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alles nur Sand…
September 182012

Dä Samschtig hett genau eso klappet, wiä mir das eso organisiert (und zahlt) hend i üsem Reisepackage. Ussert, dass ich ächli fiebrig gsi bin und min Hals ächli wehtue hett (weiss voll nid voher das chunnt…?).

Am Morge simmer mit em Jeep 4×4 rund um diä Saharadüne (siehe Satellitenbild) gfahre und hend das ganze ächli genauer betrachtet – scho no cool, diä schöne Düne z’gseh. Es hett sogar no Live-Musig geh, das hingegä find ich immer ächli gspässig und unagnehm, chume mir immer ächli wiä im
Zoo vor ;-(

Nochem Mittag bini denn direkt ohni Z’mittag go penne,’es
isch dusse so heiss gsi und wiä gseit isch es mir nid grad supi gange.

Nochem Schloofe, so gegä diä Sechsi, isch es denn direkt i d’Wüeschti gange, und zwor das mol ökologisch mit em Dromedar. Uff schwanked diä Wüeschteschiff aber heftig,
vorallem bim abelaufe, hett mer s’Gfühl mer fallt fascht vom Höcker. Und dä Arsch tuet mer scho weh…Noch rund zwei Stunde hemmer denn üses Übernachtigscamp – Zält und Teppich – erreicht.

Während em Warte uf dä z’Nacht hemmer nochli schöni Nachthimmel mit Sterne und Milchstroos bewunderet und au probiert z’fötele, mit meh oder weniger Glück.

I dä Wüäschte wärs jo eigentlich so ruhig, wenn do nid blödi Touriste bimene andere Camp uf europäischi Disco mached. So komplett einsam i dä Wüeschti chunnt mer sich ganz chli vor…

PS: Das ewige „Tippe“ vo dä Iheimische für irgendwelchi Leistige, isch scho chli finanziell belastend 😉

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So hüt Morge hett üsen Wecker sehr früeh gschället (um diä Sechsi), well mir jo üsen Flug um 9.50 Uhr do in Casablanca müend verwütsche.

Ok churz zämägfasst isch diä Rückreis i d’Schwiiz es Desaster und Wartespiel gsi – erscht simmer in Casa 5h spöter gstartet und denn hemmer in Lissabon au no Verspötig gha uf üsem eh scho umbuechte spötere Flug noch Züri. Schliesslich simmer denn anstatt 17.10 Uhr, 23.15 Uhr i dä Schwiiz glandet ;-(

Mit em Nachtzug und Bus simmer denn sehr spoot i dä Nacht im schöne Schaffhuuse acho..

Also ich find immer je meh, dass es Sprichwort „der Kluge reist im Zuge“ mir sehr viel Wohrheit verspricht. Aber immerhin simmer wohlbehüetet wieder acho…

PS: es Resume folgt i dä nöchschte Täg, sobald ich nebed dä Schuel widär ächli zum Schribä chume!

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Casablanca – ein Hauch Globalisierung
September 142012

So jetzt sitzt ich grad i dä Abflughalle do in Casablanca und warte ufs Boarding.

Also geschter simmer jo mit em Zug am Nüni im Marrakesch abgfahre und per 1. Klass (dank Lukas) in drü Stunde noch Casablanca gfahre.

Denn isch es au grad mit em Taxi is Hotel Central vo dä Medina do gange und soglich hemmer üses Badezügs (also ich) packt und sind denn zur gröschte Moschee vom arabische Ruum g’spaziert.

Zum Strand hemmer denn widär es Taxi neh müesse. Dört acho hemmer denn im Mc Donalds Chickennuggets und Pommes Frittes gesse. Ok nid grad typisch lokales Esse, aber egal 😉

Nochher is es ab zum Sandstrand gange, ich han mich eimol in Atlantik gwogt obwohls mega Welle gha hett, dä Luki isch lieber an Land bliebe…

So gegä dä Obig zrugg im Hotel, hemmer denn nomol churzfristig üsi Underkunft gwechslet, nochdem diä vorgfundene Bett ächli gruusig usgseh hend und es im Internet Bricht vo Bettwanze i dem Hotel geh het.

Drum simmer denn churzerhand is noheglegene IBIS-Hotel und hend dört üsen letsche Obig do in Marokko verbrocht – Fernseh luege, Pizzeservice usw.

So jetzt wäred diä guet zwei Wuche do in Marokko au scho wieder verbi. Für es Fazit isch es jetzt aber nochli zfrüeh, ich muess mer Alles nomols dur dä Chopf goh loh…

Bis bald!

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Heute Nichts los…
September 132012

Also hüt hemmer nüt würklichs uf em Tagesplan gha. Drum hemmer ächli Usgspannt i üsem Riad. Einzig simmer gschwind go poschte imene Supermarkt (dä erschti Richtigi do) – ich han unbedingt Zwieback, Salzstängeli und Banane brucht. Jo ihr chönds sicher erahne ich han Durchfall – Supi….

So morn gohts mit em Zug noch Casablanca und denn am Samschtig scho wieder zrugg i d’Schwiiz!

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lieber Gold als Safran!
September 132012

Hüt Morge simmer also sehr spot us em Bett cho und hend grad no um diä Zehni, diä letschti Möglichkeit fürs Früehstück im Riad verwütscht.

Nochher simmer do i dä Medina ächli go Sightseeing mache – Moschee, Koranschule, Marrakesch-Museum und schlussendlich Photomuseum, dört hemmer denn uf dä Terasse no was Flüssigs ufgnoh (Fanta lemon für dä Lukas und es Orangina für dä Pascal).

