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Warschau

Warschau

Polen

Gescht (bzw. scho noch Mitternacht gsi, also hüt) Obig simmer relativ spoot is Bett cho und drum hend mir mol denkt, dass mir emol ächli usschlofed und so simmer erscht noch dä Achti us dä Federe cho. Noch em feine Z’Morge – es isch i üsen Hostel fascht wie i dä eigene vier Wänd gsi, well es isch glaubs eifach ä Mietwohnig gsi, wo umfunktioniert worde isch zu Hostelzimmer – hend mir üs denn z’erscht uf zum Hauptbahnhof gmacht um üses Gepäck i’zschlüsse, damit mir weniger Lascht für äs Sightseeing hend müesse buggle.

Üsen erschte Alaufspunkt isch dä „Stalins Penis“ gogä bestiege, ok so pervers wies jetzt im erste Moment tönt isch es also nid gsi, es handlet sich eifach um en riise grosse sowjetische Kunstpalast, wo d’Pole em Stalin z’verdanke hend, er isch glaubs 1955 fertiggstellt worde. Es segi dä schönschti Ussichtspunkt über Warschau, vorallem, well mer döte obe uf em Turm, das gruusige Gebäude nümme gseht – ihr merket, das Gebäude isch do eher umstritte. Es Prozedere zum ufecho, hett scho fascht a russischi Verhältnis erinneret, d.h. mega kompliziert – 1. usefinde, wo mer es Billet bechunnt, 2. Gepäck irgendwo imene guet versteckte Schlüssfach lagere, 3. bi de Billetfrau duregoh, 4. bim Lift uf d’Liftfrau warte, wo eim ufechauffiert. Uff, endlich gschafft… 😉 Aber, es hett sich glohnt, d’Ussicht isch doch recht idrücklich gsi.

Wieder 30 Stockwerk tüfer, hend mir üs denn mit em Tram zum Museum über dä Warschauer Ustand gmacht, uf em Weg sind üs immer wieder jungi Manne und Fraue in Krawatte und Rock begegnet. Mir hend üs langsam gfrooget, wieso die do so edel kleidet gsi sind. Em Fabian sini Theorie hend sich um en mögliche Fiirtig (75-Jahr Jubiläum des Ausbruch des 2. WK) oder um en mögliche Studienafang do a dä Warschauer Universität dreit. Was es also tatsächlich uf sich gha het, hemmer verständlicherwiis nid üsegfunde.

Acho bim Museum, hend mir üs denn es Billet kauft (das hett also fascht Usmasse vomene A4-Blatt gmesse) und dezue no en Audioguide uf Dütsch, damit mir au druschömed, was do für historischi Fakte präsentiert werdet. Noch em 36. Audiostückli und rund 2 Stunde, hend mir denn langsam denkt, dass mir üs jetzt gnueg mit Vergangenem wiiterbildet hend und sind so Wieder richtig Usgang.

Mit em Trämli isch es denn Richtig Altstadt gange, ok alt chan mer dä Stadtteil jo nid würklich nenne, well während em 2. WK, isch jo alles komplett zerstört worde, z’erscht vo dä Düütsche und denn vo dä Sowjets. Dörte hend mir denn inere Trattoria en spote Z’Mittag ignoh (Bruscetta, Rucolasaloot, Pasta und Gnocchi), isch mega fein gsi, aber leider nid würklich iheimisch. Was mir i dem Resti no glernt hend isch, wie in Polen d’WC-Türe beschriftet werdet bezüglich Gschlechter. Dä Fabian hett diä richtig Türe verwütsch und mini Assoziation isch denebet glege. Okaj, isch jo au no schwierig, well was stellt jetzt en Kreis oder es Drüegg dar? Ganz eifach, dä Kreis stellt en Toiletterand dar und es Drüegg es Pisoir, also ganz klar, wo Männli und Wiibli anemuess 😉

D‘ Besichtigung vo dä Altstadt hett nochli müesse warte, well z’erscht hend mir em Warschauer Zoo no en Bsuech abgstattet. Dä hett mega viel verschiedeni Tier gha, vo Leue über Giraffe bis hi zu Affe und Wisents. Aber dä Komfort und Uslauf für sini Bewohner hett miner Meinig noh, doch ächli z’wünsche loh.

Zrugg i dä Altstadt hend ir üs denn dä Buuch mit ganz viel Schoggi vollgschlage und zwor im Kafi Wedel – es Trio vo Trinkschoggi (wiisi, Milch- und schwarzi Schoggi) und denzue entweder en Cheesecake oder es Walnussglace mit Karamel und Guetsli. Uff mega fein, aber do bruchts definitiv denoch nüt meh Z’Nacht. Han eigentlich gmeint mir Schwiizer sind Meister im Bereich Schoggi?

Als Abschluss vo üsem Stadtrundgang hend mir denn no en schön kitschige Multimedia-Brunne beguetachtet – springendi Wasserfontäne, farbig belüchtet, und mängsmol sogar mit Beamerprojektione und Musig. Rächt speziell…aber no luschtig.

Uf diä Nüni sind mir denn zrugg zum Bahnhof und hend üses Gepäck gholt und üs ufs Perron 2 begäh, döte isch denn au bald dä Nachtzug noch Minsk, Wiisrussland igfahre und mir sind in russicher Manier igstiege, d.h. bevor mir ine händ chönne, hend mir dä Zugbegleiterinne üses Bilett müesse zeige.

So jetzt sitzet mir grad imene Drüerabteil und dörfet d’Awesenheit vomene alte wiisrussische Grossvater gnüsse, also verstoh tüend mir natürlich nid viel, obwohl er russich schwätzt, aber egal. Es Wichtigst hend mir chönne verzelle, dass mir us dä Schwiiz sind und noch Minsk wänd und dass mir Geographiestudente sind. So jetzt muessi ufhöre schriibä üsen Kolleg gänet wien en Grosse….

Bis morn, hoffe d’Nacht wird ruhig und mir müend nid ufstoh bim Grenzübergang, es Ireiseformular hend mir jo scho usgfüllt.

Nochtrag: Supi, jetzt simmer nume no es Zweite is üsem Abteil, irgendwas hend mir glaubs falsch gmacht, üsen russische Kolleg isch es nümme wohl gsi, er hett zügleg, wieso hemmer nid usegfunde, schade, mir hend üs doch so müeh geh und hend scho es Bett gmacht, dami er chan go pfuuse…komisch.

PPS: Das isch jetzt grad no recht tricky gsi, dä hüttig Blogitrag is WWW z’bringe, so ohni würkliche Internetempfang während em Zugfahre…, aber hett doch klappet, wie ihr gsend, hett eifach u lang duret!

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