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Mein Resumé

Mein Resumé

Schweiz

März 52012

Glücklich händ mir üses Endziel Wladivostok am Pazifik erreicht!

So jetzt isch es also guet ä Wuche her, dass mir widär i dä Schwiiz glandet sind noch dere drüwüchige Transsib-Reis dur ganz Russland. Han jetzt ächli Ziit gha mini ganze Gedanke und Gfühl z`ordne, well sone Reis ine ganz anderi Welt hinderloht bi mir amigs scho äs rächts Chaos i mim Chopf! Einersiits isch mer überwältiget und froh dörfe z`gseh wiä schön und vorallem wiä vielfältig diä grossi Wält isch, wo mir druf läbäd, aber anderersiits machts eim ächli nochdänklich wenn mer merkt, dass nid alli uf dere Welt sones privilegierts Läbä dörfet führe wiä mir do i dä Schwiiz (stabili Politik und Entwicklig!). Mir hend eigentlich scho fascht kompletti Narrefreiheit und chönd us üsem Läbä das mache, was eus Spass macht und das isch scho än rechte Vorteil. Lüt, wo mir uf üsere Reis troffe hend, hend do bedütend weniger Möglichkeite und sie hend dementsprechend au ganz anderi Alltagssorge wiä mir, was mich aber immer widär erstunt isch, dass sie trotzdem Freud zeiget und nid konsterniert dahinlebed. Hingege chönd mir vo üs oft nid behaupte, dass mir jetzt ussergwöhnlich viel mehr glücklicher sind als sie obwohls üs eso besser goht.

Es hett üs uf üsere Zugsreis emol en junge Student gfrooget, was mir do überhaupt mached und wieso mir sones stabils Land, wiä d`Schwiiz freiwillig verlönd um ines sones waggligs Land wiä Russland z`cho? Jo, das isch e gueti Froog und hett üs im erste Moment au einigi Bedenkziit beschehrt um ä plausibli Antwort z`finde. Ich denke mer chan das eifach druf zrugg z`führe, dass es irgendwiä i dä Natur vom Mensch lieht, das z`sueche, wo er im Moment nid hett! (und das isch bi üs ebe än Art vo Abendteurer und Erfahrig sammle gsi…). Ich denke, das würdi dem junge Maa ebefalls eso ergoh, wenn er äs Ziitli i üsem Land gläbt hetti – es würd in au use i d`Welt vo dä Verschiedeheite zieh.

Wenn ich amigs vo so underschiedliche Arte vo Läbensstil ghöre, bringt mich das zum Nohgrüble und ich frooge mich denn welli Art jetzt besser isch zum sis Läbä do uf  dä Erde z`gstalte – mach ich es Richtige?, söll ich was ändere?, chan ich allefalls sogar was bewirke? oder wiä chan mer no was verbessere?… Äs erstrebenswärti Ziel, wo allne es lebenswerti Dohsii ermögliche würdi, wäri vollkommeni Chancegliichheit, jo ich weiss das isch villicht sehr schwierig z`erreiche, aber ich würdi behaupte es chönti klappe wenn mir ächli vo üsem grosse Stuck Chueche öpis a diä andere, wones chlinner Stückli hend abgeh würdet.

Was mich ebefalls sit dere Transsib-Fahrt beschäftiget isch dä Umstand, dass jetzt grad widär d`Wahle in Russland dä Herr Putin zum Präsident beförderet hend, obwohl en sehr grosse Teil vo dä Bevölkerig nid würklich hinder sinere Politik stoht. Das hend mir bi einige Gspröch mit Iheimische chönne useghöre, sie hend grossi Kritik a ihrem Land und vorallem a dä Politik vom Kreml güebt. Än wiitere Punkt, wo mir dütlich zeiget, dass d`Politik vom Putin für diä einzelne Mensche im Land nid grad eso vo Vorteil isch, sind diä einzelne Bauprojekt (z.B. Hängebrugg in Wladivostok und Olympiakomplex in Sochi), wo für mich sehr überdimensioniert und realitätsfremd erschiined und überhaupt nid i diä vorhandeni Welt passet. Sie sind anschiinend nume es Prestigeobjekt für d`Macht vom grosse Herr Präsident und ich denke mer sötti do diä gsprochene finanzielle Mittel besser anders verwände (z.B. Bildig, denn Englisch chönd do jo nume diä Wenigste, oder für Diversivizierig vo dä Industrie um Arbeitsplätz z`schaffe) – uppps ich töne do jo scho recht politisch und als ob ich alles besser wüsst….tja so isch es definitiv nid, aber das sind eifach emol so mini Gedanke 😉

Jo ich weiss mis Resumé isch bis jetzt widär sehr philosophisch worde, aber das isch ebe, das was mich jewiils fascht no meh beschäftiget noch sonere Reis (und das sölls jo au, well suscht müessti jo nie meh ines sones komplett anders Land!), als d`Erinnerige a das direkt Erläbte. Ich denke Sache, wiä Landschafte, Natur, Museums- und Operebsuech und Stadtbesichtigunge sind diä Ding, wo eim sofort bim Erläbe tüend beschäftige und verblassed denn aber oft widär sehr schnell, hingege bliibet Idrück vo söttige soziale Erläbnis viel länger bestoh.

So zum Schluss möcht ich aber doch no öpis Sachlichs zu dem direkt Erläbte verzelle. Wenn mer mich frooget wiä diä Reis gsi isch, falled mir doch einige Adjektiv wiä „interessant“, „spannend“, „astrengend“, „nerveufriibend“ und „chalt“ i und das beschriibt es Ganze eigentlich au recht guet. Es Interessante und Spannende hett vorallem diä Andersartigkeit vo Land und Lüüt usgmacht, mer hett oft kei gwohnti Konstallatione atroffe und isch somit recht überrascht und ächli hilflos gsi (z.B. dä komplett andere Umgang mit Touriste bezüglich Kundeservice – Receptionistin, wo sich an Chopf langet und d`Auge vertrüllet, wo mir es Hotelzimmer händ welle reserviere…). Es Asträngende und Nerveufriibende hett vorallem demit z`tue gha, dass mer alles selber organisiere hend müesse und denn das no alles meischt nonverbal, well diä englischi Sprooch, jo nid eso verbreitet gsi isch. Und dä Aspekt „Chalt“ hett isch natürlich im Wetter zeiget, obwohl es definitiv nid eso schlimm gsi isch vorallem well entweder herrliche Sunneschii oder mährlihafte Schneefall sich zu dä iisige Temperature dezuegsellt hend und das jo nid eso müesam isch wiä z.B. 5 Grad und Rege!

Mini Highlights (gell Fabian, isch amigs schwierig das für eim usezfinde…) sind einersiits diä schön verschneite Städt (vorallem Krasnoyarsk und Irkutsk) und denn natürlich diä ganzi Umgebig rund um dä gfrooreni Baikalsee inklusive Hundeschlitterenne gsi! Minere Meinig no: „Sibirie im Winter – das muess mer eifach mol erläbt ha…!“

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Home sweet home

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Schweiz

Februar 262012

So es isch churz noch em Achti am Obig schwiizer Ziit und ich liege jetzt grad i mim eigene Bett und bin eigentlich scho riif für en erholsame Schloof (bin jo au scho sit em morge am 5i uf – widär emol wege dere Ziitumstellig Zürich-Moskau 3h).

Will jetzt aber doch no churz üsen letschti Tag vo üsere Transsib-Reis gschwind zämäfasse. Wiä gseit simmer um di Achti Ortsziit ufgstande und sind denn z’Fuess zumene vorher im Internet recherchierte Kafi gogä Z’mörgele – uhi isch das fein gsi; Baguettes und Croissantes mit Butter (hani glaubs scho sit drü Wuche niehmeh uf mim Brot gha – isch halt eifach zu shwierig gsi das z’transportiere, denn entweder wär er dusse gfroore oder im warme Zug verloffe ;-)) und Confi, Tee und O-Saft!

Denn simmer nomols Richtig Kreml spaziert und hend alles in sehr gmüetlicher Manier nochmalig gnosse…und das in schön frisch verschneiter Umgebig!

Inere nohglegene Chile hetts denn a dem Sunntigmorge no en orthodoxische Gottesdienst geh und mir sind au es paar Minute gogä inegüxle – also hauptsächlich hetts Sprechgsäng geh und irgendwelchi Ritual mit Marschiere und Bete…sehr speziell.

Uf di Mittagsziit simmer denn zrugg is Hostel, hend all üsi siebe Sache packt und hend üs denn uf dä Weg zum internationale Flughafe gmacht mit Metro bzw. Aeroexpress-Zug. Dörte acho hemmer denn im Wartsaal was Z’mittag (äs letschtimol ä Schogitorte us dä „Schokoladnizza“ ;-() gmampft und sind drufabe go ichecke – hett alles ganz schön fix klappet. Denn also uf zum richtige Gate. Ah jo mir müend defür jo no dur d’Passkontrolle und em Gepäck-Scan (es hett do uf üs sogar en sogenannte berüchtige „Nacktscanner“ gha…). Üsi Kontrolle vom Visum und em Pass isch riibigslos vonstatten gange und diä beide Formular vo üsne Registrierige hett d’Zöllner keineswegs interessiert, im Gegeteil sie hend nume gnervt, denn sie sind jedesmol bim Öffne vom Pass use gfalle 😉 – jo also mir chömed üs do wege dem Trara wo mir gha hend wege dere Formalität scho chli verarscht vor…aber so isch das halt 🙁

Bim Istiege is Flugzüg hemmer denn schnell müesse gseh, dass mir wohrschiinlich ä Verspötig ha werdet und das usgrechnet mit enere schwiizer Fluggsellschaft – heieiei,
do sind sogar diä transsibirische Züg pünktlicher gsi!

Jo und also mit rund 20 Minute simmer denn doch no im warme und „grüene“ Züri glandet und so hett üs Bedi d’Schwiiz widär noch rund drü Wuche „Russland und transsibirische Eisenbahn“.

So ich wird denn so in 2-3 Täg no es Resume zu dere Zugsreis verfasse, aber es muess jetzt alles emol ächli sich setzte chönne…stay tuned!

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auf in den Westen…
Februar 252012

Churz noch dä Sechsi am Morge hett em Fabian sis Natel üs gweckt und mir drufabe denn scho gli mit dä erschte schwierige Entscheidig konfrontiert worde – en wissrussische Kanadier, wo au im gliche Hostel ghuuset hett, hett üs gfroget öb mir mit ihm es Taxi zum Flughafe teilet? Nochere chürzere Überlegigsziit hend mir üs denn doch duregrunge sis Agebot mitzträge (ursprünglicherwiis hend mir vorgha mit em Bus an Flughafe z’cho…). So simmer also mit em uf di Siebni bschtellte Taxi losdüst und hend üses Ziel nochere rund einstündige Fahrt erreicht.

Zum Ichecke simmer nochli z’früeh gsi (hemmer schnell müesse merke, wo sie üs nid in ihrem System gfunde hend) und drum hemmer nochli Ziit im Wartsaal vertue.

Es ganze Prozedere betreffend Flugreise isch do im ferne Oste eigentlich relativ ähnlich, nume mängsmol ächli umständlicher (bim Fabian hends während em Scanne vom Handgepäck äs Messer oder so was vermuetet…wo natürlich nüt gsi isch!)

Pünktlich simmer denn mit em Flugi abghobe Richtig Moskau. Dä Flug hett ungefährt 9.5 h duuret und mir hend en demit verbrocht indem mir döset hend, Geographiespiele uf em iPhone gspielt hend, ab und zue us em Fenschter gügslet hend und ah jo denn isch üs sogar zweimol no warms Esse uftischt worde (ich han also zweimol Fisch gha – mag jetzt denn diä nöchschte paar Wuche denn kei Fisch meh!).