Nochher isch üsen Plan gsi uf en Platz z’goh, wo Magier und Heiler ihri Zuetate feilbütet, doch sich i dere Medina z’orientiere isch au mit Plan beinahe unmöglich – Resultat: mir hend üs verloffe und hend müesse vo lokale Buebe Hilf in Aspruch neh und defür natürlich wieder zahle…

Uf dem Platz hemmer eigentlich eifach ächli well umeluege, wie das bi üsem Verständnis für „Lädele“ halt so isch, doch in Marrkesch chasch das vergesse. Du wirsch regelrecht zum Kauf zwunge, so hani denn au vier verschiedeni Gwürz poschtet – Ingwer, Curry, Chili und Safran. Es letschte hett sich als Stolperstei usegstellt, well das hett dä Priis dütlich noch obe triebe (2.- € / 1 g) – das wäri jo no gange, bi üs isch er jo au so tüür, aber so mit dä Ziit nochem Chauf, hani ächli googlet und bin zum Schluss cho, dass dä Safran gstreckt worde isch. Es hett zwor echti (dunkelgelb) Safranfäde dinne gha, aber über 90% sind was anderes gsi (rot). Ich han das au no wüsseschaftlich mitemene Experiment evauliert (mir hend Natronlauge – ok es isch Bicarbonat vo dä Apothek si – dezue verwendet.)

Super scho wieder verarscht worde und das isch nid es letschti mol hüt gsi (anstatt Postcharte, hani ä Massage übercho und dä Luki ä Paste für sini Fieberblootere). Mich nervt einersiits, dass ich es nid sofort merk und anderersiits, dass sie im Glaube bliibet ich merkis überhaupt nid! Mann, mir mached doch sowas mit üsne Touriste i de Schwiiz au nid…

Z’Nachtesse hetts dasmol imene richtige Touristeresti geh, das mer vorher im Reiseführer usegsuecht hend und denn direkt und schnell agstüüret hend, denn au es Uswähle vom Resti goht do nid ohni blödi Überredigstaktik vo dä Iheimische. (Ganz krass, als so schlimm hanis no niergends empfunde…).

Als Abschluss simmer denn no uf dä Platz abe, wo es abgoht – Abzockerspiili, Esse, O-Saft trinke und Musig. Hett für mich aber doch irgendwie nid eso viel Stil… Uf em Rückweg simmer denn eifach am Strooserand abgsesse und hend es Triebe beobachtet – ah jetzt weiss i wie mer Sache chan aluege ohni dass mer als Tourist zeukled wird. Supi, ich glaub das mach i morn dä ganzi Tag so…

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Busfahrt zum Kotzen…
September 122012

So also dä hüttig Tag isch relativ schnell verzellt, well er isch hauptsächlich us dorus bestande vo Tinerhir im Südoste Marokos noch Marrakesch z’cho.

Mir sind also nochemene letschte gmüetliche Z’Morge i üsem scho fascht liebgwunnene Hostel (mit em super Ping-Pong-Tisch) in Tinerhir, mit Sack und Pack uf diä halbi Eis zum
Bushof gloffe. Dört isch es doch leider nid grad wietergange, sondern dä Bus hett rund 45 min. Verspötig gha…

Während em Busfahre simmer jewiils einigi Sache ufgfalle, wo do ächli anders sind als bi üs. Dä Luki und ich hend nid chönne nebedenand sitze well dä Bus scho recht gfüllt gsi isch. Also und zwor ghört teile vo Essware zum guete Ton (ich han vo minere Nochberi Walnüss ünercho und han mi denn mit Guetsli revanchiert), wer es Natel hett (au wenn nid alli demit umgoh chönd – en alte Maa hetts nämlich bim abneh falsch ghebet) muess das au luutstarch zeige mit emene möglichst usgfallene Klingelton, denn händ diä Lüüt do regelrecht Angst vor dä Sunne (sie ziehnd immer grad dä Vorhang im Bus – und ich gseh denn nümme use…) und schliesslich lueget si amigs nume denn use sobald mer dur ä Stadt fahrt 😉

So jetzt no was zur Route vom Bus selber; also am Afang simmer schön paralell zum Atlas-Gebirge gfahre, aber alsbald isch es denn uf dasselbige ufegange und enne wieder abe. Und das hetts in sich gha, sehr kurvigi, engi Stroose und rechts isch es z.T. 300 m steil abegange – also am liebschte hett i nid useglueget, doch das hani ebe müesse und sogar noch vorne, wells mir suscht wiä Anderne ergange wär und ich inen Plastiksack hett müesse kotze!

Zum Glück simmer denn aber dennoch acho, zwor mit Verspötig aber egal – hauptsach heil. Also ich bin immer no voll fürs Zugfahre, das isch viel sicherer, bequemer und sowieso…

In Marrakesch acho, hemmer denn üs vorreservierti Riad-Underkunft (isch sones typischs Huus, wo recht luxeriös isch, findi mega schön und speziell, vorallem es Bad) gsuecht mit einige Schwierigekeite und hend scho mol es erschte mol bemerkt, dass do no dreister mit Touriste als möglichi Geldquelle umgange wird!

So gegä diä Elfi i dä Nacht hemmer no was Esse müesse sueche, uff das isch nid eifach. Uf em berüehmte Platz vo dä Medina hemmer denn ä Supe mit Brot amene Stand mit Bänk gesse (das hemmer als sichersti Variante bezüglich Hygiene empfunde…).

Au dört wird mer bedrängt, sogar körperlich, um was z’chaufe, gell Lukas, in 5 min. chunnt mer ohni Problem zumene Nastüechli-Pack, ohni sich vom Esse z’erhebe.

So jetzt bini müed…schnarchhhhhhhhhh…..

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Chillen am Morgen & Velotour am Mittag
September 102012

Supi jetzt muesi nomol dä ganzi Blogitrag schribä, irgendwie hetts en glöscht…grrrr!

Also am morge hends mir ziemlich gmüetlich gnoh – z’Morgele am Nüni und denoch Musig lose und ächli döse under em Zelt uf em Sofa. So schön chan Reise au si…

Am Mittag so gegä diä Zwei isch denn aber widär ächli Lebe ikehrt und zwor hemmer üs uf dä weg i d’Stadt gmacht zum es Velo für d’Fahrt zu dä Schlucht Todra, z’miete. Üsi erschti Alaufatell hett üs widär völlig welle abzocke, doch mir wüssed langsam wiä do dä Hase lauft, also simmer eifach witer und hend denn mit Hilf vomene Iheimische denn au es fairs Agebot becho, ok d’Stahlrösse chan mer vo dä Qualität her nid mit üsne vergliche, aber usenandfalle werdeds hoffentlich nid grad 😉

So simmer denn use ufs Land gfahre und hend diä öpä 15 km entfernti Schlucht welle erreiche. D’Strosse sind nid grad super teeret gsi und für Gegäverkehr au mängsmols recht eng, aber defür hets wenig Verkehr gha. Mir sind amigs vo Chinde rennend begleitet worde, oder mer hetts üs eifach fründlich grüesst. Glaubs das lieht dra, dass diä meischte Touriste eifach mit em Car döte hinderefahred. Ich finde mit em Velo machts aber viel meh Spass, und nid so als Pauschaltourist, gell Lukas?

