessi unbedingt gseh, hani alli chönne bseuche. Han sogar no Ziit gfunde zum einigi Sache zuäsätzlich gogä azluege (z.B. Crac des Chevailiers). Chan jetzt also mit ganz viel neue Idrück zrugg i d‘ Schwiiz cho.

Klar hetts au weniger schöni Ziitpünkt geh uf minere Reis, woni irgendwie han müesse umschiffe. Aber Problemli, wo mer muess löse und Situatione, wo eim nerved und herusforderet ghöred jetzt eifach mol zu sonere Reis is Unbekannte und die sind jo nid würklich störend, sondern mached es gwüsse Etwas us.

Au Enttüschige ghöret zum Reisealltag, au die muess mer irgendwie chönne wegstecke, denn suscht chan mer sich gar nümme uf Neus iloh und denn wirds sehr schwierig.

Ich han würklich sehr viel dörfe erläbe und für das bini sehr dankbar, für was ich aber no meh dankbar bin, isch, dass nüt Schlimms passiert isch. Es git immer sehr viel brenzligi Moment, segs im Verchehr oder im Umgang mit Lüüt.

So jetzt hani gnueg sinniert, möcht eigentlich nume no zum Schluss es paar Highlights und Negativpünkt usegrife, was aber gar nid eso eifach isch. Zu de Highlights ghöred nid eigentlich die verschiedene Sache, won i han dörfe go bsueche, sondern eher spezielli Moment, wie z.B. diä einsami Zugfahrt vo Bukarest noch Istanbul, min Ufenthalt im steinerne Hotelzimmer in Göreme (döt hani ebe grad au no de positivi Entscheid vo minere Matheprüefig erfahre), d‘ Bekanntschaft mit em Bueb im Bus noch Konya oder es Chille im Innehof vo de Moschee in Damaskus.

Zu de Negativpünkt ghöred Situatione, wie d‘ Problem mit em Geld beschaffe, allgemein d‘ Astrengig vom Reise (Hotelsuechi, us em Rucksack lebe, Esse beschaffe, Transport organisiere usw.) oder amigs die mengsmol komische Zämätreffe mit einige Lüüt. Aber ich merk scho jetzt, dass es mir definitv schwieriger fallt, es Negative ufszelle als es Positive, wells im Verglich eifach vernochlässigbar isch.

So also jetzt würklich ganz zum Schluss möcht ich no was zu mim Blog sege und zwor bini erscht emol stolz, dass ich jede Tag han chönne was publiziere und hoffe, dass es eu Spass gmacht hett mit mir echli mitchönne z‘ reise. Aber es isch nid nume für die Diheiblibäne gsi, sondern au en Art Tagebuech für mich selber, denn die Reisemoment, vorallem die Chline, gönd so schnell wieder under, wenn de Alltag dihei wieder Izug ghalte hett und das fändi sehr schad!

Ah jo doch no was Letschtes und zwor merk ich jedesmol wenni für ä längeri Ziit weg gsi bin, wiä guet ich und au ihr es eigentlich hend i de Schwiiz, das vergess ich eifach immer z‘ schnell, well üsi schnell tickende Uhre es gar nid zuelönd es z‘ gseh. Das bestärkt mich au immer meh, in Zuekunft emol i de Entwickligshilf tätig zsi und au Anderne es aständigs Lebe z‘ ermögliche, klar tönt jetzt villicht echli naiv ich weiss, aber träume dörf mer jo, oder?

Istanbul, 19.02.2010
Pascal

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Amman – Istanbul – Zürich
Februar 192010

Unglaublich ihr wüssed gar nid wie früeh ich hüt han müsse ufstoht. Min Flüger startet um 6.35 Uhr und ich han müesse us irgendwelchne für mich unergründliche Umständ 2 Stund vorher döt si. Es Taxi brucht für diä öpä 35 km bis zum Flughafe e gueti halb Stund also alles zämägrechnet bini also um 3.45 Uhr i de Nacht ufgstande!

D‘ Taxifahrt und au de erschti Flug vo Amman noch Istanbul hett riibigslos klappet. Han sogar en Fensterplatz gha und han so chönne en mega schöne Sunneufgang gnüsse (2. Foto).

In Istanbul hani denn rund sechsi Stund müesse uf de Aschlussflug noch Züri müesse warte. Isch e rechti Geduldsprob gsi, han mit de Ziit gar nümme gwüsst wie diä Stunde und Minute am beschte tot z‘ schloh.

Doch au das hani denn irgendwie gmeischteret und so bini um di Füfi endlich uf schwiizer Bode glandet…

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Mein letzter Tag

Mein letzter Tag

Jordanien

Februar 182010

Noch längerem Usschlofe hani denn min letschte Tag vo minere grosse Zugsreis in Agriff gnoh. Welli doch nochli Geld bruche für Dies und Das (2 Übernachtige, Taxi zum Flughafe, Departure Tax, Verpflegig, Souveniers usw.), hani denkt ich probiers nomol mit mine Traveler Cheques. Bin also ine Bank und han gfrooget öb sie die anahmed, doch de jungi Maa am hinderem Büropult hett gseit sini Bank chengi das nid, aber er kennt es paar Lüüt i de Bankbranche und würdi für mich abkläre, wo ich mini Cheques loswerde chan.

Doch noch etliche Telefon, eim Tee und rund 1 Stund spöter hett sich denn abzeichnet, dass d‘ Regierig vo Jordanie beschlosse hett Traveler Cheques nümme azneh, nochdem anschienend vieli Fälschige uftaucht seget.

Also hani halt wieder emol meh ohni Erfolg d‘ Bank verloh und han halt mis Geld bimene Bankomat bsorget, obwohl ich so wieder für dä Bezug e Komission zahle. Bin übrigens no zum geminsame Shopping i de City Mall vo dem Bänkler iglade worde noch sim Fiirobig, han gseit ich überlegs mir no, doch bin denn am Obig glich z‘ müed gsi.

Denn bini echli go shoppe i de Strosse vo Amman, doch irgendwie hani nid eso viel cooli Sache gfunde, entweder hetts mega viel Kitsch gha oder irgendwelchi Chleider „made in China“ – egal. Öpis zum Z‘ Mittag hani denn au no gfunde und bin jetzt wieder zrugg im Hostel.

Muess jetzt no es Taxi organisiere, wo mi morn an Flughafe bringt und au fürs Uschecke vom Hostel muessi no luege wie, well min Flug goht morn 6.35 Uhr und so muessi fascht no zmittzt i de Nacht mich uf de Weg mache.

Es Resumé vo minere grosse Zugsreis in nahe Oste folgt denn morn, well ich han morn en 6-stündige Ufenthalt in Istanbul…

PS: Han scho einigemol müesse merke, dass do in Jordanie es Münze git, wo so en chline Wert hend, dass mer mit ihne gar nid eso richtig zahle chan, sondern sie chömed meischtens als Retourgeld is Portemonnaie und sammled sich döt a.

PPS: Ich bin jetzt scho mehrmols noch Hilf gfrooget worde, wenn irgendöpert Problem mit de moderne Technik (Handy oder Computer) gha hett, sie denket wohl mir sind alles Technikprofis do in Europa oder so 😉

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Das tote Meer

Das tote Meer

Jordanien

Februar 172010

Eigentlich chönt mer jo meine sone Nacht i de Wüeschti würdi sich jo wunderbar zum Schlofe eigne, doch dem isch bi mir nid eso gsi. Do wäred emol diä unliebsame Mitbewohner namens Muggene z‘ nenne, denn hetts aber au usserhalb vom Zelt sich einiges gregt – bellendi Hünd und ratternderndi Güeterzüg.

Noch dere nid so erholsame Nacht, bini denn gegä di Achti ufgstande um au rechtziitig zum Z‘ Morge z‘ cho. Dä isch zwor nid eso riichhaltig gsi wie geschter, aber defür isch es Ambiente supi gsi – bi Sunneschi und sehr agnähme Temperature i de Wüeschti.

Denn isch es au scho wiiter gange (mir hend üs wieder Richtig Norde gmacht), bin natürlich sehr gspannt gsi, was mich hüt no alles erwartet und han mi dementsprechend gfreut. Das isch im Nochhinein leider nid eso guet gsi, well de gröschti Teil vom Tag isch eher echli en Fruscht gsi in verschiedener Hinsicht. Z‘ erscht hetts e mega cooli Sanddünelandschaft entlang vo de Stross gha, doch ich han min Fahrer nid chönne dezuebringe churz azhalte, damit ich es paar Föteli hett chönne mache; es segi do nid möglich wege de Security.

Denn isch endlich es tote Meer in Sichtwiiti cho, mir hend sogar churz aghalte, doch dä schön Küstebereich mit de Salzchruste hani nume vo wiit obe chönne fötele; es isch z‘ gföhrlich zum döt abezlaufe. Es Wadi Mujib hetti eigentlich au es Highlight sölle werde, doch irgendwie hett mich die Schlucht und die Ussicht ufs Delta und tote Meer voll nid überzoge.

Bin denn gang krass gnervt gsi und min Fahrer hett das denn glaubs au gmerkt, drum hani denkt erklär ich ihm lieber wieso ich so hässig bin, verstande was i meine hett er glaubs scho, aber nid würklich welle igseh. Grrrr…

So churz noch de Eis am Mittag sind mer denn imene noble Hotel am tote Meer go Z‘ Mittag esse und denn hani no churz Ziit gha zum am Hotelstrand en Schwumm (jo also das uf em Föteli bin würklich ich!) im Meer z‘ riskiere. Die Ziit hani mir denn aber sehr grosszügig au gnoh – so ächli als Trotzreaktion! Also so richtig schwümme chan mer jo nid im tote Meer, well de Uftrieb isch eifach krass starch, bin am Afang sehr überrascht gsi, mer chan würlich eifach ufs Wasser liege, glaubs do goht jetzt au en Nidschwümmer nid under.

Denn hani au nochli gsünnelet und han so vor mich her denkt, dass ich jo scho bald wieder mit Chappe und Händsche im Schnee umestapfe, wenni übermorn zrugg i d‘ Schwiiz chume – ou nei hani eigentlich nid so Luscht dezue.

Zrugg in Amman, hani denn wieder es Zimmer im Sydney Hostel gnoh für die letschte zwei Nächt und morn wird ich wohrschinlich nochli go shoppe, Souveniers, Mitbringsels und so…

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Wadi Rum – die Wüste
Februar 162010

Au hüt han ich mir de Sunneufgang und di entsprechend guete Liechtverhältnis nid wolle entgoh loh, obwohl das wieder gheisse hett früeh us de Federe (ca. 6.15 Uhr). Han denn direkt mit em Lift ei Etage höher als mis Zimmer chönne und bin denn sofort uf de Dachterasse gsi und han so en phänomenale Blick über diä jetzt schön belüchtete Gebirgszüg vo Petra gha. D‘ Hotelbsitzerin hett mir sogar no Tee und O-Saft zu dem morgentliche Spektakel brocht, well sie mi ebe grad gseh hett, well sie döt obe ihres Büro hett.

Nochher bini denn nochli go ligge, aber schlofe hani nid würklich wölle, sondern han nochli Musig glosed. So gegä di Nüni bini denn wieder usem Bett kroche und han nomol e Duschi gnoh, wells jetzt warms Wasser gah hett.