Endlich acho in Moskau hemmer mit Freud feschtgstellt, dass es do jo scho fascht Früehlig isch, zwor hetts grad frisch gschneit, aber d’Temperature sind do unglaublich noch am Gfrührpunkt!

Zerscht mit em Bus (dä isch chrüz und quer übers Rollfeld gfahre), denn mit em Aeroexpress-Zug und schliesslich mit dä Meteo simmer denn zu üsem allererschte Hostel glang und hend widär üsi Bett bezoge – isch fascht wiä heicho gsi…

Nochere churze Duschi isch es denn ab zum Zirkus gange, doch leider isch üsi gwünschti Obigvorstellig scho usverchauft gsi…grrr! Um üsen Fruscht widär loszwerde, hemmer üs mit Schoggi mit Marshmellows und Tortene i dä benochbarte „Schokoladnizza“ vollgstopft…mmmh fein! – ä sottigi Firmenkette sötts bi üs au geh.

Bevor mir zrugg is Hostel sind (mir sind jo jetzt scho bald meh als 22 Stund wach, wege dere komische 7-stündige Ziitverschiebig!) simmer no gschwind imene Center Markt gsi – dört hetts nume Schueh und Chleider geh und im oberste Stock no ä Feinkostabteilig, wo sehr international gsi isch, alles was mer sich nur wünsche chan bis hi zur schwiizer Schoggi und Fondue. Au musikalisch simmer no underhalte worde vonere superspielende Meitli mit sinere Spielzügflöte – schrecklich oder villicht simmer jo eifacht scho z’müed gsi 😉

So jetzt erschtmol ächli Schloof nohhole…bis morn!

PS: Han no was, das ich sehr als nervend empfinde a dene Russe do und zwor müend sie sich bi jedere Warteschlange füredrängle und sind sehr ungeduldig…Mann, huere asozial!

PPS: Han hüt do i dä Metro no es Filmli und Föteli gmacht – muess säge das ganze System funktioniert sehr riibigslos und au no in unglaublich churzem Fahrtakt!

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Wladivostok durchwandert
Februar 242012

Gastblog-Eintrag Fabian Ringli:
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So hüt isches also so wit gsi und mir händ s Endziel vo üsere Reis erreicht: am Morge am achti simmer nochere erholsame Nacht im Zug (ämel für mich – dä Pascal hät sich e chli zfescht vomne die ganz Nacht grausam hueschtende Russ ablenke loh) z Wladiwostok acho. Am Bahnhof häts wie scho z Moskau äs chlises Monument gha wo üs dra erinneret hät, das mir grad 9288 Kilometer mitem Zug zruckgleit händ (mir händ für das übrigens 146 Stund brucht, also öppe 6 Täg).

De Wäg zum Hostel hämmer souverän gmeischteret: in richtige Bus igstige, ade richtige Haltistell usgstige und erscht no am richtige Ort glütet. Dä Hostelbsitzer hät wie üblich än völlig verschlofene Idruck gmacht und isch noch öppe 2 Sätz wieder i sis Bettli verschwunde. S Hostel lit äs bitzeli usserhalb vo dä Stadt i somne richtig grusige russische Betonblock, aber da ganze befindet sich uf sonere schmale Halbinsle, so das me uf beid Site vom Hostel us s Meer gseht. Mit Meeresrusche wirds aber trotzdem nüt wel dä Grossteil isch gfrore.
Nochdem mer am wunderschöne Suneufgang zueglueget händ (d.h. so irgendwänn noch dä 9i) und ä chli zmörgelet händ, hämmer üs dänn au scho wieder mit em Bus uf id Stadt gmacht.

Als erschts isch döt wieder mol än Museumsbsuech agstande, da mol imne Regionalmuseum. Näbscht dä obligate usgstopfte Tierli (wo mir langsam aber sicher alli uswändig und mit latinischem Name känned) und unzählige russisch beschriftete Gegeständ und Föteli hämmer do au no öppis über en gwüsse Yul Brynner erfahre, wo än russisch-mongolisch-schwizerische Hollywood-Schauspieler gsi isch und mir aber bis hüt nöd kännt händ. Wie scho geschter hät üs d Stägefüerig i dem Museum wieder mol ganz schön zum Narre ghalte, jedefalls simmer am Schluss vo de Usstellig plötzlich imne Ruum glandet wo üs ä Dame klipp und klar gseit hät mir seged do falsch, so dasmer schliesslich dur mehreri Etage und ganz viel Stäge wieder durs ganz Museum zruck händ möse. Womer dänn dä Usgang gfunde händ hät üs dä Garderobeheini (wie anschinend allne Gäscht) unbedingt e riesigi Biig Büecher, Hefter und Prospekt wele mitgeh und er hat sich au nid devo abbringe loh womer ihm gseit händ mir verständed da Züg eh no. So hämmer die Biig dänn ganz unuffällig möse vergesse.

Nochem Zmittag imne Kafi simmer dänn ines Ozeanarium wos ganz viel läbigi Fischli z gseh geh hät (z.T. richtig grossi und si händ gröschteteils ä chli schöneri Aquarie gha we die z Chabarowsk). Im obere Stock häts dänn no ganz viel igleiti Viecher gha (so Tüüfseeunghür wo v.a. de eint vo üs zwei nur no grusig gfunde hät).
Nocheme churze Abstecher ufs gfrorene Meer simmer uf üsere Museumstour dänn im Feschtigsmuseum glandet wo aber ener chli en Flop gsi isch. D Feschtig sälber isch recht unspektakulär gsi und de Inhalt isch eifach us Unmenge a Pischtole, Bildli und Charte bestande wo mir natürlich wieder emol nüt verstande händ.

Aschlüssend simmer dänn chli dur d Stadt zottlet, am Lenin-Platz verbi (wos fasch i jedere Stadt git) bis zumne ufgstellte U-Boot wome hät chöne besichtige. Döt drin isches denn zimli eng gsi, nid nume wel me teilwis fasch uf allne Viere dur so chlini Löcher hät möse chrüche, sondern au wels no e Schuelklass mit ganz vil chline schreiende Chind drin gha het.
Als nögschtst simmer dänn anere komische Frau, wo mit Tuube gschwätzt hät, verbi zum Funiculaire (heisst au uf russisch so). Mit däm simmer für öppe 15 Rappe ufen Hügel ufeghöterlet und händ vo döt ufd Stadt abeglueget. D Ussicht isch zwor gross gsi, aber schön chame däm nid unbedingt säge. Landschaftlich wärs zwor nid so übel: d Stadt befindet sich uf mehre Hügel und Halbinsle direkt am Meer und däzwüsched häts immer wieder mol e Bucht. Nume isch leider alles komplett mit Hochhüser und grusige Wohnblöck überzoge und d Buchte sind ein riesige Hafe. Als wär da nonig gnueg hät do anschinend sonen Oberbürgermeischter beschlosse er mösi no sones richtigs Prestigeobjekt anestelle: es wird im Moment grad e extrem gigantischi Hängebrugg über alles inebaut wo alles überragt und dä Heimatschutz garantiert kei Freud dra het.

Nochdem mer vomne gstresste Hochzitsfotograf äs Erinnerigsbildli schüsse loh händ, hämmer üs wieder an Abstieg gmacht und sind zruck is Hostel wo mer üs no äs Knorr-Süppli kochet händ und dänn früe is Bett sind, wel dä morgig Tag jo weg dä Zitverschiebig 7 Stund länger wird we än normale.

PS: Mir hend jetzt grad no en Artikel im Netz zu dere riesige Brugg do i dere Stadt gfunde: Online-Artikel

Nachtrag: Für dä Znacht hämmer no wele äs Brot go chaufe, aber do mir bis jetzt no niened richtig normals Brot gfunde händ hämmer scho dänkt da chönt wieder schwierig werde. Do simmer prompt ane dütsch agschribni Bäckerei anegloffe. Dinne hämmers mol ganz optimistisch mit „Brot“ probiert, aber die guet Verchäuferin hät gar nüt verstande und so hämmer dänn ebe uf „chljeb“ gwechslet. Da hät si kapiert, aber frisches Brot häts trotzdem nid geh. Die Frau isch nämli schnurstracks zum Tüüfchüeler gloffe und hät üs äs steihart gfrores Brot abotte und üs klar gmacht das da s einzig seg wo si hät. So hämmer da dänn halt kauft und da isch denn bis zum Znacht au tatsächlich meh oder weniger uftaut gsi – komischi Bäckerei.

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Nochere erholsame Nacht imene gnueg lange Bett hend mir üsen Tag do in Chabarovsk mitemene selbergmachte Früehstück im Hotelzimmer agfange (jo wenns do halt nid inbegriffe isch!). Ah jo denn hani unbedingt no es sones komischs Grätli müesse usprobiere, welli han wölle wüsse was das denn isch? Also hani s igsteckt i de Steckdose und es hett agfange chroose – ah also en Radio (und nid es Luftbefüechter, gell Fabian…) mit nume eim Sender. Upps plötzlich hetts klöpft und denn noch es paar Sekunde agfange sehr komisch stinke…wäh – also lieber widär usstecke!

Denoch hemmer es Gepäck abe a d’Reception broocht zum Istelle bis am Obig. Tja und tatsächlich das hett problemlos funktuoniert, aber glaubs au numme will ich wehement druf bestande han und erklärt han, dass üs das geschter eine vo de Reception (mit Name erwähnt, han en mir nämlich genau gmerkt!) üs versproche hett.

Denn isch es use i d’Stadt gange und zwor z’erscht schnuurstracks zum Fluss Amur – dä isch natürlich komplett gfrooge gsi bi dene Temperature (es isch würklich widär sehr frisch gsi, so um d’Nase und d’Bagge). Uf dem Fluss hemmer einersiits Eisfischer gseh und anderersiits au no Löcher, wo mer anschiinend es berüehmte Eisbaden praktiziert…brrrr, mir hend jo so scho chalt!

Dä erschti Museumsbsuech isch denn agstande (endlich widär i d’Wärmi) – es regionale Heimatmuseum mit ganz viel Gschicht rund um Russland visualisiert mit verschiedenschte Föteli, Dokument und Gegäständ – alles natürlich nume Russich beschilderet, aber einiges hemmer doch chönne entziffere oder herleite. Au es schöns gmolets 360-Grad Panorama vomene Bürgerchrieg hetts gha und z’erwähne isch au diä sehr komischi Treppeführig – sehr verwirrend bi 5 Stöck.

Üsen nöchschte Bsuech isch inere Kunstgallerie gsi, dört simmer widär ächli komisch empfange worde und vo Person zu Person gschickt worde für üses Billet z’chaufe. Au üsi Schueh hend sich denn no müesse bekleide, denn dä schöni Holzparkettbode dörf natürlich nid beschmutzt werde. Bilder ansich sind nid eso speziell gsi, im zweite Stock hetts denn sogar sottig moderni Kunst gha, dass es für üs unverständlich worde isch 😉

Im кафе „Chocolate“ hemmer denn en verspötete Z’mittag ignoh (Fajitas und Lachssuppe) und hend müesse merke, dass diä Stadt do doch ächli tüürer isch als Bisherigi. Denn plötzlich simmer luutstarch dra erinneret worde, dass hüt jo d’Vaterlandsverteidigungs-Tag isch, denn uf em noheglegene Platzs hetts Demonstratione gha vo dä LDP (Liberaldemokratische Partei) – mir glaubet diä sind gegä dä Putin.

Nochher simmer uf d’Suechi nochemene Fischaquarium-Museum. Dört acho isch üs mit Schrecke vor Auge gführt worde, wiä eng mer ganz viel Fisch imene somene Glashuus chan halte – uhi ganz schlimm, hend denn diä do no nüt ghört vo Tierschutz!