So geä diä Füfi hemmer denn Schlucht au erreicht, nochdem
mir üs aber vorher fascht no verirrt hend i dä Palmerie – diä Wägli rund um d’Abauflächene vo Gmües und Getreide sind so vershlunge, unmöglich für en Tourist. Mir hend mit Hilf vonere Gruppe Chinde, denn d’Hauptstross doch widär gfunde und als Belohnig hetts Guetsli geh. Isch scho chli peinlich gsi, aber egal 😉

Ich bin denn nochli wiiter ine imd’Schlucht gfahre und han nochli gfötelet – scho mega schön diä gegäsätzlichi Landschaft zwüsched Vegetation und Öde!

So um diä Siebni simmer denn widär zrugg im Hostel gsi und hend uf diä Nüni es Z’Nacht dörfe gnüsse…

So morn Mittag gohts mit em Bus noch Marrakesch.

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von der Wüste in den Atlas
September 92012

Gastblogeintrag von Lukas Wunderlin:
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Heute morgen wurden wir schon um 5.30 Uhr geweckt und dann ging es auch sofort auf den Dromedaren zurück Richtung Merzouga. Durch die Dunkelheit am Anfang, war das wieder eine ganz spezielle Erfahrung. Als es anfing zu tagen, ging es auf eine Düne (ziemliche Anstrengung am frühen Morgen), um den Sonnenaufgang zu sehen.

Zurück im Hotel wurde es dann wieder hektisch, da wir den 8 Uhr Bus erwischen wollten. Der Hotelbesitzer fuhr uns zur Bushaltestation, wo wir ein Ticket Richtung Marrakesch kaufen wollten. Da der Bus schon ziemlich belegt war, bekamen wir nur ein Ticket bis maximal Tinerhir. Also entschieden wir uns spontan bis dorthin zu fahren, da es dort laut Reiseführer eine hübsche Schlucht und Palmerie haben soll.
In Tinerhir wurden wir an der Bushaltestelle abgeholt (hat Pascal während der Busfahrt telefonisch arrangiert) und es ging zu einem gemütlichen Guesthouse.
Da es nun schon Nachmittags war wollten wir etwas essen gehen; also liefen wir kurzerhand zu einem Platz im Zentrum, wo wir uns dann hinsetzten. Dort wurden wir gefragt, was wir denn gerne möchten. Es wird hauptsächlich Fleisch (irgendwelche Spiessli) angeboten und es gestaltet sich nicht immer einfach für Pascal den Leuten zu erklären, dass er Vegi ist. Irgendwie haben wir uns auf Reis mit Gemüse geeinigt, aufgetischt bekamen wir dann Reis mit Herdöpfel und vermutlich Safran (nicht gerade ein kulinarischer Höhepunkt).
Gegen Abend gingen wir noch etwas in der Palmerie spazieren – traumhaft schön mit Palmen, Feldern und im Hintergrund die Berge mit Lehmhäusern (leider wird die ganze Atmosphäre wieder durch den überall präsenten Abfall gestört).
Am Abend gab es dann Znacht im Guesthouse, Couscous mit Gemüse für Pascal und Spaghetti mit selbstgemachter Bolognese-Sauce (Mmh, isch mega fein gsi – seit dä Pascal).

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ab in die Wüste
September 72012

Nochem letschte z’Morge i üsem Guesthouse in Fes, isch es denn mit em „grand taxi“ noch Süde gange. Üsen erschte Halt isch binere Tankstell gsi, dört hemmer denn au üsi Wasservorrät ufgfüllt.

Während dä Fahrt hemmer immer wider mol churz am Strooserand aghalte und so es paar Föteli vo dä Landschaft knipse. Z’Mittag hemmer denn imene Art Imbiss imene chlinere Dorf ignoh – Tagine natürlich. Dört isch e Bekanntschaft zumene dütschsprechende Iheimisch entstande, er hett denn üses wiiteri „Programm“ mit em Taxifahrer besproche, well er eigentlich nume Arabisch hett chönne. Äs Verhandle um dä Priis für diä „zuäsätzlich“ Leistig hett natürlich au widär dezueghört, obwohl es eigentlich inbegriffe hetti sölle si i üsem Package. Bin langsam richtig guet im Handle – sogar Naturalien sind zur Sproch cho…

Üsen erschti verabredeti Halt isch denn inere Schlucht gsi, doch das z’finde hett sich schwierig usegstellt, dä Taxifahrer hett nume ä wagi Ahnig gha. Nochdem mir einigi Dorfbewohner gfrooget hend, hemmer denn en Jugendliche uf em Fäld bi dä Arbet gfunde – churzerhand isch er igstiege und üsen Führer worde. En churze Spaziergang i diä Schlucht isch würklich Hammer gsi – mega schön und en richtige Gheimtipp! Hoffe das bliibt so unentdeckt das Fläckli Erde…

Witeri Hält sind ä grösseri Schlucht gsi und en Ussichtspunkt über es Tal voller Palme – wiä in tausend und einer Nacht.