Bin denn abe i d‘ Lobby um Z‘ Morgeesse, doch es isch leider niemert ume gsi, hett echli es Missverständnis geh betreffend de Ziit vom Früehstück. Han schlussendlich glich eis übercho und was für eis (vo Kornflakes, Fladebroot, Joghurt, Falafel, Hommos über Chäs bis hin zu Eier) und z‘ spoot sind mir au nid abgfahre Richtig Wadi Rum.

So gegä Mittag sind mer denn acho inere wüestehafte Gegend – em Wadi Rum. Han denn dörfe e zweistündigi Jeepfahrt gnüsse quer durs Tal. Isch mega heiss gsi, aber unglaublich beidruckend – e Wüeschti fascht wie us em Schuelbuech mit Düne, Felse, Wasserläuf und verdorrte Bäum. Scho hammer zu was d‘ Natur alles fähig isch…

Han denn au no druf bestande, dass ich doch einigi Schritt selber i dere Wüesti chan under mini Füess neh. Isch zwor nid grad mega wiit und aspruchsvoll gsi, aber mer chunnt doch es Feeling über wies eso isch i de Wüesti underwägs zsi. Ich hett no gern einigi Ziit meh i dem Reservat verbrocht und d‘ Ziit dezue hetti jo au gha, aber es nötige Chligeld hett gfehlt (die nehmed do d‘ Touriste scho us!).

Denn hani mis Zimmer, ah nei falsch ich meine mis Zelt bezoge und han mich denn gmüetlich ine Küssiecke underem grosse Ufenthaltszelt gleit und eifach emol echli mit Musig schön chilled und mini ganze Erlebnis vo minere grosse Zugsreis in nahe Oste Revue passiere loh.

Für de Sunneuntergang bini denn no mit mim Führer und wiitere zwei japanische Touristinne und ihrem Führer en nahe Berg ufekletteret, um so e besseri Ussicht z‘ ha. Ich bin denn nochli meh umekletteret, au echli höher oder ringsum de nöchsti Spitz, welli ha nochli meh welle gseh – hett sich au definitv glohnt.

Nochem Z‘ Nacht, hetts denn no typischi Touristeunterhaltig (irgendwie scho chli lächerlich di ganzi Sach, aber de meischte Touriste gfallts halt und de Manne do au wells öpis z’gseh git betreffend nid verhüllter Fraue…) geh mit Tanz und Musig – ok, denn machi halt au echli mit. Insgesamt sind mer aber nume öpe 9 Touriste gsi, also sehr agnehm im Gegesatz zu gester in Petra.

So und jetzt ligi scho uf minere Pritsche i mim Schlofsack im Zelt und tippe ebe de jetzig Tagesbricht is iPhone.

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Indiana Jones lässt grüssen – Petra
Februar 152010

Hüt isch es also losgange zum grosse Sightseeing do in Jordanien. Bin am Morge gegä Achti vom Hostel (han übrigens geschter no es Problem mit de Heizig gha bzw. de Klimaalag, sie isch no gar nid eso richtig agschlosse gsi, hett denn aber öpert no gamcht uf e Kamikaze-Art, joh nid as Kabel cho…) abgholt worde (de Fahrer isch z‘ erscht bim 4-Sterne Sydney Hotel gsi und erscht denn bi mim Sydney Hostel) und denn sind mer au scho Richtig Süde düst uf em Desert Highway und tatsächlich er macht sim Name alli Ehr, denn es isch würklich e breiti schnurgeradi Stross zmitzt dur e grossi flachi bruni Steiwüeschti.

Noch guet 200 km und einige Grad meh uf em Thermometer (scho fascht summerlich) sind mer denn i dem eigentlich chline Städtli Petra / Wadi Musa acho. Glaub öpä 90 % devo isch nume do wege de Touriste. Nochdem ich im Hotel ichecket han, hani mi denn au scho mit mim persönliche Führer uf de Weg dur d‘ Schluche und Felsformatione vo Petra gmacht. Mega cooli Landschaft würklich einmalig und vollkomme gerecht eis vo de neue siebe Weltwunder! Nume hetts leider uf villi Touriste gha, e richtigi Menschemasse hett sich dur die engi Schluchte zwängt.

Und plötzlich tata! Ich stand vor de Kulisse vom 2. Teil vo Indiana Jones – d‘ Treasury (1. Bild). Scho unglaublich imposant und vorallem unvorstellbar, dass das alles nume vo Hand gschaffe worde isch! Han aber gli gmerkt, dass im Film recht trickst worde isch…

So gegä Mitte vom Nommitag hani mi denn vo mim Führer verabschiedet und bin denn uf eigener Fust los zum en Ussichtspunkt (ok so allei bini denn au wieder nid gsi, denn die Menschemasse isch au no do de Berg duruf kraxlet). Obe acho bini eifach mol anegsesse und han alles echli beobachtet, han mir recht viel Ziit loh, welli erschtens, erst am halbi Sechsi dunne vor em Igang mit mim Fahrer wieder abgmacht han und vorallem zweitens, well ich uf bessers Liecht fürs Fotografiere gwartet han.

Das isch denn au so gegä spote Nommitag cho und so hani mi mit minere Kamera griffbereit zrugg zum Usgang gmacht (ca. 6 km). Isch scho krass d‘ Masse a Touriste hett zu dere Ziit rapid abgnoh und es isch eso viel agnehmer worde.

Bin den au churz vor em Idunkle wieder dusse gsi und so zrugg is Hotel gange. Döt hani eigentlich vor em Z‘ Nacht no schnell welle dusche, denn ich han scho einiges gschwitzt 😉 doch das hett leider nid eso welle klappe mit em warme Wasser – tja denn halt nochem Esse.

Es Esse isch also sehr speziell gsi, ich glaube halt wieder typisch uf Touriste probiert azpasse – isch halt glich besser wenn mer allei und somit direkt under de Iheimische underwegs isch! Nochher bini no zumene Bier iglade worde a de Bar vomene Typ, doch han jo nid würklich gern Bier, han aber was anderes feins gfunde – italienische Liquer. Han denn vo ihm erfahre, dass er dunne in Petra Souvenirverchäufer isch und er hett mir sogar einigi vo sine Betriebsgheimnis verrote (krass er verchauft Hüet und Tüecher für 15 JD, wo im Herstelligsprozess bzw. Ichauf nume 1.5 JD chostet – er verdient also es 10-fache!).

Gli hani mi denn au wieder verabschiedet, welli würklich müed bin vom viele Laufe und han denn im Zimmer nomol mis Glück mit de Duschi probiert – tja denkste, hüts wird chalt duschet. Wir ich morn denn no beastande bi dem vile Geld woni für die Tour zahlt han!

So morn gots würklich ab i d‘ Wüeschti – em Wadi Rum.

PS: Han hüt es erschte mol wieder dütsches Fernseh sit minere Abreis chönne luege (ZDF, ARD und SF Info).

PPS: Han jetzt grad echli früschi Chleider zum Versaue, well ich mir das Ganze han müesse Iteile mit em Chleiderwechsle, welli jo nid würklich han chönne wäsche und am Afang bini anschienend zu sparsam gsi mit em Wechsle.

PPPS: Bin defür mit em Speicher für d‘ Föteli knapp dra, wird wohrschinlich grad lange, hoff ich.

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Amman unter der Lupe
Februar 142010

Hüt hani eigentlich vorgha uszschlofe (ok es erschte mol bini eh so gegä di Füfi am Morge gweckt worde und zwor vom tägliche Muezzinruef, find das no hart vorallem wennd nid Moslem bisch und denn immer vo dem beläschtiget wirsch, well es isch würklich lüüter und vorallem unagnehmer als üsi Chilegloggene – verstand jetzt üses Abstimmigsresultat betreffend Minarett), do plötzlich am halbi Nüni hett es Telefon i mim Zimmer glütet und mich us em Schlof grisse. Chönd drü mol roote wers echt gsi isch, jo genau dä Ibrahim de Touristeabschlepper vo geschter – han doch gahnt nomol vo ihm z‘ ghöre. Er hett sich welle erkundige wie ich mich jetzt entschiede hegi betreffend em Sightseeing mit ihm. Han ihm denn mit Freud en Abfur chönne erteile, indem ich gseit han ich gängi mitere profesionelle Travel-Agency.

Hoffe bin ihn jetzt endlich los. Nochenere heisse Duschi (währed de Nacht wirds ebe scho no recht chüel und die meischte Hotels hend ebe nume Klimaalage won nid so super heized wie e normali Heizig) bini denn abe a d‘ Reception und han nochem Breakfast gfrooget, sie hett denn ihrem glaub einzige Agstellte aglütet und de isch denn au cho und hett agfange was meche i de Chuchi – die ganzi Sach bzw. es ganze Hotel isch mer sehr suspekt vorcho.

Drum also so schnell wie möglich uschecke! Han denn churz no imene andere Hostel aglüte und gfrooget öbs no es freis Zimmer hend – hends no gha. Die Dame a de Reception (isch glaubs Chefin persönlich gsi, mega mysteriös und unsympatisch) hett denn no d‘ Frechheit gha mich z‘ frooge was ich jetzt mach mit em Sightseeing und vorallem wie tüürs jetzt segi mit em Reisebüro! Han zur Antwort nume mit de Schultere zuckt, hallo das goht die doch en Füechte a. Han scho gmerkt die stecket doch alli (Hotel und Ibrahim) mitenend under einere Decki.

Han mi denn uf d‘ Suechi noch dem neue Hostel gmacht und zwor mitem Taxi (de erschti Taxifahrer hett mich gar nid mitgnoh, nochdem ich gseit han woane ich möcht, well er es ebe gar nid weiss wo das isch…). Min zweite Versuech hett emol vielversprechend agfange, aber noch öpä enere halbe Stund und einige mol Frooge nochem Weg bi de verschiedenste Lüüt (Passant, Ladebsitzer, Taxifahrer, Gschäftsmaa, Polizist, Verkehrskadett usw.) hani gmerkt das chunnt nid guet. Und so isch es denn au gsi, mir sind fascht gschlageni 2 Stund dur di ganz Stadt kurvet ohni jegliche Erfolg. Mann das chans doch nid si, dass mer do eifach Taxi fahrt ohni zwüsse was wo isch, hani denkt. Han mich denn selber au no als Navigator probiert, doch das isch natürlich u schwierig inere fremde Stadt und dezue no vieli unbeschrifteti Strosse.

Denn bini endlich ufe super Idee cho (leider viel z‘ spoot) und zwor hani ihm gseit er sölli im Hostel alüte und die chönd em denn uf arabisch erkläre wo sie stationiert sind. Hett er denn au gmacht, nochdem er no e neui Prepaidcharte go chaufe isch. Zu guter Letzt sind mir denn au bim Sydney Hostel acho.

Han denn ganz schnell mis Zimmer (isch zwor nume 1 Stern Hotel und nid 2 wies andere, aber es isch viel amächeliger!) bezoge, well ich han jo dur die irre Taxifahrt viel Ziit verlohre zum d‘ Stadt go aluege.

Bin drum denn grad wieder los zum es Taxi go sueche (han zwor nid welle, aber de Hostelbsitzer hett mir versicheret, dass sie dä Igang zur Citadelle kenned – han aber glich zur Sicherheit verlangt, dass er mir es ufschriibt in arab. Schrift und au no es Visitechärtli vom Hostel mitgit.) um zur Citadelle, es Wasserreservoir vo de Römer ufem höchste Hügel, z‘ cho. Doch han grad keis Freis entdeckt, defür endli mol es asprechends Restaurant, drum hani mi umentschiede zerscht go Mittag esse. Isch denn au mega fein gsi und han erscht no gratis es Stuck Chueche übercho, well anschienend öpert drinn im Lokal (bin ebe dusse ufem Balkon gsesse, wells so schöns und vorallem warms Wetter (ca. 25 Grad) gsi isch) Geburri fiiret.