Als Abschluss vo üsere Sightseeingtour isch es denn zumene Denkmal zum 2. Weltchrieg gange und es isch scho no recht imposant gsi und nid eifach es „Brünneli“, gell Fabi! Es hett dört ganzi Lischtene vo Gfallene gha, wo im Stei igmeisslet gsi sind – scho recht krass wiä viel das gsi sind! Hinder dem imposante Monumet isch no ä schöni Chile mit goldigem Dach trohnt. Nochere Umkreisig und emene Bsuech im Innere simmer denn zrugg Richtig Hotel und hend eigentlich vorgha üs inere Schokoladniza mit Torte und Tee d’Ziit bis zur Zugabfahrt z’versüesse, doch leider hett üs dä hüttig Fäschttag än Strich dur d’Rechnig gmacht – es Kafi isch voll gsi…tja denn halt es anders Kafi mit Tee und Öpfelstrudel.

Nochemene nid eso erfolgriiche Marktbsuech ufgrund üsere Nahrigsmittelufstockig für diä letscht Zugsreis, simmer denn is Hotel und hend üses Gepäck übercho vom dütschsprechende (oder amels fascht sprechend…kennt immerhin d’Grasholpers!) Portier.

Mit em Trämli isch es zum Bahnhof gange und öpä 30 Minute vor Abfahrt (20.30 Uhr Lokalziit) simmer in 3.Klass-Zugswage igstiege – ui das isch jo do sehr modern und komfortabel (vom WC über d’Bett bis hin zum Tisch isch alles sehr edel – das chammer doch fascht nümme 3. Klass nenne und das fühlt sich gar nümme eso richtig noch „Transsib“ a), so hend do Zugsnummere doch no ihri Bewandtnis (je tüfer desto besser…).

Au üsi Nochbere sind recht cool und zwor sinds zwei jungi Studente (en Bueb und es Meitli), wo englisch rede chönd und sehr offe sind (au betreffend Kritik am eigene Land ;-)).

So jetzt wärs also sowiit üsi letschte Kilometer mit dä Transsib lieget vor üs während dere Nacht und morn Morge simmer denn am Zielpunkt in Wladivostok – do chunnt jo fascht Wehmuet uf…snief!

Jetzt freu ich mich aber erschtmol uf ä Zugsnacht imene ungewohnt lange Bett i dere moderne 3. Klass…bis bald!

PS: Ah jo üses Hostel in Wladivostok hemmer no müesse bueche und zwor widär mol telefoniere, wells uf Emails nid gantwortet hend (isch jo nid witärhin erstuunlich…) – uff isch das tüür rund 8.- CHF für knapp 2 Minute Gspröch (mir hettet doch lieber au no es Gspröchsguethabe uf mini Megafon-SIM ufeglade).

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8523 km | Skorovodino – Chabarovsk
Februar 222012

So au dä zweiti volli Tag im Zug isch meh oder weniger ruhig verloffe, mir hend einerseits es längschte Tunnel vo dä Transsib mit 2.2 km und denn no diä längschti Brugg über dä Fluss Amur mit ebenfalls enere ähnliche Längi überquert. Aber suscht isch es nid eso sehr spannend gsi; d’steppeartigi Vegetation hett sich mit Waldhügel abgwechslet.

Im Zug dinne isch es doch einigermasse amigs sporadischerwiis spannend worde. Entweder bin ich uf dä Suechi nochere freie Steckdose für mis Natel in unbekannti Gefilde cho und au so behandlet, denn hani müesse lärne wiä mer Nüssli mit dä Zäh knackt (dä eint Nochber hett nume gstuunet über mini Handknacktechnik und gmeint ich segi so no bis Wladivostok dra mit Nüssli knacke…) und dass mer do Konservedose mit em Messer direkt ufsäblet.

Au es paar komischi Nochbere hämmer churzfristig übercho für diä eint oder ander Bahnhofstation – zwei voll verpeilti älteri Herre, wo glaubs em Stereotyp „Wodkatrinker“ voll entspreched. Sie sind aber nid nume vo üs schepps aglueget worde und das nid zu unrecht, denn dä eint hett z.B sini Notdurft im Wageübergang bi Minustemperature erlediget, als ich grad zruggcho bin vo minere Steckdosesuechi. Au üs hend sie ihrersiits sehr als ä „fremdartige Person“ (hüttigi Froog im Kreuzworträtsel) erläbt und üs nümm us dä Auge loh.

Insgesamt hend mir uf dere Zugstrecki verschiedeni Klasse vo Persone kenneglernt – diä einte hend eim ignoriert und mir sie au, denn diä Andere hend a eim so sehr Freud gha, dass es nervend worde isch, widär Anderi sind so komisch gsi, dass mir sie eigentlich hend welle miede und diä Letschte sind diä Angnehmschte gsi, söttigi wo nett gsi sind und sich für eim uf ghobenem Niveau interessiert hend. Also ihr gsehnd au do in Russland sind diä underschieichschte Personegruppe vorhande 😉

Churz vor dä Sächsi sind mir denn do in Chabarovsk acho und hend dä Zug chönne verloh. Schnurstracks sind mir mit em richtigi Tram zum Hotel (jo das mol würklich äs richtigs Hotel, denn i dere Stadt gits keis Hostel oder was Ähnliches). Dört acho hett üs öpä diä gwohnti Situation erwartet – kei englisch verstohendi Agstelle und nid es würklichs fründlichs Empfange und keinerlei Anzeiche vo Serviceleistige für dä Gast! („whithout breakfast“)

Nochem Rasiere und Dusche im Hotelzimmer simmer denn i d’Ichaufsstross zum es кафе z’finde um mol widär was Warms in Buuch z’becho – zwor nid grad das was mer sich vorgstellt hett (griechischer Salot und Pizza bzw. Spaghetti bolognese), aber egal!

No öpis, wo üs do ufgfalle isch und zwor erschiints dene Lüüt do, egal wo mer isch, so abwegig en Usländer aztreffe, dass wenn mir amigs eifach uf englisch afanget rede, sie jewiils im erschte Moment gar nid schnallet, dass das Englisch isch sonder, dass mir eifach undütlich Russisch redet und sie üs drum nid verstönd…scho no witzig 🙂

Sodeli das wärs vo hüt und sorry, dass i nid eso viel Föteli han, aber mis iPhone isch emol churzfristig mangels Energie tot gsi…

PS: Mir lieget jetzt grad i üse Bett und lueget simultanübersetzti englisch-russischi Blockbusters…

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7306 km | Chita – Skovorodino
Februar 212012

So eigentlich isch dä hüttig Tag schnell verzellt, denn mir hend än vorallem mit Zufahre verbrocht vom Morge bis am Obig! So chömmemer üsem Endziel em Pazifik und Wladivostok in grosse Schritt immer nöcher…

Was do suscht no so abgoht im Zugswage isch hauptsächlich ächli us em Fänschter luege und diä vorüberziehendi Landschaft (heiss uf Russisch im Fall glich und d’Bedütig isch ebefalls deckugsglich) gnüsse, denn ab und zue was Schwätze mit dä Nochbere (so guet es denn halt goht…), denn zwüsched dure emol ächli russischi Folklore vomene schâppernde Natel lose und dezuä no es Krüzworträtsel löse.

Ah jo jetzt hani beinah es Wichtigste vergesse und zwor äs sich Verpflege, das wird do in regelmässige Abständ fascht rituell zur Ziitüberbrückig praktiziert. Au mir misched do chräftig mit – Z’Morge mit Honigbrot, Ei und Tee, dänn Mittagesse mit kaufte Momos (Teigtäsche gfüllt mit Härdöpfel) vo dä Babuschkas vom Bahnsteig, und als Z’Nacht Instant-Nudeln mit Brot und denn no en zünftige Dessert bestehend us Süssgebäck hauptsächlich gfüllt mit Karamelcreme. Ah jo und denn ganz um Schluss no es Bettmümpfeli us gräuchertem Fisch (ok, das isch natürlich nid freiwillig gsi, aber sones Agebot vom Nochber ablehe, wäri nid eso diä feini Art…do muess mer jetzt dure!).

Jo das wäri also was hüt so dä langliebi Tag passiert isch, ah jo ich hani fascht no vergesse erwähne, wiä schlecht mini letschti Nacht do im Zug gsi isch – aber will jetzt nid witär druf igoh, aber eis mueni denn doch no erwähne und zwor isch es dusse während dä Nacht glaubs recht frisch gsi (gschätzt um di -35 Grad), well erschtens hani do im suscht heisse Zug chalt übercho und mich mitere Wulledecke zuedecke und zweitens hetts am Morge inne am undere Fenschterrand Rauhriif und Iis gha!

Was sich eigentlich dusse eso vor üsem Fenster abspielt isch z.T ächli monoton – Wälder us Birke und Tanne, Hügel und Wiesene und ächli Schnee und zwüscheddure amigs no es Städtli (wo vorallem us em Bahnhof und vilä Holzhüsli bestoht..). Was vorallem dra fasziniert isch di unendlichi Wiiti vo dem riesige Land – noch üsne Schätzige fahred mir mit dä Transsib beinahe 1/3 um d’Welt (uf dem Breitegrad bezoge natürlich)!

Guet Nacht (hoffentlich besser als geschter!) und bis bald…

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6198 km | Ulan-Ude – Chita
Februar 202012

Hüt hends mir bim aufstoh relativ gmüetlich gnoh, well uf üsem Tagesplan nid eso viel Sache gstande sind. Um di Nüni hend mir denn aber d’Fädere doch verloh und es erschte wo mir (oder besser gseit dä Denis – üsen Hostelbsitzer) gmacht hend isch nomol en Versuech z’starte mit em Bueche vomene Hotelzimmer in Khabarovsk – tatsächlich es hett klappet, ok dä Priis wüssed mir zwor nonig aber hoffemer mol sie ziehnd üs nid über dä Tisch 🙁

Wiä scho fascht Tradition hetts denn Z’Morge geh in üsem scho as Herz gwachsene Kafi – das mol Brot mit Honig und dezuä en Tee und en Smoothie bzw. Saft. Das mol isch d’Rechnig sogar no tüüfer gsi als geschter….

Grad churz noch dä Öffnig vom geologische Museum am Elfi hend mir dört ganz vili Stei chönne bewundere – es hett sogar Kunst geh us dene Materialie (ganz kitschigi Steibildli).

Mit em Trämli isch es drufabe zum lokale Markt gange um üs dört mit Lebensmittel für diä anstohendi zweitägigi Zugfahrt i z’decke (Brot, Chäs, jenschti Suessware, Banane, Tee und rohi Eier, wo mir denn im Hostel no gschwind kochet hend (wo mir zweimol hend müesse poschte well diä erschte Zwei bim Falleloh vom Ichaufssack natürlich vertätscht sind)). Au em Sputnik-Supermarkt hemmer no gschwind en Bsuech abgstatte, das vorallem wegem z’Trinke. Es Poschte funktioniert also langsam scho recht problemlos, ok mängsmol bruchet mir denn scho no d’Hilf vom Russisch-Büechli oder vom Übersetzigs-App vom iPhone, nume mängsmol erstuunt mich immer no, dass do d’Verchäufer sehr unmotiviert sind, aber villicht isch das jo normal?

Zrugg im Hostel hemmer üs denn langsam parat gmacht zum uf dä Bahnhof z’goh, d.h. Zämärume und Packe und es letschti mol än rächte Toilettegang z’verrichte.