So gegä Obig simmer denn i dä Sahara acho, und bevor mir in denn is letschte Dörfli, wo üsi Übernachtigsstell si wird, igfahre sind, hett dä Taxifahrer aghalte und nomol über dä Priis verhandlet – Mann, so en Halsabschnieder, mir hend doch en Deal gha. Ok mir sind am chürzere Hebel gsi und so wiiteri 50 Dh verlore…

Im Hotelkomplex (jo hett mega viel Zimmer do) isch das müehsame Verhandle um Geld witergange, well sie hend nid alles welle büte, was sie üs versproche hend. Ouh, das isch so en Sch…, es dreht sich immer nume alles ums Geld do in Marokko. Nohem Gspröch mit em Hotelbsitzer simmer üs denn doch no einig worde – morn Morge gits ä 4×4-Tour und gegä Obig dä Kamelritt zum Schlofplatz i den Wüeschte, und am Sunntig-Morge simmer denn widär zrugg im Hotel…mol luege öb alles eso klappt?

So jetzt muesi go penne, han Chopfweh und fühl mi nid eso guet ;-(

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Volubilis & Moulay Idriss
September 72012

Hüt hemmer üses z’Morge uf diä halbi Nüni abgmacht, doch erscht mit gwüsser Verzögerig isch au was uf em Tisch gstande – ich glaub diä Marokkaner hend ächli en andere Tagesrythmus als mir, sie stönd erscht so zwüsched Nüni und Zehni uf, nochdem sie jo scho am Füfi bim 1. Tagesgebet ufgstande sind.

Erscht mit em Taxi und denn mit em Zug isch es sehr riibigslos und ohni Verzögerig noch Meknes gange. Krass dä ÖV do isch jo mega billig – für ä rund 40 minütigi Streki (also SH-ZH) zahlt mer do 20 Dirham (ca. 2.10 CHF). Es Sechserabteil isch dasmol relativ klimatisiert gsi und so simmer denn au motiviert in Meknes acho. Mit Hilf vom iPhone, GPS und umefrooge simmer denn zum „Institute Français“ cho, wo anschiinend „Grand taxis“ diä 24 km zum Dorf Mulay Idriss fahre söttet.

Doch vo denn a isch es unglaublich kompliziert und müehsam worde – eimol simmer inen Imbiss namens „Moulay Idriss“ gschickt worde, denn hemmer rund während einere Stund uf es Grand taxi gwartet und debi nume grad drü devo atroffe, aber keis fahri döt ane, denn hett üs eifach keis „petit taxi“ wellä mitneh (sie hend jewiils nume Iheimischi ufgablet).

Schlussendlich noch enere lange Warteziit und enere Rauchgasvergiftig vom Verchehr hett üs denn plötzlich en Taxifahrer aghaue und vorgschlage üs noch Voulabilis und gliichzitig au no noch Moulay Idriss z’bringe – also en Art Privattour zu dene beide Sehenswürdigkeite. Als mer mit em Priis iverstande gsi sind – ich han no probiert z’handle, doch vergebens… – hett er üs denn stinkfrech anen andere Taxifahrer mitemene Mercedes Klasse „Historisch“ verwiise. Supi jetzt hemmer doch galubs scho widär was Korrupts verwütscht, en Frässzettel uf üseri Verlangig hi mit enere notierte Taxinummere, hett das Ganze nid würklich viel glaubhafter gmacht.

So simmer denn i dem lotternde Auto noch Voulabilis gfahre, das sind römischi Ruine us em 3./4. Jhd. – während guet zwei Stunde hemmer denn gegä 10 Dirham (Studipriise hends kei gha, dä Luki hetts au als Affron minersiits empfunde als ich gfrooget han 😉 – bi dem Betrag) i das Freiliechtmuseum. Es isch sehr heiss gsi, well mir jo i dä Tagesziit gsi sind, wo mer jo nid dusse sötti si, gell Luki. Amene Teil vom Gartehaag hetts es Loch gha und dört hemmer beobachtet, dass ohni Scheu eifach Touriste und Iheimischi beidsiits eifach ine kletteret sind ohni Itritt z’zahle. Ok nomol es Bispiel für Inofizielles – es reklamiere bi dä Igangskasse hetts nid brocht, sie hend mir gseit sie teget das scho kontrolliere.

4.5 km witer simmer denn im Dorf Moulay Idriss acho – direkt uf em Dorfplatz. Z’erscht hemmer welle was für zwüsched d’Zäh finde, doch im erwählte Resti hetts nume Tee geh, dä Chellner hetti üs zwor was chenne irgendwo organisiere…

Denn hemmer üs ächli dur das Dorf am Hügel mit sine wiise Hüsse gmacht, immer no uf dä Sueche noch was biisbarem. Fündig worde simmer denn imene Markt – z’erscht isch ä Banane üsi Verpflegig gsi, denn was Exotischeres än Kaktus, jo das chan mer würklich esse, nume sött mer en nid mit dä Schale i d’Händ neh (gell Pascal, Dorne auah..!) und diä vilne Chärnli muess mer glaubs eifach abeschlucke (gell Lukas).
Au ä frischi Fiige hani denn no probiert – mmmmh mega fein und süess.

Dä Rückwäg hett guet klappet, nume hetts denn im verspötete Zug noch Fes fascht kei Platz meh gha, dä Luki hett imene Sechserabteil no Platz gfunde und ich bin halt dusse im Gang ufen Klappstuehl gsässe – Mann müend diä Lüt immer hi und her verbi laufe, es hett doch kei Platz! Während dä Zugfahrt hett mich denn no en fahrende Händler beiidruckt, er hett eifach all sini Sache dä Lüt i dä Abteil i d‘ Händ druckt – Widerstand zwecklos – und hett denn ikassiert 😉 au ä Verchaufsstrategie.

Acho in Fes hetts nomol äs Gspröch mit üsem Hostelbsitzer geh, ich glaub in erster Linie hett er üs no meh welle verchaufe, aber schlussendlich hett sich es Wirrwar vo gester ächli gliechtet, denn plötzlich isch er mitenere Quittig mit Stempel und emene ofizielle Dokument vo dä Tourismusbehörde füre cho – wieso nid gad vo Afang a eso?

Ich glaube jetzt, dass es doch uf ofiziellem Wäg ablauft, nume dä Priis isch villicht ächli z’höch agsetzt gsi – mol luege was so bote wird defür. Ich find im Nochhinein rächt luschtig, dass es nid vo Beginn ächli meh transparenter gsi isch, aber egal…

Mit em Taxi isch es denn zur einzige Pizzeria do in Fes gange, well mir widär mol Luscht gha hend uf was Bekannts – isch mega fein gsi, und widä sehr priiswert. Als Dessert hemmer inere Art Gelateria Ananassaft (em Lukas sini 5. Portion Vitamin) und än Avocadosaft (äs Röhrli isch drin gstande).

