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die Altstadt von Vilnius

die Altstadt von Vilnius

Litauen

Kurz noch dä Achtne sind mir hüt Morge us dä Fädere ghüpft und denn im Hostel gogä feini huusgmachti Pfannchueche mit Öpfelmuess und Johannisbeericonfi zum Z’morge gogä gnüsse. Bim Esse hend mir denn no ä Bekanntschaft gmacht mitemene andere Backpacker us Hong Kong, isch en sehr spezielle Typ gsi, aber mir hend em denn trotzdem no üseri vohrige wiisrussischi Rubel (hend no vor luuter Tuusigerzahle wieder emol falsch umgrechnet und vo ihm z’viel verlangt, dä wird au denke diä geldgiirige Schwiizer wieder…) und no es paar Prospekt übergeh, well er anschiinend jetzt au noch Minsk goht. Mir hend en denn no gwarnt, dass es üs nid so mega super toll gfalle het i dere sowjetische Grossstadt 😉

Denn hend mir üsen Tagesrucksack packt und sind use und uf relativ direktem Weg uf en Hügel mit enere historische Burg, vor allem wege dä tolle Ussicht. Es isch würklich mega schön gsi, das natürlich au well mir mol wieder eitle Sunneschy hend dörfe gnüsse – bi dene heitere Liechtverhältnis gseht, doch alles grad viel fründlicher us. Dä Turm hend mir denn gegä es chlises Entgeld au no dörfe bestiege und detä hend mir usegfunde, dass 1989 ä Art Demonstration in Form vonere kilometerlange Menschechetti zwüsched allne drü baltische Staate stattgfunde hett und zwor für ihri Unabhängigkeit gegenüber dä UDSSR.

Dä Abeweg hend mir denn nid z’Fuess sondern mitemene chline Seilbähnli gmacht. Und sind so fascht direkt zum Nationalmuseum cho. Dörte isch vor allem d’Gschicht vom 18. und 19. Jhd. belüchtet worde, und komischerwiis hetts denn grad nochem 1. WK ufghört….hä wieso echt?

Vor em Z’Mittag hend mir denn nomol es Museum bsuecht, aber es sehr ussergwöhlich und zwor hetts sich allem um Energie und Technik drüllet. Mer het ä originali sowjetischi Dampfmaschine zur Elektroerzügig mit Chole oder Gas chönne bestuune. Scho mega idrücklich wie gross, massig und kompliziert sones technischs Ungetüm dazumals gsi isch. Aber erstuunlicherwiis hett mer scho zu dene Ziite sehr unklügelti System baut und agwendet – Stichwort: Abwärmi wiederverwenden.

Im obere Stock hetts für diä junge Bsuecher no än Art Technorama-Spielruum geh, und diä Versüech und Experiment hend natürlich au vo üs müesse teschtet werde, wenn hett mer scho mol d’Möglichkeit ganz ällei sowas uszprobiere!

Diä drü Museumsbsüech hend üs en Idruck vermittlet, dass do in Litauen, d‘ Lüüt sich mega Müeh gebet, sottigi Agebot z’zämastelle und z’ermöglich, sie hend sich mega vielfältigi cooli Sache usdenkt und liebevoll umgsetzt, Chapeau!

Üsen Z’Mittag (mir sind glaubs immer relativ spoot dra mit dem, immer so zwüsched Zwei und Drü am Mittag) hend mir inere Shoppingstroos i dä Altstadt gnemiget und zwor husgmachti Pasta. Äs Esse sich relativ edel dehärcho und au es Ambiete und d’Bedienig isch dementsprechend au so usgfalle und natürlich au d’Priise, aber halt immer no dütlich under em schwiizer Priisniveau.

Än Dessert hett natürlich au nid dörfe fähle und dä hend mir denn in Form vomene Chueche i dä Nochberconfiserie gfunde…mmmmmmhhh mega fein.

Gegä spoote Nomittag hend mir üseri Sightseeingtour wiitergführt und sind so zunere imposante Chile mit aschlüssendem Turm, welä mir au wieder gegä äs chlises Itrittsgeld hend dörfe bestiege. Üseri Uhr hett churz vor em Viertel vor Füfi zeiget und mir sind üs nid sicher gsi öb mir jetzt denn plötzlich vom Gong vo dene grosse Chilegloggene im Turm verschreckt oder gar taub werdet. Und tatsächlich ä chliners Exemplar hett punkt Viertel vor sind Pendel gschwunge. So hend mir üs denkt, denn möchtet mir doch mol luege öb das no luuter goht und hend so 15 Minute no dobe gwartet und denn isch es au scho losgange, bis zu vier grosse Glogge hend mitenand ihres Gelüt fabriziert. Das Ereignis hett mer mit allne Sinn dütlich gspürt und erfahre – d’Ohre hett mer sich müesse zuehebe und es Vibrieren vo dä Holzkonstrucktion, wo diä Glogge befestigt sind, hett mer i sinere Magegrueb au gspürt.

Als Abschluss hend mir denn no dä ganzi Universitäts-Campus inspiziert, mir hend zwor nume no grad ä halbi Stund Ziit gha, aber trotzdem hemmer en Idruck chönne gwünne, wie do es Studentsi so ablauf, vor allem infrastrukturtechnisch gseh – interessanterwiis koexistiert do d’Religion und d’Wüsseschaft mirekt nebedenand, d.h. mer chan am Morge z’erscht in Gottesdienst i dä eigene Uni-Chile und denn direkt in Vorlesigssaal.

Denn hend mir üs au scho wieder uf dä Rückweg zum Hostel mache, hend üses grosse Gepäck gschnappet und sind Richtig Bahnhof tschalpet. Dörte hett nämlich üsen Zug uf Daugavpils (Grenzort in Lettland) gwartet, bzw. mir uf ihn. Es sich denn ä lithauischi Zugskomposition igfahre und an ä Diesellok akopplet worde. Nochdem mir es Billet zeiget händ hend mir denn dörfe istiege und mir sind recht überrascht worde, well dinne hetts usgseh wie imene „Platskartni“ (3. Klass, kompletter Wagon usgstattet mit einzelne Klappbett, ohne getrennti Abteil) vo dä Transsibirische Eisenbahn. Do chömed jo direkt alti Erinnerige wieder hoch 😉

Üseri Fahrt hett denn nur rund 3 Stund duuret und so simmer punkt Zehni am Obig do acho. Hend üses Billet für morn Morge noch Riga bstellt, alles ohni Problem und sogar no ä besseri Zugsverbindig (nid scho 6.25 Uhr, sondern erst 7.33 Uhr – isch glaubs än Regionalzug und drum nid würklich eifach recherchierbar im Vornhernein) als vorher denkt.

PS: D’Receptionistin vo üserem Hotel (tatsächlich es 3-Stern Hotel!) isch ä recht Luschtigi, sie chan glaubs keis einzigs Wort Englisch und seit eifach zu allem „Mh-hm“ 😉

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