Vollbepackt isch es denn z’Fuess zum Bahnhof gange und riibigslos (nochdem mir au no usegfunde hend uf wellem Gleis üsen Zug fahrt) ihstiege und uf üsem Sitz bzw. Bett i dä 3. Klass Platz gnoh (mir sind widär emol nid würklich i dä Nöchi vonenand platziert worde, aber zum Glück isch nid alles bsetzt und so hemmer mindischtens während em Tag bim Sitze chönne nebedenand si und quatsche…).

Nebed üs hetts widär emol es paar Hüehner, wo sehr Freud hend a üs, hans Gfühl sie hend sich scho dä ganzi Obig über üs luschtig gmacht – aber egal 😉

Diä erschte Kilometer noch Ulan-Ude sind landschaftlich sehr reizvoll und abwechsligsriich gsi – Hügel mit Tannewälder und steppeartigi flachi Graslandschaft und das alles mit erstunlich wenig Schnee bedeckt!

Ah jo mit hend glaubs scho widär ä Ziitzone übersprunge, sind üs aber nid eso einig wieviel und sowieso isch das mit dä Ziite und em Sunnestand alles ächli komisch, denn je wiiter mir in Oste chömmed desto länger hell isch es am Obig (jetzt scho fascht bis am 19.30 Uhr und das im Februar!).

So jetzt lieh diä erschti Nacht im Zug vor üs und morn Morge söttemer denn noch einige Kilometer scho noch Chita si…hoffe ich chan ächli penne i dem churze Kajütebett 🙁

PS: I dä Schwiiz hett hüt jo für üs Beidi d’Schuel widär agfange – scho no komisch soviel Kilometer weg devo z’si…

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Ulan-Ude unter der Lupe
Februar 192012

Üsen hüttig Tag hemmer ächli langsam agoh loh mit emene gmüetliche und feine Z’Morge imene Kafi mit Waffle und Ahornsirup.

Mit em Marschroutentaxi isch es denn ungefähr in 15 Minute use zumene Freiliechtmuseum über diä verschiedene lokale Ethnien mit ihrne Behuusige. Zuäsätzlich hetts dört no en Zoo geh mit ebenfalls dä lokale Fauna bestohend us emen kollerische Bär (siehe Video), zwei wullehoorige Kamel, emene bissige Wolf und emene Rehntier mit nur emene halbe Gweih. Uh jo do während em Zoobsuech hani denkt jetzt verlüri mini Zeche – es isch so bitterchalt gsi trotz steahlendblauem Himmel. Au üsi eigne Spieltrieb sind denn no befriediget worde, well mir hend d’Möglichkeit zum Iisschlittle üs nid entgoh loh (well mir kei Skihose agha hend, sondern nume Jeans, hend üsi Händsche als Schlittelunterlag anehebe müesse…)!

Zrugg im Stadtzentrum bim gröschte Lenin-Kopf sind mir denn es Billet für üsen Balletobig gogä bsorge (es hett sogar no eis geh, ohni irgendwas vorzreserviere und au dä Priis hett sich chönne gseh loh mit 16.- CHF pro Person!).

Zum Z’Mittagesse simmer denn i d’Ichaufsstross und hend ä Pizzeria gfunde, wo mir üsi Energiereserve hend chönne uffülle. Ich han mich denn no dezue entschiede mir en chürzere Hoorschnitt z’verpasse und dä Coiffeur däzuä isch au schnell gfunde gsi underdesse isch dä Fabian gogä Poschte im Supermarkt für dä Z’Nacht (Fotzelschnitte mit Zimt-Zucker). Ich han erschtmol müesse bim Astoh zum Coiffeur usefinde, wer nume uf öper wartet und wer würklich en Hoorschnitt möcht verpasst ha. Noch einiger Ziit und demonstrativem Innestoh im Wartelokal isch denn en Friseurstuehl freiworde und ich han Platz gnoh und mit em öpä einzige Satz, woni uf Russisch bererrsch hani minere Coiffeuse klar gmacht, dass ich us dä Schwiiz bin – я из швейицария. Somit hett si ufghört mit mir Russisch z’bable und mir hend beidi uf Zeichesprooch gwächslet. Hett eigentlich alles guet klappet, mini einzig Sorg isch gsi, dass i am Schluss zu churzi Hoor han, aber ich bin relativ z’friede mit em Ergebnis und das bi dem Priis vo umgrechnet knapp 11.- CHF sowieso. Noch enere fründliche Verabschiedig vo minere burjatische Coiffeuse hend mir üs beidi denn widär im Hostel troffe und sind drufabe denn zum Opere- und Baletttheater (es Gebäude vo usse isch scho mega schön, aber wenn mir inne dä Theatersaal mit sine Verzierige gseht isch mer baff…) marschiert um üs emene Balett zum Thema
„Tausend und eine Nacht“ z’erkwicke.

Zrugg im Hostel sind denn diä Fotzelschnitte i d’Pfanne cho und mir hend au no probiert es nöchschte Hotel in Khabarovsk z’reserviere, wells anschiinend nume so würdi funktuoniere. Doch ihr chönd eu jo denke, wiä das widär emol usecho isch – englisch isch es Fremdwort und Touriste sowieso unerwünscht. Sogar mit Hilf vo üsem Hostelgastgeber hetts nid klappet, denn bi ihm hetts zwor nid wiä bi üs gheisse „no room, no room“, sondern ihm isch relativ harsch erklärt worde, dass im zum jetzige Ziitpunkt kei Reservationen agneh werde chönd, es zueständige Department hegi morn ab em Nüni widär offe! Üsen Gastgeber hett nume gmeint, das segi halt no es Hotel, wiä noch sowejtischem Vorbild – uff mol luege was do no uf üs zuächunnt 🙁

So das wärs emol vo üsem Sunntig do in Ulan-Ude, morn lueget mir denn no paar Museen a bevors am Mittag mit dä Transsib witär goht Richtig Khabarovsk.

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5640 km | Irkutsk – Ulan Ude
Februar 182012

Hüt Morge hett üsen Wecker um di Achti glütet und mir hend denn üses Gepäck widär parat gmacht, hend no gschwind es Hostel zahlt und sind denn zur nöchstglegene Trämlistation vollbepackt gloffe.

Knapp vor dere Haltistell hett üs doch sones Trämli überholt und mir hends somit verpasst, doch kei Problem es fahret jo gnueg vo dene. Doch denkste, grad es paar Minute wo mir scho d’Haltistell erreicht gha hend, isch üs es relativ demolierts Auto vo dä andere Siite entgegecho. Han do scho ä Vorahnig gha, dass was passiere chönnt und tatsächlich grad es paar Sekunde spöter hend mir i de nöchschte Kurve chönne zueluege, wiä das ebe beschribäne Auto in es Anders hinne inetütscht isch und denn devo grast isch! Das widärum isch denn uf dä Stross stohblibä und hett genau d’Trämlischiene blockiert – ouh nei jetzt chunnt üses nohende Trämli natürlich au nid dure. Ich glaubs dä Zwüschedfall hett dä ganzi Morgeverchehr durenandbroocht.

Mir hend üs denn zwungenermasse also au müesse entscheide z’Fuess zum Bahnhof z’goh. Uff isch das
müesam gsi und vorallem chalt am morge früeh, wenigschtens simmer aber gnueg früeh dra gsi und sind nid Gfohr gloffe üsen Zug uf Ulan-Ude z’verpasse (jo jo üsi Hostelfrau isch sehr erstuunt gsi, wieso mir eso viel vorher scho zum Bahnhof gönd, aber mir sind glaubs scho dra gwöhnt, dass do in Russland einiges schief goh chan und mir somit gnueg Puffer ibaut hend…sind mir schlau!).

Rund 30 Minute vor Abfahrt isch dä Zug in Irkutsk igfahre und mir hend üses ganze Gepäck i üses Abteil verlade, damit mir no gschwind händ chönne go Verpflegig poschte (Brot, O-Saft, Striichchäs und Tee).

Denn isch es au scho losgange mit dä Zugfahrt noch Ulan-Ude und zwor mir zwei und en wiitere junge asiatisch ussehende Bueb imene Viererabteil.

D’Landschaft vor em Zugsfänschter isch um einiges spannender gsi, also bisher bi üsere Transsib-Streckene. Mit Tannewälder bedeckti Hügel, Uferbereich am Baikalsee und höchi Gebirge sind so diä geomorphologischi Forme do gsi…

Noch dere rund 8-stündige Fahrt simmer denn pünktlich churz vor em Sechsi am Obig in Ulan-Ude acho – üsen erschte Iidruck: zwor ä so grossi Stadt wiä Züri (sie mached do sogar Werbig fürs oder mit üsem Matterhorn – siehe Bild) aber dennoch sehr gmüetlich und sehr chlinrümig! Mol luege öps do gnueg z’seh git für üs bis am Mäntigmittag…

D’Suechi vonere Unterkunft hett sich do sehr als sehr unkompliziert erwiese – üses gfundene Hostel im Internet isch bewohnt gsi und somit hend mir ganz eifach chönne als Gäscht empfange werde – so muss das sein!

Susch hani eigentlich nümme viel z’verzelle zu dem doch eher ruhige Tag…aber es muess jo nid immer voll Action si, macht eim nume müed 😉

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Baikalsee – Listvyanka II
Februar 172012

Churz vor em Nüni simmer beidi ufgstande und denn uf direktem Weg zum ersehnte scho vorbereitete Z’Morge (ganz viel Omelette) gstürzt. Mit vollem Buch hend mir alles packt und es obligate dick und warm alegge vollzoge und hend üs denn vo dä Rita und em Sascha verabschiedet.

Relativ schnurstrack (gjagt vo bellende Hünd, wos do a fascht a jedem Huusegge git) sind mir use uf dä See gwanderet und denn paralell zur Küste Richtig Baikalmuseum und Ussichtsberg. Dä Himmel hett kei einzigs Wülchli gha und dementsprechend hend mir üses Minimum bezüglich Temperatur vo üsere bisherige Reis erreicht – Minus 23 Grad, do isch eim buechstäblich dä Atemdampf direkt a dä Jacke zu Rauriif erstarrt! Also wenns nume es bizeli gluftet hetti wäred mir glaubs erfrore, aber so windstill und mit Sunneschi isch es no einigermasse ushalbar gsi…

Defür isch dä Spaziergang uf em Baikalsee dä Hammer gsi – mega schöni Liechstimmig mit Iis und Schnee und alles hett glizeret! Noch rund einere Stund sind mir denn widär as Land und händ es Museum über dä Baikalsee bsuecht. D’Usstellig isch mega schön gmacht gsi und wäri us naturwissenschaftlicher Sicht sicher mega spannend gsi, wenn mer Russisch verstande hetti, denn es isch eim genau erklärt worde wiä dä tüfschti See vo de Wält mit rund 20% vo dä Süesswasser-Reserve, entstande chönti si. Aber dä Bsuech hett sich allemal glohnt, au wenns nume wege dä iheimische Fisch im Aquarium gsi isch.

Noch dem Bseuch isch ä Wanderig uf en Ussichtsberg agstande, doch z’erscht hemmer emol dä Istieg i dä Weg finde müesse – also widär emol ganz viel Passante demit beläschtige. Es hett schlussendlich au klappet und mir sind voremene Skilift gstande, jo Richtig Skilift, sie fröned do also au dem Wintersport. Es Skigebiet isch zwor nume us dem Ussichtsberg bestande mit jewiils eim Sessellift und emene Schlepplift und denn no etwa drü Pischte. Au Skifahrer selber hetts nid dähufe gha und Pischte sind erscht gar nid prepariert gsi, wiä das bi üs de Fall wäri.

Mir hend denn au dä Sessellift gnoh zum uf dä Bergspitz z’cho und nochemene kurze Marsch hend mir dä usgwieseni Ussichtspunkt erreicht – mega cooli Ussicht über en grosse Teil vom Baikalsee und sinere Umgebig inklusive em Usfluss dä Angara. Super Glegeheit für zum ächli Z’Fötele…!