Nochher hani aber würklich müesse pressiere well sie es Reservoir am Vieri schlüssed. Han also wieder nochemene Taxi Usschau ghalte, doch alli sind scho bsetzt gsi. Doch plötzlich hett en normale PWK ghalte und zwei Manne hend gfrooget, wohi ich denn möcht? Sie hend mi denn gratis döt ufe vor dä Igang broocht – sind zwei gspässigi Vögel gsi, de einti isch Awalt und de Anderi isch bi im irgendwie im Büro agstellt.

Vo dobe hett mer denn würklich en super Usblick über fascht ganz Amman gha – die Stadt isch eifach dicht über Hügel und in Täler baut worde, recht ungwöhnlich für üsi Verhältnis, aber doch glich no cool…

So jetzt bini wieder zrugg im Hostel, han mir no öpis (vorallem Süesse; es hett nüt anders gha) zum Z‘ Nacht kauft imene chline Supermarkt und grad hani no mit minere reizende Reisebürofrau telefoniert. Wird morn um di Achti abgholt vo mim Fahrer und denn gohts los is Landesinnere, bin gspannt…

PS: Mega viel Lüüt (vorallem d Manne) rauched do, mir hett mer scho es paar mol au e Zigi aboote.

Bildkommentar:
1. Blick vo de Terasse vom Resti us
2. Panorama vo der Citadelle us (di gröscht frei wehendi Flagge vo de Welt isch do z‘ gseh!)
3. min Z‘ Nacht vo hüt

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Welcome in Jordan

Welcome in Jordan

Jordanien

Februar 132010

Öpä am Sechsi hani am hüttige Morge müesse ufstoh, damit ich de Bus no rechtziigig verwütsche. Nochemene ganz churze Z‘ Morge bin denn au grad is Taxi igstiege und Richtig Bushof grast (ok am Afang hani mim Fahrer irgendwie müesse klar mache, dass ich unbedingt pünktlich döte si muess, well jo nume 2 Büs pro Tag noch Amman fahred).

Hett denn au klappet und so bini in Bus igstiege. Ok bis jetzt hett alles noch Plan klappet, doch denn hett es Unglück gli wieder zuegschlage. Ich han alli mini syrischi Pfund usgeh, well es jo verbote isch diä Währig uszführe, doch am Zoll hends denn vo mir mol wieder Geld welle und zwor für diä sogenannti „Departure tax“. Perfekt, dä Pascal stoht a de Grenze im Nirgendwo und sötti öpis zahle zum usezcho us Syrien!

Ok, also hani irgendwie e Lösig müesse finde, well helfe hett mir niemert welle, drum bini in Duty Free Shop ghetzt (han jo nid gwüsst, öb de Bus nid eifach ohni mich defür mit mim Gepäck witerfahrt) und han de ageblich einzig ATM-Bancomat gsuecht, han en au gfunde. Also z‘ erscht mini Maestro-Charte drigsteckt – chunnt direkt wieder use – und denn halt em Mami ihri Kreditcharte – doch es gliche. Han denn nomol versuecht öpert um Hilf z‘ bitte, doch anschienend kenned die Nöchsteliebi nid.

Zimlich hässig bini denn zrugg zum Bus und döt hett mi denn no de Fahrer zämägschisse, wo ich denn segi. Han ihm also mis Problem erklärt, doch au er hett nume gmeint, denn müessti halt mis Gepäck schnappe und zrugg uf Damascus fahre, welle de Bus müessti wiiter mit oder ohni mich.

Schlussendlich hani denn chönne Dollars vo mim japanische Mitfahrer leihe und so han au ich d‘ Quittig zum Verloh vo dem Land erhalte – eigentlich e Frechheit nomol Geld z‘ verlange nochdem ich scho han müesse es Visum zahle!

So gegä Mittag sind mer denn au in Amman acho und döt hani z‘ erscht mol wieder müesse Geld beschaffe zum au mini Schulde chönne s‘ zahle. Dä Japaner und ich sind denn mitem Taxi ins City Center zum döt es Hostel z‘ finde. Üsen Taxifahrer hett üs unbedingt „sini“ Hotels wölle zeige, nochem dritte mol Zimmer aluege (1. mega gruusig, 2. us mim Reisebeuch – leider voll), hani denn gnueg gha und eifach zugseit obwohls nid würklich so supi isch – dä Japaner isch denn ines Anders gange.

Ich han mi denn no berote loh vom Taxifahrer (wohl eher ein Touristenabschlepper) betreffend em Sightseeing do in Jordanien. Aber sis Agebot hett mer überhaupt nid passt (viel z‘ tüür) und er isch eh nid grad sympatisch gsi. Er hett sich denn plötzlich au verabschiedet, nochdem er gmeint hett, er hegi jetzt scho gnueg Ziit mit mir verbrocht und ich hegi jo sini Visitecharte.

Uff, endlich weg. Han mi denn wieder selber uf de Weg gmacht und zwor is Ministerium für Tourismus, leider z‘ Fuess (well ich han, nochdem alli eh nume mis Geld wönd, entschiede kei meh z‘ geh!), denn es isch mega wiit gsi! Woni acho bin, hend mi en Militärjunge und en alte Maa in Empfang gnoh, doch leider wieder mol nume uf Arabisch. Sie hend mir überhaupt nid chönne helfe (han doch nume es paar Tipps wölle ha, wie mer a die verschiedene Ort am beschte chunnt, well glaubs de öffentlich Verkehr i die Touristeattraktione nid fahrt) und das im Ministerium für Tourismus!

Noch einige verschiedene Versüech (nomol erkläre, irgendwohi telefoniere usw.) hett mir denn de englischsprechende Maa vo de IT chönne helfe und hett per Telefon au e Adresse vomene Reisebüro usegfunde. Fründlicherwiis hett er mich sogar denn no döt anebrocht mit sim Auto, wells anschienend eh grad uf sim Weg zu sim bald startende Kurs (Grafikdesign!) segi.

Im Büro acho hani denn mich gründlich berohte loh (fascht 2 h lang) über die verschiedenschte Möglichkeite, schlussendlich hani denn müesse e Privattour bueche, well d‘ Gruppetour amigs am Frittig startet. Isch wohrschinlich jetzt viel tüürer als i de Gruppe, aber egal ich gang diä ganzi Sach eh nume eimol i mim Lebe goh aluege und mini Luscht und vorallem mini Nerve sind nüme strapazierfähig um die ganzi Sach allei z‘ organisiere, irgendwenn isch gnueg 🙁

So jetzt seht min Plan für die letschte paar Täg eso us: Morn gangi allei gogä d‘ Stadt Amman aluege und am Mäntig startet mini 3-tägigi Tour zu dä Hauptattraktione (Petra, Wadi Rum und Dead Sea) vo Syrien. Und am Dunschtig bini denn nomol de ganzi Tag do in Amman bevors am Friitigmorge mit em Flugi zurgg i d‘ Schwiiz goht.

Bildkommentar:

1. Halt mit dem Bus vor einigen Shops
2. diä spezielli Bauwiis vo Amman

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Damascus – Amman
Februar 122010

Han jetzt grad no was im Netz gfunde über d‘ Strecki vo morn vo Damascus noch Amman. Hett de Maa vom Bahnhof Hama doch recht gha er hett gseit, dass dä Zug gar nümme fahrt noch Amman.

Zum Glück hani vo Vornherein mich für de Bus entschiede, han mer so einige Ärger erspart 😉

Update: Damascus-Amman train suspended indefinitely… It may never run again.
My wife and I took this train in late 2005, but by mid-2006 it was reported that it was no longer running because ’something is broken‘ – Syrian tank manoeuvres destroying the tracks, according to one source. This train is still cancelled, as at January 2010. Reports from Damascus in February 2008 said that the track was being repaired with the work due for completion in maybe September 2008. The train has not resumed, even though a news report dated 28 October 2008 suggested that a weekly train might resume between Damascus & Zarqa (20km from Amman) in November 2008. If you have any feedback about this train, positive or negative, please e-mail me! In the meantime, you’ll need to use the Damascus-Amman bus service.

Bildkommentar:

Das isch mini Busunternehmig womi morn noch Amman bringt.

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Damascus – Hauptstadt Syriens
Februar 122010

De hüttig Morge hani noch dem Stress vo geschter wieder eher gmüetlich gnoh. Nochem Z‘ morge bini denn use um mich villicht doch no mit Damascus a z‘ fründe.

Mis erschte Ziel wäri eigentlich en Markt für Frücht und Gmües gsi, doch ich han mi wieder echli verlaufe (und wieder nirgends es Strosseschild zum Oriertiere mit em Plan). Hans denn gli uf geh dä Markt wiiter z‘ sueche, well er wohrschinlich eh nid eso gschäftig gsi wär, well hüt jo für d‘ Moslems Sunntig isch und somit d‘ Läde alli zue hend.

Defür isch umso meh d‘ Post i de Old City abgange, wells do einigi Moschee hett und dä Moscheegang zumene Sunntig ghört. Bin denn echli dur die enge Gasse gschlenderet und han desöftern wieder emol Problem gha mit de Orientierig – aber egal isch würklich z.T recht idyllisch i dene Gässli zwüschd dene uralte Hüser.

Ah jo han fascht no vergesse verzelle, dass ich hüt morge bim Alege, es erschte mol han chönne uf mini Fliesshose für drunder getrost verzichte, wells dusse wunderschöns Früehligswetter isch mit bis zu 18 Grad.

Han denn gegä Mittag es Restaurant gsuecht und han schnell eis gfunde, doch erschtens hetts nüt Gschieds uf de Spiescharte gah und zweitens bini nid würklich bedient worde und drum hanis Lokal schnell wieder verloh. Zum Glück well es zweite Restaurant hett mir hammer feins Esse uftischt – traditionelli syrische Gricht (siehe Foto). Nochdem ich fascht platz bin, hani no en exklusive Zuegang zur Dachterasse übercho und han so echli en chline Überblick über d‘ Stadt erhasche.

Nochem Z‘ Mittag bini denn es Ticket für die behrüemti Moschee go poschte und han denn au chönne ine. Im Innehof hetts mega viel Lüüt gha, vorallem viel Familiä mit irne chline Chinde. Hans als eso e entspannti Atmosphäre (do chunnt mer scho chli is grüble, wenn mer immer vo dene News ghört über „unfriedlichi“ Moslems und so, es isch eher es Gegeteil de Fall!) gfunde, dass ich au irgendwo in en Egge ghocket bin und han denn dem bunze Triibä einigi Ziit zueglueget.

Noch einiger Ziit hani denn aber Gsellschaft becho vomene 28-jöhrige Elektroniker. Mir hend denn fascht zwei Stund i dem Innehof mit Quatsche (vorallem über Geld, Religion und Unterschied in Partnerschafte hend mer gredt) verbrocht und sind denn no zämä i d‘ Moschee selber, well das hani bisanhin no gar nid gschafft. Also de Innehof hett mir viel besser gfalle als denn es Innere vo de Moschee selber!