Während dem sind üs einersiits jungi DVD-Verchäufer (natürlich mit Raubkopien) ufgfalle und aber anderersiits Buebe mit Tempo-Nastüechli, wo Geld so erbettle hend müesse. Mir hend nüt kauft, aber es Stuck Pizza und dä letschti Schluck vom Saft hends ganz giirig und dankend agnoh. Scho mega struub wiä Armuet, glaubs es Schlimschte uf dä Welt isch, vorallem wenns au no diä klinschte Wehlose vo üsere Gsellschaft trifft. Macht mich gan nochdenklich und truurig, aber au ohmächtich welli nid weiss was degegä z’mache ;-(

Zrugg i dä Medina bini denn doch no churz entschlosse is Hamam – türkisches Bad – mega cool, bin jo scho mol in Istanbul gsi, dört isch mer knettet worde und do grubblet – ich han gar nid gwüsst, das ich so viel toti Huut a mir han…

So morn gohts ab i d’Wüeschti…

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Stadt Fes unter der Lupe
September 52012

Noch enäre für mich widär emol erholsame Nacht, simmer pünktlich dunne im Innehof am Z’Morge-Tisch gsesse und hend verschiedeni Brotsorte, frische O-Saft und es chemischs Nestlejoghurt gnosse.

Zur Verdauuig bin ich denn nochli uf üsi privati Terasse vom Guesthouse go chille und d’Ussicht gnüsse, dä Luki hett sich anderswiitig vorbereitet, bevor mir denn widär zämä mit üsem bstellte, aber wohrschiinlich inofizielle Guide ä Halbtagstour dur d’Medina vo Fes undernoh hend – z’erscht hetts en umfangriche Abriss über d’Gschicht vo dere Stadt geh, denn simmer inere Koranschuel gsi, hend es Holzmuseum aglueget und händ diä ältischt Universität vo dä arabische Welt bsuecht (do isch d’Institution Uni, aber nid würklich verglichbar mit üsne Verhältnis, sie isch do glaubs eher wiä bi üs d’Lehr…).

Wiiter isch es zum Viertel vo dä Gerber und Ledermacher gange, das hett mer sogar olfaktorisch sehr guet gmerkt – scheusslich dä Gruch vo Ammoniak. Im obligatorische Bsuech imene Lade für d’Lederware, han ich mich denn no für en Gürtel us Kamel entschiede – das segi es beschte Leder und hebi lebenslang, jo mol luege, z’viel zahlt hani glaubs trotz sehr tüfem Afangsagebot vo mir her und handle doch no berappt.

Im nöchste Lade hetts Arganöl (segi guet gegä Pickel…), Parfüm (das hett dä Luki kauft) und Gwürz (das han ich mir als Mischig fürs Couscous gleistet) geh.

Churz noch em Eis am Mittag isch dä Rundgang denn fertig gsi – noch churz dä Führer entlöhnt und denn isch Siesta agseit gsi – ich uf dä ächli wärmere Terasse und dä Luki im klimatisierte Hostelzimmer.

Um diä Vieri hemmer denn ächli es schwierigs Thema müesse bespreche und zwor dä wiiteri Reiseverlauf. Dä Bsitzer vom Guesthouse hett üs einigi Agebot gmacht, einersiits en Tagestrip uf Meknes/Voulabillis und en ächli längeri Tour i d’Wüeschti Sahara. Es erschte Agebot hemmer dankend abglehnt, well es sehr eifach au selber organisierbar isch mit ÖV und so und das chunnt sicher billiger als diä 80 € vorgschhlage vo ihm.

Dä Bsuech i dä Wüeschti isch ebe ächli diffiziler. Nochdem er üs alles erklärt hett, was er so für üs Alles organisiere würdi, hemmer müesse entscheide. Das isch no recht schwierig vorallem wenn nid alles transparent isch, das hauptsächlich bim Zustandecho vom Priis und dä darin enthaltene Leistige. Mir hend üs denn aber trotzedem defür entschiede und sind also es Gäld, wo er nur Bar möcht, go bsorge i dä Medina amene Bankautomat, wos no wenig git do i dä Altstadt. Blöderwiis hemmer jewiils müese zweimol hinderenand useloh, well es Limit pro Bezug z’chli gsi isch für dä ganzi Betrag.

Denn simmer langsam scho chli immer meh is grüble cho (ich minersiits also sehr…), öb das alles mit rechte Ding vorgoht und mir es nid besser si loh hettät. Einersiits wärs nid korrekt und fair, wenn es alles über inofizielli Wäg laufe würdi, well so dä Korruption nume noh meh Ruum geh wird. Und anderersiits sich dä Priis überhaupt nid em Landesniveau entspricht, d.h er vo Guet und Bös entfernt isch (das hemmer denn no churz vor em Zahle, im Zimmer nomols selber duregrechnet mit Hilf vom Reiseführer).

Mir sind üs denn einig gsi, dass mir ihn nomol uf diä Sach asprechend und zwor hani denn gfrooget wiä sich dä Priis genau zämäsetzt, well ich gern wüssti wer alles wieviel bechunnt, nid dass es ungerecht verteilt wird. Doch sini Antwort isch numme immer bim sogenannte Packetpriis gändet. Ok, denn halt nomol anders gfrooget ächli direkter, wieviel muess er dä Regierig abgeh als Stüre, brucht mer do ä Lizenz zum sottigi Toure a d’Touriste z’verchaufe und chömmed mir do was Offiziells als Buechigsbestätigung über. Ich han mich langsam wiä en Polizischt bimene Verhör gfühlt und glaubs üse Gastgeber au, denn er isch immer nervöser worde (ruhig Sitze, Blickkontakt und klar antworte Fählazeig) – han scho fascht ächli es schlechts Gwüsse becho, doch ich find ich han es Recht dezue so z’agiere, oder? Ich bin ebe sehr druf erpicht, dass Ungerechtigkeit und Falschheit nid siegt, alles söll fair und transparent für beidi Parteie ablaufe. Ok ich weiss isch villicht ächli naiv und blaueugig und hett schlussendlich do au nid gfruchtet, doch ich hans wenigstens probiert und muess mir nüt Vorwärfe mich kampflos verarscht z’gloh ha. Usserdem hoff ich insgeheim, dass au er ächli is grüble cho isch öb er überall richtig ghandlet hett – mol luege wiä er sich so mor gegenüber üs verhaltet 😉