Churz ä Teepause im „Bergrestaurant“ und denn widär abe mit em Sesseli und zrugg zur Autobushaltistell bim Museum. Denn mir hend üs uf dä Rückweg noch Irkutsk gmacht noch dem zweitägige Usflug an Baikalsee. Mir hend denkt es zrugg cho mit somene Büssli chenti no schwierig werde ganz so ohni feschte Fahrplan, doch mir chönd üs jo au mol im Negative irre, denn alles hett riibigslos klappet, noch rund 15 Minute hett sones Gfährt aghalte und üs ufgablet. D’Fahrt zrugg noch Irkutsk isch dasmol nid eso ä Raserei gsi, dä Fahrer isch relativ human umekurvt.

Acho in Irkutsk simmer sogar z’mittzt im Zentrum bim Markt (und nid dört wo mir bi de Hiireis noch Listvyanka igstiege sind usserhalb bim Autobusbahnhof) und das isch üs sehr gläge cho, denn erschtens hemmer denn grad für üsen Z’nacht chönne go poschte und zweitens simmer nöcher bim Hostel gsi.

Glaubs hüt sind üsi Nerve für eimol nid ganz eso starch strapaziert worde wiä suscht amigs, denn fascht alles wo mir planet gha hend hett ohni Problem funktioniert – isch jo fascht langwiiilig 😉

Zrugg im Hostel hend mir denn emol selber kochet und zwor Spagetti mit selber gmachte Tomatensauce (mir hend alli Zuetate frisch uf em Markt becho – Tomaten, Rüebli, Zwieblä, Chnobli und Basilikum; nume dä Chäs zum Raffle isch nid eso eifach z’finde gsi – am Schluss hend mir anschiinend es Produkt us oder noch Art vo dä Schwiiz i üsem Ichaufsbütel gha) und emene im Markt kaufte Salot (mir hend do eifach verschiedeni Gmües chönne uswähle bimene Marktstand – fein isch er denn au gsi).

So morn geits wiiter mit em Zug noch Ulan-Ude…

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Baikalsee – Listvyanka I
Februar 162012

Uff also hüt Morge am halbi Achti, wo mis Natel glütet hett, hani aber mega Müeh gha zum mich ufzraffe zum us em Bett z’cho – kei Wunder dusse iisigchalt und im Bett wohlig warm 😉 Mir hends denn Beidi aber doch no gschafft, hend üses chline Gepäck packt und es grossi Gepäck im Hostel abgstellt. Denn simmer au scho widär parat dusse uf dä Stross gstande und hend eigentlich äs Кафе zum Z’Morge esse gsuecht, doch es hett nid würklich söttigi gha oder wenn jo denn sinds no gschlosse gsi (isch jo klar, Morge am halbi Nüni isch jo no viel z’früeh…Ironie).

Denn hemmer üs halt ohni volle Buch zum Autobusbahnhof gmacht und sobald mir us em Trämli gstiege sind, hett üs scho es Marschroutentaxi aghuupet, anschiinend gsehnd mir immer no noch Touriste us und die wönd schliesslich noch Listvyanka. Ok mit eifach Istiege isch es denn aber nonig getan, mir händ nämli fascht 45 Minute müesse warte bis mir abgfahre sind, well sones Gfährt fahrt ebe erscht, wenn alli Plätz bsetzt sind! (ok es isch am Schluss immer nonig voll gsi…aber egal). D’Fahrt uf Listvyanka hett öpä nume rund 1 Stund duuret, hetts aber dennoch insich gha – Kamikazefahrt uf schneebedeckte Strosse mit regem Gegenverkehr (also besser nid noch füre dur Frontschiibe luege, suscht Angscht!).

Heil acho i dem Städtli hemmer üses vorreservierte Hostel Sascha müsse finde, und das isch widär ä grösseri Herusforderig gsi ohni Charte und Strossenäme. Nochdem mir es paar mol hi und her gloffe sind und mit Hilf vo Passante isch es denn glunge – Wow das isch glaubs diä schönschti und heimeligschti Underkunft bis jetzt und denn au no mitemene fründliche Gast-Ehepärli.

Mit enere Planskizze vo dä Hostel-Muetter i dä Hand, hend mir üs denn alsbald uf dä Wäg gmacht zum „Dog Sleding Center“, wo mir vorgha hend zum echli Hundeschlitte z’fahre. Dört acho hend mir erschtmols nid eso viel Beachtig übercho, es hett zwor Lüüt gha (äs Fensehteam, zwei jungi Manne und es älter Päärli) aber die hend sich nid für üs interessiert. Also simmer echli dumm i dä Gegend umegstande und hend ächli dä Huskis, wo dörte gsi sind, zuglueget. Doch plötzlich isch en Hundeshlitte azrase cho und en ältere Herr hett üs agsproche und gfrooget öb mir au gern möchtet Schlitte fahre. Gesagt getan. Dä Fabian und ich sind nochenand öpä 5 km go Schlitte fahre dur dä Tannewald i dere schneebedeckte Märlilandschaft. Mir hend sogar jewiils selber im Stoh gstüüret, am Afang hett mer scho chli Respekt gha vo dere Sach aber denn isch es gange, dä älteri Herr isch jo uf em Schlitte au debi gsesse und hett Komandos geh sine Hünd. Also ich hans uf jede Fall als lässigi Erfahrig chönne abbueche…hett Spass gmacht!

Zrugg im Hostel hend mir üsi selbergmachte Sandwiches verdruckt und hend ä gueti Stund gruebet. So geg di halbi Vieri simmer denn is Dorfzentrum gloffe, aber nid uf irgend enere Stross, wiä ihr jetzt wohrschinlich vermuetet, sondern uf em gfroorene Baikalsee – mega lässig eifach so druf chönne z’laufe, jo sogar mit em Auto z’fahre! Es hett zum Teil entweder viel Tüüfschnee gha oder blankes Iis, oder sogar Iisschollene am Ufer.

Üsen Spaziergang zum Dorfzentrum isch fascht zunere Wanderig usgartet und mir hend äs Ufer vom Baikalsee entweder vom Land oder vom Iis us gründlichst beguetachtet. Als denn d’Sunne am Horizont am undergange gsi isch, hani ghofft, dass diä versperrende Wulche ächt verschwindet, damit ich cooli Föteli chent schüsse, doch ganz knappt hetts leider nid glanget, aber es Wätter isch suscht im Verglich zum Schneegstöber vo geschter viel besser gsi (mir hend üs sogar mit Sunnecreme müesse ischmiere!).

Z’Nachtesse hetts denn imene normale Restaurant (und nid Kafe, wiä suscht immer) geh. D’Underschiid sind einerseits im viel höchere Priis und anderersiits au im Esse, äs isch viel exklusiver (bi üs hett ganz viel Fisch direkt us em Baikalsee geh, eimol chalt in zwei Variante und denn no warm mit Gmües und Härdöpfel als Biilag – also warm hett mir dä Meeresbewohner gschmeckt, aber chalt, ich weiss nid eso recht…).

So jetzt höcklemer i üsem schone Holzzimmer im Hostel und freued üs uf ä ruhigi Nacht (do uf em Land isch es mucksmüslistill) und dä astohendi inkludierti Z’Morge…

PS: Irgendwie isch Russland ächli ä Servicewüeschti, hend das widär emol gmerkt bimene Kafibsuech do – bschtelle muess mer am Trese und au es Esse wird eim nid an Tisch brocht!

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Stadt Irkutsk

Stadt Irkutsk

Russland

Februar 162012

Gastblogeintrag Fabian Ringli:
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Nochere ziemlich erholsame Nacht – mir sind z zweite imene Viererabteil gsi, wa dänn eigentlich de erschte Klass wür entspreche – simmer hüt am Morge z Irkutsk acho. Scho bald hämmer feschtgstellt dases do zimli warm isch, äs hät grad emol -11 Grad, däfür häts gschneit wie verruckt und alles isch scho tüf verschneit gsi. Nocheme mässig gmüetliche Zmorge im Wartsaal hämmer dänn üsi Bagasch möglichscht schnäll wele loswerde und sind si drum im Luggageroom go istelle – üses online vorbuechte Hostel hät üs äbe per Mail mitteilt dasmer ersch am Nomittag am Vieri inechöned. Als nögschst wär dänn dä Pascal fasch verhaftet worde wel ers gwogt hät dä Bahnhof z fötele wa i däm komische Land strengstens verbote isch. Er hät dänn dä Polizischt miteme andere Föteli vo dä Stross chöne besänftige. Jo und dänn sind üsi Nerve wiederemol – wie eigentlich fasch jede Tag und au nid s letscht Mol für hüt – arg strapaziert worde: Mir händ nämli wele äs paar witeri Zugbillett chaufe und usserdem usefinde öb ächt d Zirkumbaikalbahn (sonen Tourischtezug am Baikalsee noh wo eigentlich uf üsem Programm gstande isch) am Dunschtig fahrt. Leider häts jetzt aber i däm nid allzu grosse Bahnhof a öppe siebe verschiedene Ort Bahnschalter. Die befinded sich a allne mögliche verschiedene Egge und jede vo däne hät anschinend sind eigete Ufgobebereich. Leider wüsseds aber sälber nid weli das da sind und so simmer natürlich x-mol hin und her gschickt worde bis üs öppe all Agstellte kännt händ. Öppe drü Stund nochdem mer acho sind simmer dänn endlich stolzi Bsitzer vo äs paar witere Bahnbillett gsi und händ erfahre das die Baikalbahn im Winter gar nöd fahrt. Das da würkli stimmt glaubemer bis jetzt nonig so ganz.

Nocher simmer dänn ändlich id Stadt wo uf dä andere Siite vom Angara-Fluss lit und zwor mitem Trämli. Und – oh Wunder – s Trämli isch genau so gfahre wes het söle und mir sind uf Ahieb fasch am richtige Ort usgstige. Als erschts simmer dänn zum Märt und händ vorusse än Stand mit so brune Dinger wo we Caramel usgseh händ atroffe. Aprise word isches üs dänn als Chaugummi doch im Muul häts sich zimli schnäll als Chautabak usegstellt und isch drum extrem schnäll im Abfallchübel glandet – so öppis grusigs! Nochdem mer dänn no di feine Sache ufem grosse und schöne Märt beguetachtet händ, simmer dänn go d Stadt aluege. Die hät üs ächt gfalle wel obwohl si 500’000 Iwohner hät würkt si a vielne Stelle ener wenes Dorf – s hät uh viel chlini verlottereti Holzhüsli und Bäum. Däzue ane isch alles no tüf verschneit gsi. Uf üsem Rundgang hämmer dänn zersch mol än Halt imme sehr chline aber im Verglich mit andere sehr türe Naturkundemuseum gmacht – äs isch eigentlich nume use paar schöne usgstopfte Tier und äs paar uralte Ufpasserinne bestande wo sich köstlich amene am Bode ibländete interaktive Multimediaspieli amüsiert händ. Ersch nochdem mor chli mürrisch dri gluegt händ wel s Museum so chli gsi isch hät üs än nette Herr inen Näbesruum gführt wo miteme Netz uskleidet gsi isch und ganz viel läbigi riesigi und farbige Schmetterling beinhaltet hät. Aschlüssend hämmer dänn ä Rundi durd Stadt trüllt und händ däbi paar schöni Chile wo fein noch Weihrauch gschmöckt händ besichtiget, änere luschtige Wachablösig bim ewige Füur zueglueget und äs Gländer am Fluss entdeckt wo alli Irkutsker Liebespärli äs Schloss mit Härzli druf amached. D Suechi nocheme Kafi zum Zmittag ässe hät sich als ungwöhnlich schwierig usegstellt, däfür hämmer festgstellt dases do a jedem Egge – würkli a jedem – ä Apothek hät, für was au immer. Nochdem mer doch no eis gfunde und üs mitere wiitere Borschtsch-Suppe gstärkt händ, hämmer probiert usefinde mit welem Bus mir ächt zum anschinend sehenswerte Angara-Staudamm chömed. Da isch wieder emol ganz schön knifflig gsi wel äs git au i däre Stadt – obwohl dä ÖV do rächt guet funktioniert – wie überall weder Fahrplän no Linieplän ade Haltistelle. Schliesslich simmer imene Marschroutetaxi glandet (äs chlises ängs 15er-Büssli wo eifach denn fahrt wänns voll isch) und da hät üs au tatsächlich as richtige Ort brocht. Nume isch dä Damm nid würkli sehenswert gsi und so simmer mitem Bus wieder äs Stuck zruck und z Fuess über äs paar gmeinförlichi Strosse zumne Museumsiisbrecher. Dä hät vo usse no schön usgseh, inne ischer nid wahnsinnig liebevoll igrichtet gsi, aber äs hät äs alts Ehepäärli gha wo üs freudig empfange het und üs au grad no ä Privatfüerig in Maschineruum botte hät.