Nochher sind mer denn no en Tee go trinke und er hett no Wasserpfiife graucht (han natürlich au müesse probiere – hett eifach süess noch Öpfel gschmöckt). Wos denn langsam dunkel worde isch hani mi denn vo ihm verabschiedet (natürlich nid ohni üseri Emailadresse usztuusche 😉 ) und han mich zrugg zum Hotel gmacht.

Uff, han debi fascht no vergesse, dass i no Geld muess ha zum es Hotel zahle. Jo jo das isch do ebe eher e Glücksach öper zu Geld chunnt oder nid, nochem öpä 5. Automat hetts denn wölle klappe (hoffe han richtig umgrechnet vo Euro i syr. Pfund).

Jo das wär also scho min Tag gsi do in Damascus, han en zwor friedlich gfunde, aber eso lässig findi die Stadt au wieder nid.

PS: Grummel, irgendwie schaff ich es eifach nid über die Astarrerei hin weg z‘ luege, weiss nid wasi söll mache, allne zrugg lächle goht eifach nid suscht hani en Chrampf i mine Lachmuskle und es ignoriere chani irgendwie au nid – das Land bruucht eidütig meh Touriste 🙂

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Palmyra und die Wüste
Februar 112010

Au hüt hett min Wecker wieder emol sehr früeh glütet, well ich han vorgha dä Sunneufgang (do öpä um 6.24 Uhr Lokalzeit) über dere wüeschtehafte Landschaft do in Palmyra z‘ fötele. Bin denn au ufgstande und bin use uf d‘ Strosse, alles no vollkome still gsi und kein Mensch z‘ gseh. Do hani schnell müesse feststelle, dass es Wetter nid eso mitspielt (Cirrostratuswolke) und dass ich mich i de Umgebig überhaupt nid uskenne. Also schnell zrugg is Hostel, doch eifacher gseit als gmacht, denn beinahe hettis nümme gfunde, so ganz ohni Plan.

Nochem zweitemol ufstoh hüt (bin nochher ebe nomol öpe es Stündli go pfuuse) isch es denn au losgange mit em erkunde vo dene römische Überblibsel (Gräber, Strosse, Türme usw.) do in Palmyra. Isch scho no idrücklich wenn mer denkt, dass die Steimuure unglaublich alt sind und dass do irgendwenn emol e grossi Kultur gsi isch.

Uf minere Sightseeing-Tour hani no öpert fascht Glichsprochigs troffe und zwor e dütschi Nautik-Studentin. Sie isch eigentlich au älei underwegs, nume hett sich jetzt en syrische Maa a sie here gheftet – schief!

Uf em Weg zur Zitadelle, wo wiederum mol ufem höchste Hügel vo de Umgebig isch, hett min Taxichauffeur plötzlich öpis uf arabisch gschwaflet und denn uf e Schafsherde zeiget, wo grad under de Ufsicht vomene Beduine am grase isch. Ich han natürlich im erschte Moment nid würklich verstande was er meint, doch als er usgstige isch mitemene Glas i de Hand, hetts mir langsam demmeret. Spötischtens als er und de Hirt emene „spezielle“ Schöfli hinedrigrennt sind, isch es mir klar gsi – ich söll frischi Schafsmilch probiere! Na super… Zum Überfluss hetts grad au no en Schuss frischi Ziegemilch dri geh. Han denn au us Astand probiert, well sie hend jo immerhin mega lang gha bis es Schaf überhaupt verwütscht hend. Aber so würklich wohl isch mers nid gsi bi dere Sach (sie isch natürlich no lauwarm gsi und es paar Hörli hetts au no drin gha – Iiiii…).

Uf de Zitadelle obe acho hett mer en hammer Blick über d Gegend do gha, leider isch es es bizeli disig gsi.

Bevor ich mich denn mit em Bus uf de Weg Richtig Syriens Hauptstadt gmacht han, hani mi no müesse mit Proviant idecke. Bin drum bewaffnet mit en Wörterbuech durs Dorf gange und han so min Z‘ mittag mit alles arabische Wörter zämegsuecht – isch no witzig gsi, sie hend mi z.T sogar verstande.

Diä öpä drüstündigi Busfahrt isch eigentlich ribigslos von Statte gange, nume hani echli z‘ warm gha uf dene Ledersitz. Ah jo und drü Mädels sind sehr neugierig gsi und hend mi mit Frooge glöcheret.

Was mer au no ufgfalle isch wered dere Fahrt, dass es Betriebssystem Windows uf arabisch spiegelverkehrt zu üsem dargstellt wird – so luschtig – well sie jo au vo rechts noch links lesed.

Acho do in Damascus, hetts irgendwie nümme eso welle klappe. Z‘ erscht hett min Taxifahrer, wo mich eigentlich vom Bushof zum Hostel bringe hett sölle, eifach mini Underkunft nid welle finde (ok isch jo nüt Nues, aber glich komisch, well er als Taxifahrer hett müesse d‘ Fuessgänger frooge). Denn acho im Hostel hani müesse erfahre, dass es kei freii Zimmer meh hett (Mann, es isch doch Nebedsaison!). Also ab zum nöchste Hostel, das isch zum Glück nid wiit entfernt, doch au das hett nüt meh Passends für mich gha und au min dritte Versuech isch erfolglos blibe. Also hani denkt bevor ich mich jetzt z‘ tot latsche mit min ganze Gepäck, lüt ich z‘ erscht a bi de Hostels und frooge noh. Hett denn au schlussendlich klappet mit eim, leider hani no recht wiit müesse laufe und es isch es biz türer.

So mini Stimmig isch nid grad de hammer gsi. Aber es isch no besser worde, well ich han jetzt no welle vor em Fiirobig binere Bank mini Travel Cheques go ituusche. Doch noch de vierte Absag in verschiedenste Banke, hani denn no de Tipp übercho es chönnti imene noble Hotel funktioniere. Also bini döt ane, doch denkste, nei in Syrien wett anschienend niemert die blöde Cheques ha! Do bini also fascht platz vor Wuet. Han de Hotelmanager verlangt, han sie uf schwitzerdütsch zemegschisse, doch hett nüt brocht.

Recht hässig hani mi denn uf de Weg zum andere Bushof gmacht, woni mis Ticket uf Amman für dä Samschtig chaufe sötti. Jetzt hett mi glaubs alles gnervt, es Starre vo de Lüüt, es ewige Verhandle um de Priis vom Taxi und weiss au nid no was. Han glaubs i sebem Moment min Tüfpunkt erreicht vo minere Reis. Acho im Bushof isch es nid besser worde, bin usgstiege und als i „Amman“ gseit han, hends mer scho wieder welle es Taxi abüte zum döt anecho, hallo weisch wie tüür, wells anschienend emol wieder kein Bus meh git. Als sie gmerkt hend, dass ich gar nid meh hüt Obig wett goh, hett sich s Missverständnis schnell klärt – klar hetts no en Bus, au für dä Pascal us Swisra.

Woni mis Billet denn i den Täsche gha han, bini wieder mit em gliche Taxifahrer zrugg (mir sind üs zu dere Ziit immer nonig einig gsi über de Priis für die Fahrt), do hani Huger übercho und han spontan ihm irgendwie chönne erkläre, dass ich en Falavel (han ebe gescht Obig in Palmyra min erschte gha und er isch ebe recht fein gsi) wett, öb er echt wüssti wos i de Nöchi vo mim Hotel en Stand oder so hett. Er hett mi verstande und isch schnurstracks a mim Hotel verbi gfahre und in irgendere Richtig nomol öpä 10 min gfahre. Uff, hoffentlich hett er mich würklich verstande und nid, dass es jetzt no türer wird. Mir sind denn au acho amene Falavelstand (ich glaub de Stand hett no nie en Tourist gseh!) und döt isch min Z‘ Nacht denn vor mine Auge vorbereitet und abpackt worde. Zrugg vor em Hotel, ok jetzt hett dä Achmed (min Fahrer) sini 500 Pfund verdient und dä Umweg hett sich definitiv glohnt, han no nie en so feine Falavel gha!

So das wärs au scho wieder gsi vo dem Tag, bin aber immer nonig eso fründlich gsinnt in Bzueg uf diä Stadt, bin froh bald wieter chönne z‘ goh.

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Crac des Chevaliers
Februar 102010

Hüt morge bini wieder bi Ziite ufgstande, denn ich han einiges vorgha. Nochem Z‘ morge isch es denn au scho losgange und zwor bini mit em Taxi zum Busbahnhof und denn hani welle mit em Minibus, wo jewiils zur volle Stund sötti fahre, zur Burg Crac des Chevailiers (lieht öpä 60 km Richtig Küste).

Doch irgendwie hani hüt nid eso en guete Tag verwütscht was dä Verchehr abelangt. Es hett scho i de erschte Taxifahrt agfange, denn dä Fahrer hett mi unbedingt wölle überschnorre, dass er mich direkt zur Burg fahre dörf, was natürlich öpä 5 bis 10mol so tüür wäri als mit em Bus. Hans denn aber doch gschafft ihn dezue z‘ bringe mich nume zum Bushof z‘ fahre. Döt isch es ebe wiiter gange mit em Minibus, doch de Faher hett umsverstrupfe nid welle abfahre, wells ihm anschienend no z‘ wenig Passagier i sim Bus hegi – also entweder warte bis er voll isch oder ich chönti jo für die fehlende dä Billetpriis zahle und denn würdis sofort losgoh. Doch dem Gfalle hani ihm nid gmacht und so sind beidi stuur blibä und hend Ziit verrinne loh, bis ah jo doch plötzlich isch es uf z‘ mol hektisch worde und en andere Fahrgast hett mich ufgforderet i zstiege und hett mir en vernünftige Priis debi gnennt, woni müessi zahle. Ich glaub de anderne wartende Passagier isch es eifach z‘ blöd worde so lang z‘ warte. Also 1:0 für mich, tja dä Fahrer hett gmeint er chengi mich übers Ohr haue, do hett er dä Falsch usgsuecht, well ich han mir gseit, wenns halt wege dä verlorene Ziit nid klappet mit dä Burgbesichtigung au egal!

Bin also denn glich no bi de Burg acho. Bim Billet chaufe hends wieder emol blöd tue, well mini Studentecharte nid international segi und ich drum dä normali Priis müessti zahle, aber wenn mer sich nid us de Rueh bringe loht und echli afangt z‘ diskutiere klappt i dem Land viel meh als mer eigentlich denkt 😉

D‘ Burg selber isch würklich no beiidruckend gsi, au sehr guet erhalte, was aber hammer gsi isch, isch d‘ Lag, z‘ oberst uf em höchste Hügel vo de ganze Umgebig, dodurch es fascht 360 Grad Panorama.

Noch de Besichtigung isch es denn wieder zrugg is Hotel in Homs gange, welli döt mis Gepäck deponiert han. Dä Minibus, wo mi zrugg bringe sötti hani zum Glück schnell gfunde, ok han wieder emol echli meh zahlt, well er nid ganz bsetzt gsi isch (10 Plätze i eim Bus, wenn alli bsetzt 50 Pfund, also 500 Pfund für dä Fahrer, wenn nid voll bsetzt, 500 Pfund uf d‘ Pasagier ufteile!).

Acho im Hotel hani denkt nimi no schnell öpis zum Z‘ Mittag zu mir, isch nid grad e super Idee gsi, es hett e gruusigi Pizza geh. Woni denn mis Gepäck gschnappet han, bini denn wieder mit em Taxi zrugg zum Bushof (hei die Umefahrerei nervt mengmols scho chli…). Döt hani eigentlich dä Bus noch Palmyra welle neh, doch wie chönnts anders si, dä Bus isch entweder usbuechet gsi oder ich hetti müese 5 h warte. Super!