So noch dem eher stressige und für mir au nerveufriibend Tag, eigentlich sött eim das jo gar nid nerve, sonder mer sötts eifach ignoriere, doch das goht bi mir irgendwie nid…weiss au nid wieso – villicht liehts dra, dass ich wiess wiä wichtig ofizielli Wirtschaftskanäl für d’Gmeinschaft sind.

So zur Ablenkig hemmer am Obig bi Sunneundergang en Spaziergang uf en Ussichtshügel gmacht und hend uf d’Medina abeglueget – mega schön, sehr änlich wiä Amman in Jordanien.

Zum Z’Nacht i dä Medina han ich hüt en Taboulet-Saloot gha und dä Luki Omelette mit Riis und Härdöpfel…

Morn gohts ab noch Meknes mit em Zug und denn lueget mer mol was mer so mached.

PS: Also d’Medina do isch definitiv weniger beläbt als in Aleppo, Syrien.

PPS: Was do eim au grad relativ afänglich uffalt isch, dä sorglos Umgang mit em Abfall – ganzi Landstrich sind do mit Müll (vorallem Palstiksäck) verunstaltet. Verstoh ich eigentlich in keinster Weise, wiä mer das nid in Griff bechunnt, ok villicht hett das halt im Moment nid grad erschti Priorität (vgl. Revolution, Demokratie usw.).20120905-233528.jpg20120905-233546.jpg

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Tanger-Fes

Tanger-Fes

Marokko

September 42012

Churz noch em Achti bin ich verwachet, ok nid es erschte mol, well dä Muezzin jo am Füfi i dä Früeh grüeft hett dur sis blecherne Megaphon – es isch sowieso nid grad diä erholsamschti Nacht gsi….Gähn!

Han mir denn under dä historisch anmuetende Duschi dä Chopf abegwäsche, obwohl dä Lukas meinti, dass zu Viels Hoore wäsche schädlich segi, und han mi denn agleit. Dä Luki isch denn au alsbald fertig gsi und mir hend üs uf d’Stroose vo Tanger gwagt.

Also so churz vor em Nüni isch nonig grad eso viel los gsi, aber mir hend chönne gmüetlich imene Cafi z’Mörgele mit Omlette, Gipfeli und Chocolat. Gstärkt is es denn ab i d’Medina (Altstadt) gange – isch scho no cool diä verwinkelte und enge Gässli. Üs hend denn no zwei chlini Buebe als Guides dä Weg zeiget, natürlich gege finanzielle Zuestupf.

Bimene starch gsüesste Minztee am Strooserand, simmer denn abermols uf Bekannti vo geschter vo dä Fähre gstosse…und denn simmer au scho widär zrugg im Hostel gsi, hend üses Gepäck bucklet und so am Strooserand uf es Taxi gwartet, wo üs zum Bahnhof gfahre hett.

Dä Zug uf Fes hetti sölle am Eis abfahre, doch mir hend nochli müesse uf üsne Ledersitz i dä 2. Klass warte bis es losgange isch (underdesse simmer vomene nette Herr underhalte worde, wo sich schlussendlich als falsche Guide usegstellt hett). D’Zugfahrt isch no cool gsi, ok besser gseit sehr heiss, vorallem amigs bi dä einzelne Hält a dä Zwüschedstatione – sonen Zugswagon us Metall heizt sich ohni Fahrtwind sehr schnell uf! Dä Schweiss isch üs also nume so abegloffe und mer isch fascht uf em Sitz chläbe blibe, gell Lukas. Also ich hans super gfunde, schliesslich simmer jo do in Afrika!

D’Landschaft isch relativ karg gsi, vorallem Acker- un Wieseflächene und einzelni Eukalyptusbäum (jo glaubs das sind sottigi, ihri Blätter schmöket also so…). Ah jo was mir suscht no ufgfalle isch bim Blick durs Zugsfenster, dass d’Marokkaner ihren Abfall eifach i d’Natur use werfet.

So um diä Siebni ume simmer denn in Fes am Bahnhof acho, usgtiege und sofort vo zwei Guides und Taxifahrer umringt worde, wo eim anschiinend nume Helfe möchtet – also sehr ufdringlich! Dennoch simmer denn i üses online vorreservierte Guesthouse i dä Medina glangt – uff isch das feudal, do hani grad ächli Müeh demit, dass nebed dra d’Lüüt ganz eifach wohne müend ;-(

Nochere Duschi, simmer denn i dä Medina go z’Nachtesse – Tajine mit Gmües, Linse und Suppe; ui das isch aber fein für en Vegi wiä mich…äs Esse find ich do bis jetzt eh dä Hammer vom z’Morge bis zum z’Nacht!

So das wärs au scho wider gsi mit em hüttige Tag!

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mit der Fähre nach Afrika
September 32012

Hüt morge hett min Wecker am Achti glütet, ich han mini Kamera in Rucksack packt, bin use uf d’Stross und han en Taxifahrer aghaue und ihm erklärt, dass ich zum Hotel „Aura“ möcht. Während dä Fahrt han ich ihm denn no müesse klarmache, dass ich gar kei Geld im Sack hegi und drum zumene Geldautomat sötti – gesagt getan.

Noch öpä 5 min. Fahrt bini denn au vor em besagte Hotel acho, drinn a dä Rezeption hani denn noch em Canon-Shop gfrooget – kennt hett er ihn nid, aber dä Stroossename hett ihm was gseit. Ich bin denn z’Fuess au tatsächlich zu dem Shop cho, sogar offe isch er gsi, so früeh am Morge 😉 Doch woni dä Inhaber mini Kamera zeiget han, hett er uf brochem Englisch gmeint, dass er nume Fotokopierer vertriebt – ich müessi noch Barcelona mit dem Problem…Super!