Nochdem mer üs dänn ufem Märt no mit Essware für de Z acht ideckt händ, simmer zruck an Bahnhof gos Gepäck hole und dänn ab i üses vorbuechte Hostel. Doch wie chönts au andersch si, äs hät wieder emol gar nüt klappet und dä Tag hät sin nervliche Höhepunkt erreicht. Äs isch nämlich kein Chnoche umegsi bi däm Hostel, mir sind vor verschlossene Türe gstande und wäme aglüte hät häts gheisse: „zur Zeit nicht verfügbar“. So isch halt d Suechi nocheme neue Hostel losgange. Scho noch zwei Telefonarüef simmer aber fündig worde, händ üsen Rucksack gschulteret und sind mitem Trämli döt hi. Atroffe hämmer dänn tatsächlich äs gmüetlichs und sympatischs Hostel mitere unkomplizierte Gaschtgeberin wo flüssend Englisch cha und so simmer dänn erschöpft is warme Bett plumpst.

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5185 km | Krasnojarsk – Irkutsk
Februar 142012

So öpä am halbi Nüni sind mir ufstande (früehner lohnt es sich eh nid, wells eh erscht noch dä Nüni do hell wird…), hend denn üsi Sache packt, hend Z’Morge im Zimmer geässe und sind denn zur Reception abe. Dört hett üs denn diä jungi charmanti Frau mit dä Hand am Kopf erwartet. Ihre hend mir denn wölle klar mache, dass mir üses Gepäck gern möchtet istelle bi ihne bis noch em Mittag. Mir hend ghofft, dass sie hüt villicht echli kulanter segi mit üs und üsne Wünsch und tatsächlich sind mir denn zu üsem Ziel cho (wenn au mit Google-Übersetzigshilf und Zätteli schribä, aber egal).

Denn isch en Bsuech im Heimatmuseum agstande, doch vor em Igang hemmer gmerkt, dass mir ä Stund z’früeh dra sind, wells erscht am 11 Uhr ufmacht. Drum hend mir diä Stund halt i de Stadt mit Poschte vo Lebensmittel für üseri witeri Zugsreis verbrocht (ok ehrlich gseit isch sind diä 60 Minute eher vergange mit dä Suechi nocheme Supermarkt – en nette Herr in flüssendem Englisch hett üs sogar doch no en gueti Hiwiis chönne geh).

Zrugg bim Museum hend mir denn au offeni Türe gha und sind üs dinne ächli gogä umeluege – viel Sache hend mit historischerwiis nid eso kennt, aber d’Usstellig isch liebevoll gstaltet gsi!

Öpä genau zur Mittagsziit hetts üs denn ines Kafi (in Russland isch es „кафе“ ebenes eifachs Resti) und hend in churzer Ziit ä Suppe und en Hauptgang mit Chäs bzw. Härdöpfel verdruckt, schnell wells mir pressant gha hend uf dä Zug!

Churz zrugg zur Reception, churz verabschiede vo dem gspässige Hostel-Team und denn mit em Bus (tönt jetzt di widär eifacher als es in Realität isch, denn mer muess erscht mol dä richtig Bus finde!) schnurstracks an Bahnhof. Pünktlich isch dä Zug agschribä mit Moskau-Peking uf em Perron 3 und Gleis 6 ihfahre und mir sind in letschte Wage igstiege – hei komisch diä fahred do amigs so langsam in Bahnhof i, dass es bestimmt 5 Minute duuret bis er endlich stillstoht 😉

So und jetzt leget mir wiiteri Kilometer Richtig Vladivostok zrugg und stieget morn Morge denn in Irkutsk am Baikalsee us…

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Schneegestöber in Krasnojarsk
Februar 132012

Churz noch em Siebni Ortsziit sind mir vom liebe stellvertretende Zugsbegleiter gweckt worde (also mich hett er mit sine chalte Finger a mim Arm gweckt, bin grad ufgschreckt und im erschte Moment verwirrt gsi…), damit mir es Usstiege i üsem Zielbahnhof Krasnojarsk jo nid verpasset.

Nachdem mir üsi Sache packt hend und üs vo dä Nochbere verabschiedet hend simmer denn endlich widär emol ächli usegange zum Zug und sind direkt imene chalte Wintermärli mit heftigem Schneegstöber itaucht (so stell ich mir „richtige“ Winter vor – Hammer!).

Mir hend üs denn grad entschieden bevor mir dä Bahnhof verlönd is Stadzentrum, dass mir üsi nöchschte Zugbillet chaufet – gesagt getan und wells grad unheimlich problemlos alles klappet hett demit, hend mir grad au es übernöchste Billet au scho poschtet. Das mol hend mir üs wirdär für ächli feudaleri Verhältnis entschiede und zwor es Viererabteil i dä 2. Klass 😉 (nochdem churze Bett…).

Denn hend mir üs mit em Taxi uf direktem Weg ines usgwählte Hostel gmacht und zwor in eis wo anschiinend Registratione für d’Gäschte abwicklet. Dä Taxifahrer isch ächli en Halsabschniider gsi und hett viel z’viel vo üs verlangt, aber so isch es halt wenn mer so einsam als Tourist i dere Johresziit underwägs isch 🙁

Acho im Hostel, hett üs ä Drüergruppe vo Fraue hinder dä Reception begrüesst und wiä – diä eint hett scho vo Afang a en Lätsch bis am Bode abe gmacht und hett bis üsne Wünsch nume no d’Auge vertrüllet und sich an Kopf glanget, denn diä Eint hett gar keis Wort usebroocht und diä Letscht hett ächli Englisch chönne defür hett sie kei Ahnig vo ihrem Hotel gha (d’Duschi hend mir zerscht mitenand müesse go sueche…!). Shlussendlich hetts denn für üs doch no es Bett geh, zwor in zwei Einzelzimmer, aber egal, defür gsehts mit dä Registration vom Visum guet us (gsehnd mir denn morn, öb würklich…hoff).

Nochem wohlferdiente Dusche, Rasiere und Zähnputze hend mir denn no churz diä letschte Reschte vo üsem Z’Morgeproviant verdruckt und hend üs denn uf dä Wäg zur Touristeinformation gmacht. Ou nei, die Suechi noch dem isch au widär super gsi – luut Reiseführer sött si im Hotel Krasnojarsk si, doch döte acho, hetts nüt gha, also d’Souvenirverchäuferin irgendwie mit Hilf vom Sproochführer deno gfrooget und au ä Antwort mit Wägawiisig mit
Handzeiche becho, also widär use noch links ums Hotel, doch döte au Nix, also imene Ministerium widär mol nohfrooge und anderi Beschriibig becho. Schlussendlich simmer imene Shoppingcenter imene Reisebüro glandet und dört hett üs ä jungi Frau uf Englisch einigi vo üsne Frooge beantwortet betreffend Stolby-Nationalpark.

Mit em Bus Nr. 50 simmer denn au zum Ziel cho und hend üs denn uf dä zirka 8km langi Wanderweg gmacht zum Nationalpark und sine pitoreske Felsformatione. Dä Hiwäg het guet 2 h duret dur tief verschneiti Tanne-Birken-Wälder und am Zielpunkt hend mir denn au tatsächlich zwei vo dene Steitürm (russ. Stolby) gseh – mega schön und mit Schnee bedeckt.

Noch dem mir au dä glichi Rückwäg bi Chälti und Schnee gmeischteret hend simmer denn gegä Obig zrugg im Hostel gsi und hend üs für dä Z’Nacht parat gmacht.

Nochem Z’Nacht i de Stadt simmer denn no noch dä Achti is Kino und hend für guet 3.- CHF mehreri urkaninischi Churzfilm zum Thema „Liebe“ gseh. Muess sägä einigi vo dene sin Hammer gsi – teschnisch und Ideenmössig sind sehr guet gmacht si, min Lieblings isch ä Liebi gsi zwüsched emene ältere Herr und em Klavierspiel vonere ältere Dame…snief…

So morn Morge hämmer nochli Ziit do in Krasnojarsk und denn gohts wiiter mit em Zug noch Irkutsk…

PS: Wenn ihr eu jetzt wunderet, was das Föteli mit em Kamm söll – ich han endlich eine gfunde, welli min dihei vergesse han!

Ah jo und denn hetts no eis vomene lässige Vogelhüsli, wo sehr kreativ do us Allem bestönd!

PPS: No was Allgemeins zur Stad Krasnojarsk, ich muess sege bis jetzt gfallt mir diä Stadt do am Beschte (d’Hauptstross isch schon mit traditionelle Gebäude gsümt, es git schöne Strosselampe und Absperrige, alles isch Schneebedeckt und es lauf überall diä glichi besinnlichi Musig us Luutsprecher – fascht wiä im Disneyland.

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So mir hend jetzt scho widär ä ganzi Nacht hinder üs ohni nennenswerti Zwüschedfäll (han sogar besser gschlofe als letscht Nacht, nume han mängsmol en Chrampf i de Bei vo dem z’churze Bett).

Während em Tag hend mir au einigi km mit em Zug zruggleit. Mir hend öpä vier Nochbere (än junge Maa, es älters Ehepäärli und denn no en Ältere Herr), wo scho ganz Afang a mit üs im Zug sind, alli Andere wächslet recht flissig (aber werdet denn sofort gwarnt, dass do Usländer im Zug sind) und drum hend sie sich mit üs während dä letschte Stunde zögerlich agfründet. Englisch chan eigentlich nume dä älter Herr (äs hett mi eh dunkt er entsprechi voll nid üsne Stereotype vo Russe – kei Alkohol drinkt er, wenig Fleisch isst er und er weiss sehr viel über d’Wält) ächli, diä Andere schwaflet üs eifach mit Russisch voll oder mir probieret üs mit Händ und Füess (und sogar mengsmol mit Zeichnige) z’verständige. Mir hend hüt Mittag ächli über diä jenschte alltägliche Sache gschwätzt, bim Erkläre vo russischem Gmües und Tiere hetts denn diä eint oder ander komischi Situation (sogar nid direkt involvierti Zuggäscht hend sich köschtlich amüsiert und hend äs normalerwiis seltens Lächle gseh) geh, wo mir enand eifach nid verstande hend und sie gmeint hend mir kenned nid emol diä eifachschte Sache 😉

Au mit Gsellschaftsspieli hend mir üs Z’vierte underhalte, zerscht hend mir üsne Nochbere es Spiel mit schwiizer Jasscharte erklärt und denn im Gegenzug hend sie üs es Doministei-Spieli erklärt. Isch no witzig gsi und d’Ziit isch so au schneller umegange. Am Schluss hett sich denn no usegstellt, dass dä älteri Herr en Spieli-Sammler isch und offenbar äs Aug uf üsi Jasscharte gworfe hett, well bevor er dä Zug verloh hett, hett er mir für 400 Rubel (umgrechnet rund 12.- CHF! scho chli viel oder, aber er hett druf bestande…) das Set abkauft.