Denn spricht mich doch plötzlich en Maa a und seit er würd mich noch Palmyra bringe, er segi en Tourist Driver. Jo supi, aber zu wellem Priis, hani denkt und denn au gfrooget. Was 3’500 Pfund (ca. CHF)!!! Ok sicher nid mit mir. Aber was hetti sölle mache irgendwie hetts eifach kein Bus oder Minibus wölle geh, wo mich ziitig döt anebringe würdi. Also hani agfange z‘ handle. Noch zeche Verhandlige hanis uf 2’600 Pfund abebrocht, aber han natürlich gwüsst, dass au das no immer en horrende Priis isch. Bin aber echli gnervt gsi und has somit eifach gschluckt.

Denn isch es au scho losgange im nigelnagelneue KIA-Auto (z.T isch es Zügs no mit Schutzfolie abklebet gsi). Min Fahrer isch scho recht en komisch Kautz gsi, und vorallem isch dä Sack au no recht übermüedet gsi und das zum 160 km dur d‘ Wüeschti z‘ fahre. Hoffe das chunnt nume guet. Glücklicherwiis hetts nid grad viel Verchehr gha und es isch alles grad us gange, trotzdem hani ihn mit mim Gelabbere wach ghalte und vorallem glaubs gnervt, well bi jedem Polizist oder Militärmaa, wo üs aghalte hett wege irgendwelchne Kontrolle, hani dene verzellt dass min Fahrer sehr tüür segi, ok dä erscht Polizist hett mich nid verstande wellis uf englisch gseit han, doch wie schlau ich bin, hani i mim arabische Wörterbuech es Wort „teuer“ nohglueget und somit hend mi den glaubs nochher alli verstande. Isch glich no witzig gsi wenn au en „gali“ (arab.) Spass.

D‘ Landschaft hett sich unglaublich schnell veränderet, sobald mir weg vo dä Küste is Landesinnere cho sind, isch es Wetter schöner worde und diä vorher grüeni Umgebig isch enere Stei- und Sandwüeschti gwiche – juhui dä Pascal es erschte mol i dä Wüeschti!

Doch no heil in Palmyra acho, hani denn mis Hostel bezoge und bin unglaublich fründlich empfange worde mit Tee und Infos über es Sightseeing do. Ich wird demfall morn e Tour rund um Palmyra mache mit em Taxi (dä Priis isch damol usnahmswiis agmesse).

Nocher gege Mittag wird ich noch Damascus goh, aber nid wie vorgseh z‘ erscht zrugg uf Homs und denn mit em Zug uf Damascus, sondern direkt mit em Bus uf Damascus – han hüt gnueg Ärger gha in Homs mit em ÖV, es langet!

Au a dem Tag sind mir wieder einigi Chlinigkeite ufgfalle, wo no speziell und ussergwöhnlich für mich sind. Es erschte isch, dass sehr vili Jungs und Männer do en Schnauz träget, villicht well dä Präsident au eine hett, kei Ahnig!
Und es andere, dass es do zumindest under de männliche Spezies e Art Hierarchie git und zwor isch meischt en junge Bueb dä Bimbo für älteri Jungs und Manne (also d‘ Umgangsforme sind mengsmol scho recht ruppig!).

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Hama und seine Wasserräder
Februar 92010

Dä hütig Tag hani echli ruhiger agoh loh, bin recht spot ufgstande, well au Reise macht irgendwenn emol müed. Drum bini öpe bis am Zwölfi im Hostel blibä und bin erscht denn uf dä Mittag d‘ Stadt Hama goh entdecke.

Was es do vorallem Interessants git, sind riesgrossi Wasserräder us Holz, wo scho einigi Johr uf emol Buckel hend. Die hani denn au gfunde (bi dä einte hani mi sogar müesse dur irgendwelchi Schrebergärte kämpfe zum anecho), doch leider hend si sich nid drüllet, well dä Fluss (dä hett übrigens recht streng groche und isch mit allerlei Müll verdreckt gsi) eifach z‘ wenig Wasser hett.

Denn hani mich au no welle verköstige, denn wer weiss wenns nöchstmol was git, drum hani mi uf d‘ Suechi no emene Restaurant gmacht, wo i mim Reiseführer empfohle worde isch, doch selber gfunde hanis nid – schlussendlich hend mich drü Jungs döt anegführt (en churze Moment bini recht skeptisch gsi, well si mich ine engi menscheleeri Gass gführt hend und ich mir nid han chönne vorstelle, dass do es Resti sötti si. Han scho befürchtet si möchtet mi irgendwie usraube oder so, aber isch jo denn zum Glück überhaupt nid eso gsi).

Wenn mer do d‘ Lüt, was frooget sind si ungemein hilfsbereit und gebet alles zum dis Problem irgendwie z‘ löse. Suchscht erntet mer aber als Fremde vorallem viel Blickkontakt und mengsmol muess mer eifach schmunzle, wenn öpert dich z‘ erscht ganz churz musteret, denn weglueget und erscht denn merkt, dass mer anders usgseh und denn wird mer komplett nomol vo Chopf bis Schueh (!) beäugt.

Mit em Fotografiere isch es au sone Sach, eigentlich unmöglich. Bin hüt sogar inmitte vonere Gruppe Schuelchinde gstande, doch mit fotografiere hetts nid wölle klappe, das Volk isch irgendwie anders als alli andere, woni bis jetzt bsuecht han (Nepal, Tibet, Kenia).

Churz bevor ich mich denn wieder zrugg is Hostel gmacht han bini no per Zuefall anen Strossemarkt cho und wasi döt gseh han wird i au nie meh vergesse und zwor amene Stand isch en ganze Chopf mit Hals vomene Kamel ghanget, no behoort und alles, im Muul hetts no irgendwelchi grüeni Chrüter gha!

Ah jo bim Strosse überquere, chume ich mir amigs wie imene Computerspieli vor, ich bin d‘ Spielfigur und muess däne Autos uswiche und irgendwie überecho, hammer…

Und nomol öpis Chlises wo mer do ufgalle isch und zwor hani ungemein Problem mit em Umgang vo dä Währig do, vorallem mit dä Münze, well sie hend nume arabischi Zahle druf und nid söttigi wie mir hend – muess immer nohfroge oder strecke eifach amigs alles hi wani grad ha a Münz.

Gegä Obig hani mi denn uf dä Weg Richtig Bahnhof (jo endlich mol wieder echli Zugfahre!) gmacht. Doch irgendwie wönd mich alli überzüge, dass ich dä Bus nimm, sogar dä Maa vo dä Bahn selber! Doch mini Reis sötti jo e ZUGSREIS si und nid ä Busreis.

Han denn glich mis Billet (hett übrigens 25 Pfund koschtet, umgrechnet ca. nume 60 Rappe und das für imerhin 60 km bis uf Homs, do chente sich d‘ SBB e Schiebä abschniede) uf Homs übercho und dä Zug isch tatsächlich gfahre, zwor nid zu dere Ziit, so wies i mim Fahrplan gstande isch sondern fascht ei Stund früehner, jo früehner!

Während dä guet stündige Zugfahrt hani no en syrische Student kenneglernt. Er hett mega Freud gha mit mir uf englisch z‘ quatsche, well er studiert Übersetzer „Arabisch-Englisch“. Er hett mer denn au gholfe zu minere Underkunft do in Homs z‘ cho.

Di passt eigentlich überhaupt nid i mis Budget, aber es hett ebe do nid eso viel Hotels und zweitens isch es sogar im Lonely Planet empfohle worde, dä empfiehlt jo suscht eher Budget-Hotels. Uf jede Fall hani noch zähe Verhandlige mis Zimmer für 63 Dollar übercho (normalerwiis hetti mit dem Geld öpä drü mol chönne übernachte!).

So morn gohts zumene Schloss und denn i d‘ Wüeschti…mol lueg.

Bildkommentar:

1. Wasserräder in Hama
2. Dä überdimensionierte Bahnhof vo Hama
3. Mis Zugbillet uf Arabisch

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Dead Cities und Apamea
Februar 82010

Hüt Morge so gegä di Nüni isch es losgange. Ich bin direkt vom Hostel vo mim persönliche Fahrer – em Abdullah – abgholt worde. Er hett Ingenier studiert, schafft jetzt bi dä Bahn und ebe isch nebedzu noch als „Tourist Driver“ underwägs (hani usegfunde, well er usnahmswiis Englisch redt).

Mir sind z‘ erscht zu dä Basilika vo St. Simeon (Qalat’at Samaan). Denn wiiter zu dä beidne Dead Cities (Al-Bara und Serjilla), das sind wie dä Name jo scho seit verlasseni und zerfalleni ehemoligi Städt.

Nochher isch mis hüttige Adventure cho und zwor es Mittagesse – ok tönt jetzt recht unspektakulär! Aber es isch nid öpä irgend es touristischs Resti gsi sondern eis wo alli Iheimischi higönd. Krass han glaubs no nie so viel unbekannts Zügs uf eimol gesse: Als „Vorspiis“ en Salot mitere rote scharf-süesse Sauce us irgendere Frucht, denn irgendwie fritierts Brot (hett usgseh wie Schweinsohre oder so), nochher so öpis wie Pommes frittes und dezu irgend en Dip/Sauce wieder usere Frucht und erscht denn isch dä Fisch cho mit Fladebrot (jetzt isch mis Problem gsi wiä sezier ich den komplette Fisch ohni mich z‘ fescht z‘ blamiere?). Uff, also satt bini am Schluss tatsächlich gsi (glaubs scho lang nümme so fescht) und so schlecht isch es gar nid gsi im Gegeteil vorallem dä Fisch isch glaubs sehr frisch gsi (sind öpe 2 h vorher dur en Fischmarkt imene Dorf gfahre, villicht isch er jo vo döt gsi), aber mol luege was min Mage dezue seit. Die ganzi Verköstigung hett nume öpä 300 syrischi Pfund (rund 7 CHF) koschtet!

Noch dem spote Z‘ Mittag (14.00 Uhr, isch do aber normal) sind mir no in Apamea gsi, das isch en Rescht vonere römischer Stross.

Jetzt bini nid öpä wieder zrugg in Aleppo sondern grad wiiter Richtig Süde, i dä Stadt Hama. Do übernacht ich jetzt eimol und lueg mir morn d‘ Stadt echli ganuer a.

Bis bald…

PS: Für min Tourist Driver chani villicht e Website mache, er möcht ebe eini zum Touriste z‘ gwünne. Mir hend jetzt uf jede Fall emol üsi Emailadressene ustuuscht – mol luege was passiert.

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Neues Land Syrien
Februar 72010

Han jetzt wieder einigi erlebnisriichi Stunde hinder mir.

Agfange hett alles no geschter Obig und zwor sind mit mir vo Göreme us zwei Koraner in glich Bus gstige und mer isch denn echli is Gspröch cho. Dä eint isch würklich en ganz Witzige han recht luschtig gha – nume ganz churz ei Situation: mir chömed im Bushof vo Kayseri a und denn wechslet er churz einigi englischi Fetze mit emene Busagstellte und denn uf zmol sind beidi voll am ume sekle und ich denn halt troztdem irgendwie hinedri obwohl ich uf em Ticket scho lang gseh han, dass mir fascht zwei Stund Ziit hend zum dä Bus z‘ wechsle, doch irgendwie hends die Beide gschafft glich in Panik und Hektik us z‘ breche; eifach nume luschtig 🙂

Ich han immer nochli Bedenke gha wegr dere nächtlichr Busfahrt, es wär mer doch viel wohler gsi im Zug und ich hetti mich fascht au no für die Variante umentschiede.