Denn bin i halt widär gange und han i dä Läde entlang dä Stroosse welle Leim sueche, doch au das isch schwierig gsi. Glücklicherwiis hani denn aber doch inere Autowerkstatt Hilf gfunde vomene junge Burscht – mitenand hemmer mit Spiegel und Doppelchläber a dä Kamera umeklütteret – und das nid grad sanft…schliesslich hetts denn irgendwie klappet und dä Spiegel hebet widär.

Zrugg im Hotel bim Lukas, hend mir üs denn entschiede zum go Verpflegig poschte und das hemmer denn au gmacht ufem lokale Markt mit Gmüess, Fleisch und Chäs. Ich hans mega cool gfunde alles ächli zämächaufe – dä Luki glaubs eher weniger 😉

Dennoch simmer mit üsem ganze Gepäck zum Hafe und hend es Billet glöst für ä „fast ferry“ für uf Tanger med. (isch nid direkt im Ort selber, sonder öpä 50 km westlich). Noch zwei Stunde Warteziit simmer denn au mit rund 20 min. Verspötig abgfahre mit enere riese grosse Autofähre. An Board hemmer denn z’erscht no müesse Schlangestoh für en Stempel im Pass (für was au immer…). Denn simmer ganz gschwind uf es Sunnedeck gsprunge, well mer denkt hend mir seged scho bald in Afrika und würdet so alles verpasse – doch dem isch nid eso gsi, nid wiä ageh 30 min. sonder fascht 2 h hetts duuret dä schwarzi Kontinent z’erreiche.

Mit em Bus isch es denn i d’Stadt Tanger gange. Dört hemmer denn es Hostel (nochddm mir diä ufdringliche Taxifahrer und Guides vertriebe hend) noch Reiseführer gsuecht und denn simmer go Geld useloh (es erschti Mol hetts nid klappet…). Mit dem Geld hani mir welle ä SIM-Charte chaufe, doch im nochinein isch das villicht nid ä so gueti Idee gsi – mir sind nämlich rund 2 Stund dört i dem Shop gsi. Aber klappet hetts denn nid. Erst 2 wiiteri Stund spöter (underdesse simmer im Bahnhof gsi go Billet uf Fes go chaufe) als ich bim zweite Bsuech im Handy-Lade nomol was zahlt han, isch es denn gange, aber au erscht bi Ladeschluss (mir sind sogar igschlosse worde…). Mann mega müehsam!

Z’Nacht hetts entsprechend erscht am halbi 10ni geh (ok öbs würklich so spoot gsi isch wüssemer nid so recht – mir hend ächli es Ghetto mit dä Ziitverschiebig und Summer-/Winterziit), mir händ es typischs marrokanisch Esse gha „Tagine“ – ich mit Couscous und dä Lukas mit Huhn (ok eher meh Chnoche als Fleisch).

So das wäri üsen erschte Tag in Marokko gsi – also viel Sightseeing hemmer bis jetzt nonig gmacht.

PS: Dä Spiegel vo dä Kamera hebet noch einige Föteli immer no – Juhuii!

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ab nach Gibraltar
September 22012

Hüt morge simmer churz noch dä Siebni ufgstande, hend üsi Sache packt und sind zum Bahnhof gwanderet – isch no relativ frisch gsi a so früeh am Morge. I dä historische Bahnhofshalle hetts no en ganze Urwald z’bewundere geh – scho rächt schräg. Nochemene churze Z’Morge mit Gipfeli und frisch-presste O-Saft, i dä neuä Bahnhofshalle, sind mir denn au scho bald uf dä Bahnsteig (defür muess mer amigs es ganze Gepäck scanne, wiä am Flughafe…) und hend üsi beide Plätz im Wagon ignoh.

Dasmol isch es eher nid en sonen schnelle Zug gsi, aber ich hans relativ gmüetlich gfunde. So öpä noch dä Helfti vo dä Strecki hend mir müesse uf ä anderi Spurbreiti vo dä Gleis wächsle – wiä das genau technisch abgloffe isch während dem Ad-hoc-Halt wüssemer au nid. Noch dem Wächsel isch d’Fahrt no gmüetlicher worde, es Schinenetz au viel älter, defür isch mer „nöcher“ a dä Landschaft (wo do mega schön gsi isch – gäli Fälder, Olivenhaine, roti Acker und weichi Hügel) dra gsi!

Pünktlich im Sackbahnhof Algeciras acho, simmer uf dä Suechi nochenere Underkunft relativ schnell fündig worde. Denoch simmer zum Hafe und hend üses Ticket für d’Fähre uf Afrika welle bueche, aber irgendwie isch das komisch gsi – mir hend jetzt zwor no keini, aber das sötti morn keis Problem geh.

Well mir nümme mit viel Geld usgtattet gsi sind, hemmer en Bankomat gsuet, doch vergeblich wiit und breit keine, nid emol am Bahnhof – heieiei, wo simmer denn do glandet.

Mit üsne letschte paar Euros simmer trotzdem mit em Bus noch La Linea (Grenzbushof) cho. Dört usgstiege isch es denn z’Fuess z’erscht über diä spanisch-englischi Grenze gange, inklusive Passkontrolle und denn hemmer eifach so au grad no d’Flugpiste vom Flughafe do überquert 😉

In Gibraltar acho, simmer ächli dur d’Stadt zoge (diä meischte Läde hend zugha, well jo Sunntig isch) und Richtig Seilbahn für uf dä Affeberg gschlenderet. So recht schieäf, alles uf zmol uf Englisch agschribä, britische Architektur und Autokennzeiche und denn au no nid dä EURO als Währig sondern äs Pfund.