D’Landschaft dusse isch recht flach und bestoht meischt us Birkewäldli, ächli Schnee und gelbbruuns Schilfgras und dezwüsched mängsmol einigi Datschas (Holzferiehüttli). Äs Wetter hett sich ächli gänderet und es schneit sogar es bitzeli.

So am früehne Obig simmer denn in Noosibirsk acho und hend rund 40min. Ziit gha zum Usstiege. Das hend mir denn au gnutzt und hend üs nochli mit Lebensmittel ideckt (hartgekochte Eier, wo aber scho widär halbgfrore sind am Kiosk, und bi Lüüt poschtet, wo glaubet „Vegetarianski“ segi ä Nationalität…) und dä prunkig Bahnhof aglueget.

Im Zug chömet amigs Verchäufer verbi und wönd ihri Sache (ganzi tröchneti Fisch, kitschigi Hologrammbildli und rosafarbigi Strickchleider usw.) loswerde.

So jetzt no ei Nacht und denn simmer widär emol ächli dusse und nid am Zugfahre…freu mi druf mich endlich widär z’Dusche und vorallem d’Hoor zwäsche noch rund 3 Täg!

So jetzt hani grad no en Nochtrag und zwor hend mir jetzt grad no einigi Minute widär imene Bahnhof ghalte (mitlerwile isch es do jetzt 22.30 Uhr) und mir lieged beidi scho i üsne Kajütebetter do chunt doch üsi Zugsbegleiterin verbi und git üs je ä Hälfti vomene Vanillecornet (Glace esse bi fascht -20 Grad in Sibirien…strange) – ich glaubs mir hend üs do nett benoh, dass sie üs so gärn hett 😉

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So diä erschti Nacht imene Zug hend mir jetzt hinder üs, muess säge isch halt glich nid eso erholsam wiä imene Hostel. Mis Kajütebett isch ächli gar churz für mini Körpergrössi, es isch während dä ganze Nacht äs Cho- und Goh vo Lüüt bi jedem Halt und dä Zug holperet mängsmol ganz schön (han sogar mol ächli Schiss übercho, woni gfunde han jetzt rast er aber ganz heftig für sini Kondition!).

Am Morge wos grad scho hell worde worde isch bin denn au gli verwachet (ok glaubs bin eine vo dä Erchte gsi im ganze Wagon, aber mich hetts halt gwunderet wiäs Dusse eso usgseht…). Dusse hend also d’Birke glizeret im Sunneschi wiä wänns für Wiehnachte gschmückt worde wäred und das zwor wegem Rauhriif wos druf gha hend – mega schön und fascht scho kitschig 😉

Mir hend underdesse scho zwei Ziitzone übersprunge und hend jetzt Moskauer-Ziit + 2h und somit zur Schwiiz + 5h. Aber das ganze mit dene Ziite spielt eigentlich kei Rolle well mer verlührt es Gfühl defür während dere endlosschiinende Zugsfahrt eh vollkomme. Dä Tagesrhytmus hett sich eh glaubs scho längscht em Sunnestand apasst.

Jo also wenni jetzt möcht verzelle, was alles eso passiert isch, isch das äbe eigentlich gar nid eso viel, hauptsächlich lueget mir us em Fenschter und lueget wiä sich d’Landschaft eso veränderet (leider nume amigs ganz allmählich, das git eim en Idruck wiä krass gross das Land eigentlich isch!), denn esset mir zwüscheddure ächli Öpis und drinket heisse Tee dezuä und wenns amigs en längere Stopp imene Bahnhof git, denn gömmer gschwind use go üsi Bei z’vertrete und frischi Luft z’schnappe (in Jekaterinenburg hend mir wo mir us em Zug gstiege sind sofort gmerkt, dass irgendwas Andersch isch als suscht und wo mir ä Azeigetafle mit dä Lufttemperatur gseh hend, hend mir au gwüsst was, es isch nämlich recht warm gsi, nume -8 Grad!).

So jetzt liegi i mim Kajütebett und diä nöchscht Nacht im Zug stoht a, mol luege wieviel Kilometer mir bis am Morge zruggleget. Muess also scho säge, nume reini Zugfahrt ohni Halt, fändi glaubs recht langwiilig, aber villicht wird jo dusse vor em Zugsfenster doch nochli spannender…

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Stadtrundgang Nizhny Novgorod
Februar 102012

Nochere erholsame Nacht, obwohl äs Bett ächli knarrt hett, hend mir üs widär use i d’Chälti gwogt (es sind sogar Eiskristalle i dä Luft funkelnd umegwirblet…) und hend en erneute Alauf betreffend ÖV gmacht, denn mir händ welle üses Gepäck im Bahnhof istelle. Au nei, das isch widär ä Sach gsi, es schiint glaubs hoffnigslos, dass mir do jemols druschömed mit dem System – mir sind einigi Mol jewiils ei Station hi und denn widär zrugg gfaahre und hend langsam d’Billetverchäufer scho kennt.

Irgendwenn hends mir doch no über dä Fluss „Oka“ zum Bahnhof gschafft, noch rund 1.5 Stund!

Nochem Gepäck istelle sind mir denn no schnell bimene Markt verbi, wo mir uf dä Hifahrt zum Bahnhof gseh händ. Äs hett ganz viel Mäntel, Socke und Chappe geh und d’Verchäufer sind ächli ufdringlich gsi (han sogar en Schupps übercho!). Inere agrenzende Markthalle hetts denn no Lebensmittel geh – erfroreni Tomaten, Fisch & Fleisch und Frücht, mir hend üs denn für zwei Banane und ächli Dörrobst entschiede.

Nochher isch es widär zrugg über dä Fluss i d’Altstadt zur Hauptshoppingstroos gange. Döte simmer denn imene rächt vornehm wirkende Kafi go Z’Mittag esse. Üsi Bedienig hett sogar Englisch chönne und üs also d’Spiischarte simultan ünersetzt. Drum hend mir au schlussendlich beinahe en Drügänger übercho mit Salot, Suppe und Lachs mit Riis als Hauptgang. Mir sind so ächli nervös worde wege dä folgende Rechnig, sind denn aber grad ächli baff gsi, well umgrechnet hetts für alles nur öpä 24.- CHF koschtet! Nid schlecht oder…?

Dänn hend mir diä gloorrichi Idee gha üses Visa no go z‘ registriere und zwor bi dä Poscht, so wiäs i mim Reiseführer stoht. Aber üsi Vorahnige hend sich widär emol bestätiget – klappets hetts nid würklich, än einfache Stempel hend sie üs eifach nid welle geh, sie seget nid zuäständig und sowieso… Och Mann! Mir hend üs sogar müesse helfeloh vomene Afrikaner, wo Russich, Englisch und Französisch gredt hätt, er hett sis Beschte geh (diskutiert mit dä Poschtagstellte, telefoniert mit üsere Hostelfrau und emene Hotel in Krasnojarsk usw.), mir sind fascht beschti Fründe worde, hend uf jede Fall üsi Natelnummere scho ustuuscht. Einigi Sache, wo sie also verlangt hend isch ächli sehr suspekt und erinneret an sowjetischi vergangeni Ziite…aber ufrege lohnt sich glaubs definitiv nid.

Denn sind mir doch no dezuächo ächli d’Sehenswürdigkeite vo dere Stadt go z’beguetachte – Kreml, Stadtmuur und no zwei chlini Museen (i eim hett üs es ganz alts Fraueli mit Infos über d’Usstelligsstück zuetextet, natürlich für inverständlich in Russisch, isch aber härzig gsi ;-)).

Nochemene abschlüssende Kafibsuech simmer denn erstuunlicherwiis ganz promt widär zrugg bim Bahnhof gsi, obwohl mir defür dä ÖV benutzt händ – villicht kapiert mer das doch glich irgendwenn emol.

Pünktlich sind mir denn am Obig mit em Zug abgfahre und sitzet jetzt für rund 2.5 Täg und meh als 3’500 km im Zug i dä Holzklass Richtig Vladivostok…bis bald!

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441 km | Moskau – Nizhny Novgorod
Februar 92012

Am hüttige letschte Morge in Moskau simmer no gschwind uf en Markt gange zum en Hase z’chaufe, ah sorry ich mein natürlich ä russischi Pelzmütze! Wo mir a diä Marktständ anecho sind und diä erschte Verchäufer gmerkt hend, dass mir zu dä Gattig „Touriste“ ghörtet, hend mir üs nümme würklich wehre und hend müesse uf dä Handel istiege. Also es Hasemodell isch nid grad es modernst (gsehnd demit jo au recht gspässig us vgl. Photo) und äs bizeli hoore tuet es au no…gruusig. Ok aber warm git si jo scho!

Nochher simmer no churz go einigi Lebensmittel go poschte für diä erschti Verpflegig im Zug – isch doch immer widär luschtig, eifach unbekannti Sache in Ichaufschorb z’legge…

Denn churz vor Eis sind mir uf em Perron vor dä Marke „0 km“ gstande, wo also dä Afang vo dä Transsib markiert und sind denn allsbald au in Zug igstiege (am Afang no in falsch Wage, es entziffere vomene russische Billet isch gar nid eso eifach, aber es git do jo netti Zugbeglsiterinne…).

Pünktlich um 12.45 Uhr isch denn dä Zug mit üs losgratteret Richtig Oste.

D’Zugfahrt ansich isch nid eso ufregend gsi, es hett eher öpis beruhigends gha, diä endlose schneebedeckte vorüberziehende Birke-Tanne-Wälder. Amigs hetts au einigi Dörfer und Bahnhöf z’bewundere geh. Mir sind übrigens 2. Klass imene 4er Abteil greist und nume ein andere Pasagier isch denn irgendwo zu üs zuegstiege – also recht gmüetlich. Ah jo und natürlich au rächt warm mit bis zu gheizte 28 Grad, wenns gliichziitig dusse -20 Grad hett!

Also d’Internetverbindig mit em Handy funktioniert jetzt also würklich, mir hend eifach es paar Kilometer müesse äwäg si vo Moskau und dä Empfang isch au erstunlich guet.

Churz noch dä Sibni simmer denn di in Nizhny Novgorod acho und hend eigentlich üses organisatorische Vorgoh alles scho im Chopf duregspielt, doch wiä sich denn am Schluss hett müesse usestelle, hett ei Chlinikeit ä grossi ungwollti Chettereaktion usglöst – äs hett keis Bett meh gha im Bahnhof, es zweite Hostel ächli wiiterweg isch au voll gsi, äs dritte Hotel isch zu nobel und tüür gsi, en Telefonaruef bimene vierte empfohlene Hostel isch ohni Englisch sehr schwierig gsi, dä Portier vom Luxuxhotel hett üs denn es Taxi dört ane bstellt, well das Hostel z‘ wiit weg gsi isch. Ok jetzt hend mir wenigschtens emol ä befriedigendi Übernachtigsmöglichkeit.

Denn simmer widär zrugg zum Bahnhof well mer vor luuter Hotel-Suechi vergesse hend es nöchschti Zugbillet z‘ chaufe! Dä ÖV i dere Millionenstadt isch aber katastrophl, do chunt kein Sau druus – fahrt jetzt do es Trämli, en Bus oder ä Metro und wohi überhaupt?