Genau um Mitternacht isch es denn aber au wieder wiitergange Richtig Antakya (Grenze zu Syrien). Nochere sehr churze und unruhige Nach minersits (allpot hend mir ghalte es sind Lüüt i- und usgstiege…) sind mir denn am früehne Morge in Antakya acho und au dusse hett sich einiges gänderet jetzt hetts statt Schnee Olivenhaine und Meeresblick – erinneret starch an Summer! (ok so warm isch es jetzt au nonig grad, aber immerhin so um di 10 Grad).

Nocheme nomolige Buswechsel sind mir denn a d‘ Grenze zwüsched dä Türkei und Syrien cho und dött hetts denn aber duuret bis mir hend chönne wiiterfräse. Min Pass isch sicher öpä 4-5 mol vo immer andere Lüüt aglueget worde au es Gepäck isch nid verschont worde.

Mir hennds denn aber glich no uf Aleppo in Syrien gschafft! Uff, do isch es jetzt aber grad emol churz bi mir selber hektisch worde und zwor sind mir zmittzt im Stau gstande überhaupt nüt meh hett welle vorwärts go und ich han doch unbedingt müesse ufs WC! Nei! Also hani sofort nochdem dä Bus sis Ziel erreicht hett, mis ganze Gepäck gschnappt und han sofort es Taxi anegwunke („so schnell wie möglich is Hotel und ufs WC!“), isch au grad eis cho, doch ich hetti glaubs im Nochinein, lieber uf es Anders gwartet. Well dä Typ hett kein Plan gha wo ane ich überhaupt han welle (jetzt emol devo abgseh, dass er keis englischs Wort verstoht und ich keis uf Arabisch usebring), er isch trotzdem eifach mol gstartet und hett denn agfange sich bi anderne Taxifahrer, bi Poliziste und bi Fuessgänger durezfrooge öb echt per Zuefall doch das Hostel kennt, woni ane wett. Ich natürlich immer no mit heftigem Handrang, drum wetti ihn frooge wos e Toilette het, doch wie ohni irgendwelchi Wörter? Als er grad wieder emol dussegstande isch am sich durezfroge hannis nümme usghalte, also sofort usgtiege und pantomimisch vor allne klart gmacht was mis momentane heftigste Bedürfnis segi. Ok endlich sie hends gschnallt und promt bini mit em Taxifahrer is nöchste Hotel grennt und denn uf WC. Gschafft!

Dütlich entspannter hani mi denn ufs immer no bestohende Problem „Hostelfindung“ konzentriert. Es hett denn uf jede Fall irgendwenn klappet, zwor isch echli meh Ziit vergane und au Kilometer gfahre als eigentlich nötig gsi wäred, aber egal.

Nochere churze Verschnuffpause i mim Zimmer bini denn zrugg uf d‘ Stross und die hetts in sich, vom Feeling her fascht scho so chaotisch und schnelllebig wie in Nepal (Verkehr wie au Lüüt). Han mi denn aber unglaublich schnell dra gwöhnt mich dem Stil azpasse ohni z‘ fescht ufzfalle. Ok, mit em Uffalle isch es no schwierig, zwor falli nid weg minere Tolpatschigkeit oder unüblichere Handligswiis uf, sonder ganz eifach dur mis Usgseh – alli starret dich a mer fühlt sich wie es Tier im Zoo; a das chani mi unglaublich schwer gwöhne, klar isch es jo lieb gmeint, sie sind eifach unglaublich gwunderig, das merkt mer au, wenn mer uf sie zuegoht und öpis frooget, sie hend denn e schiess Freud!

Es Taxi fahre hani denn grad am Nommitag nomol zwei mol usprobiert (isch do ebe unglaublich billig (billigs Benzin) und am schnellschte, wenn mer sich nid uskennt, denn d‘ Strosse sind eh au nid agschribä), jetzt aber mit arabischem Dictionaire usgrüschtet, doch weit gefehlt, irgendwie verstoht mich au Keine, wenni in ihrere Sproch probier z‘ rede. Hahaha… so geil!

Muess sege hani mich i de erste Stunde grad echli verliebt i das Land do. Ok für immer wärs glaub au nid eso lustig…

Ah jo doch no churz wasi do denn eigentlich alles entdeckt han. Erscht mol die komplett fremdi Strosseszenerie, denn en Bazar mit unglaublich fliessigem Tribä und denn no e Zitadelle, vo wo us mer en unglaubliche 360 Grad Blick hett über di ganzi Stadt. Es gäbi doch unzähligi chlini und grossi Moment und Szene, wo mer hammermössig cool chenti fotografisch festhalte, doch ebe mer fallt scho ohni Fotokamera uf und drum hani mi nid eso würklich getraut. 🙁

So das wärs vo mim erste Tag do in Syrien und bin gspannt uf wiiteri Abendtüür, morn gohts ufs Land use (Dead Cities, römischi Ruine).

Kommentare Bilder:

1. Migros au im Usland? (Türkei)
2. veränderte Landschaft Richtung Süden
3. rauchender Tankwart und Umweltschutz mit tropfendem Tankhahn
4. Stadtpanorama Aleppo

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Als Tourist in den Kappadokien
Februar 62010

Min Wecker hett hüt Morge bsunders früeh glütet, well ich han welle dä Sunneufgang i dere schöne Gegend fotografisch festhalte und tatsächlich es Wetter hett mitgspielt – strahlend blaue Himmel!

Während em ganze Tag bini hüt mol würklich als „richtige“ Tourist underwägs gsi und zwor han ich ä Touri-Tour mit em Minibus dur Kappadokien bueched.

Am Morge bini direkt vom Hotel abgholt und denn zum Bushof brocht worde. Vo döt isch es denn witer gange mitemene Minibus. Bin emol usnahmswies nid dä einzig Touri gsi sondern han grad sechs wiiteri Gspänli übercho (zwei dütschi und ein indische Ustuuschstudent, zwei Touris us Japan und eine us dä USA).

Zerscht hend mir ä underirdischi Stadt besichtiget (ok es isch eher es Maulwurflochsystem gsi, aber egal). Nochher sind mir zumene Ussichtspunkt und denn hetts scho Z’mittag geh.

Am Mittag hend mer no e chlini Wanderig dur es Tal gmacht und denn gegä Obig isch es no zunere Besichtigung vomene Kloster gange. Dä Abschluss vo dere Tour hett inere Juwellerie gendet (wo mer natürlich aghalte worde isch öpis z‘ chaufe…).

Ihr merked scho dä hüttig Bricht isch nid eso lang oder spannend, well mer halt als „normale“ Torist halt nid eso viel erläbt, aber ich bin au emol froh gsi eifach nüt z‘ plane sondern eifach nume konsumiere 😉

Ok am Obig nochem Zruggcho hetts doch nochli Action geh und zwor wieder emol im Zämähang mit em öffentliche Verkehr. Als ich mis Busticket zrugg uf Kayseri (vo wo min Zug wiiter uf Adana fahre sötti) han welle chaufe hetts gheisse, dass alli Büs vo hüt Obig komplett usbuechet wäred – also no zunere andere Busunternehmig. Die hend mich denn ganz mit ihrem englisch-türkisch Chuderwels durenandbrocht! Die morgige Zugverbindig gäbs gar nid und sowieso mer reist do i dä Türkei besser und billiger mit em Bus. Ok, well ich mis Fahrplanbuech nid debi gha han, hani denn denn alles glaubt und jetzt fahr ich schlussendlich hüt dur d‘ Nacht direkt Richtig Antakya (syrische Grenze). Han denn zrugg bi mim Gepäck gseh, dass die Zugverbindig doch bestoh sötti, tja egal, hoffe nume, dass ich nid z‘ viel vo dä Landschaft verpasse, welli jetzt im Dunkle undrwägs si wird. Ein Vorteil hetts jo au ich bin viel schneller und han im Moment scho fascht 1.5 Täg Vorsprung gegeüber minere Planig und so chani denn villicht meh in Jordanie aluege oder so.

So jetzt hoffi nume no uf e nid zu asträngendi Nacht und gnueg Schlof im Bus…

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Kappadokien – Göreme
Februar 52010

Bin hüt morge mitere scho wieder viel bessere Stimmig ufgstande nochdem doch asträngende Tag geschter. Han denn wieder emol en „offizielle“ Z‘ morge im Hotel gnosse (normalerwiis hani mir amigs selber öpis imene Supermarkt kauft) und denn hani mich vom würklich u liebe Hotelpersonal dä Weg Richtig Göreme erkläre loh (Zerscht mit em Stadtbus zum Otogar (Busbahnhof) und denn vo döt us mit em Car noch Göreme (ca. 1.5 h)).

Hett au alles astandslos klappet und bin denn relativ zügig acho und han denn direkt mini Underkunft bezoge (es würklich cools Hotel, alles direkt in Felse ghaue; defür au eher echli eis vo dä Türere (33€ pro Nacht mit Frühstück), ok isch jo nume 1 Nacht).

Nochem Z‘ mittag (endlich wieder mol öpis Warms; ok han eigentlich es anders Restaurant welle, aber do isch definitiv Nebedsaison und somit fascht alles zue), bini denn d‘ Gegend go erkunde. Am Afang alles ganz harmlos (es Openair Museum mit christliche Chilene, wo in Fels ghaue sind), denn hani mich nochher nochli sportlich betätige welle und bin somit uf e chlini Wanderig dur es Tal.

Han mi vorher bi de Hotelinhaber erkundiget, wie und wo und vorallem öbs nid gförlich segi – Antwort: No, no it’s not dangerous! Bin also mit em Bus zum Nochberdörfli gfahre und han mi denn vo döt us wieder Richtig Göreme gmacht. Dä richtig Weg z‘ gfinde us em Dorf use hett sich scho mol als nid eso eifach usegstellt, denn es sind jo alli Weg verschneit, drum hani än Ortskundige gfroget – Left, behind the Minaret and then down…

Ok das isch jo no gange han also dä „Igang“ zum Tal gfunde, doch irgendwie hetts do uf em Weg kei anderi Fuessspure gha, nume söttigi vo Hünd oder doch Füchs:-( Nochemene Wiili es erschte grössere Problem und zwor hani kein Weg meh gfunde wo abe i d‘ Talsohle führt (han zwor döt unne de witeri Wegverlauf scho gseh). Noch es paar mol hin und zrugg hani mi denn entschiede, dass ich bi dä wenigschte steilschte Stell probier abezcho. Isch gange, aber würklich wohl isch mers nid gsi.

Denn vor luuter Ufregig noch dere Chletterpartie, bini doch promt ines Schlammloch gstande; mini Schueh jetzt gfüllt mit Dreck und Wasser, supi. Wenn das nid eigentlich scho glanget hetti, fangt plötzlich en ganze Rudel vo Hünd uf enere Bergkuppe a z‘ belle und mir no z‘ luege. Ich han nume denkt, so schnell wie möglich zrugg i d‘ Zivilisation und mini Schritt sind schneller worde.

Und tatsächlich dä Weg isch wieder breiter worde und ich han sogar anderi Schuehabdrück im Schnee gfunde – Göreme und Hotelzimmer heil und froh erreicht.