Mit em Seilbähnli (isch scho relativ alt gsi…) isch es denn berguf gange zum a Ussicht z’gnüsse. Dört obe hetts so gar es paar einzugartigi Affe gha, wo im Nationalpark dört obe läbed – ok ich glaub sie haltet sich eher viel meh bi dä Infrastruktur und dä Touriste uf. Das isch au keis Wunder wenn diä dumme Lüüt diä Primate immer widär füäteret und streichle wänd, obwohls usdrücklich verbote isch (Stroof mit 500 £). En andere Unstand, woni au mega doof gfunde han isch diä ganzi Abfallproblematik – dä ganzi Naturpark isch mit Müll besät gsi – grrr, das dörf doch nid si!

Woni diä schöni Ussicht grad am Fötele gsi bin, isch es i mim Suecher vo minere Kamer plötzlich schwarz worde! Sch…, was isch jetzt los? Als ich es Objektiv abgschrubet han, hani müesse feststelle, dass dä Spiegel abgheit isch vo dä Wippe (mini DSLR ghei doch langsam usenand…). Diä Problematik isch Canon bekannt und sie wird au gratis behobe, nume wo find ich do en Reparaturservice? Mit iPhone und Internet hani denn sowas Ähnlichs do in Algeciras gfunde, morn gani denn mol go luege – wird sicher wider sehr spassig!

D’Suechi nochemene z’Nacht, isch au gar nid eso eifach gsi, do in Gibraltar – nume bekannti englischi Delikatesse ;-( Am Schluss hetts denn Risotto bzw. Poulet mit Härdöpfelstock geh – freu mi denn ufs marokanisch Esse.

Jetzt simmer widär zrugg im Hotel (isch eigentlich no recht günschtig gsi und d’Leistig stimmt au – han ebe ächli Paranoia wege Flöh und so…) und händ denn hoffentlich ä ruhigi Nacht.

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Also nochere Nacht im Zug simmer denn pünktlich am halbi Elfi in Barcelona acho. Erscht mols hemmer müesse feststelle, dass es do jo gar nid eso warm isch, wiä mir das erwartet hend – gfühlti 22 Grad.

Noch em Wechsle vom Bahnhof isch es denn witär gange mitemene Highspeed-Train noch Madrid. Mir hend üs no gwunderet, wieso das Ticket tüürer gsi isch im Verglich zum vorangehende Nachtzug, do d’Fahrt jo nume 3 h vo Barcelona-Madrid duret – ich glaube das lieht schlicht und eifach do dra, dass dä Zug bis 300 Sach uf d’Schinä bringt! D’Landschaft isch do im Landesinnere scho relativ karg, was bestimmt mit em trochene Klima z’tue hett…

Nochere churze Bsuech am Infoschalter am Madrid’er Bahnhof, hemmer denn au gli es Hotel i dä Nöchi gfunde.

Gegä dä Obig simmer denn mit Metro und Tram (3 mol Umstige und ca. 30 min. Fahrziit) ächli usserhalb vo dä Stadt is Kino und zwor ine bekannti Kino-Chetti – KINEPOLIS. Krass, das isch jo do öpä 4 mol so gross wiä üses in Schaffhuuse – mit 25 Sääl und dä grössti devo fasst 1’006 Lüüt. Devo hani unbedingt en Blick erhasche müesse, also bini eifach frächerwiis go ine luege, obwohl üsen Film (engl.) imene viel chlinere Saal gspielt hett. Scho mega struub diä andere Dimension vom Ganze z’gseh. Einigi Sache sind denn aber immerhin glich noh Verglichbar gsi mit üsne Verhältnis (Kasse-Software, Ticket-Layout usw.).

Ah jo vor em Kinobsuech hetts no z’Nacht geh imene Pizza-Restaurant grad bim Kino (döt hetts ebe mega viel anderi Food-Möglichkeite gha – würklich ä richtigi Kino-Stadt, wies au bi dä Tramstation uf Spanisch gnennt wird). Ich han ä spezielli Variante vo Pizza usprobiert und zwor mit Geissechäs, Öpfel und Zwieble.

So jetzt simmer widär im Hotel „Mexico“ und morn morge gohts witär mit em Zug noch Gibraltar…

Bis bald…!

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mit Lukas nach Marokko
August 312012

Hoi mitenand

So jetzt gohts no guet zwei Wuche und denn fangt mis erschte Semester vom Master-Studium widär a. Dä Lukas und ich hend aber denkt, dass mer im September scho nochli gogä reisle sötti goh und drum mached mir üs hüt Obig mit em Zug (wiä chönts anders sii – dä Pascal reist nume mit em Zug um d’Welt) Richtig Süde.

Üsen erschte Halt wird morn Morge in Barcelona si und denn müend mir umstiege und in 5 wiitere Zugseeise-Stund simmer denn hoffentlich in Madrid. Well mir kein direkte Aschluss hend, müend mir ei Nacht i dä spanische Hauptstadt vebringe, aber egal bin eh no nie döte gsi… (es hät au es Kinepolis-Kino in Madrid mit gewaltige 25 verschiedene Sääl! – wär sicher sehenswert…).

Am Sunntigmorge gohts denn witer mit em Zug noch Algeciras, das isch döte wo d’Fähre über d’Stross vo Gibraltar noch Afrika überesetzet (rootet mol wiä lang sone Fahrt duret? – im Fall nume grad 30 Minute!). Bevor mir denn definitiv Europa verlönd, mached mir wohrschonlich no ächli Sigthtseeing i dä britische „Kolonie“ Gibraltar…

So das wäri emol üsen Plan für diä kommende erschte drü Täg vo üsere Reis noch Marokko (ehrlichgseit hemmer eh nonig eso viel meh voruusplanet – aber mir hend wenigstens es vorgebeni Zugsnetzt zum üs Orientiere, was mer eso aluege chan und was ebe nid ;-)).

Jetzt wünsch ich en schöne Obig und hoffentlich bis bald do im Blog…

Pascal

PS: Bin bis ungefähr 30 min. vor Start vo dem Reisli nonig sicher gsi, öb ich söll drüber blogge, oder nid. Han mi denn aber doch defür entschiede und zwor vorallem wegem schöne Nebeeffekt à la Tagebuch, i dem ich denn spöter widär emol ächli umeschmökere chan und in Erinnerige schwelge dörf 😉

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