Doch no irgendwiä acho im Bahnhof hend mir üse vorher usegsuechte Zugverbindige welle bueche, doch au do Sproochproblem (also mit vorhergehendem usführliche Notiere vom gwünschte Billet klappets am beschte, mündlich wills eifach nid hihaue) und denn au no ganz komischi Verbindige – üsen gwüschte Zug seg en Postzug und sowieso alles ächli komisch… Denn halt ächli umorganisiere mit dä nöchschte Zugsreis! Schlussendlich hend mir jetzt eifach halt än Halt usloh und fahred grad zum übernöchschte Halt!

Also zum ganze Wirrwar und Chaos mit dene lokale Lüüt do, chani nume eis sägä, diä Einte sind mega nett und probieret so guet wiä möglich z’helfe (z.B üsen hüttige Polizeihelfer vom Bahnhof) oder Andere hend eifah kei Luscht und Geduld emene somene Tourischt z’helfe (wiä diä jungi hüttigi Billetverchäuferin, wo üs schlissendlich keis billet meh hett wölle verchaufe!).

Uff mir sind jetzt grad ächli gschafft vo dem Chaos und hoffet, dass morn diä astehendi Stadtbesischtigung für alles ächli entschädiget…

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Moskau – die Zweite
Februar 82012

Am Morge läutete der Wecker um genau 8.12 Uhr, aber aufgestanden sind wir etwa um 9.00 Uhr – aber das macht ja eigentlich nichts denn erst etwa um diä Ziit wirds dusse hell (upps jetzt hani grad gmerkt, dass i uf Hauchdeutsch gswitcht bin, sorry für das..).

Denn simmer in Richtig Roter Platz gloffe und hend üs underwägs äs Kafi zum Z’Mörgele gsuecht – das hend mir denn au schnell gfunde, aber es Bschtelle isch denn widär echli länger gange bi dem asiatische Russ. Äs Menü isch denn usere heisse Schoggi, emene Toast mit Mayonaise, Essiggurke, Tomaten, Chäs und Schinke und emene frischpresste O-Saft bestande. Ächli gwöhnigsbedürtig, aber egal…

Gmäss üsem Reiseführer hend mir denn ä Walking-Tour gstartet mit verschidene Chilene, emene Bonzeviertel, emene Souvenirlade mit Glöggli, enere Kosmetikmess inere ehemolige Markthalle und dä ehemolige Börse.

Währendem hani mir denn no ä Prepaid-Charte imene Handy-Lade (Megafon) kauft und muess scho sägä das Agebot isch würklich mega, do chent sich d’Swisscom ä Schibä abschnide – 1GB Datenflatrate für umgrechnet weniger als 10.- CHF für ganz Russland!!!

Zrugg uf em rote Platz hend mir denn wölle es Mausoleum vom Lenin go aluege, wo er ageblich bestattet sötti si. Mitemene Umweg rund um grossi Gebäude sind mir denn au irgendwenn iächo und hend üs widär irgendwie nid dä Situation gerecht verhalte – schwätze und au flüschtere isch nid erlaubt, d’Chappe muess mer abzieh und stohbliibe bi sinere Liich dörf mer au nid, hei ei ei, ächli schwiirig für üs…

Au äs Innere vo dä Basilius am rote Platz hend mir üs nid entgohloh.

Dennoch hetts en Spaziergang geh zur Tretjakov-Gallerie um üs au ächli kulturell wiiterzbilde – mit ganz viel Gmelde mit Portraits und einigi Landschafte. Also einigi Bilder sind so detailgetreu gsi und hend wiä Fotografie gwirkt, nid schlecht.

Imene noheglägene Vegi-Resti hend mir üs denn gstärcht mit Borscht und Falafel. Gliichziitig hets im Nebedruum no ä Showilag vom Choch geh, mir vermuetet äs isch ä Lebensmittelinspektion gsi oder so…

Vor luuter Ziitnot hend mir denn ächli müesse stresse und zwor wegem obendliche Opernbesuch. Also erschtmol mit dä Metro hi zum Ticket abhole, denn zrugg zum Hostel zum Umzieh und denn widär hi zur Opere und das alles mit Umstiege und zur Rushhour – uff do chunnt mer jo sogar bi -13 Grad dusse warm über!

Öpä genau uf d’Minute hetts denn au glanget für diä italienischi Opere „Lucia di Lammermoore“. Sitze imene weiche Stuhl bi warme Temperature – do isch Gfohr gross dass es eim verstriicht noch einige Stunde dusse a dä Chälti. Mir hends aber doch ohni Ussetzter gschafft…

Denn hend mir unbedingt üsen Schoggi-Durst müesse stille und zwor i dä gliche Kafi-Chetti wiä wo mir Z’morge gesse hend. Süessigkeite mit Torte sind dört eidütig besser als Toast mit Mayo!

Was mir do no betreffend Eigenheite usegfunde hend, dass do alli Türe d’Türfalle links statt rechts hend wenn mer druflos lauft und das verursacht bi üs betreffend Schloss schlüsse uf em WC oder Metro-Schwingtüre drucke oder zieh, ächli ä Verwirrig 😉

Morn gohts wiiter mit em Zug noch Oste, sind scho ganz gspannt wiä das eso wird…

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PS: Das Foti zeigt üses Hostel mit schöner Igangstür, ok inne gsehts nid gad eso uniladend us…

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Moskau – die Erste
Februar 72012

Uff endlich liegi jetzt i mim relativ warme Schlofesack und chan mich ächli usruebe vo dem stressige erschte Tag do i dä russische Föderation…

Aber jetzt langsam alles vo Afang a.

Nochemene guet drüstündige Flug mit dä Swiss, sind mir do i dä Hauptstadt Russlands glandet und leider ächli zunere undenkbar ungünschtige Ziit – i dä Nacht am drü! Jetzt stellt sich d’Froog was mache, well dusse isch es dunkel und iisigchalt und dä ÖV Richtig Stadtzentrum macht au grad Pause bis am früehne Morge.

Also simmer im Flughafe ächli nochere Sitzglägeheit go sueche, leider hetts ächli z’wenig vo dänä gha. Aber defür isch es hammer heiss gsi dört – bin nume im T-Shirt dört am Bode gsässe. Üsi erschte Bekanntschafte mit dä finanzielle Institut do händ mir dört im Warteruum au grad dörfe schlüsse – Geld usespucke usemene Automat isch halt nid eso eifach 😉

Am 6.00 Uhr simmer denn äs erschte mol gogä sibirischi Luft schnuppere und üsi Nase hett sich grad mit Gfrührbrand gmeldet obwohl mir nur es paar Minute dusse gsi sind, bevor mir in Highspeed Train (do bedütet das anschiinend nid Fahrgschwindigkeit, sondern eifach ohni Halt…) zum Zentrum igstige sind.

Um ganz zu üsem Hostel z’cho, hend mir müesse no uf d’Metro umstiege und defür hetts natürlich no es Billet bruucht. Das hetts denn au geh binere netti Kacca-Frau, aber nume mit Hilf vo üsem „Russisch für Änfänger“-Büechli, well Englisch isch für diä do ä schwiirigi Sprooch, geh…

Als mir denn us dä Zielstation vo dä Metro acho sind und jetzt dä Wäg zum Hostel under d’Füess gnoh hend, isch es dusse immer no dunkel und iisigchalt gsi – dä erschti Idruuck vo dere Millionestadt isch dementschprechend usgfalle.

Es Hostel hend mer denn au gfunde, sind aber vor verschlossene Türe gstande, aber mitemene Natelaruuef bringt mer dä Hostelbsitzer scho us em Bett. Well er no recht schloofbetrunke gsi isch, hett er üs halt nid sofort i dä lokale Gepflogeheite igweiht und mir hend erscht emol alle Pflotsch vo dusse is Huus brocht.

Mir hend üs denn grad entschide ächli Schloof nozhole und hend bis churz vor Mittag ächli pfuuset…

Am Mittag sind mir en Fahrplan für üsi Zuugsreis go poschte, au das isch luschtig vo statte gange – mit Kommunikationproblemli und emene zweiteillige Fahrplanposter im A3-Format als Endresultat.

Es Billet chaufe im entsprechende Bahnhof isch denn nonverbal abgloffe, mir hend alles uf es Blatt kritzlet, well mir vo dä vorhergehende Ereignis glernt hend.

Denoch hetts zum erschte mol ächli Sightseeing geh – roter Platz und Kreml. Au ächli en längere Spatziergang über d’Autostrossebrugg hett en zwor schöne, aber mega chalte Idruck vom Gebiet rund um dä Kreml üs verschafft.

Dä Verchehr doch isch au ächli anders als bi üs und ehrlich gseit ächli chaotisch, halsbrecherisch und luut…

Au en Supermarkt mit Marmorbode hend mir mit üsne Winterstifel und em drahaftende Dreck ächli igsauet, aber das mit Genehmigung vom Gschäftsführer!

Üsen Versuech ä Chappe noch russischer Art z’erlange, isch kläglich gscheiteret, dä beschribeni Markt im Reiseführer hett sich in Würklichkeit als Bauschtell usegstellt.

Au es Bade isch buechstäblich is Wasser gfalle, well es ä zu grossi finazielle Ufwendig gsi wäri.

Zrugg im Hostel hend mir üs denn dä poschteti Z’nacht vom Supermarkt schmecke loh – au wenn einigi unbekannti Köschtlichkeite däbi gha hett (än Art Quark oder Hüttechäs, aber ohni jegliche Gschmack).

So morn gits denn nochli meh Zluege do in Moskau…

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Transsibirische Eisenbahn im Winter
Februar 42012

Hoi mitenand

Morn Obig gohts also los mit em Flüüger ab noch Moskau und denn vo döte während drü Wuche mit dä transsibirische Isäbahn noch Osten mit em Ziel Vladivostok am Pazifik!

Reisevorbereitungen Sibirien

Diä Zugsreis hani scho immer mol welle underneh und sitdem ich vor zwei Johr mit em Zug noch Jordanie greist bin, bini eh en mega Fan worde vom Reise mit em Zug – das isch eifach diä gmüetlichschti, billigschti und au no ökologischti Variante zum d`Welt z`entdecke. Dä Entschluss das ganze Abendtüür im Winter z`mache isch eigentlich au scho länger i mine Gedanke umegschwirrt, well für mich chan mer das riisige Land mit em Landesteil Sibiren nume im Schnee und Chälti richtig erläbä – Sibirien isch eifach für mich dä Inbegriff vo starch negative Celsius-Wärt!

Das isch es hingege äbä grad au das wo mir nochli Zwiefel bereitet diä extreme Temperature, aber ich denke wenn mer nid grad stundelang dusse verwiilt, wird mer nid grad schockgfroore. Hinzuä chunnt no dass äs sehr trocheni Luft isch und somit isch diä Chälti besser vertragbar und bi Sunneschi und Schnee gfallts mir glaubs au….! In gueter Vorsorg han ich mir aber trotzdem echli mit wärmere Chleider und Schueh usgstatet, chan sicher nid schade 😉

Was mir eso uf üsere Reis (ah jo muess villicht no erwähne, dass mir s`zweite sind wo das Reiseabendteuer waaget) alles erläbät weiss mer natürlich nonig im Voruus, aber einigi Highlights, wiä Moskauer Kreml, buddhistische Klöster, Opern- und Zirkusbesuche, Ski und Hundeschlitten fahren, Besuche in orthodoxen Gottesdiensten, Eisfischen und für ganz Mutige evtl. sogar Eisbaden (brrr…), wäred üs sicher während dene drü Wuche begegnä.

Uf jedefall bini jetzt scho ganz gspannt und freu mi uf das ganze Woognis 😉 Ich wird versueche wiä immer echli chönne z`blogge, muess aber luege öb das klappet, denk aber scho….

Bis bald…

Pascal

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