Uf söttigi Erlebnis chani eigentlich guet verzichte, lieber nie meh…

Ah jo hani fascht vor luuter Abentürwanderig vergesse, die Tuffsteilandschaft do in Kappadokien isch würklich dä Hammer! Für alli, wos nonig gseh hend, also empfehlenswert (grad im Winter findis cool mit dere azuckerete Landschaft, git dem Ganze en lässige Kontrast).

PS: Also irgendwie hani die letschte Täg muesse feststelle, dass üses chline Ländli gar nid eso bekannt isch – ah you are from Sweden, or Germany?

PPS: So luschtig jetzt hett doch grad bim Z‘ Nacht esse im Hotel dä Maa, wo mi bedient het gfrooget: Do you remember me? Und tatsächlich, ich han sis Gsicht scho mol gseh und zwor geschter im Zug uf Kayseri. Und ich bin ihm natürlich au ufgfalle (bin jo immerhin dä einzig Torist gsi im Zug). Tja d‘ Welt isch scho mengsmol chli!

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Stadt Konya und Weiterfahrt
Februar 42010

Also hüt Nacht bini mega froh gsi, dass ich min warme Schlofsack debi gha han, well i mim „Hotelzimmer“ isch d‘ Heizig irgendwie usgfalle und es es mega chalt worde (kei Wunder wenns dusse minus Grad hett).

Nochdem ich mis Zimmer zahlt han (isch glich ziemlich tüür gsi für das wo nume bote worde isch – kei Heizig, kei Duschi, gruusigs WC und stinkends Zimmer), bini diä wenige Sehenswürdigkeite do gogä aluege (es Museum über Dervish und e Moschee).

Und jetzt sitzi wieder mol imene Bahnhof und warte uf min Zug noch Ulukisla, was aber immerhin es guets Zeiche isch, well dä Zug überhaupt fahrt (ok eis Detail, d‘ Frau am Billetschalter hett mir gseit, dass dä Zug nid wie planet 12.29 Uhr do achunnt und denn witerfahrt sondern erscht so zwüsched 13.45 und 14.00 Uhr; zum Glück fahrt min Aschlusszug erscht hüt Obig, dass ich öpä 3 h zum Umstiege han, hoffe das klappet denn au so).

Vorher bini grad no i de Post direkt nebed em Bahnhof, well ich vo mim Hotelzimmer in Pammukale dä Zimmerschlüssel versehentlich mitgnoh han (defür hani mis Necessaire mit Zahnbürsteli, Rasierer und Shampoo liegeloh, Sache zum Zähn putze hani mir aber scho wieder chönne bsorge) und jetzt han ich denkt ich schick en per Post zrugg. Doch au do hani wesentlich länger brucht als i denkt han, sie hends eifach nid gschnallt wasi wett (isch doch so eifach, was macht mer echt uf dä Post?). Mit telefonischer Übersetzigshilf hetts denn doch no irgendslwie klappet.

Also zum Nomittag und em Obig segi jetzt nid eso viel, well es isch mer fascht alles echli z‘ viel worde. Das ewige Warte uf die Züg, die Verspötige, es winterchalte Wetter und denn au no es Problem mit em Billet für dä Aschlusszug (ich hettis scho im Zug müesse löse, well dä Billetschalter am Umstiegsbahnhof scho glosse gsi isch, doch das hett mir natürlich niemert gseit, obwohl ich bi verschiedene Lüüt erwähnt han wohi ich fahre und wie. Schlussendlich hend mir denn zwei jungi Päärli gholfe, doch au do Englisch, hä was isch das?).

Hans denn aber doch no vor Mitternacht noch Kayseri und ine warmi Underkunft (mit Duschi!) gschafft.

Hoffe morn wirds wieder echli weniger nerveufriebend, suscht werded mini Zwiefel über mini Reiseplän no grösser…

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Nutzung der Infratruktur
Februar 32010

Dä Tag hüt isch relativ schnell zämägfasst, well ich bin numme vo eim Ort zum Andere greist. Z‘ erscht vo Pammukale noch Denizli und denn zrugg, woni geschter am Bahnhof usgstiege bin. Han denn wieder welle dä Zug neh um mini Reis so zsägä fortzfahre.

Doch weit gefehlt, ich han d‘ Rechnig ohni di türkische Bahn gmacht, well am Bahnhof acho, hani müesse erfahre, dass die Verbindig woni im Vornerein usegsuecht han, irgendwie nümme bestoht!

Super also alles wieder zrugg zum Busbahnhof, woni grad vorher acho bin us Denizli und denn dä Car neh uf Konya, mini nöhst agstrebti Stadt.

Während dä 3-stündige Fahrt hani, denn wieder emol probiert is Gspröch mit dä Lüt do z‘ cho und als „Opfer“ hett sich do grad min Sitznochber (en 15-Jöhrige, wo us Konya chunnt) geignet. Doch ich han gli wieder müesse feststelle, dass sie do nid würklich de englische Sproch mächtig sind, aber egal defür hend mir dä halb Bus mit üsne Phantomime und Gestike underhalte 🙂

Tja, mini grossi Zugsreis isch jetzt halt echli zunere Busfahrt worde (es hett sich zeiget, dass do dä öffentlich Verkehr sich eher uf dä Strosse abspielt), aber ich hoffe ich chan bald wieder zrugg uf d‘ Gleis, mag Zugfahre eh viel lieber als die Carfahrte.

So jetzt bini denn au no do in Konya acho, aber hett no einige Hinderniss z‘ überwinde gha, und irgendwie bini do glaubs eher wieder en Exot, denn anderi Touriste – Fehlanzeige! Bim Hotel hani mi denn glaubs au no girrt, es Hotel mit dem Name, wo au i mim Reiseführer empfohle worde isch hani zwor gfunde, aber irgendwie nochdem ich es Zimmer gsehn han, hani gmerkt, dass direkt uf dä andere Gassesiite es glich heissends Hotel hett und das gseht scho vo usse echli anders us…zum Glück nur 1 Nacht!

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Wetter spielt verrückt
Februar 22010

Krass, glaubs überall isch dä Zuestand vo dä Atmosphäre echli usem Lot. Jetzt lauft grad i dä türkische Nochrichte, dass Istanbul mit Wind und Schnee z‘ kämpfe hett und in Izmir hends defür z‘ viel Rege. Bin demfall bis jetzt dem ganze Wetterchaos no entcho.

Luut dä Schwiizer News im Internet gsehts bi eu jo au nid grad besser us, oder?

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Ab ins Landesinnere
Februar 22010

Geschter Obig, wos über Istanbul scho dunkel gsi isch und vorallem heftig gregnet hett (sogar einzelni Blitz und Donner!), hani mi uf dä Weg gmacht zum Bahnhof Haydarpasa, de liegt ebe scho uf dä asiatische Siite, also überem Bosporus. Drum hani müesse e Fähre neh, döt isch no was Luschtigs vorgfalle und zwor hett uf zmol öpert agfange luut z‘ rede, als ich mich umdrüllt han, hani gseh, dass er Sparscheller dä Mitfahrende verchauft. Obwohl alli es Schmunzle uf em Gsicht gha hend, hett er erstunlicherwiis einigi vo dene chönne verchaufe 😉

Denn hani müesse gschlageni 3 Stund im Bahnhof uf mini Zugabfahrt warte (23.50 Uhr). Dä Wartesaal isch zwor gheizt gsi, aber das nütz natürlich wenig, wenn defür d‘ Fenster usegschlage sind und jetzt dä Wind durepfift. Während em Warte hani no en wiitere Reisende us Spanien kenneglernt, aber er hett mir nid sonen symaptische Idruck gmacht, egal…

Woni denn han chönne istige, hani grad no chönne binere türkische Filmproduktion (diesmol nid sone spzezielli Sorte vo Film) debi zsi, sie hend irgend e Szene am Bahnhof, glaubs für e Soap drüllet.

Denn hett sich min Zug au scho in Bewegig gsetzt. Morgens in Afyon acho, isch es denn es erschte mol sprachlich echli schwierig worde, han müesse uf de Bus (Foto: mis persönliche Busbillet uf MIN Name usgstellt!) umstiege, wells d‘ Zugverbindig kappt hend. D‘ Busfahrt hett denn aber ohni irgendwelchi Zwüschedfäll klappet und noch einmaligem Ustige in es chliners Büssli, bin ich denn au a mim Zielort acho – Pammukale, d‘ Kalkterasse.

Nochdem ich es Hostel klar gmacht han, isch es denn au scho losgange, ich han die „Kalkalpe“ bestiege, barfuess wohlgmerkt, damit nüt kaputt goht! Es isch scho no recht beidruckend was d‘ Natur alles us es bizeli Wasser und Calciumkarbonat gstalte chan. Es Wetter isch no echt struub gsi, zerscht recht cooli Liechtstimmig und denn Platzrege (bin natürlich genau dri cho…).

So jetzt sitzi i dä Stube nebed emene Chachelofe bi dä Bsitzerfamilie vom Hostel, tröchne mini Chleider und warte uf dä Z‘ nacht.

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Istanbul 2. Tag

Istanbul 2. Tag

Türkei

Februar 12010

Hüt hani nomol en ganze Tag Ziit zum Istanbul nochli meh z‘ entdecke. Am früehne Morge bini scho ufemene Bazaar gsi, dört verchaufets aber nume Sache, woni überhaupt nid chan bruche (Schmuck und Lederjackene).

Jetzt sitzi grad ufemene Bänkli amene Platz vor dä Universität und schribä dä Blogitrag, ok viel hani jo nonig z‘ verzelle, aber ich han do ebe grad wieder emol freis WLAN. Han drum au no grad d Nachrichte us de Schwiiz aglueget, han gseh, dass ihr jo recht struubs Winterwetter hen, ich bin jetzt hüt aber mit Traumwetter und bis zu 11 Grad belohnt worde, nochdem es geschter sogar nochli gregnet hett.

Am Mittag gangi denn no uf en Gwürzmarkt und a diä Ichaufsstross vo Istanbul schlechthin. Und am Obig gohts denn mit em Zug scho wieder wiiter is Landesinnere.

Bis bald…

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Die Stadt am Bosphorus
Januar 312010

Hüt morge bini relativ pünktlich do in Istanbul acho, und tatsächlich ich han mini wärmende Fleecehose und d‘ Skijacke chönne abzieh und im Rucksack verstaue (ok, jetzt hani defür no weniger Platz döt inne), wells öpä um di 15 Grad wärmer isch als bisher uf minere Zugsreis.

Ticket für d‘ Wiiterfahrt hani scho wieder i dä Täsche, hans grad wieder kauft direkt bi dä Akunft im Bahnhof. Es Hostel hani au gfunde, leider isch do es Priisniveau wieder merklich höcher als vorher in Rumänien (dä Standard vo dä Underkunft im Verglich aber eher gegeteilig).

Jetzt bini grad zrugg cho vom erste Sightseeing i dä Altstadt, uf em Programm sind zwei grossi Moschee und en Palast gstande. Bi de berühmte „blaue Moschee“, isch d Poscht recht abgange es hett mega viel Iheimische gha, wells jo Sunntig isch. Mini Schueh hani au es erschte mol dörfe abzieh und inen Plastiksack stecke (also so warm isch es au wieder nöd zum baarfuess umezlaufe 😉

Ganz in allem isch min Idruck vo däre Stadt ganz positiv, au es Meer macht do en entscheidende Positivpunkt.

Hüt gegä dä Obig getraue ich mich denn no inen Hamman (türkisches Bad), hoffe das artet nid zur absolute Peinlichkeit us! NACHTRAG: Ok hans jetzt hinder mir; isch no läss gsi, aber ich han scho no recht Aleitig brucht, wasi jetzt muess mache. D‘ Massage isch churz aber heftig gsi (han zwüschedziitlich denkt dä Chaste vo Maa bricht mer alli Rippe und d‘ Halswirbel dezu…).

So jetzt muessi glaubs ufhöre dä Muezzin rüeft au scho wieder, uff jetzt sinds scho zwei und de ander isch aber luut, krass, hoffe die ruefed nid scho am Morge früeh, denn brüchti definitiv kein Wecker meh…

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Auf nach Istanbul

Auf nach Istanbul

Rumänien, Bulgarien & Türkei

Januar 302010

So bin hüt gegä die Zwölfi am Mittag in Bukarest losgfahre (tatsächlich pünktlich!, glaubs eher Akunftsziite sind do es Problemli). Also viel Mitreisendi hani nid grad, ok das isch sogar no undertribä, ehrlich gseit bestoht dä ganzi Zug usere Lok, emene Sitzwage und emene Schlofwage und i dem bini glaubs die einzig Person (ok es hett no e Bahnufsicht für mich allei).

Aber nichts desto trotz hani wieder einiges erlebt; Churz nochdem ich us Bukarest usecho bin, han ich mich wunderet wieso es eso viel Rabe und anderi Vögel do nebed em Bahngleis hett, d Antwort hani denn promt noch einige wiiteri Meter übercho: e riesigi Müllhalde (es Foti devo chani leider do nid zeige wellis mit dä DSLR gmacht han).

Denn einigi Ziit spöter hett d‘ Loki fest ghuupet und ich han denn usem Fenster glueget und gseh, dass Chinde vom erhöhte Bahntrasse abeschlittlet (d‘ Umgebig bütet ebe susch nid eso viel anderi Möglichkeite, alles topfebe).

D‘ Landschaft do isch scho recht karg, was jetzt aber nid heisst, dass sie nid schön isch im Gegeteil, aber es hett do in Rumänien und Bulgarien viel unbebauts Land (vorallem Wälder und schneebedeckti Felder; also wer irgendwie Bauland brucht do hetts sicher es Stückli z‘ ha).

Super, jetzt hani mich doch fascht scho fertig gmacht fürs Bett und liege nichts ahnend uf minere Matraze und bin grad am Ietöggele vo dem Blogitrag, do haltet mir usgrechnet imene Bahnhof und es Fenster zu mim Abteil chunt grad vorere Menschemengi z ’stoh, die hend glaubs öpä glich blöd glueget wien ich. Han das jo überhaupt nid chönne ahne, well ich scho sit Stunde kein einzige Knoche meh gsehn han!

Jetzt gani denn bald go pfuse, hoffe ich wird nid wieder vomene Zöllner gweckt wie letscht Nacht im Zug (öpä drü mol, obwohl mir nume ei Grenze überschritte hend).

Egal, freu mich morn uf Istanbul, denn hoffentlich echli wärmer (ok im Monent schwitzi grad, well die Heizig do im Zug spinnt echli, han sicher fascht 28 Grad) und ohni Schnee…

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Han lang überleit öb ich eu das verzelle söll oder ebe nid, drum isch es jetzt au scho es paar Täg her, wo mir das passiert isch. Und zwor han ich öpert im Hostel in Budapest kenneglernt, han mich mit ihm underhalte, obwohl scho sis Üsserliche recht speziell gsi isch, aber ebe mer sötti jo die Vorurteil chönne überwinde! Also han ich somit echli über ihn erfahre, er chunt us Prag und isch jetzt do in Budapest zum schaffe – er isch Filmemacher. Doch glaubs wiiter hetti nid sölle froge und vorallem nid was für Film. Ich glaub ihr chönds eu denke, oder? (Tip: nid Liebesfilm)

Bin scho chli gschockt gsi und han denn nid eso recht gwüsst wie reagiere, han denn ihm eifach zuegloset, das isch glaub eh es beschte gsi. Meh und meh hett mir die Person leid tue, klar es isch jo „nume“ en Job, aber ich glaub das Ganze prägt einem scho sehr. Sini Famile wend nümme würklich öpis vo ihm wüsse und er suecht en Ersatz in dere Branche (wa natürlich recht naiv isch, wie ich find), er isch au recht kindlich überecho und hett immer betont stolz uf sini Arbet zsi (weiss nid eso recht).

Uf jede Fall hetti ihm gern irgndwie gholfe, doch nur wie? (finanziell, do wär er eh zu stolz gsi zum öpis vo mir azneh). …

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Bukarest erkundet

Bukarest erkundet

Rumänien

Januar 302010

Han hüt morge einigi Stunde Ziit gha zum die Stadt echli gnauer und d‘ Lupe zneh bevor min Zug so gegä di halbi eis ab Richtig Istanbul fahrt. Es gfallt mer do doch einiges besser als in Budapest, aber grad schön useputz (d Tottoir sind do überhaupt nid vom Schnee befreit, wells immer under Null Grad isch, hetts sich öpis wie Sand bildet recht rutschig!) zeigt sich die Hauptstadt au nid grad.

Han mich jetzt grad no im Carrefour mit Reiseproviant usgrüschtet, well immerhin bini öpä 21 h (natürlich ohni Verspötig mitigrächnet) under wägs und wenn mich denn do dä Hunger packt…

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Willkommen in Bukarest – Rumänien
Januar 292010

Ich bin endlich doch no acho do in Bukarest! D Zugfahrt isch recht lang gsi öpä 17 h, aber defür recht abwechsligsriich (d‘ Landschaft wie au mini Zugmitreisende). Bin zwor erscht einigi Minute do doch mir sind scho etlichi Unterschied zu Budapest ufgfalle:

– dä Verkehr isch fascht scho so chaotisch wie in Nepal
– d Stadt isch viel offener baut worde, sind alles eso iängend
– d Underkünft do sind viel billiger (Verglich: in Budapest für ca. 50 CHF es Zimmer imene Hostel und jetzt für nur 36 CHF äs richtigs Hotelzimmer (Foto) und erscht no mit Z’morge!).
– und au es Zugticket isch viel billiger gsi (hoffentlich wird mir es Bett nid wieder aberkannt, wie geschter)
– sie hend do jo sogar e eigeni Ziitrechnig (+ 1h)
– ah jo und sie hend no luschtigs Geld, d‘ Note sind plastifiziert

So jetzt emol wieder öpis warms esse und denn imene richtige Bett pfuse…bis morn

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Ok, nümme luschtig
Januar 282010

So ich bin immer no wach und liege jetzt mit mim Schlofsack quer über drü Sitz im Zug, obwohl ich eigentlich en Liegeplatz buechet han. Sie hend üs aber alli inen andere Wage verfrachtet, wells dä Liegewage eifach abghänkt hend (technische Defekt oder sowas). Mir stönd immer no immer im Bahnhof Budapest nachdem wir einige male hin und her gfahre sind. Supi, mol luege wies wiiter goht…

So han jetzt e unbequemi Nacht hinder mir, well die Sitz sind alles anderes als weich gsi, aber egal. Öpä i 3 Stunde bin ich denn hoffentlich in Bukarest, mol luege wies döt eso usgseht. D Landschaft wo bi mir am Zugfenster verbizieht zeigt sich öpä so, wie uf dem undere Foti (chalt, viel Natur und einigi verfalleni Hüsli, mues scho es rechts harts Lebe do si, vorallem im Winter!) Freu mich jetz uf jede Fall uf e hoffentlich warmi Duschi…

Üblichs Reisetempo mit em Zug do in Osteuropa:
Filmli us em Zug

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Stadtrundgang Budapest
Januar 282010

Nochem Z‘ morge, woni grad us em Hotel usegloffe bin, bini echli verschroke – tüfschte Winter! Han mich denn doch usetraut und han d Stadt echli erkundet, vorallem vieli historischi Gebäude und Chilene hani entdeckt. Es isch aber würklich chalt (Bewies siehe 2. Foto vom Fluss mit Eisschollene) und drum hani jetzt Zueflucht i dä Shoppingmall gseucht (hett do sogar freis WLAN!) So jetzt bini grad no im Kino gsi (Film: Old Dogs auf englisch mit ungarischem Untertitel) und das für nur 1’090 HU (umgrechnet ca. 6 CHF!) Hüt Obig gohts witer noch Bukarest…

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Nach einem speziellen Z’morge
Januar 282010

Guete morge, also bin jetzt grad wieder zrugg vom z’mörgele, aber so umwerfend isch es jetzt au nid gsi. Bin inere Bar gsi mit luuter Musig und no mit einige Lüt, wo glaubs die ganzi Nacht duregfieret hend. Mol luege was dä Tag suscht no bringt…

PS: Han jetzt uf Schwiizerdütsch umgstellt, well ich find so chan ich mich irgendwie besser usdrücke 😉

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In Budapest angekommen

In Budapest angekommen

Österreich & Ungarn

Januar 272010

So bin jetzt so gegen 12 Uhr hier in der Hauptstadt von Ungarn angekommen, schlussendlich hatte der Zug nur eine Verspätung von ca. 1.5 Stunden. Habe mich nun etwas in der Stadt umgeschaut, also alles wirkt einwenig heruntergekommen und auch verlassen (aber dies liegt wahrscheinlich an den eisigen Temperaturen, darum bleiben viele Leute den Strassen fern). Durch meine Hand gingen schon heute einige Tausender (ok in der inländischen Währung gezählt), was ich aber sagen kann ist, dass das Essen unglaublich billig ist. Bis bald…

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Ab nach Budapest

Ab nach Budapest

Österreich

Januar 262010

So jetzt sitze ich gerade im Schlafabteil des Zuges nach Budapest. Etwa in 12 Stunden bin ich dann dort. Hoffe ich kann jetzt gut schlafen, bin nämlich ziemlich müde. Bis bald…

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Meine Reiseroute
Januar 212010

Hier noch die geplante Route auf meiner Reise durch den nahen Osten.

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Diä fremde Länder woni bereist han gsehnd nid nume andersch us, sondern au es tönt au andersch döt. Zum das eu jetzt au no zeige chönne, han ich sogar no einigi Audioufnahme mit em iPhone gmacht, well ichs aber underwägs nid han chönne uf mim Blog veröffentliche, han ichs jetzt aber no nochträglich iegfüegt.

Viel Spass bim zuelose…

Diä berüehmte Muezzin-Rüef:

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Typischer Strosselärm in Amman (Musig isch vom Restaurant, woni gesse han):

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Vorbereitungen abgeschlossen
Januar 212010

So meine Vorbereitungen für meine Reise in den nahen Osten sind so gut wie abgeschlossen. Es kann also bald losgehen! Freue mich drauf, bin aber auch einwenig aufgeregt. Ob alles klappen wird?

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Herzlich willkommen auf meinen Blog.

So jetzt habe ich mich doch dazu entschieden einen Blog zu starten und zwar aus dem einzigen Grund, dass ich etwas über meine Reisen in der Welt schreiben kann. Es besteht aber dann auch die Möglichkeit, dass der eine oder andere Artikel auch sonst aus meinem Alltag stammen wird.

Viel Spass…
Pascal

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